4
Feb
2010

Sollte ihr wirklich etwas zugestoßen sein - oder hat sie sich am Ende gar nur klammheimlich abgesetzt?

Eine in Finnland lebende Frau nepalesischer Herkunft, Pranita Shrestha, ist spurlos in Indien verschwunden. Shresthas finnischer Gatte und dessen Vater machen sich am heutigen Donnerstag auf den Weg nach Indien, um nach der Frau auf die Suche zu gehen.

Pranita Shrestha ist mit ihrem Mann in der südfinnischen Stadt Espoo zuhause. Sie flog am Dienstag, den 19. Januar, mit einem Flug der Finnair von Helsinki nach Delhi. Von Delhi wollte sie ihre Reise in den Nordosten Indiens mit dem Zug fortsetzen, nach Jalpaigur oder Shiligur, und von dort wollte sie dann weiter in einem Jeep zu ihren Eltern nach Kalimpong in der Nähe von Darjeeling.

Der Ehemann hörte von Shrestha zuletzt am Abend des 20. Januar, als diese sich im Hauptbahnhof von Neu-Delhi befand. Sie erzählte ihrem Mann, daß sie eine Fahrkarte gekauft, aber bereits Stunden auf den Zug zu warten gehabt hätte. Der Zug hatte angeblich eine Verspätung von mindestens neun Stunden.

- Der Gatte schlug vor, daß sie in irgendein Hotel ginge und nicht im Bahnhof verbliebe. Wir wissen nicht, was sie nun tat, berichtet die Mutter des Ehegatten, Arja Talonen.

- Hernach hatte sie keinen Kontakt mehr zu uns, zu ihren Eltern in Indien oder zu ihren Geschwistern in Nepal aufgenommen. Es war mit Pranita abgesprochen, daß sie sich täglich bei ihrem Mann melden würde. Wir vermuten stark, daß wir es hier mit einer Notlage der schlimmeren Sorte zu tun haben, sagt Frau Talonen.

Die indische Polizei und das Interpol sind bei ihren Recherchen nicht weitergekommen.

- Unsere Familie hat alles getan, was wir nur tun konnten oder was uns eingefallen ist. Wir waren in Verbindung mit Finnlands Botschaften in Indien und in Nepal, mit dem Außenministerium, mit dem Innenministerium, mit der örtlichen Polizei Finnlands und über die Zentralkriminalpolizei mit Interpol, sowie mit finnischen Staatsbürgern in Indien. Alle haben sich dahintergeklemmt, aber nichts konnte herausgefunden werden, läßt Frau Talonen wissen.

Shresthas Ehemann und dessen Vater wollen nun selber, zusammen mit den örtlichen Behörden Indiens, den Sachverhalt abklären. Die einzige Information zur Verschollenen ist vorläufig die Tatsache, daß deren Handy noch am 22. Januar um ca. 11 Uhr indische Zeit für einen Augenblick eingeschaltet gewesen war.

Die Familie hat im Internet eine Seite www.findpranita.blogspot.com und auf Facebook eine Gruppe "Pranita Shrestha Missing Person" eröffnet, wodurch man zu den Angehörigen Kontakt aufnehmen kann.

Pranita Shrestha ist 38 Jahre alt und von ihrem Beruf her eine Krankenschwester mit Spezialausbildung. Sie hat schwarzes Haar, ist ungefähr 150 cm groß und wiegt 51 kg. Zum Zeitpunkt des Verschwindens trug sie dunkelblaue Jeans und eine schwarze Jacke.

Shrestha spricht außer den lokalen Sprachen Hindi, Bengali, Urdu, Nepali und Newari Englisch und einige Worte Finnisch. Die Angehörigen stellen für Hinweise, die zum Auffinden der Verlorengegangenen führen, eine Belohnung in Aussicht.


Pranita-Shrestha-

29
Jan
2010

"Wir spielten mit Tränen in den Augen"

Die Deutsche Esther Bejarano, die das Konzentrationslager Auschwitz überstand, ist zusammen mit dem Rap-Künstler Kutlu Yurtseven zu einer Tournee aufgebrochen, berichtet die britische Zeitung Evening Standard.

Bejarano, 85, wuchs in einer deutschen Judenfamilie auf. Anders als ihre Eltern und Geschwister,
überlebte sie Auschwitz. Bejarano spielte auch in dem berüchtigten Mädchenorchester von Auschwitz mit.

- Wir spielten mit Tränen in den Augen. Die im Lager eingetroffenen Neuzugänge spendeten uns Beifall, wir wussten jedoch, daß sie bald in die Gaskammern gebracht würden.

Die Gastspielreise, auf der Bejarano und der 36-jährige Yurtseven türkischer Abstammung kreuz und quer Deutschland abklappern, verfolgt ein ideologisches Ziel.

- Wir wollen daran erinnern, daß der Holokaust tatsächlich stattgefunden hat. Zugleich ermutigen wir Jugendliche, diesen neuen Nazis Widerstand zu leisten, sagt Esther Bejarano.

13
Jan
2010

Wo es ums Überleben des größten Säugetiers geht

Ja, genau deshalb begeben sie sich auch dorthin, um unter ein Walfischboot zu geraten, nämlich um daran zu verdienen. Das Belangungsgesuch lag sicherlich bereits fertig vor, wie auch die Stellungnahmen für die Presse, die Reporter passend aus einer Lobby zusammengetrommelt.

Auch stellt es kein Risiko dar, falls es derart schlimm ergehen sollte, daß als Wenderadius des eisernen Bootes der Walfischfänger nicht mal das Maß eines Durchmessers einer Zehn-Cent-Münze ausgemacht würde und dadurch dafürgehalten werden müßte, daß die Ausweichpflicht das schnellere und wendigere Fledermausboot der Ökonarzisten trifft, somit für das Untergepflügtwerden niemand anders zur Rechenschaft zu ziehen ist als die, die untergepflügt worden sind, denn dann werden die Freunde der Erde, die Tiernarren und Petaphilen aus ihren Taschen in dem Maße eine Hinterlassenschaft zusammenraffen, daß diese Samariter der Ozeane ein neues Fledermausboot als ihren tragbaren Untersatz bekommen, um weiterhin umherkreuzen zu können...

Soweit der Kommentar eines finnischen Zeitungslesers mit dem Namenszeichen 'Burkhamähne' (übersetzt aus dem Finnischen) zu einem Artikel vom 9.1.2010 mit der Überschrift "Walfischschützer erstellten Strafanzeige", in welchem folgendes zu lesen ist:

Die Walfischschutzorganisation Sea Shepherd hat gegen den Kapitän und die Besatzung eines japanischen Walfischfangschiffs eine Strafanzeige erstattet.

Grund dafür ist ein Anfang der Woche vorgefallener Zwischenfall auf dem Südlichen Eismeer, wo das japanische Schiff Shonan Maru 2 und der Dreimaster Ady Gil der Organisation miteinander zusammenstießen.

Bei dem Zusammenprall wurde ein Vertreter der Organisation leicht verletzt. Die Ady Gil wurde schwer beschädigt und sie versank. Die daran beteiligten Parteien schieben sich gegenseitig die Schuld an dem Unglück in die Schuhe.

- Wir haben bei der holländischen Anklagebehörde eine Strafanzeige wegen Meerespiraterie aufgegeben. Der Zusammenstoß war eine derart extreme Handlung, daß, wenn wir nicht umgehend zu Taten schreiten, sich noch schlimmeres ankündigt, sagte die juristische Sprecherin von Sea Shepherd, Liesbeth Zegveld, am Freitag.

Es wurde entschieden, die Anklage in Holland zu erheben, weil das Flaggschiff der Organisation dort registriert ist und weil ein Besatzungsmitglied der Ady Gil Holländer ist.

- Wir wünschen uns, daß die Mannschaft der Shonan Maru 2 ins Gefängnis muß. Später strengen wir noch eine Zivilklage an, um den wirtschaftlichen Verlust rückerstattet zu bekommen, ließ Zegveld wissen.


Gleich weiter auf die Zeitungsnotiz hin folgen noch etliche ins Auge stechende Leserkommentare des gleichen Blatts, nach dem Muster eines Namenszeichens 'Grantlhuber', das da folgendes schreibt:

Die Walfischschützer, die sich auch Aktivisten schimpfen und in gewissen Zirkeln gar als Terroristen bezeichnet werden, begreifen einfache Dinge nicht:

Diese Terroristen/Aktivisten sind auf alle mögliche Art und Weise selber Gesetzesbrecher, indem sie eine legale Geschäftstätigkeit erschweren, und wenn es sich dabei um die Pelzzucht handelt.

Bekommt man dann mal selber eins an den Latz, wie jetzt auf dem Südlichen Eismeer, schreit man Zeter und Mordio für einen Beistand von Juristen. Es müsste doch der Käpten eines kleinen Schiffs soviel Verstand haben, um zu wissen, daß ein geräumiges Fischboot nicht in der Lage ist, auf der Stelle zu wenden, geschweige denn anzuhalten, sondern daß es mit Sicherheit über ein Terroristenboot hinwegwalzt, wenn ein solches unbedingt sich davor aufbauen will.

Das Fischboot mit seiner Mannschaft befand sich auf dem Meer zum Arbeiten. Die Aktivistenterroristen waren am selben Fleck zugegen, nur um für ein Ärgernis zu sorgen, und um zu stören.


Im Anschluß daran kommen natürlich aber auch Kommentare, die Partei ergreifen mit der anderen Seite, mit den Walfischschützern. Zu lesen ist da etwa:


Die japanischen Walfischfänger sind die Verbrecher, deren Handeln die Walfischschützer zu unterbinden versuchten. Japan hält sich bei seinem Walfischfang nicht an die internationalen Abkommen. Die Aktivisten erschweren demnach *nicht* eine legale Geschäftstätigkeit.

Und es ist ein ungeziemender Zynismus gegenüber den Opfern des Terrorismus, die Aktivisten mit Terroristen zu vergleichen.


Worauf es von der anderen Seite her gleich eins auf den Deckel gibt, und es weiter bei Grantlhuber heißt:


Aha, schaut es jetzt schon so aus, daß diese Aktivistenterroristen richtiggehend über eine Polizeibefugnis verfügen, um Schiffe auf den Weltmeeren in die Bredouille zu bringen?

Nach meinem Verständnis übten die Japaner dort auf dem Meer einen legalen Walfang aus, den die Terroristen zu stören versuchten. Diesen Terroristen kommen KEINERLEI polizeiliche Befugnisse zu. Sie verstehen sich nicht einmal auf die primitivsten Regeln des Schiffsverkehrs auf den Meeren.

Würden sie sich lieber in das Somalia vorgelagerte Meeresgebiet aufmachen, um dort auf Seepiraten Jagd zu machen. Es würden allerdings auch diese derartige "Aktivisten" nicht sonderlich zu schätzen wissen.


Und so geht das nun weiter, hin und her, die meisten beziehen Stellung für die japanischen Fischer, einige wenige auch für die Aktivisten, doch hinsichtlich der eigentlich Leidtragenden, um die es schließlich bei der Geschichte geht, der Wale selbst, ist kein einziges Wort zu lesen.

Wie dort in Finnland, so oder so ähnlich wird in der Sache wohl auch anderswo argumentiert. Dafür sprechen die Fakten. Der Wal hat keine Stimme, auch wenn der Klingelton auf meinem Telefon der unter Wasser aufgenommene Liebesruf eines Zwergbuckelwals ist. Das lustvoll schnurrende Gegrunze der letzten Wale wird auf der Erde kaum von jemandem ernstlich wahrgenommen. Und doch wäre es sehr, sehr schade darum, sollte es für immer verstummen.

12
Jan
2010

Eine bipolare geopolitische Achse Obama/Osama als größte Chance für einen anhaltenden Weltfrieden?

Wenn Obama beispielsweise zusammen mit dem Papst und einem Obermufti aus Katatolien, großzügig päpstlich die Sünden der Vergangenheit vergebend, in einem neutralen Khyberpass-Bergschloß Osama bin Laden sowie hochrangige Taliban-Anführer zum friedensstiftenden Gespräch aufsuchte, und es ihm tatsächlich gelänge, letztere unter Zusicherung der persönlichen Immunität dazu zu bewegen, sich darauf einzulassen, dann, und nur dann, wäre meines Erachtens die echte Chance gegeben, daß quer über den kulturell zwischen den Lagern der islamischen und der christlichen Welt so verrissenen Erdball hinweg in der nämlichen Stunde für die kommenden Geschlechter endlich die Saat eines anhaltenden Weltfriedens realiter ausgesät würde.

Wer sich als Präsident eines Landes, das sich aufgrund vermeintlicher gemeinmenschlich gesinnungsmäßiger Überlegenheit einen Rang von Weltgewichtigkeit anmaßt, in fernen Weltregionen mit einer ihm und seinem Land wesentlich fremden, da in einer völlig andersartigen Religion tief gefestigten Kultur, bewegt, wo er demnach eigentlich, wenn nicht dank dem außenpolitischen Erbe seiner in kolonialistischen Schablonen denkenden Vorgänger im hohen Amt, deren vor nichts zurückschreckendem Anspruchsdenken und globalem Machtstreben, und den im Wechselspiel mit den daraus erwachsenenden Handlungen der dadurch aufgeschreckten anderen Seite, die den kulturellen Schock, den die Menschen dort erlitten, heldenhaft todesmutig negierend hochmultipliziert - Handlungen, die den Protagonisten wiederum zu quasikriminellen Vergeltungsschlägen herausfordern -, nichts zu suchen hätte, sollte doch endlich einmal den Mut aufbringen, sich als wahrer Mensch und kompromißbereiter Verhandlungspartner einzubringen, und hingehen und sich mit dem selbsterklärten Feind zu einem versöhnlichen Gespräch treffen. Wenn er das aber nicht übers Herz bringt, soll er doch bitte schön umgehend mit all seinen Truppen, die er und seine Vorgänger dorthin befehligt hatten, abziehen und nach hause gehen, und dort gefälligst auch dann verbleiben.

Worum geht es den islamistischen Terroristen eigentlich im tiefsten Grunde? Allein um das herauszufinden, lohnte es sich bestimmt schon einmal, mit diesen Leuten sich auseinanderzusetzen. Es stellen sich doch nicht laufend immer wieder massenhaft Menschen als Massenmörder oder gar als Selbstmordattentäter zur Verfügung, wenn diese Menschen und ihre ideologischen Hintermänner keinen lebenswichtig triftigen Grund zu einem mächtigen Zurückschlagen ausgemacht hätten?

Geht es den mit terroristischen Aktionen zu Werke gehenden Traditionalisten in erster Linie gar nur um Banales, etwa um die im täglichen Straßenbild zu sehende muslimische Tracht von Mann und Frau, dessen reines Erscheinungsbild sie durch die Präsenz westlicher Modetendenzen als bedrohlich durcheinandergebracht ansehen? Paßt ihnen einfach nicht ins Konzept, daß immer mehr und mehr Männer in Pakistan westliche Kluft tragen und statt in wallenden, traditionellen Flatterhosen und langen, weiten Hemden in Bluejeans und Poloshirts daherkommen? Wollen sie einfach kein amerikanisches Fastfood-Restaurant in der Nähe ihrer alten Moschee leiden? Oder was geht den Extremisten der Region eigentlich sonst noch alles gegen den Strich?

Warum bewilligt den Leuten nicht einfach die pakistanische Regierung per Dekret durch ein konsequentes landesweites Umsiedlungsprogramm eine ganze Provinz des Landes für deren eigenen Zwecke, wo sie alle ganz ungestört und selbstdeterministisch einheitlich ihren alten Stiefel auftragen dürfen, und wo dann auch keiner geduldet zu werden bräuchte, der an der alten Mode vorbeitanzen will. Eine Hälfte des Landes für die liberaleren Nachbarprovinzen der Modernisten und die andere für alle Traditionalisten?

Man nehme sich ein Beispiel an dem jüngst durch ein Unglück mit seinen Tigern schwer verletzten deutschen Zirkusdompteur, der alsbald nach seiner Gesundung sich bereiterklärt hat, weiterhin mit den gefährlichen Tieren zusammenzuarbeiten, der vermutlich gar denselben Tigern wieder gegenübertreten will, die ihn erst vor kurzem nahezu zerfleischt haben.

Von diesem Mut wünschte man sich auch ein bißchen mehr auf dem Felde der internationalen Politik. Er könnte schließlich dazu beitragen, daß endlich auch sämtliche wildgewordenen Tiger unter den in ihrem kulturellem Betrieb frustrierten Menschen dauerhaft besänftigt werden könnten. Und auch dazu, daß in Zukunft zum Beispiel auf solche Schreckgespenster einer neurotischen Zivilisation wie Nacktscanner auf Flughäfen verzichtet werden könnte.

Wäre nicht langsam fürwahr die Zeit für eine entsprechende Umbesinnung im Umgang mit den gewaltigen Problemen der gegenwärtigen Welt gekommen? Ich denke, ja.

4
Jan
2010

Begriffe bringen das Ding im Namen nur dann ganzheitlich hervor, wenn sie auch positiv besetzt sind

So lange, um gleich mittendrin mit einem guten Beispiel zu beginnen, von "Terrorismusbekämpfung" die Rede ist, wird der Terrorismus nie endgültig besiegt, es werden höchstens einzelne Terroristen der aktiven Szene bekämpft und eventuell aus dem Verkehr gezogen sein. Würde von einer "Friedensförderung unter Einbeziehung aller Querköpfe in die friedenskonstituierenden Diskussionen" die Rede sein, würden die Chancen, nachhaltig über das bedrohliche Phänomen des Terrorismus hinauszuwachsen, realistischer. Einzig positiv besetzte Begriffe für erwartete positive Entwicklungen tragen in sich auch das magische Potential, wenn man so will, nachhaltig die erhoffte Veränderung zum Guten hin hervorgebracht zu bekommen. Dem ist natürlich nicht so, um hier nicht falsch verstanden zu werden, da eine dem Wort innewohnende Mantra-Schutzgottheit über dem einen, und ein verhängnisvolles Wortteufelchen über dem anderen verhängt wär, über dessen Schicksalsdiktat der Mensch nicht hinaus kann. Nein, vielmehr andersherum ist die Wahl des Ausdrucks für eines Menschen Tun der magische Gradmesser der Grenzen seiner Fähigkeiten. Ein Terrorismusbekämpfer ist eben per definitionem ein ewig Kämpfender, und kein Obsiegender. Würde der Bekämpfende - im wie auch immer gearteten Zusammenspiel mit der anderen Seite - wirklich dazu herangereift sein, seinen Kontrahenten für sich siegreich einnehmen zu können, käme dieser Mensch automatisch auf die Stufe einer neuen, positiven Begrifflichkeit. Solange von Krieg die Rede ist, kann nicht zugleich die Rede von Frieden sein. "Absorption von ehemals feindlichem Gedankengut in ein neues globales Mainstream-Denken" könnte da hingegen schon eher in die richtige Richtung weisen. Doch ware ein solches Wort natürlich nicht kurz genug, um als Schlagwort zu ziehen. Leider lassen sich prinzipiell die schweren Dinger, negative Haudegenschwerter und dergleichen, linguistisch viel leichter schmieden als irgendein geschmeidiger, wohlgefälliger Zauberwortstab zum gegenseitigen sich Bezirzen. Hieran merkt man, daß die Welt, in der wir leben, ursächlich aus einem alten Chaos hervorgeht.

Und doch haben die Menschen im Zuge der Vollendung der Menschwerdung das System der Magie herausgefunden, das die Natur bezwingt —— und in heutigen Zeiten zusehends auch wieder verlernt, das aus diesem Wissen abgeleitete Wahrwort "Mind over Matter" - "alles hat seinen Ursprung in bewußter Energie" - spielerisch zu einer für sich vorteilhaften Anwendung zu bringen, etwa durch rituelle Observationen. In der Frühzeit lernten die Menschen, wie man das Ursachen/Wirkung-Rädchen seiner eigenen kleinen Welt durch ein paar tiefenpsychologisch wirksame Tricks, die Wind und Wetter im Umland befehligen können, zu seinen Gunsten verschaukeln kann. Ein symbolischer Freuden-Erntetanz vor dem Beginn der Aussaat zeigte den Feldern und der Natur den Weg an, wie im Verein mit den Menschen, die auf ihrer Scholle leben, der Kreis zu schließen sei. Das Herz einer noch abweisenden, aber insgeheim Geliebten wird anderereits sicher nicht gewonnen werden durch einen lauten und voreiligen Siegesposaunenstoß vor deren Fensterl. Wo eine willfährige Natur gerne mitspielen würde, bäumt sich nur allzu leicht im Menschen etwas dagegen auf.

Liest oder hört man etwas zu einem so abstrusen Thema, wie das der Geldabschaffung, wird sofort abgeblockt und auf stur geschaltet, als ginge es darum, den Leuten die Luft zum Atmen abzuschneiden, einzig aus dem Grund, da in einer Welt, in der sich nahezu alles ums Geld dreht, der Begriff "Geldabschaffung" so fürchterlich negativ klingt. Dabei bezeichnet eine Abschaffung von irgendetwas ja nur den Übergangszustand, zeigt aber nicht den Status quo an, der nach der Abschaffung zu stehen kommt. Wie also könnte man diesen Zustand eines zukünftigen geldlosen Wirtschaftens in ein positives Schlagwort fassen, kurz und prägnant? Das müsste zunächst einmal die erste Frage sein.

Es muß wohl in diesem Fall ein Neologismus her. Ich hatte ja länger schon einmal 'Panvoluntarismus' vorgeschlagen. Die Zeit selber, ist sie einmal reif fürs Neue geworden, wird auch die richtigen Begriffe fürs Neue zutage fördern. Dabei kommt es aber ebenso auf die richtige Sichtweise des Menschen an. Begriffe bringen das Ding im Namen nur dann ganzheitlich hervor, wenn sie auch positiv besetzt sind.

3
Jan
2010

Szenischer Ausblick ins ambitionierte Zeitalter des Panvoluntarismus (eine fiktive Gesprächsrunde)

"Wie steht's mit dir, alter Junge, bist du derzeit noch zu haben für irgendein größeres Projekt, oder kommt unsere Gruppe für dich wieder einmal zu spät?"

"Bin leider volle Kraft voraus noch in der Geräteaufmotzung für die letzten Internetnachzügler im dörflichen West-Burma engagiert. Es geht dabei um die Wiederbelebung des alten traditionellen Festtagskalenders. Jetzt, wo man nach der allgemeinen Abschaffung des Gelds endlich überall wieder weidlich seine Feste feiern kann, wie immer die auch fallen, sollte doch gerade solchen Gegenden, die in der Geld-Welt dank ihrer verdrehten und rasenden Regime noch brutal zu leiden hatten, versorgungstechnisch auf die Sprünge geholfen werden. Unser Programm dort dürfte aber binnen Kürze abgeschlossen sein. Worum geht's denn in eurem Projekt?"

"Wir haben uns zur Zeit der bewegenden Aufgabe verschrieben, die Versorgungsinfrastrukturen für solche ländlichen Gegenden zu verbessern, die aufgrund ihrer unwirtlichen Lage keine großen landwirtschaftlichen Eigenerzeuger sein können, in den Versorgungsringen ihres Landes dank schlechter Verbindungswege aber tendentiell links liegen gelassen werden. Unglaublich, was für Energien man bei den afrikanischen Arbeitern losreißen kann, wenn man mit denen spielerisch die Rollen vertauscht, nach dem Motto: 'Ihr seid jetzt die Arbeitsleiter und wir zeigen euch mal an eurer Stelle, wie der Mörtel angemischt und aufgetragen wird'."

"Du möchtest mir also die Freude bereiten und mich für ein Butterbrot zu schwerem Schuften unter der afrikanischen Sonne verdonnern, da eure Einheimischen dort selber von manueller Arbeit nichts verstehen? Worin liegt der Reiz des Angebots sonst noch?"

"Wie auch sonst überall auf der Welt in dieser wunderlichen Zeit nach der Geldabschaffung: Es ist einfach herrlich, mitanzusehen, wie aus ehedem schlappen und eigenbrötlerischen Drittweltländlern, vormals im Gemeinschaftsdenken, was über die eigene Sippe oder den eigenen Stamm hinausging, noch durch und durch korrumpiert, sich plötzlich noch der Ausschaltung des Denkens in Geld-Begriffen zu sozial verantwortlich denkenden Staatsbürgern gemausert haben, wie man dies früher zu Zeiten der endlosen Vernichtungsfehden in Schwarz-Afrika gar nie für möglich gehalten hätte. Wenn sie auch nach wie vor im Kochen etwas flinker sind als im Straßenbau."

"Und du, du liegst ja seit der Ausmusterung des Geldes nur noch auf der faulen Haut herum?"

"Ich bringe meine gesammelten Gedichte in Ordnung, etwas, was schon längst getan hätte werden sollen, wozu aber doch damals noch bei der gestressten täglichen Maloche ums Geld kein Mensch Zeit haben konnte. Außerdem halte ich mich weiterhin als Designer für meine alte Firma für den Bedarfsfall zur Verfügung."

"Zu Zeiten des Geldwesens hätten sie dich bei deinen jetzigen Geschäften glatt verhungern, die Versicherungskassen dich schön brav durchhängen lassen."

"Das ist wohl richtig. Und meine besten Gedichte wären garantiert erst gar nie geschrieben worden."

"Ich dachte, dein bestes Gedicht wäre das eine gewesen, worin du doch vor Zeiten schon, als dich alle noch deswegen auslachten, eine Abschaffung des Geldes in Aussicht stelltest?"

"Ach was, mit der Abschaffung des Geldes fängt ja der Spaß erst an. Und auf dem Höhepunkt der neugewonnenen Freuden dieser befreiten Zeiten wird man erst wirklich angelangt sein, wenn man sich im großartigen Rahmen der neuen Geschäftigkeitsbewegtheit der Menschen und im abenteuerlichen Aufbruchstaumel der neuen Zufriedenheitsbeschickung vor lauter innerer Erfüllung im Aufblühen der neuen panvoluntaristisch sozialverantwortlich selbstgestellten Aufgaben, erst kaum mehr an die düstere Vorzeit des Geld-Diktats, zumindest nicht mehr im Alltag, erinnern wird. Solange es das Geld noch gab, konnte man sich das alles noch gar nicht vorstellen, wie viel schöner das Leben und alles wirklich werden würde, als daß ich damals schon auch diese Facette hätte in Gedichten so richtig einfangen können."

"Dein Sohn dagegen soll dem Vernehmen nach seine bäuerliche Ader in sich entdeckt haben, und anstatt wie Väterchen schwarz auf weiß mit schlauen Worten die Welt zu erhellen, in Form von Samen zur genüßlichen Stillung des Welthungers seinen panvoluntaristischen Gedankenbeitrag in die Scholle seines Grund und Bodens unterpflügen?"

"Er erfüllt damit meinen eigenen Kindheitstraum, und nimmt uns allen zugleich die Arbeit ab, genau wie wir alle ja uns heute einverständlich gegenseitig freiwillig die Arbeiten abnehmen, und dadurch endlich frei geworden sind von den einst allgegenwärtigen Schrecken der kapitalistisch wütenden Geldwelt..."

"Es lebe die neue Zeit!"

"Ein Hoch der neuen Zeit!"


Herzlich-willkommen-zur-allgemeinen-Abschaffung-des-verteufelten-Geldes

30
Dez
2009

Der lange Schatten eines völlig fehlgeleiteten Wissenschaftszweigs — ein Resümee zum Darwin-Jahr

Wenn es obendrein nicht auch noch ein so schlappes Jahr gewesen wäre, dieses scheidende Jahr, bei aller Fokusierung aufs Wesentlichste in der eigenen Realität, müßte es eigentlich doch sehr verwundern, warum dieses anfangs als Evolutionsjubeljahr hervorgehobene 2009, begonnen im selig-schwelgenden Angedenken Charles Darwins, dieses aufs fantastische so "natürlichen" Spring-ins-Feld-Papstes eines vermeintlich wissenschaftlich akzeptablen Schöpfungsgedankens, nun nicht den festlich erhöhten Gelehrtenstreit und Zwist zwischen Atheist und Gläubigem abzuschließen, wenn nicht gar endgültig dem Darwinismus den verdienten Gnadenstoß zu verpassen vermochte. Es mag wohl mit dem weniger rühmlichen Schreckenstaumel von ökonomisch und börsentechnisch generierten evolutionsfördernden Entwicklungsfehlern im Leben der Menschen, worin man sich im Laufe des sich morgen schließenden Sonnenkreises dieses Jahres, auch bis in den privaten Bereich hinein, gefangen sah, damit zu tun haben, daß man Darwin einfach besser einen guten Mann sein ließ, und man sich als Erklärungsmodell fürs Unfaßbare weiterhin vorerst mit der pflegeleicht gefälligen und bequemen Darwinschen Evolutionslehre begnügt und zufriedengibt.

Die unrichtige Lehre von der Entstehung der Arten der Schöpfung einzig durch fehlerhafte Genmutationen und natürliche Auslese wird durch diese nonchalante Behandlung der Frage, ob Darwin nun letztlich mit seinen Theorien recht hatte, oder eben nicht, im schlaffen Jubiläumsjahr nicht richtiger, beziehungsweise fälscher kann sie eh nicht mehr werden, da diese ungenügende Lehre von vornherein nicht richtig war:

Es ist noch nie irgendwo beobachtet worden, daß das Muttertier irgendeiner Rasse irgendeiner Art, außer bei äußerlich sich nahestehenden rassenverwandten Kreuzungen wie zwischen Esel und Pferd, ein Wesen zur Welt gebracht hätte, das etwas anderes als ein Abbild seiner selbst und des Stammvatertiers gewesen wäre. Und wenn auch zigtausendmal, zigmillionenmal und wieviele Mal mehr dieses Fortpflanzungsspiel fortgesetzt wird: Es werden immer wieder, in leicht von einander abweichenden Variationen, die gleichen Gesichter zutage treten.

Vielmehr verhält es sich wohl, was das Entstehen der vielen verschiedenen Arten auf dieser Erde, einschließlich uns selber, angeht, so, daß eine jede einzelne Art, auch eine jede einzelne Abart innerhalb einer Tierart, die durch eigene Merkmale hervorsticht, aus einem eigens für sich und gesondert vorgenommenen Akt der Artenschöpfung hervorgeht. Das war zu zeiten der großartigen Schöpfungsperiode wiederum nun kein so aufregender Akt, um einen solchen sich als unmöglich oder als eine religiöse Spinnerei vorstellen zu müssen, als welche der Gedanke daran heute bei vielen weithin abgetan wird, sondern dies war zu jener Erdperiode das normale Tagesgeschäft gewesen, das eine lange Zeit angehalten hatte und wohl fast fabrikmäßig ablief, nach dem Motto: Erst kommt es zu einem Traumgesicht von der Form eines neuen Abbilds eines wesenlosen Selbsts, das es ins materielle Leben auf der Erde drängt, und dann wird die Idee der geschauten besonderen Körperlichkeit mit Hilfe der Sternenkräfte des kosmischen Geistes DNA-verklausuliert in einen natürlichen Samen gebrannt und hernach erstmalig über selbstschöpferische Naturalvaginalblasen materiell auf dem Schoß der Erde ausgetragen.

Wann wird die hehre Wissenschaft endlich einsehen, daß so oder so ähnlich die Schöpfung der Arten abgelaufen ist, und nicht über eine höchst vage, höchst langsame Evolution über zufällige Genveränderungen?!

In den tiefsten Tiefen der Ozeane findet die Artenschöpfung sogar bis auf den heutigen Tag statt. Von den angeblich von der Wissenschaft jetzt neu entdeckten Tiefseelebewesen sind einige vielleicht gestern erst in ihrer vom Menschen unbehelligten Abgeschiedenheit erstmalig erzeugt worden.

Eine wesenslose irdische Traum-Geist-Einheit, die sich ausschließlich über den Geist definiert, die ohne einen materiellen Körper west, verfügt zwangsläufig über stärkere Geisteskräfte als selbst ein größter Schamane unter den Menschen, sonst könnte sie sich als eine selbständige Wesenseinheit, ganz in Luft, Wasser, Erde oder Feuer aufgelöst sozusagen, gar nicht konstituieren; und aus in wesenslos umherwabernden Naturgeistern geschauten Gesichtern können sehr wohl, über die höchst elementare Kommandoschiene "KosmischerGeist -Naturgesetzlichkeiten", in die Naturgeister noch viel, viel stärker als hochstehende Jogis eingebunden sind, wirkkreistranszendierend naturschöpferische Akte vollbracht werden.

Man könnte diese aus dem immateriellen Nichts eines Traum-Geistwesens heraus sich materialisierenden Artenvorreiter natürlich auch als die unsichtbaren Hände oder Handlanger des einen großen Schöpfergottes bezeichnen. Und schon wäre die Religion in diesem wunden Punkte ein für alle Mal mit der Welt der Wissenschaftlichkeit versöhnt.

Aber nein, lieber hängt man, zumindest vorläufig noch, diesem hanebüchenen Konzept eines verschroben-kindlichen Statistikers des vorletzten Jahrhunderts nach, weil dieser eine angeblich "allmähliche" Entstehung der Arten so plausibel wie das Einmaleins dargestellt hat, in Wirklichkeit aber noch im Falle keiner einzigen Art auch nur ein Beweis für die angeblichen Entwicklungszwischenstadien der Natur beigebracht werden konnte.

Es wäre zu wünschen gewesen, daß man in diesem Darwin-Jahr 2009 endlich für alle Zeiten mit diesem Unfug der Darwinschen Lehre zur Entstehung der Arten aufgeräumt hätte, und man das alte großartige Mysterium der Schöpfung seinem ihm gebührenden Platz im Denken der Menschen wieder zugewiesen hätte.

Das allein schon könnte meines Erachtens den Frieden auf unserer kulturell und ideologisch so gespaltenen Welt entschieden fördern.


Die-Entspringung-der-Arten-aus-Erdmutter-Gebarmuttern

29
Dez
2009

Überall kommt es auf die richtige Sichtweise an - ganz umsonst mußte z.B. ein finnischer Bär sterben

Es ziehen mit ihrer Büchse so allerhand Stußköpfe in der freien Natur herum. Aus irgendeinem Grund ging ein Mann in den Wald, um einen Fuchs zu erlegen (hatte sicherlich eine Pelzmütze nötig). Offenbar waren keine Füchse ausfindig zu machen, unser begnadete Waidmann polterte jedoch derart lautstark durch die Gegend, daß er einen Bären aus dem Winterschlaf riß. Dann gab der Mann auf den Bären einen Schuß ab, traf ihn aber nicht richtig, nicht mal aus einer Entfernung von zwei Metern. Es gelang ihm lediglich, den armen Meister Petz zu verletzen.

Ich würde dem Mann zu einem neuen Hobby raten. Beim Pfeilewerfen lernt man zielen und verletzt niemanden dabei.


Soweit der Kommentar eines finnischen Zeitungslesers unter dem Schlagwort "Bleiben Sie zuhause" zu einer jüngsten Nachricht in der finnischen Presse, zusammengefaßt und aktualisiert, folgenden Inhalts:

Im Kreis Ähtäri im südlichen Ostbottnien war ein verwundeter Bär unterwegs. Der Bär war in der Gemarkung des Dorfs Rämälänkylä verletzt worden, die Polizei hatte jedoch auch weiter weg zur Vorsicht aufgerufen.

Der Bär hatte vorgestern einen Mann angegriffen, der sich auf der Fuchsjagd befand. Dem Mann war es gelungen, mit der Schrotflinte aus ungefähr zwei Metern einen Schuß abzugeben. Der Bär war getroffen worden und davongerannt.

Das Tier hatte sich bereits in den Winterschlaf begeben. Die Polizei hielt den in seinem Schlaf gestörten und verletzten Bären für besonders gefährlich.

Der Zwischenfall hatte sich sich um zwei Uhr nachmittags ereignet. Es war noch vorgestern mit dem Spurenlesen begonnen, wegen dem Einbruch der Dunkelheit es aber eingestellt worden. Das Aufspüren des Bären wurde gestern früh bei Eintritt der Morgendämmerung fortgesetzt. Noch während des Morgens wurde der Bär eingeholt und erlegt. Es hatten sich ingesamt circa 60 Männer sowie Bärenhunde auf dessen Fährte gemacht.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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