10
Sep
2008

Von intelligenten Wesen auf anderen Planeten würden wir mit unserer Geld-Selbstkasteiung ausgelacht werden

So lange es dieses Geld gibt, in dessen unheilsamem Strahlbann, wie eh und je gehabt, bislang noch das menschliche Zusammenwirtschaften steht, wird sich an der Front des Kampfs ums tägliche Überleben nie etwas so weltbewegendes tun, daß man dazu käme, zu behaupten, die Menschen befänden sich auf einem Weg, der dahin führte, daß das Leben unserer Kinder, wenn auch kein Honiglecken, so doch wenigstens ein allgemein glücklichmachenderes wäre. Zumindest für alle durchschnittlich gestellten Menschen, denen kein leicht zu vermehrendes, größeres Vermögen schon mit in die Wiege gelegt wurde, wird dies mit Bestimmtheit, solange die Ruder des gesellschaftlichen Boots, in dem wir alle mitzufahren haben und das vom Meer unserer staatlichen und wirtschaftlichen Institutionen getragen ist, nicht im guten Einvernehmen aller mit allen tatsächlich in Richtung der von allen Übeln erlösenden Liquidation des Geldwesens herumgerissen worden sind, wohl nie der Fall sein. Und dies - was das schlimme daran ist - trotzdem es doch von haus aus Sinn und Zweck des menschlichen Lebens sein sollte, danach zu trachten, die naturgegebene, schöpferische Intelligenz dafür einzusetzen, um Mittel und Wege zu finden, daß der Mensch auf Erden ein unbeschwertes und schönes Leben hätte! "Ooh," wird man da schnell versuchen, mir entgegenzuhalten, "aber um wieviel leichter ist doch jetzt das Leben geworden mit all den hübschen, feinen Sachen, die es heute gibt!"

Ist es das aber wirklich geworden, allein dadurch?

Ich kann mir ja wirklich heute zum Beispiel im Internet, wovon unsere Großväter noch nicht einmal geträumt haben, für private Zwecke ein anspruchsvolles Navigationsgerät zulegen, wobei ich aber aufpassen muß, daß es kein gestohlenes ist - zu einem Preis, der mir, nebst der Bestreitung der lebenswichtigeren Dinge, aber soviel zu stehen kommt, daß mir vor lauter Schufterei, um die nötige Knete zu verdienen, genau an ein paar wenigen Tagen im Monat Zeit zum Navigieren bleibt, wobei ich vielleicht aber gerade dann eigentlich auf anderes als auf Navigieren Lust hätte - mal etwas überspitzt ausgedrückt.

Nein, all diese Innovationen und neuen Geräte und deren technologischen Systeme der heutigen Zeit können wohl recht brauchbar sein - aber hat die Lebensqualität als solche tatsächlich zugenommen, wenn man sie danach bemißt, wie frei wir wirklich sind?

Von einer Freiheit des Lebens kann nicht im geringsten die Rede sein, solange es diesen Zwang zum unaufhörlichen Geldverdienen gibt und im Namen des Funktionierens dieses verschrobenen Kapitalismus der Gegenwart den gewaltigen Druck zum Mitmachen an dieser Hetzjagd des Kommerzes auf das Kaufen von Sachen, die man den anderen ungefragt abkaufen soll, auch wenn einem die Sachen eigentlich gar nicht lägen, man dafür aber wie ein Schwein zu malochen hat.

Dann würde ich doch eher schon, wenn man die Wahl hätte, liebe Mitmenschen - um es mal ein bißchen nonchalant fiktionär zu illustrieren (eigentlich kann es ja in jedem Zeitfenster im Weltraum nur einen einzigen intelligent bemannten Planeten geben, ansonsten hätten ja alle intelligenten Subjekte auf den diversen Planeten entsprechend deren Anzahl mehr als nur einen Kopf aufsitzen) - in einer Zeit oder auf einem anderen Planeten leben wollen, wo es keine Computer und wo es kein Internet gibt, und wo es nicht all diese süßen Dinge gibt, die wir hier in unserer Zeit als selbstverständlich ansehen, wo es aber die Geschöpfe hingekriegt haben, aus einer freiwillig sich vollziehenden Emsigkeit aller Mitglieder des intelligenten Planetengeschlechts heraus, ohne viel predigen zu müssen, unseren irdischen Tieren gleich, ohne jegliche Zwischenschaltung von so etwas wie unserem Geld und dessen Zwängen, das Glück in ihrem Leben sich zurechtzuschmieden.

Wann werden wir Erdenbewohner es schaffen, den Sprung zu machen in ein reell freiheitliches Leben, hinweg über das Sklavenhalter-Ungetüm des Geldes?

9
Sep
2008

Ein wirklich tragkräftiges Land kann es sich leisten, das ganze Geldwesen abzusaugen

Die US-Regierung hatte am ersten Wochenende im September 2008 die beiden größten Baufinanzierer des Landes, Fannie Mae und Freddie Mac, wegen ihres drohenden Bankrotts in staatliche Obhut genommen. Mit der staatlichen Übernahme solle noch größere Unruhe auf den amerikanischen und den weltweiten Finanzmärkten vermieden werden, sagte US-Finanzminister Henry Paulson. Die beiden Unternehmen seien "so groß und so mit dem Finanzsystem verwoben", daß das Scheitern eines der beiden große Unruhe auf unserem Finanzmarkt hier und in der ganzen Welt auslösen würde. Die Institute sollen mindestens ein Jahr lang staatlich geführt werden.

Die Rettungsaktion wird viele Milliarden Dollar kosten - aufbringen muss das Geld der Steuerzahler. Die beiden Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae haben während der Finanzmarktkrise zusammen Schuldverschreibungen über 5500 Milliarden US-Dollar angehäuft - das entspricht dem Doppelten des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Zu der Aktion meint Warren Hogan von der australischen ANZ-Bank der BBC gegenüber: "Es ist kein Allheilmittel und sicherlich noch nicht der Anfang vom Ende der Krise, dürfte aber kurzfristig Stabilität bringen."


Ein Gedicht von Jukka Aittakumpu ist das von allen am meisten finnische

(ein Artikel aus den Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 5.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Zum Sieger bei der Abstimmung zum am meisten finnischen Gedicht Finnlands wurde ein neu entstandenes Gedicht von Jukka Aittakumpu 'Suomenmaa: Juostessa mä mailla Suomenmaan' [Das Land Finnland: Wenn ich auf des Lands Finnland Schollen renne] gewählt.

Den Internet-Gedichtwettbewerb organisierte das Literaturereignis Kirjakantti [Buchstandpunkt].

Auf den zweiten Platz wurde ein Klassiker gewählt, das Gedicht Nocturne von Eino Leino. Den dritten Platz erklomm Eija Lehto mit ihrem Gedicht Juhannusilta [Sonnwendfeier-Abend].

An dem Ende März gestarteten Internet-Gedichtwettbewerb nahmen 229 Gedichte teil.

Die Jury des Buchstandpunkt-Ereignisses erstellte aus den beim Wettbewerb eingesandten Gedichten auch eine Anthologie, die am letzten Donnerstag veröffentlicht wurde.

Hier im nachfolgenden die deutsche Übersetzung des Sieger-Gedichts:

Das Land Finnland: Wenn ich auf des Lands Finnland Schollen renne

von Jukka Aittakumpu

Wenn ich auf des Lands Finnland Schollen renne,
durchlebe ich meine Tage ganz aufs neue!
Das Herz fühlt, versteht und nimmt wahr,
Erinnerungen aus irgendwoher in der Jugend verfolgen einen.
So kommt denn dieser Tag darüber zu seinem Schluß,
Wiederum fühlt man sich richtig glücklich,
die Lieder sind gesungen, die Spiele gespielt,
das Wesentliche ist geglättet, es herrscht unverbrüchlicher Friede.

Derart tragkräftig ist das Land Finnland, daß
wenn ich auf die Oberfläche eines Teichs hinausblicke,
ich im Wasser alles sehe, auch das Morgige.
Ich stehe in einem Bezug zur Oberfläche des Teichs,
zu den Düften der Sonnwendblumen,
aus den Lüften schnuppere ich mir das Finnland ein.
Mag wohl jemand eine Braut gekriegt haben?
Im Herzen der Nacht sich davongeschlichen, um etwas zu sammeln,
Blumen, damit diese aufwachte -
in einen Traum, der einem eine Jungfer beschafft.

Passierte auch immer, was nicht auch passieren mag,
aber weg kriegte es mich nicht von hier.
Das Land Finnland werde ich nicht vergessen.
Ich lasse es nicht aus meinen Gedanken heraus.
Ich möchte mich noch nicht auf den Weg machen,
Und dem Stern des Lands Finnland Gesellschaft leisten.

Ich springe hier voller Eifer umher,
auf den Schollen meiner Heimat -
des Lands Finnland!
Dessen Täler, Hügel, Gestade und Gewässer,
dorthin führe es mich, wohin du gehst.
Wenn es auch kalt war, auf die Schule zu gehen,
die Kehle trocken, so liebte ich auch das.
Zumal ich doch Freunde dort hatte,
durchlief ich die Schule mit freudiger Mien'.

8
Sep
2008

Alle PeterLichter mit hervorgetreten - und die Geldabschaffung aufs Tapet gebracht!

Wie soll man von unserer Menschheit je behaupten können, sie hätte sich auf ihrem langen Weg der Menschwerdung tatsächlich einen entscheidenden Schritt vorwärtsentwickelt, solange wir, trotz all unserer Teilfortschritte auf dem Sektor der das Leben in der einen oder anderen Weise erleichternden Erfindungen, es nicht fertigbringen, auch mit einer grundlegenden Lösung für den größten Ursachenherd aller Probleme des menschlichen Zusammenlebens, die allesamt nämlich von der Tatsache ausgehen, daß das bislang noch vorherrschende Geldwesen derjenige Faktor ist, der für die größte Unsicherheit, Ungerechtigkeit und allen sozialen Unfrieden auf dem Globus sorgt, aufzuwarten - der allfälligen Abschaffung des Geldes? Solange letzteres nicht angegangen wird und die alle Menschen im Griff haltende altbabylonische Notlösung Geld weiterhin uneingeschränkt am Regieren ist, zieht die Menschheit, selbst wenn Roboter mittlerweile einem den Arsch putzen sollten, absolut nur in den alten Kreisen von annodazumal weiter. Erst wenn alles Geld aus seinen Angeln gehoben ist und ein gänzlich neues System, das ohne jegliche Zahlungsmittel auskommt, an seine Stelle getreten sein wird, kann davon die Rede sein, wir Menschen waren wirklich auf dem Marsch unserer Geschichte einem besseren Leben entgegen einen ganzen Schritt weitergekommen.

Nun kann man natürlich solchen Schreiberlingen von derlei mahnenden Worten wie den meinen andererseits vorwerfern, sie hätten sehr leicht reden, während letztlich auch sie nicht genau wüssten, wie man eine solche Abschaffung des Geldes praktisch handhaben und in die Tat umsetzen könnte. Freilich gilt auch hier, daß alles leichter gesagt ist als getan. Nun bin ich ja zum Beispiel auch weder ein Politiker noch sonst irgend ein großes Tier, das irgend etwas zu sagen hätte. Ich, für meinen Teil, bin lediglich einer der geringeren Menetekel-Männer - ein anthroposophisches PeterLicht sozusagen - der sich das bisweilen noch höchst undankbare Ziel gesteckt hat, der Menschheit einen Spiegel der Wahrheit vors Gesicht hinzustrecken, damit uns, der Menschheit, endlich einleuchten wolle, was es eigentlich an höchst wichtigen Dingen auf der Welt noch zu tun gäbe, woran sonst leider, außer mir und ein paar anderen Versprengten, noch fast keiner denken
will: das Los der Menschheit herumzuschmeißen, und zwar in eine ganz andere Richtung; in eine Richtung, die endlich garantiert dafür bürgen wird, daß es allen, aber auch gar allen, auf der Welt viel, viel besser als bisher ergehen wird, und daß damit automatisch alle möglichen Konfliktstoffe mit einem Wisch beseitigt werden.

✪ Denn Schuld an allem Übel und an allen Querelen auf Erden hat einzig und allein das verflixte Geld, das es deshalb abzuschaffen gilt.

Nein, des genauen Prozedere der Geldabschaffung werden sich schon all die findigen politischen und ökonomischen Gremien und Foren der Welt annehmen müssen. Von Glück aber werden jene, wenn es denn je so weit kommen sollte, dann sagen können, daß ihnen bereits tüchtige Vorarbeit geleistet wurde in Form von all den jetzt schon vorgelegten,
halbwegs ausgefeilten Ideen zum Thema, wie zum Beispiel den meinigen. Und genau darum geht es auch fürs erste.

✪ Ich lade deshalb herzlich alle ein, die ebenso zu diesem brennenden Thema etwas zu sagen haben, hervorzutreten und selbst auch solche Mahnschriften zum Zwecke einer baldigen Abschaffung des Geldes zu entwerfen und unter die Leser zu streuen. Viel mehr läßt sich von der Graswurzelebene des Lebens des kleinen Mannes aus, der des Geldes leid geworden ist, zum Zeitpunkt noch nicht ausrichten.

✪ Doch: je mehr und je öfters der Wunsch vorgetragen wird, übers Geld hinauszukommen, desto näher rückt der Tag, da aus dem gewachsenen Volksbegehren Realität wird. Und das wird etwas sein, wofür zum Schluß alle Menschen sehr, sehr dankbar sein werden.


dem-Grauen-des-Lagerlebens-der-heutigen-Zeit-auf-alle-Zeiten-entkommen

Auf dem Föhrenhügel wurde in ein Eigenheim eingebrochen

(eine Meldung der Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Am Samstagabend wurde im Ahornweg auf dem Föhrenhügel der finnischen Stadt Turku während der Abwesenheit der Bewohner eingebrochen. Diese bemerkten, was geschehen war, kurz vor elf Uhr am Abend, nachdem sie ungefähr vier Stunden außer Haus gewesen waren. Aus ermittlungstechnischen Gründen will die Polizei keine Mitteilungen machen zur Vorgehensweise bei dem Einbruch. Es bestehen noch keine genauen Angaben zum gestohlenen Eigentum.

In Turku sind im Laufe des Herbsts etliche Wohnungseinbrüche vorgefallen. Die Polizei ist des Glaubens, daß ein und die selben Täter damit zu tun haben.

Ein in ein Haus eingedrungenes Zweierteam ließ das Geld einer Frau mitgehen

(ein Bericht der Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

In das Haus einer im Turkuer Stadtteil Krähensumpf wohnenden Frau sind am Samstagabend ein schätzungsweise dreißigjähriger Mann und eine um zehn Jahre ältere Frau eingedrungen, die Geld an sich nahmen. Um circa 19 Uhr machten sich jene in die Wohnung der Rentnerin in der Katteluksenkatu-Straße und begannen damit, alles durchzustöbern. Die Bewohnerin versuchte, Widerstand zu leisten, doch hatte das Duo bereits ihr Portemonnaie gefunden und entwendete daraus fast einhundert Euro.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in der Nacht zum letzten Freitag in Turku, als in der Kupittaankatu-Straße in Turku eine ältere Frau um Mitternacht herum daraufhin aufwachte, daß jemand in ihre Wohnung gekommen war. Zwei Frauen hatten sich ihrer Handtasche bemächtigt.

6
Sep
2008

Beizeiten sich an die Einstellung des leidigen Geldwesens machen, bevor es richtig brenzlig werden könnte

Ein Gebrauchsgegenstand, insbesondere ein Werkzeug, an dessen Gebrauch man, etwa aufgrund der aus irgendeinem Grund sich einmal durchgesetzten allgemeinen Üblichkeit und der damit zusammenhängenden positiven Darstellungen anderer, anfänglich geneigt war, auch zu glauben, das einem selber aber nach dessen längerer Nutzung bald als eher nicht so sinnvoll oder zumindest als zur Erreichung der eigenen Zwecke nicht sonderlich geeignet erscheint, wird von Menschen, die mit einem gesunden Verstand ausgestattet sind und die völlig frei sind in ihren Entscheidungen, über kurz oder lang abgelegt werden, um, falls es denn tatsächlich nötig sein sollte, nach Möglichkeiten für einen tauglicheren Ersatz dafür zu suchen. Nach etwas, womit man im großen und ganzen besser zu Rande kommt. Wobei nun das älteste Mittlerspielzeug, das die Menschheit kennt, unser Geld und seine ganze, lästige Finanzwelt, betrachtete man einmal die Dinge, so wie sie in Wahrheit
liegen, wohl bestimmt genau so ein Kandidat im oben genannten Sinne sein müßte. Das Geld erscheint uns zwar als sehr sinnvoll, da es, oberflächlich betrachtet, das Paket der Arbeits- und der Waren- mit einem äußerlich eleganten Schleifchen der Dienstleistungsströme abbindet. Doch wie fühlen sich bei dieser fürs Geld typischen Art von dekorativer Verschnürung der Objekte mit seinen Subjekten die lebenden Inhalte dieses Pakets - vor allem die fürs Geld mehr oder minder schwer schuftenden Zeitgenossen?

Wie perfekt geraten und bestechend schön anzuschauen auch immer das sich hübsch zierende Drumherum des zwischenmenschlichen Baustellenplattformpakets wirken mag, innen drin, wo die Mehrheit der Menschheit sich unter einen Hut gedrängt sieht, fühlt man sich umschnürt, eingequetscht, niedergedrückt, hin- und hergeschoben, gegängelt, gemaßregelt, in einem Wort: man fühlt sich darin unfrei. Daß viele von denen darüber sogar bedrückt und depressiv werden und manche gar ganz ausrasten und dabei verrückt werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Man braucht sich nur die einschlägigen Tabellen der Statistiken vorzuknüpfen, dann weiß man, wie es um die psychologische Opferanfälligkeit der Menschen im Druckkessel der Geldschraube auf diesem Weltwirtschaftsdampfer bestellt ist. Der Großteil der Kleinverdiener, ganz zu schweigen vom Heer der Hungerleider und Armen, leidet unterm Geld teilweise verheerend, während ein im Gesamtbild der
Bevölkerungsscharen der Menschen nur verschwindend klein sich ausnehmendes Segment derer, die es erlernt haben, vorteilhaft - will sagen: zum Nachteil anderer - im Fluß der großen Geldströme obenauf mitzuschwimmen, ohne in deren oft reißenden Strudeln ins Straucheln zu kommen, sich ins Fäustchen lachen dürfen, weil es ihnen dank des Gelds hundert-, wenn nicht tausendmal besser geht als dem Gros der Menschen. Und diese zuletzt genannten sind die, die im gesellschaftlichen Leben und in der Politik das große Sagen haben. Sie geben den Ton und die Melodie an, nach der die Massen zu tanzen haben, da sie das Geld als solches im höchsten Grade repräsentieren.

Doch was wäre, wenn die Massen, getrieben durch eine sich zusehends zuspitzende Dramatisierung der Preispolitik des großen Gelds, falls diese das Leben immer noch mehr, bis zu einem Grad der Unerträglichkeit, erschwerte, sich in einer geschlossenen Front gegen das Geld konföderierten und nach einer Welt so ganz ohne Geld lautstark verlangten, da sie das Geld mit der Zeit so leid geworden wären, daß sie am liebsten in einer Art demonstrativem Kamikaze-Akt alles Geld in einem Zeitenwendfeuer verbrennen wollten?

Dem Willen der Mehrheit der Millionen und Abermillionen auf der Welt folgend müsste selbst das eherne, in seiner fiesen Beständigkeit so hartnäckige Geld zum Schluß wohl weichen, selbst wenn sich eine geschlagene Million an Millionären dagegenstemmen würde.

Muß es aber denn überhaupt soweit kommen, daß eine noch viel schlimmere als je bisher, von der Geldweltherrschaft induzierte Notstandskatastrophe aufzieht, sodaß die Menschen dazu veranlasst werden, das Geld mit Gewalt plötzlich mit ihren Füssen in den Boden der Versenkung zu stampfen, ehe eine glücklichere Systemveränderung vom Geld weg ausgearbeitet hätte werden können? Dann könnten die Dinge nämlich sehr, sehr kritisch werden.

✪ Aus diesem Gründe kann man den Menschen von heute nur anraten, jetzt schon, da nach etwas Zeit bleibt, bevor die ganze Geldmisere richtig brenzlig werden könnte, sich daranzumachen, nach tragbaren Systemlösungen zu suchen, zum Zwecke der allfälligen kompletten Einstellung des ganzen Geldmittelverkehrs, zur gegebenen Zeit und weltweit.


Die verbrannte Gitarre von Hendrix erzielte einen Spitzenpreis

(eine Mitteilung zum Zeitgeschehen aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 4.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

London, STT
Die erste öffentlich vom Gitarrenvirtuosen Jimi Hendrix verbrannte Gitarre ist in London für 280'000 Pfund (knappe 346'000 Euro) versteigert worden.

Der Gitarrengötze steckte sein Instrument in Brand nach einem Auftritt im Finsbury Park im Norden Londons im März 1967. Roadies löschten die Gitarre, und der Mediengehilfe von Hendrix, Tony Garland, klaubte sie auf und verwahrte sie in der Garage seiner Eltern.

Zum Verkauf freigegeben hatte die Gitarre nun der Sohn von Garlands Bruder.

Jimi Hendrix verstarb im Jahre 1970 mit erst 27 Jahren. Er war einer derjenigen, die durch die Zeiten hindurch am bedeutendsten Einfluß hatten auf den Rock.

5
Sep
2008

Aufruf an die Filmemacher: "Macht doch endlich einmal auch Fiction-Filme über eine Welt, in der es kein Geld mehr gibt!"

Man sieht ja doch an der großen Beliebtheit im Volk von Horror-Spielfilmen und von solchen, die die rohe Gewalt verherrlichen, den durch das alles beherrschende Ungetüm des Geldwesens, welches jeden Mitmenschen von uns fest in der Zange hat, gezeichneten Horrorglanz der Zeit, in der wir alle leben, sehr schön überzeichnet abgebildet, sowie aber auch das insgeheim im Stillen gehegte Verlangen danach, über die bedingende Ursächlichkeit dieses ganzen schlimmen, aus unserem kapitalistischen Nonstop-Wettrennen erwachsenden Frusts eines Tages durch eine reinstitutionalisierte, radikale Veränderung des Rahmengerüsts des menschlichen Zusammenwirtschaftens hinwegzukommen, darin widergespiegelt. Daß die Menschen eigentlich die Schnauze voll haben von der Mühsal der Welt und von der damit erzwungenermaßen einhergehenden ganzen leidigen Plackerei um des Geldes willen, das die Monsterdampfmaschine Weltwirtschaft am Laufen hält, ist eine unausgesprochene Tatsache, die unterschwellig ganz klar im Raum steht. Alles, was es dazu bräuchte, um diese mittlerweile noch in einer subkutanen Blase leise vor sich hingärende Sehnsucht nach den Ufern einer neuen Zeit, in der aller Geldverkehr abgestellt wäre und alle Menschen in einem hausgemachten und einem durch ein erwachsen-verantwortungsbewußt freiwilliges Mitwirken aller, die außer zu nehmen auch etwas zu geben haben, getragenen Schlaraffenland einen Platz zu einem glücklichen Leben unter der Sonne geboten bekämen, zum Platzen zu bringen, wäre, im Verbund mit solchen warnenden Menetekelschriften wie den meinigen, mit Sicherheit der alle Menschen lähmende elektrische Schock à la Horrorfilm nach einem plötzlich eingetretenen absoluten Mangelzustand auf der Erde, wenn zum Beispiel weltweit existentiell wichtige, nur unter hohen Einbußen der Lebensqualität zu ersetzende Ressourcen am Versiegen wären.

Dann würde man sich urplötzlich meiner warnenden Schriften von heute, in denen ich die Abschaffung des Geldes wärmstens empfohlen habe, erinnern und sich sagen: "Aha, der Mann hat eigentlich doch recht gehabt - mit seiner Forderung nach der Entmonetarisierung der Welt." Ich habe auch einen Teil meiner Schriften auf meinem Blog durch Vorgaben dahingehend programmiert, daß jener, längst nach meinem Ableben, einmal nach 150 Jahren, dann wieder nach 300 Jahren, auch nach 500 Jahren, und, so das laufende Blog-System bis dahin nach stehen sollte, im Jahre 3500 automatisch im Internet wieder eingespielt und die Menschen dieser kommenden Zeiten aufs neue ansprechen wird.

Und dann, wenn es einmal wirklich soweit wäre, daß die Menschen sich tatsächlich eines Besseren besinnen und das Geldwesen abschaffen wollten, wäre es natürlich sehr von Nutzen, wenn als visionäre Muster einer solchen neuen Zeit, Scifi-Filme zur Ansicht vorhanden waren, die vorab eine Welt so ganz ohne Geld porträtiert hätten.

✪ Deshalb ergeht heute mein Aufruf an alle Filmemacher, sich endlich einmal auch dieses Themas anzunehmen und Spielfilme zu drehen, in denen man Projektionen davon sehen kann, wie es in einer Welt zugehen könnte, der es geglückt ist, übers Geld hinwegzukommen.

Die Menschen brauchen sichtbare Muster zum Mitdenken, und um sich etwas Neues, das noch gänzlich Zukunftsmusik ist, überhaupt vorstellen zu können. Filme müßten her, die sich dieses Mankos annähmen.


Der Film Ritter der Nacht überschritt einen Limes von 500 Millionen an Gewinnerträgen

(ein Bericht zum Neuesten Zeitgeschehen aus der finnischen Zeitung Turun Sanomat, übersetzt aus dem Finnischen)

Los Angeles, STT
Der Batman-Film Ritter der Nacht hat in Nordamerika die als magisch angesehene Gewinneinspielgrenze von 500 Millionen Dollar überschritten. Ritter der Nacht ist somit auf dem Gesamtmarkt der Vereinigten Staaten und von Kanada der am zweithäufigsten gesehene Film der Filmgeschichte. Davor ist bislang nur der Mega-Filmhit Titanic auf Hollywoods heimischem Markt über einen Ertrags-Limes von 500 Millionen Taler hinweggeschritten.

Der Fledermausmann brachte am letzten Wochenende in Nordamerika 8,8 Millionen Dollar an Einnahmen aus Eintrittskarten zusammen, was seinen Ertrag auf insgesamt 502,4 Millionen Dollar (342 Millionen Euro) anhob.

Der am letzten Wochenende meistgesehene Spielfilm Nordamerikas war Tropic Thunder. Der Spielfilm fuhr 11,5 Millionen Dollar ein, wenngleich er der Verunglimpfung von Behinderten bezichtigt wird. In den Hauptrollen von Tropic Thunder sind Ben Stiller, Jack Black und Robert Downing Jr. zu sehen.

Elf heimische Filme kommen in Finnland im Herbst zur Erstaufführung

(ein Bericht zum Neuesten Zeitgeschehen aus der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 1.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Gar elf heimische Spielfilme werden im Laufe der Herbstperiode heuer zur Erstaufführung kommen, oder sind bereits vorgeführt worden. Allein im September kommen vier Finnenthriller in die Kinosäle - also an jedem Freitag einer - und auch später danach im Herbst noch derer fünf.

Auf den Leinwänden sind bereits seit August Der Sturm von Kaisa Rastimo und Der Befehl von Aku Louhimies abgespielt worden.

Als nächstes ist am Freitag dieser Woche Hanna Mayletts Erstlingslangspielfilm Die Unzertrennlichen zu sehen.

Der heimische Film-Herbst verspricht Abwechslung vom Horror bis zur biographischen Geschichte und zur Animation. Wunderlich Untermietshäusler [Kummeli Alivuokralainen] ist zum Beispiel eine reine Farce, während wiederum John Websters Film Elemente einer Katastrophe davon erzählt, wie es einer mittelständischen Familie eines Regisseurs ergeht, als diese für ein Jahr in ein Leben übergewechselt ist, in dem es kein Öl mehr gibt. [Der biographische Film] Päätalo von Hannu Kahakorvi setzt sich mit dem Leben des von seiner Karriere erst noch träumenden Schriftstellers Kalle Päätalo auseinander.

Seine erste Debütvorstellung im Oktober wird seinerseits die mit einer Haushaltskasse von sechs Millionen Euro und als internationales Gemeinschaftsprojekt gedrehte Animation Der Sohn des Piloten Niko haben.

Heimischer Horror wird die Leinwände vom 17. Oktober ab erobern, wenn AJ Annilas Sauna debüttiert haben wird.

3
Sep
2008

Der Durchlüftungseffekt der Entmonetarisierung des Marktes

Nach dem erfolgreichen Vollzug der Auswechslung des auf Geldverkehr basierenden Wirtschaftens durch eine völlig auf einer erwartungsgemäßen Wahrscheinlichkeitsrechnung, statt aufs Geld gestützten, durch ein Heer freiwilliger, ambitionierter Spezialisten gewährleistete Erbringung aller Güter, werden alle in der Geldwelt noch unrentablen Betriebe weiterbestehen können, und eben gemächlich je nach Auftragslage vor sich hinarbeiten. Und wenn's eine ganze Zeit lang mal nichts zu tun gibt, bleibt dem Betreiber und seiner Familie dann eben Zeit fürs Private oder zur Weiterentwicklung des eigenen Betriebs oder für sonstiges. Gefördert wird dadurch sowohl ein Individualismus der Werkmeister wie auch der Zusammenhalt innerhalb der Familien mit Firmenbesitz, die sich so, allein vom Geist ihres Könnens getragen, im Zentrum erfahren dürfen einer kunstfertigen Ausübung eines Handwerks, während ihnen das Geld sonst das Handwerk gelegt hätte, welches dadurch für andere Menschen einen hohen, persönlichen Flair ausstrahlen wird, und welches nicht wegen erdrückenden Geldschwierigkeiten den Betrieb einstellen muß, da sich finanziell das Unternehmen nicht rechnete. In einer Welt so ganz ohne Geld wird es sich immer lohnen, seinem eigenen Können und Talent folgend tätig zu sein, ganz egal, wieviel Pausen beim Arbeiten dazwischengeschoben werden. Arbeit wird, wenn's nicht mehr ums Geld zu gehen hat, zum Urlaub werden.

Und ebenso wird ein Urlaub wie bisher einem zur lästigen Arbeit werden; will sagen: Menschen, die ihre Schaffensader auf einem bestimmten Arbeitsfeld, das sie einmal fasziniert hat, entdeckt haben, werden es gar nicht lange ohne ihre Herzensbeschäftigung in einem müßiggängerischen Urlaub aushalten, nach der Art, wie man es von der jetzigen Geldwelt her kennt, in der man sich vom Stress des ewigen Gelddrucks entspannen muß. Im eigenen Workshop wird man in seinen Erfließigungen voll und ganz aufgehen. Und zum Entspannen wird einem immer noch mehr als reichlich Zeit bleiben.

Das Leben wird auf eine ganz andere Art und Weise Spaß machen, wenn man sich nicht mehr laufend diesem Gelddruck ausgesetzt sieht. Und schließlich kommt zu den großen Vorzügen eines vom Geld entbundenen Wirtschaftens eben nach das oben genannte Moment der großartigen, vom Individualismus all der vielen, wenn in der Geldwelt unrentablen, aber in einer Welt ohne Geld sich wohl bewährenden Betriebe gefeuerten Erweiterung des erstellten Produktespektrums der neuen Zeit hinzu. Da wird man dann sehr, sehr erstaunt wie aus heiteren Wolken gucken, was der Erwirtschaftungsmarkt jenseits des Geldes alles an feinen Waren in der Lage ist, auf den bunten Märkten der neuen Zeit herbeizuschaffen.

Vieles von den Sachen, die heute die Verkaufsnischen in den Geschäften allzu oft unsinnigerweise vollstellen, werden wohl, wenn der Gewinndruck des Gelds weggefallen ist, aus dem Bild verschwunden sein.

Es wird sich erwartungsgemäß durch die freiwillige Umverlagerung der Betriebsamkeit der Menschen nach der Geldabschaffung genau die Ausjätung der verwirrenden Vielzahl der Versionen und Marken innerhalb den einzelnen Produktetypen ergeben, eine welche man sich heute schon so gerne im Namen eines etwas gemütlicheren Lebens herbeiwünschte.

Die Menschheit wird nach der Ablösung des Geldsystems durch ein panvoluntaristisches, stressfreies Wirtschaften endlich richtig aufatmen dürfen. Hoffentlich kommt denn auch diese neue Zeit früh genug, bevor es fast schon wieder zu spät wäre, oder die große Umstellung zumindest noch schwerer fiele!


Finnlands Öl-Firma Neste hob Forderungen nach Schadensersatz merklich an

(eine Meldung aus den Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 1.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Öl-Firma Neste Oil hat die beim Schiedsgericht gegenüber der Baufirma YIT vorgetragenen Forderungen nach Schadensersatz merklich angehoben. Die präzisierten Forderungen belaufen sich auf 107 Millionen Euro, während ursprünglich im April eine Summe von 36 Millionen Euro genannt wurde.

Bei dem Rechtsstreit geht es um die Montagearbeiten für ein in der Ölraffinerie von Neste Oil im Sommer des letzten Jahres in Betrieb genommenes Produktionsförderband. Neste bezichtigt die Einheit der Firma YIT für Industrie- und Netzwerkdienstleistungen der Verschleppung der im Akkord vergebenen Arbeiten. Die Forderungen setzen sich zusammen aus den durch die Verzögerungen entstandenen wirtschaftlichen Schäden und dem Ausfall der Produktion.

YIT stellt die Behauptungen von Neste in Widerrede und erhebt eine Gegenforderung von 25 Millionen Euro, die aus Umzugs- und zusätzlichen Arbeiten sowie aus der Hinauszögerung der Auftragsarbeiten herrühren.

Alles, was sich im Laufe von Jahrhunderten zum Schluß nicht bewährt hat, wird früher oder später abdanken müssen - das Geld nicht ausgenommen

Ist nicht alles auf der materiellen Ebene, wo wir Menschen hier in diesen irdischen Niederungen unser Dasein austragen, dadurch gekennzeichnet, daß alle Dinge, so wie sie ihren Anfang irgendwann einmal genommen haben, auch eines schönen Tages ein Ende haben werden? Warum sollte dann ausgerechnet, bei allem Respekt dafür, was unsere halbgöttlichen, wenn auch vielfach halbdämonischen Demiurgen und Baumeister der menschlichen Sippe alles aus unserem Mutterplaneten gemacht haben, es dem Geld als solchem da anders ergehen, zumal letzteres doch gerade heute mehr denn je, nebst denen der Koscheren, in die Krallen von allerhand, wenn gesellschaftspolitisch betrachtet, eher zwielichtigen, unberechenbaren Großaktionären und sonstiger Potentaten geraten zu sein scheint, die sich allesamt untereinander gegenseitig zum Zwecke der Selbstbereicherung auf Teufel komm' raus stets auszutricksen versuchen, und bei diesem ambitionierten Treiben buchstäblich regelrecht über Leichen hinwegschreiten, indem sie sich die allerwenigste Zeit lange bei der Frage aufhalten, ob die mit ihren Finanzjonglierereien so heftig ausschlagende Preisspirale im nahen wie fernen globalen Einflußbereich ihres Schaffens sich in bedrohlicher Weise um den Hals der Armen und Ärmsten der Welt gelegt hat, und dabei ist, die Schlinge zuzuziehen und immer mehr und mehr von jenen langsam aber sicher den Boden unter den Füßen wegzuziehen!? Das Leben der Ärmsten der Armen wird sogar oft ganz abgewürgt. Indische Bauern werden in den Freitod getrieben, da sie keinen anderen Ausweg mehr aus der über ihren Kopf gewachsenen Überschuldung sehen können. Deutsche RentnerInnen sitzen im Wintermantel in den eigenen vier Wänden herum, und können sich auch sonst nicht mehr richtig des Lebens erfreuen, da auch sie brutal vom Geld und seinem Preis für die Dinge zum Leben geknechtet sind.

Demzufolge wird es nichts, aber auch rein gar nichts, zu bereuen geben, wenn es dem Geld selber nun bald an den Kragen gehen soll, anstatt, wie bisher, immer nur denen, die von diesem teuflischen Geld traktiert worden sind.

Lange, viel zu lange hat das Geld die Mehrheit der Menschen schikaniert. Es wird Zeit, daß es dazu kommt, daß es abdanken muß.


Finnlands ältestes Unternehmen geht in Konkurs

(eine Mitteilung aus den Neuesten Nachrichten zur Wirtschaft aus der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 1.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Finnlands ältestes Unternehmen Frenckells Buchdruck [Frenckellin Kirjapaino] hat Konkurs angemeldet. Gemäß Berndt Frenckell, dem Geschäftsführer des im Jahre 1642 gegründeten Familienbetriebs, steht als Grund für das Ausgehen der Zahlungsmittel der niedrige Preis der Druckereiarbeit und der allgemeine Umbruch in der Branche.

Die Kunden könnten dank der neuen Technologie mehr als bisher selbst an Arbeiten ausführen, die man vormals in Bruchdruckereien in Auftrag gegeben hatte.

Die Geschichte von Frenckells Buchdruck reicht bis in die Zeit zurück, da in Europa der 30jährige Krieg wütete. Pietari Brahe (ein Großfürst seiner Zeit, nach dem die finnische Stadt Raahe benannt wurde) gründete die Buchdruckerei im Jahre 1642 in Turku. Als deren Teilhaber traf im Jahr darauf der in Deutschland ausgebildete Buchdrucker J. C. Frenckell ein.

Die Buchdruckerei brannte während der Feuersbrunst von Turku 1827 vollständig ab. Der Betrieb siedelte nach Helsinki um, wo er bis in die 1980er Jahre tätig war. Hierauf war Frenckells Buchdruck im Ort Suomenoja bei Espoo ansässig.

Der Betrieb hat 40 Menschen beschäftigt. Sein Umsatz beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro.

1
Sep
2008

"Wo aber auch wirklich ein jedes Mitglied der Gesellschaft mehr als nur ein einfacher Millionär sein wird!"

Ein Millionär ist bekanntlichermaßen ein Mensch, der sich so ziemlich alles, was es auf der Welt gibt und was sein Herz begehrt, selbst wenn es sich dabei um teuerste Luxussachen handelte, leisten kann, ohne daß er dadurch in späteren Zeiten als eine Folge davon finanziell in eine Klemme geriete. Die andere Frage ist natürlich die, wie oder womit er zu seinen Millionen kommt. Von vornherein klar dürfte dabei nur soviel sein, daß ein Millionär, der aufgrund eigener Aktivitäten ein Riesenvermögen erwirtschaftet hat, kein Mensch sein kann, der im Schweiße seines Angesichts durch redliche Arbeit sich seine Brötchen verdienen muß. Denn die körperlich schweren Arbeiten, wie fleißig es auch immer einer nehmen wollte, werden nie so schwer bezahlt werden, daß es jemandem gelänge, einzig durch die Entlohnung dafür gleich ganze Millionen auf die höhe Kante zu bringen. Soviel dürfte jedem klar sein, auch einem, der nicht das Zeug zu einem Millionär hat, der meilenweit davon entfernt ist, jemals auch nur eine Spur von einem Millionär zu werden. Nein, um ein solcher zu werden, kann sich der kleine Mann nur ausmalen, muß man Tricks - Spielertricks - in seiner Kiste haben. Vom Schwitzen über der Arbeit allein ist noch keiner so reich geworden. Da muß man auf das Risiko hin, eventuell in der Gosse zu landen, wenn's daneben geht, sich als Firmengründer versuchen, als einer, der die anderen für sich arbeiten läßt, und man muß mit der Zeit, um für den Konkurrenzwettkampf gewappnet zu sein, ein eigenes flexibles Erfolgsrezept herausgearbeit haben, und dann kann man es, so einem nicht ein widriges Schicksal die Gegenrechnung aufmacht, zum Millionär gebracht haben. Dies ist aber eine Gabe, die bei weitem nicht allen auf der Welt gegeben ist. Die Mehrheit der Menschen kann davon nur träumen, wenigstens auch nur soviel an Mitteln zu besitzen, um sich das fürs Leben Nötigste leisten zu können, geschweige denn mehr, oder gar den Luxus eines Millionärs.

Wenn man aber nun der obigen Abrechnung mit den Chancen des durchschnittlichen Bürgers, jemals in die Nähe eines Millionärs zu kommen, den immensen Zugewinn gegenüberstellte, der der gesamten Menschheit nach einer erfolgreich durchgezogenen Abschaffung der Geldwirtschaft erwächst, wie auch immer realiter eine solche in den Details eines von Grund auf neu angelegten Systems aussehen mag, kommt man schnell zu dem Schluß, daß die Millionäre der heutigen Zeit nicht nur die trickreicheren und verschlageneren Zeitgenossen unter den Menschen sein müssen, sondern daß es auch Menschen aus ihren Reihen sein müssen, die sich mit Entschiedenheit und Wucht dagegen stemmen, daß es je irgendwann einmal zu einer Geldabschaffung, die doch sehr wohl im Interesse aller anderen, die keine Millionäre sind, stünde, kommen darf, denn dann gingen ihnen doch vermeintlich alle ihre schönen Millionen durch die Lappen.

Aber warum wollen die Millionäre nur nicht endlich einsehen, daß auch ihnen letztlich bei einer Abschaffung des Geldes unterm Strich der Rechnung nichts an Lebensqualität genommen sein wird - und darum geht es doch, und um nichts anderes - wenn ihnen auch ihre Geldmillionen gestrichen sein mögen?!

29
Aug
2008

Die Welt wird sich aus den Fesseln des die Menschheit geißelnden Geldes mit der Gerissenheit eines Selbstentfesslungskünstlers herauslösen können

Es sind in der einen oder anderen Form bereits vermehrt am Horizont die kommenden Vorreiter einer gänzlich neuen Ära der menschlichen Existenz auszumachen, denen ein mit einem messerscharfen Kombinierwerk arbeitendes Köpfchen ähnlich dem des großartigen Houdini, des berühmt-berüchtigten Selbstentfesslungskünstlers des vorvorigen Jahrhunderts, zueigen ist, die sich bald ernsthaft wohl auch damit auseinandersetzen werden, wie sich die ganze Menschheit am besten aus den Fesseln des das globale Dorf der Welt so fest umschnürenden Geldes befreien läßt.

Deren heldenhafte Zivilcourage wird durch ihr von der großen Idee der Geldabschaffung getragenes Engagement sodann selbst die glorreichsten der uns vorangegangenen Menschengeschlechter mit deren Errungenschaften auf dem langen Weg der Menschwerdung in den Schatten stellen, bedingt durch die unerhört mutige, positive neuzeitige Zielvorgabe, im Namen einer erstmals seit grauer Vorzeit wieder unabhängig von dessen Wert in Geld postulierten Unverkäuflichkeit der allgemeinen Würde eines jeden Menschen, alles Geld über den Haufen zu werfen, indem daß durch diese existenzrechtlich neu aufbewertete Würde der menschlichen Existenz dem Leben des Menschen als ein von der biologisch-psychologischen Prämisse des durchschnittlichen Individuums her freiwillig tüchtig mitarbeitendes Rad am Gemeinschaftsgefährt der Weltgeschäfte ein extrakapitalistisches Anrecht auf eine freundlich ausgerichtete Lebensversorgung aus dem Füllhorn der erwirtschafteten Masse der Güter zugesprochen wird, jenseits des bisher bekannten, knechtenden Geld-Vasallentums.

Die Pioniere einer vom Geld abrückenden Zeit werden den hohen Sockel des den meisten von uns gegenüber so herzlosen und blasierten Geldes schon noch zu rütteln und ins Schwanken zu wissen bringen, bis daß dieser allmählich zu alarmierter Selbstbesinnung wachgeschüttelte gemeine Machtinhaber - namens Geld - bald von selber seine fahle und abgeblichene Krone in die Hand nehmen und den schlußendlich von seinen vormaligen Untertanen angefochtenen Monarchenthron auf immer mehr und mehr Feldern der jetzt noch durchs Geld gestützten, äußerlich übermächtigen, innerlich aber schwächlichen Ideologien räumen, und mit seiner ihm neu zugewiesenen Rolle als abgetakelte graue Eminenz der Geschichte der Menschen sich mit einem beruhigten marginalen Dasein abfinden wird, in den Studiersälen und Museen der von mittlerweile ganz anderen, den alten Geldmaterialismus völlig überstrahlenden, schlaueren Paradigmen faszinierten Welt. Dankbar dafür, daß ihm nicht noch wegen all der Übel, dessen es durch seinen allseitigen Einfluß auf der Welt anteilig geworden war, nachgestellt wird, und man ihm deshalb im nachhinein auch nicht an den Wickel will - dann, wenn sich der ganze überholte Geld-Zauber zu guter letzt wie ein gewaltiges, alle Erdteile einst umspannendes böses Sturmtief mit all seinen allzu lange Zeiten hindurch immer wieder aus heiterem Himmel gewüteten großen und kleinen Stör-Ausläufern in Nichts aufgelöst hat, und die Menschen mit der Zeit das viele lange Jahrhunderte gewährte Trauma der Geldherrschaft vergessen werden.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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