20
Sep
2008

Neuer gesellschaftlicher Auftrag an die Unterhaltungskünstler: "Wer sollte denn sonst, wenn nicht Ihr, die Werbetrommel rühren für eine Freigabe des Goldene Kalbs zur Ausschlachtung?!"

Wer sollte denn überhaupt dafür zuständig werden, das Geld abzuschaffen, wird sich manch einer fragen, der mit der Idee konfrontiert wird. Und die Frage ist sogar mehr als berechtigt; denn genau hier liegt die Krux des Problems, warum keiner bislang noch etwas davon wissen will: es gibt natürlich keine solche Instanz, die auf irgendeiner Ebene Kompetenz und Befugnis hätte, darüber zu entscheiden, daß man in deren Einflußbereich, wie weit auch immer dieser reichte, fortan ohne Zwischenschaltung von irgendwelchen Zahlungsmitteln weitermachte und auskäme. Da wird man sehr brav vergebens warten, wenn man damit spekuliert, "die anderen" werden das schon eines Tages hinkriegen und so einrichten. Diese "anderen" gibt es nämlich, wie man feststellen muß, gar nicht, die von Amts wegen mit so etwas wie der Inszenierung eines so großen Brückenschlags, der hinwegführte von allem Wirtschaften mit Geld, zu beschäftigen waren.

» Also wird es heißen, wenn wir tatsächlich übers Geld hinwegkommen wollen: wir müssen uns, was die gewollte Einleitung einer grandiosen Umstellung des gesamten Wirtschaftssystems vom Geld weg betrifft, auf uns selbst verlassen und uns selbst zunächst die Nächsten sein, und nicht auf irgendeinen Gesinnungswandel von oben herab hoffen, der nie kommen wird.

✪ Zwischen den Gläsern der abendlichen Bierkneipe, dem Weg zum Frühstücksbrötchenbäcker, dem angeregten Mittagstischpalaver und der ganzen Maloche tagsüber müssten wir immer wieder und wieder bei dem, was wir anderen zu sagen haben, zur Sache kommen und der gewollten Abschaffung des Geldes, so diese wirklich von uns gewollt wird, das Wort sprechen, um es so in immer weiteren Zirkeln herumkommen zu lassen - besämt im Graswurzelbeet des einfachen gesunden Menschenverstands und als wachsende revolutionäre Idee herumgetragen und verbreitet durch alle Schichten hindurch bis hin auf die weichgepolsterten Sitzgelage auch aller Neo-Krösaner, die dank ihrer endlosen Ausstaffierung damit am weitesten noch davon entfernt stehen, sich ihrerseits für eine Geldabschaffung zu erwärmen, denen man aber nichtsdestotrotz das den meisten anderen Leuten im Geldbeutel so arg brennende Thema in die Ohren flüstern muß, damit auch sie zum Schluß einsichtig und bekehrt werden und sich nicht in den Weg stellen, wenn dann das Goldene Kalb tatsächlich ausgeschlachtet werden soll. Was will, oder zumindest: was sollte, uns Damien Hirst mit seiner lebenskünstlerisch so clever vermarkteten Idiotie der wundersamen Geldvermehrung eigentlich sagen?!

Was wir wirklich bräuchten, wenn wir tatsächlich auf dem Weg zu einer Abschaffung des Geldes jemals vorankommen wollten, wäre
eine neue Generation von couragierteren Größen und Stars des gesellschaftlichen Lebens aus allen erdenklichen Bereichen - Musik, Film, Literatur, Kunst und sonstigen - die sich laut vernehmlich und öffentlich für das große Menschheitsziel mit Herz und Blut stark machten. Und dann dürfte auch der Motor der gigantischen Wirtschaftsumwälzung, die uns zum Schluß auf Erden wieder mehr menschenwürdige Zustande bescheren wird, endlich anspringen. Und der Rest wird sich dann von selber erledigen.

Fernsehstars und Sportler Finnlands davon fasziniert, für die Gemeinderäte zu kandidieren

(ein Bericht der Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 17.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Kandidatenlisten der Gemeindewahlen [Finnlands] bekommen wieder einmal mehr Farbe ab dank einer zahlreichen Schar von Sportlern, ehemaligen Misswahlen-Siegerinnen, Big Brother-Köpfen und Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben. Besonders viele gesellschaftliche Berühmtheiten haben sich für die Reihen der Zentrumspartei klassifiziert. Unter den Ortsgemeinden sticht andererseits Jyväskylä hervor, wo hauptsächlich mittels der Kraft von Sportlern vorgeprescht wird. In der Gegend um die Hauptstadt [Helsinki] herum sind insbesondere Musiker und Schauspieler um einen Platz unter den Gemeindeverordneten bemüht.

Neben den im Reichstag vertretenen Parteien kommen auch die anderen Parteien und Gruppierungen in den Vorzug der Zugkraft für ihre Wahllisten durch Namen von VIPs. Der Musiker Kari Peitsamo ist in Helsinki für die SKP (Finnlands Kommunistische Partei) aufgestellt. Die frühere Miss Tarja Smura kämpft auf den Listen des eingetragenen Vereins Unsere Stadt Lohja um einen Platz unter den Beschlußfassenden der Gemeinde, und der Schlagerstar vergangener Jahre Kristian 'Kisu' Jernström hat sich innerhalb den Reihen der Bündnislosen für die Stadt Inkoo aufstellen lassen.

Ein Teil der auf den Listen der Parteien eingetragenen Stars und Starlets des Landes stehen auch als bündnislose Kandidaten zur Wahl.

Die Grenze zwischen High-Society- und gewöhnlichen Serien-Kandidaten kann aber auch verschwimmen. Die Abgrenzung ist selbst für die Parteien nicht immer leicht. So sind denn auch für die Parteisekretärin der Christdemokraten [Finnlands] Sari Essayah "alle Kandidaten VIP-Kandidaten".


Die Ente Dagobert streift auf ihren Abenteuern durch die Welt von Mika Waltari


(ein Beitrag zu den Neuesten Kulturellen Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 17.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Nummer des Comic-Hefts der Ente Dagobert ist diese Woche eine Ehrenbezeigung an Mika Waltari. Die Geburt von Finnlands international bekanntestem Schriftsteller wird sich am Freitag dieser Woche zum einhundertsten mal gejährt haben.

Dagobert kommt auch in der neuesten Geschichte des Hefts mit einem berühmten Schriftsteller Miihkali Woimari zusammen. Die von Kari Korhonen kreierte Festausgabe des Comics ist auf Abwegen im Zeichen einer Verfilmung des Buchs Minuhe, der Ägypter von Woimari unterwegs.

Die Rahmenhandlung in der Geschichte der Jubiläumswochennummer weist auf wahre Begebenheiten hin: das erfolgreichste Buch von Waltari, Sinuhe der Ägypter, wurde im Jahre 1954 in Hollywood als Film gedreht.

Die Bücher von Mika Waltari (1908-1979) sind in über 40 Sprachen übersetzt worden, von Englisch bis Hebräisch.

19
Sep
2008

Der Kopf des Geldes gehörte jetzt schon unters Fallbeil - der Gipfel all dessen Übels wurde längst überschritten!

Fast wiederum schon lustig ist es ja, andererseits mitansehen zu können, welche autodramaturgischen Fratzen das Realitätentheater, in dem wir alle mit agieren zu haben, genau auf der Bühne, die sich des Stückegenres der so übermächtig und kalt-rücksichtslos in das Leben eines jeden einzelnen von uns eingreifenden Scheinwelt der marktkapitalistischen Gelderfinanzwirtschaft angenommen hat, annehmen kann - wenn es sich - wohlgemerkt in einem aufgeklärten Volk, wie dem deutschen - innerhalb einer Menschengeneration so ergeben haben will, daß aus einem einstigen, geldraubenden, die Kaufhäuser deutscher Großstädte und damit die Volksgemeinschaft mit geschärften Bombardements erpressenden, im Stile eines gefürchteten, modernen Till Eulenspiegels auftretenden Schurken der Nation, nach abgebüßter Strafe für alle bösen Taten, Jahre später ein beliebter Unterhalter der Fernsehen-Nasen-Nation werden kann.

"Wohlan denn, liebe Mitmenschen," kann man da nur zurufen, "nur weiter so, forsch voran, auf daß die Dinge etwas schneller in Bewegung und in Schwung kommen, und sich auch wirklich mal etwas zu tun beginnt an der langweiligen Front der ewig Gestressten, eben endlich auch in Richtung auf das allfällige Abkommen von der überkommenen lästigen Geldwirtschafterei hinzu!"

Oder um wieviel schlimmer müßte die Weltfinanzkrise von heute denn noch werden, ehe man zum Vollstreckerschwert greifen wollte, um das Geld ein für allemal in einem symbolischen Akt der ultimativen Menschheitsbefreiung zur Ruhigstellung aller im geldgeprägten Kollektivbewußtsein der Gemeinschaft herumgeisternden, geldhungrigen Steinzeitdämonen mit den Geldkeulen in der Hand, von seinem Kopf zu trennen, um es so den Geistern der Vergangenheit aufzuopfern!?

Denn schon nicht mehr ganz so lustig geht es zu, wenn zum Beispiel die zwanzig Mannen der neben Finnen auch mit Esten besetzten Bankräubertruppe, die im Verdacht steht, hinter dem im Februar 2007 mit höchst potenter krimineller Energie und verschmitzter Verschlagenheit durchgeführten Großbankraub von Turku zu stehen, und auf die man kam, als später im Oktober desselben Jahres einige Mitglieder der Bande in der finnischen Kleinstadt Lieto, bis an die Zähne schwer bewaffnet im Auto sitzend, von der örtlichen Polizeistreife entdeckt und festgenommen wurden, bevor es zur Ausführung eines neuerlichen Bankraubs hätte kommen können, die nun mittlerweile vor Gericht gestellt sind, um für ihre Verbrechen geradezustehen, von sich geben, daß sie in allen Punkten der Anklage als unschuldig freizusprechen seien, da ihnen nicht nachzuweisen wäre, daß tatsächlich auch sie mit dem Bankraub von Turku zu tun hätten, und da bei der Festnahme von einigen ihrer Mitgliedern in Lieto schließlich ja noch gar nichts passiert und auch niemand geschädigt worden wäre.

Was ist das doch für ein Katz-und-Maus-Spiel um dieses liebe, teuflische Geld herum! Hätten wir intelligenten Menschen nicht eine bessere Welt verdient, wo es solche Dinge wie Hungersnöte, da man kein Geld zum Überleben hat, oder Bankräube, um für sich auf alle Zeiten, sollte es klappen, durch einen einzigen großen gewagten, perfiden Akt der Dreistigkeit ausgesorgt zu haben, erst gar nicht zu geben bräuchte - eben, nämlich, in einer Welt so ganz ohne Geld?

Der unvermeidliche Verfall, ein solcher, wie er immer einem sich-zu-Tode-Winden einer Institution vorausgeht, des Geldwesens hat längst eingesetzt, auf höchst schräge Art und Weise jedoch!

Wie lange ist man gewillt, diesem bösen Spiel noch, ohne zu handeln, zuzuschauen, bevor man sich dessen Drahtzieher, das Geld, schnappen geht, und ihm den Garaus macht?

✪ Wenn die Auswüchse des Geldwesens jedoch schlichtweg bereits zu Todesfällen führen, wie in den traurigen Fällen des vergifteten Baby-Milchpulvers im kapitalistisch verbrämten, herben Postkommunismus Chinas, dürfte es aber langsam dann etwas pressanter werden, sich aus der allmächtigen Umklammerung des Geldes, bald im Hier und im Jetzt, herauszuwinden.


Die schwedisch-dänische Meierei Arla stellte ihre Milchpulverproduktion in China ein

(ein Artikel der Neuesten Auslandsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 17.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Peking, STT
Auch der schwedisch-dänische Meiereikonzern Arla Foods ist in den Strudel des Milchpulverskandals von China geraten. Arla hat seine Milchpulverproduktion in China eingestellt.

Das Unternehmen führt keine in China hergestellten Milchprodukte nach Europa ein.

Der leitende Konzernchef von Arla Foods Peder Tuborgh hielt sich gerade in China in der Stadt Hohhot auf, dabei, eine neue Produktionsanlage des Konzerns einzuweihen, als der Beschluß zur Einstellung der Milchpulverproduktion gefaßt wurde. Laut den Worten von Tuborgh sei der Zwischenfall sehr bedauerlich und tragisch für die Familien, die wegen der schädlichen Produkte Leiden hinnehmen müssen.

Arla ist im Besitz von 49 Prozent des in China operierenden Meiereibetriebs Mengniu Arla. Dessen zweiter Eigner ist Chinas größter Meiereibetrieb, Mengniu, in deren Erzeugnissen giftiges Melamin vorgefunden wurde.

Mengniu Arla stellt keinen besonders großen Betrieb vor. Er hat um die vierhundert Beschäftigte, stellt aber für Arla eine notable Öffnung auf den Markt Chinas hin dar.

Arla ist Europas größter Meiereikonzern, im Besitz von 8'500 schwedischen und dänischen Milchproduzenten. Als Arla ins Leben gerufen wurde, war an den Gesprächen auch die finnische [Groß-Molkerei-] Firma Valio mitbeteiligt gewesen, zog dann aber bei der Fusion der skandinavischen Meiereien nicht mit.

Vor anderthalb Jahren erstand Arla 30 Prozent der finnischen Firma Ingman. Im vergangenen August gingen auch die restlichen Aktien von Ingman auf Arla über.

18
Sep
2008

"Sind unter allen anderen Tieren der Schöpfung die Menschen doch nur ein großer Haufen Bekloppter?"

Man könnte sich ja wirklich niemals ein größeres Geschenk für die Menschheit vorstellen, als daß man das Geld endlich als solches zu einem auslaufenden Modell dekredierte und es zum guten Schluß in die ewige Verdammung schickte. Man bedenke nur einmal, welche Riesen-Erleichterung ein von allem Geld total abgehobenes gesellschaftliches Miteinanderauskommen hinsichtlich all derer einbrächte, die in der heute noch alles geltenden, beißenden, kapitalistischen Finanzdiktatur des Geldes in den überquellenden Büchern der vom inneren System Gegeißelten als als arbeitslos gebrandmarkt geführt werden müssen, und die man durch alle nur irgendwie praktisch vollziehbaren Verquerstellungen sogar der topographischen Lebensumstände, und selbst wenn über mühsame und teure Umschulungen, mit allen Mitteln versucht, an irgendwelchen offengeschlagenen Stellen zurück hinein in den Arbeitsprozess zu quetschen - nur weil der gute Mann oder die gute Sie, nebst allen anderen Rechtschaffenen, und sogar den Taugenichtsen, ohne daß sie alle im Schweiße des Angesichts es sich erst im wahrsten Sinne des Wortes verdienen müßten, aus einem erprießlich gestalteten Fundus eines Wohlstands der Gesamtheit aller Menschen nicht gefüttert und zufriedengestellt werden wollen.

✪ Um es mal ein bißchen herbe zu sagen: die Menschen müssen letztendlich doch nur unter allen anderen Tieren der Schöpfung ein großer Haufen von Bekloppten sein, sollten sie sich tatsächlich nie und nimmer jemals bei all ihrer Erfindungsgabe dieser Knechtschaft des Wirtschaftens mit Geld befreien können!


Die Gründe für ein kurzes Arbeitsleben liegen oft in einer schwierig verlaufenen Kindheit

(eine Nachricht aus den Neuesten Heimatlandmeldungen der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Ursachen für ein kurz ausfallendes Arbeitsleben können versteckt in bereits in der Kindheit erfahrenen wirtschaftlichen Problemen und solchen des Gefühlslebens liegen. Häufig sei bei Menschen mit einer schwierigen Kindheit ein risikobehaftetes Auftreten anzutreffen, und auch die Ausbildung fiele bei jenen oft spärlicher aus, geht aus einer von der Rentenversicherung der Gemeinden [Finnlands] angefertigten Studie hervor.

Es bestünde ein klarer Zusammenhang zwischen den Lebensgewohnheiten und dem, wie lange es ein Mensch in der Arbeit aushält.

Rauschorientiertes Trinken, Rauchen und Bewegungsmangel führen zu frühem Rentnerdasein. Klarer Schnaps wirkt sich fürs Arbeitsleben schädlicher aus als Wein und Bier.

Finnlands Präsidentin Halonen über Rußland: nur gut, wenn der Nachbar kein jähzorniger ist

(eine Mitteilung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Nach Anschauung der Präsidentin der finnischen Republik könne man derzeit Finnlands Verhältnis zu Rußland umschreiben durch die Redensart: ein guter Nachbar ist einer, der weder jähzornig wird noch von Hunger geplagt ist.

Halonen sagte in einer vom Sender Yle Radio 1 übertragenen Fragestunde für die Bürger, daß, je schneller sich Rußland zu einem in sich gefestigten, wohlsituierten demokratischen Land entwickelt mit einem guten Rechtssystem und einem guten Verwaltungswesen, desto besser dies für Finnland sei.

Im Zusammenhang mit der Krise von Georgien und den Diskussionen in Finnland zur Nato kam man als das Hauptthema der einstündigen Befragung auf Rußland zu sprechen. Unter anderem wurde Halonen nach ihrem Standpunkt befragt, ob man angesichts dem Anwachsen der russischen Minderheit [im Land] darüber besorgt sein müsse, daß Rußland angekündigt hat, es würde seine Bürger auch außerhalb seiner Grenzen in Schutz zu nehmen wissen. Halonen wiederholte ihre Ansicht, daß die Äußerung von Rußlands Präsidenten Dmitri Medwjedew leicht verunglückt war.

17
Sep
2008

Mit der Geldabschaffung werden neben den Zöllen auch alle Schranken fallen

Im Zuge einer allfälligen Abschaffung des Geldes werden denn wohl auch die Interdependenzen der einzelnen geopolitischen Regionen und Länder der Erde auf ein gänzlich neues Standbein gestellt sein.

Natürlich wird es zur Verbraucherberatung auch in einer Welt ohne Geld Warenkontrollen geben, denn nicht alles, was in einem entmonetarisierten, allein vom humanitären Ambitionismus für das Gelingen der Freiheit vom Geld engagierter Mitmenschen getragenen und angefeuerten Wirtschaftssystem aus freien Stücken heraus zum Wohle der Gemeinschaft in den Siedlungen der Menschen auf die wohlfeilen Märkte gebracht wird, ist unbedingt das Gelbe vom Ei. Zumindest wird natürlich auch dann, wenn es keine Abwägungen hinsichtlich des für Produkte zu zahlenden Gelds mehr geben wird, im Namen der Vollständigkeit des Gelingens eines glücklichen vom Geld erlösten Zusammenlebens Ehrlichkeit bei der Aufklärung über Produkte delikater Natur auch weiterhin, und gerade dann, einzufordern sein.

Auf lange Sicht dürften dann sogar, neben den Zöllen, auch alle zwischenstaatlichen Grenzen fallen. All diese Dinge, wie Schranken, Grenzen und sonstige Abschottungen im Innern hat es doch im Grunde nur wegen nichts anderem als dem Geld gegeben!

Auf der anderen Seite wird eine komplette Umstellung vom Geld weg nicht über Nacht abgeschlossen sein, wenn es auch, ist die ganze Chausse erst mal in Fahrt gekommen, zum Schluß schneller abgewickelt werden könnte, als man heute sich vorzustellen erlaubte, geht mal man davon aus, daß die Geldabschaffung in unserer Generation noch angegangen wird.

Klar, man wird nicht alle nutzlos werdenden Grundpfeiler und Facetten des heutigen Systems von einem Tag auf den anderen über den Haufen werfen können. An ihren Staatsgrenzen dürften die Menschen in ihren Ländern vielleicht mit am längsten noch festhalten wollen.

✪ Aber so viel dürfte sicher sein: Ist erst mal mit dem ganzen Geld in Bausch und Bogen aufgeräumt worden, wird schnell das eine zum anderen führen, und die im Vergleich zu den bisherigen eher schon als neoparadiesisch zu bezeichnenden neuen Zustande auf der wieder überall vor Glück aufstrahlenden Erde werden nicht mehr aufzuhalten sein, über alle bisherigen Grenzen hinweg, wenn wir endlich das Geld los sein werden.


Ollila soll das Ansehen der Marke Made in Finland verbessern

(ein Bericht aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 16.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Der Vorstandsvorsitzende von Nokia und Shell [Finnland] Jorma Ollila will die Gelegenheit wahrnehmen, die Ausarbeitung der Marke Made in Finland voranzutreiben. Ziel eines von [Finnlands] Außenminister Alexander Stubb (Zentrumspartei) aufgestellten Gremiums der hohen Ebene ist es, Finnlands Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe eines starken Images des Landes aufzubessern.

Für das Gremium werden namhafte Vertreter tätig sein aus dem Bereich z.B. der Kultur, des wirtschaftlichen Lebens und der internationalen Einflußnahme.

Das Dreschen des Getreides steht [in einem Land wie Finnland] weitgehend noch aus

(eine Mitteilung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 16.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Drusch des Getreides hinkt noch schwer hinterher, geht aus der Überschau des Bunds der Ländlichen Zentren [Finnlands] zur Situation des landwirtschaftlichen Anbaus hervor.

Vom Frühjahresgetreide ist zum größten Teil Gerste gedroschen worden, von der im südlichen Finnland 70-90 Prozent abgeerntet wurde. Die Drusch des Weizens des Frühjahrs hat erst begonnen.

Es mußte dazu übergegangen werden, das Getreide in feuchterem Zustand als gewöhnlich zu dreschen, was die Kosten für das Dörren steigen läßt.

Die Produktionskosten sind auch aufgrund des spürbaren Preisanstiegs bei den Düngemitteln in die Höhe gegangen.

Die zwielichtigen Hundegespannunternehmer Lapplands sollen in ihre Schranken verwiesen werden

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 14.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Kittilä, STT
Das Hundegespanngewerbe [Finnisch-Lapplands] soll genauer beaufsichtigt werden. Die Behörden versuchen im nächsten Winter, in den Zentren der Tundra aufkreuzende nicht-registrierte Hundegespannunternehmer zu disziplinieren.

Bezirkstierärztin von Lappland Pirkko Pirinen sagt, es hätte die Anzahl von derartigen schnell die Orte wechselnden Unternehmern zugenommen.

Die Behörden befürchten, daß unter diesen Voraussetzungen die Hunde nicht immer fachmännisch betreut würden. Auch bei der Sicherheit der Schlittenfahrten müßte man Abstriche machen.

16
Sep
2008

Nach Sternstunden der Werte-Neubesinnung auch dann seinen Mut zur Veränderung unter Beweis stellen

Viele scheinen nicht mehr zu wissen, wie mit ihrer Wut übers System umzugehen. Man wird an allen Ecken und Enden geschröpft, daß es nicht mehr feierlich ist. Wenn der Preis fürs Leben derart teuer wird, daß vor lauter Schufterei, um sich die nötigen Kröten zu verdienen, man sich schier zu Tode hetzt, staut sich in manch einem ein alles, was an Positivem im Leben zu entdecken wäre, überschattender Frust auf, der oft in eine blinde Wut mündet und eine seelische Wunde zurückläßt, deren Auge im glücklichsten Fall, so sie sich nicht davor sinnlos in selbstzerstörerischen Handlungen entladen hat, eines Tages zum Platzen kommen mag, wonach es der Mensch plötzlich einfach nicht mehr aushält, mit Scheuklappen und stur im alten, miserablen Trott ohne weiteres wie bisher weiterzuklöppeln. Es kommt in ihm zu einer der seltenst erfahrenen Sternstunden innerlicher Einkehr, die aus der damit zugänglich gewordenen Einsichtnahme in seine Möglichkeiten bei der Erwägung des praktisch Unumgänglichen für eine tatsächliche Besserung seiner Lebensqualität in einer völligen Werte-Neubesinnung gipfelt, die durchaus radikal sein kann. So radikal, daß sie imstande ist, nach einer Veränderung von Dingen zu verlangen, deren Daseinsberechtigung auch nur im geringsten anzuzweifeln, im allgemeinen tabu ist. Doch sagt man dann einem solchen Menschen, dem langsam die Augen aufzugehen scheinen: "Du bist mir ja ein kleiner Revoluzzer, lieber Freund. Nur weiter so! Vielleicht mag es dir ja gelingen, die Menschen noch zur Besinnung zu bringen", kippen die meisten sehr schnell um, und ziehen ihren Schwanz behende mal wieder ein. Revoluzzer will man keiner sein.

Die Leute möchten am liebsten all die Dinge, die schlecht sind, verändert sehen, ohne daß sich aber am Ganzen großartig etwas verändern würde. 50 Jahre Wohlstandsgesellschaft haben ein Heer selbstbequemlich passiver Zombies herangezogen. Man möchte systemkonform sein, und zugleich die Welt aus den Angeln heben. Man möchte wohl auch sehr gerne, wenn's nur irgendwie ginge, das Geld abgeschafft bekommen, zugleich aber an der kapitalistischen Marktwirtschaft festhalten. Wie denn aber konnte solches je angehen?

✪ Auch anstelle des Geldsystems ist ein anderes Grundlagensystem des wirtschaftlichen Auskommens der Menschen denkbar. Warum denn auch nicht - alles ist möglich, wenn es sich nur um eine irgendwie menschenmögliche Sache handelt! Das Geldsystem ist kein von der Natur in den Raum gestellter Riesenfelsbrocken, den aus dem Weg zu räumen, man nie in der Lage wäre. Das Geld ist ein aus den Händen seiner Schöpfer geratenes Konvolut eines von Menschen eingeführten Gedankenkonstrukts. Jeder Schöpfer von irgendeinem Ding wird auch in der Lage sein, das von ihm Geschaffene zum Schluß wieder aufzuheben. Warum sollte dies ausgerechnet beim Geld nicht der Fall sein?!

✪ Wollen muß man es nur - dann kann man auch zu guter letzt über so etwas Übles wie das Geld hinauswachsen!


In Malmö gab es eine unruhige Nacht

(ein Bericht der Neuesten Auslandsmeldungen der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Malmö, STT
In Malmö hat es eine unruhige Nacht gegeben. Während den Morgenstunden ereignete sich im südlichen Teil der Stadt eine kräftige Explosion. Es zerbrachen dabei zahlreiche Fenster. Niemand wurde jedoch, soweit man weiß, verletzt.

Auch schon davor mußte die Bergungsstation im Laufe der Nacht mindestens neunmal ausrücken, um ein brennendes Auto zu löschen.

Die Polizei vermutet, daß es sich um Brandstiftung handelt.

Von den Unruhen berichtete die Zeitung Sydsvenska auf ihren On-line-Seiten.

Ein paar Dutzend starben in Indonesien bei einem Menschenauflauf

(ein Bericht der Neuesten Auslandsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Djakarta, STT
In Indonesien sind über 20 Menschen bei einem Menschengedränge ums Leben gekommen.

Tausende von Menschen waren für Geldgeschenke angestanden, die zu Ehren des muslimischen Ramadan-Fastenmonats gemacht werden.

Das Unglück trug sich auf dem östlichen Teil der Insel Java zu. Ein Teil der Opfer erleidete aufgrund von Sauerstoffmangel den Tod und ein Teil wurde zu Tode getrampelt.

Die Geldbeschenkung, Zakat genannt, ist für wohlhabende Muslims ein Pflichtgebot. Für viele Arme machen die Beschenkungen auf Monate hinaus die einzigen Einkünfte aus.

Die Bankräuberbande von Turku wurde vor Gericht gestellt

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Turku, STT
Die gerichtliche Auseinandersetzung mit dem schweren Bankraub von Turku und dem versuchten Bankraub in der Stadt Lieto beginnt am heutigen Tag. Es wurden insgesamt 20 Anklagen erhoben.

Drei Mitglieder der Bande beraubten im Februar 2007 im Hinterhof der Filiale der Bank von Finnland in Turku einen Wertsachentransport. Als Beute war ihnen über eine Million Euro zugefallen.

Die zum größten Teil gleiche Bande beabsichtigte im Oktober des letzten Jahres, in Lieto einen Wertsachentransporter auszurauben. Die Polizei hatte jedoch den Überfall verhindert.

Der Sänger von Iron Maiden flog britische Landsleute heim

(ein Bericht zum Zeitgemäßen aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 14.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

London, STT
Dem Sänger der HeavyMetal-Band Iron Maiden, Bruce Dickinson, gelingt auch ausgezeichnet eine andere Arbeit als nur dem Gaumensegel Luft zuzublasen. Dickinson half nämlich vor kurzem dabei, Landsleute von ihm, die in Ägypten stecken geblieben waren, mit einem Boeing757-Jumboflieger auf die Scholle ihrer heimatlichen Insel zurückzufliegen.

Dickinson vertritt in keiner Form das Stereotyp von einem, der sich nur Rauschmittel und Schnaps hineinzieht, sondern der gute Mann hat seine Zeit fürs Vergnügen während den Tourneen nützlich verbracht. Neben seiner Tauglichkeit als Pilot einer Düsenmaschine betreibt er auf internationaler Ebene den Schwertfechtkampf. Er ist auch ein begeisteter Erforscher der Geschichte der Eisenbahn.

Dickinson, 50, wird demnächst bereits ein ganzes Jahrzehnt als Flugkapitän für die Astraeus-Fluggesellschaft Dienst verrichtet haben, insoweit, als ihm vor seiner Singerei dafür Zeit geblieben ist.

Laut einem Bericht der Zeitung Mail on Sunday machte der Sänger sich sogleich, als er aus Ägypten zurückgekehrt war, auf den Weg zur griechischen Insel Kos, wo ebenso Briten auf ihren Heimflug warteten. Die britische [Reiseveranstalter-] Firma XL Leisure Group war vorgestern in Konkurs gegangen. Wenigstens 85'000 britische Urlauber waren wegen des Konkurses in verschiedenen Teilen der Welt gestrandet, ohne eine Heimreisemöglichkeit.

13
Sep
2008

Auf ewig am Geld festhalten zu wollen ist einer der fatalsten Irrtümer der Menschheit

Ich will einmal mit einer kleinen Episode aus meinem eigenen Leben beginnen, um zum Punkt zu kommen. Es muß gewesen sein, als ich die dritte Volksschulklasse besuchte, also ums Jahr 1964 herum. Unser Klassenlehrer hatte die Frage gestellt, von welcher berühmten Person wir Schüler glaubten, daß diese nach deren Tod in den Himmel käme, bzw. bereits gekommen sei. Ich erinnere mich sehr gut daran, daß von allen Klassenkameraden ich der einzige wahr, der daraufhin seinen Finger streckte und etwas zu sagen hatte. "Hitler," schoß aus mir die Antwort hervor, so sicher und so blitzschnell, als ob ich von dem, was ich da sagte, total überzeugt wäre. Was ich ja eigentlich ganz und gar nicht gewesen sein konnte. Denn daß ich auf Hitler als eine Person, die es verdiente, in den Himmel aufgenommen zu werden, kam, lag einzig und allein an der Tatsache, daß ich bei uns zuhause auf dem Dachboden ein verstaubtes Büchlein mit dem Titel 'Die Dolchstoßlüge' fand, welches ich daraufhin unterm Bett versteckt hatte und welches ich heimlich vor dem Einschlafen jeweils zu lesen begonnen hatte. Natürlich konnte ich damals in meinem kindlichen Alter über die schieren Wörter der Sätze und die darin vorkommenden Namen hinaus - ich hatte im Vorschulalter, durch einen Maler, der damals bei uns zur Untermiete wohnte, unterrichtet, bereits das Lesen gelernt - nichts von der eigentlichen Bedeutung der Aussagen jener Nazi-Hetzschrift im Zusammenhang begreifen. Aber irgendwie schien ich eben bei besagter Lektüre zu dem Schluss gekommen zu sein, daß die darin immer wieder genannten Hauptpersonen von alle anderen überragender Große sein müßten. Also sollte doch dann auch, so sagte sich meine kindliche Phantasie, wenn überhaupt sonst jemandem, dem scheinbar Allergrößten von all jenen geschichtlichen Figuren, die in dem flattrigen Büchlein vorkamen, auch im Himmel ein Platz zugewiesen worden sein.

Ich kann mich nun nicht mehr an die Reaktion des Schullehrers erinnern. Mit Sicherheit aber hatte es wohl jenem über meine so völlig danebengegangene Antwort restlos die Sprache verschlagen, und er hat sich sonst wohl etwas sehr schlimmes über mein Elternhaus gedacht - was allerdings mit Bestimmtheit, was immer er auch dachte, nicht zutraf. Denn von dem, was ich von meinen Eltern und meiner Großmutter erzählt bekam, wäre ich ohne das schwarze Büchlein auf solche Gedanken nicht gekommen. Die kindliche Vorstellung, daß ausgerechnet einer wie Hitler einer sein müßte, der in den Himmel gekommen sein könnte, war somit ganz und gar auf meinem eigenen Mist gewachsen. Was sich mein Lehrer von damals wohl nicht hat vorstellen können. Zum Glück lebte man aber ja bereits in den 1960ern und im Westen, wo sich gerade das deutsche Wirtschaftswunder so richtig zu entfalten begann, sodaß der Vorfall offensichtlich zu keinen weiteren Nachfragen bezüglich meines Elternhauses führte. Über meinen Großvater, der damals schon nicht mehr am Leben war, erfuhr ich erst später, daß er gegen Ende des zweiten Weltkriegs, in unserer Kleinstadt im Süden Deutschlands, wenn nicht gerade im rechten Augenblick eine befreundete Seele von einem Menschen dazwischengetreten wäre, fast standrechtlich von Hitler-Getreuen erschossen worden wäre, da er dem Falschen gegenüber sich zu der Behauptung verstiegen hatte, daß "es doch völlig sinnlos wäre, diesen Krieg weiterzuführen, und warum man sich den übermächtigen Feinden nicht endlich einfach stellen wolle".

Wie man sich in seinem kindlichen Köpfchen täuschen kann! Doch erliegen nicht alle von uns, wenn man es mal genau nimmt, also auch alle wir Erwachsenen mit eingerechnet, einem ebenso gewaltigen, fatalen Irrglauben, ähnlich dem, wie damals ich in meiner kindlichen Naivität einem Irrglauben erlegen war, und zwar bezüglich dieses ganzen Wirtschaftssystems von uns, das auf dieser Teufelsbrut von Geld beruht, das uns alle so schonungslos böse in einem großen Zwinger gefangen hält, so daß man darüber, vor allem bei dieser finanziell heillos verfahrenen Welt, wie wir sie kennen, fast schon sagen könnte: die Welt, in der wir leben, ist ein einziges, riesengroßes Konzentrationslager, in dem wir, die Gefangenen, rund um die Uhr - selbst im Schlaf davon noch verfolgt - von den bezahlten Häschern des üblen Kapitals immer wieder und wieder gepeinigt werden!?

Dieses verflixte Geld und seine diversen Wirtschaftssysteme, heutzutage vorweg dieser Konsumenten-Einpeitscher-Kapitalismus unserer Zeit, ist das übermächtig fürchterliche Machtmittel, das unter den Menschen die Quelle aller Frustrationen und Verwirrungen darstellt, da es die Menschen nach Strich und Faden ausnimmt, und daran festhalten zu wollen, ist letzlich ein genauso fataler Irrtum, wie es meine damalige verkehrte Einschätzung der Dinge im kindlichen Leichtsinn war.

✪ Dieser Himmel, den uns die Religionen der verschiedenen Kulturen versprechen wollen, kann am schnellsten jetzt und hier auf Erden bereits erreicht werden, wenn wir uns daran machen, das Geld aus der Welt zu schaffen.


Probleme bei der geistigen Gesundheit Jugendlicher bleiben oft unbehandelt

(eine Mitteilung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Jeder siebte Jugendliche hat [in Finnland] Probleme mit der geistigen Gesundheit. Selbstmordgedanken treten bei 10-20 Prozent der Jugendlichen auf.

Das allgemeine Auftreten der Probleme Jugendlicher wurde in einem heute abgehaltenen Seminar der Gesellschaft für geistige Gesundheit erörtert.

Ein Großteil der Probleme mit der geistigen Gesundheit bliebe weiterhin unbehandelt. Von Patienten, die an Depressionen leiden, befände sich zum Beispiel nur jeder dritte in Behandlung und von solchen mit Störungen aufgrund einer Beklemmtheit nur jeder vierte.

Es gäbe einen großen Bedarf an Anlaufstellen der sogenannten niederen Türschwelle, wohin sich zu wenden, es den Jugendlichen leicht fiele.

- Ein Jugendlicher sucht nicht um Hilfe nach, wenn er sich erst auf einen Termin bei der Gesundheitszentrale einstellen muß und hernach mit einer Überweisung irgendwohin weit weg zu einem Therapieplatz zu fahren hat, sagte Studienprofessor Mauri Marttunen von der Nationalen Gesundheitsinstitution.

Marttunen hielt die Tatsache, daß manche Schulen bereits psychiatrische Krankenpfleger zugestellt bekommen, für eine gute Entwicklung. Freilich wären es derer viel zu wenige.

An eine normale Entwicklung kann sich vorübergehend einmal ein Gefühl der Beklemmung und der Niedergeschlagenheit anschließen. Ein Zustand der Beklemmtheit wird dann symptomatisch, wenn er Interessen unterbindet und das Abschließen von freundschaftlichen Beziehungen verhindert.

wenn-das-Geld-nicht-mehr-existiert-werden-alle-Menschen-wieder-an-die-Mutterbrust-der-Natur-genommen-sein

Anstatt nach Afrika in sein Innerstes

(ein Artikel der Neuesten Kulturnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Das Gruppentheater von Helsinki [Ryhmäteatteri] eröffnet seine Herbstsaison mit dem von Juha Kukkonen geschriebenen und unter dessen Leitung entstandenen Stück 'Unterwegs nach Afrika'. Kukkonen beschreibt das Stück als eine Komödie über die Schwierigkeiten des menschlichen Daseins. Angeregt wurde es durch das Stück 'Der Mann, der sein Leben veränderte' von Kari Heiskanen und durch das Stück 'Die Messe' von Arto Kahiluoto.

Gemäß dem Dafürhalten von dessen Regisseur und Drehbuchschreiber ist das tragende Thema des Schauspiels die Veränderung.

Eine Veränderung liegt auch deshalb in der Luft, da das Stück das erste Drehbuch von Kukkonen vorstellt seit dessen Tagen beim Studententheater. Auch hat er Regie bei einem Stück der größeren Ordnungsklasse erst einige wenige Male geführt. Außerdem kehrt auch noch nach einer Pause von 20 Jahren Eija Vilpas ins Gruppentheater zurück.

- Das Theaterstück erzählt von Menschen, die in der Jetztzeit und in einer leistungsorientierten Gesellschaft leben. Von denen haben alle irgend eine Modekrankheit, sind zum Beispiel sexuell abhängig, deprimiert oder verstecken ihre Gefühle, und alle von ihnen haben das Bedürfnis, sich zu verändern und an etwas zu glauben, das größer ist als sie selber, wie Kukkonen den Hintergrund erhellt.

Kukkonen hat das Stück aber zugleich auch als Kritik an der wertelosen Gesellschaft der Gegenwart gemeint, für die Gott und die großen Ideologien gestorben seien. Wenn Religion und Werte des Kerns am Verschwinden sind, griffen die Menschen schnell zu irgendwelchen sonstwie passenden Werten und versuchten, dann danach ihr Leben auszurichten.

- Unterwegs nach Afrika kritisiert die Erlebniskultur, die schnellebigen Erfahrungen. Es werden Extrem-Erlebnisse eingefordert, daß man anerkannt wird. Das Anhören der anderen und die Fähigkeit zum Mitgefühl bleiben dabei auf der Strecke.

Die lutherische Kirche Finnlands macht sich auf, sich Mitglieder übers Netz zu verschaffen

(ein Bericht aus den Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 11.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Die evangelisch-lutherische Kirche [Finnlands] schickt sich zu einer Kampagne übers Internet an, um ihre Mitgliederanzahl zu vermehren. Im Laufe des Herbsts wird ein Internet-Dienst aufgemacht, über den man der Kirche beitreten kann.

Hannu Majamäki, der für die Kirchenverwaltung das Projekt Geistiges Leben im Netzwerk koordiniert, ist des Glaubens, daß es für den Dienst eine Nachfrage geben wird.

- Da gibt es zehntausende von Menschen, die als Zwanzigjährige von der Kirche ausgetreten sind, aber in ihren Dreißigern auf andere Gedanken gekommen sind, sagt Majamäki.

In der lutherischen Kirche hat man mit Interesse den Internet-Service von eroakirkosta.fi [eroa kirkosta = tritt aus der Kirche aus] verfolgt. Die jüngsten Austrittsziffern können Majamäki jedoch nicht aus der Fassung bringen.

- Sowohl das Austreten aus der Kirche wie auch das ihr Beitreten sind ein gerade wachsender Trend, und Menschen bewegen sich in die eine wie in die andere Richtung.

Der Dienst Tritt-aus-der-Kirche-aus lockt die Menschen damit, daß jemand, der aus der Kirche austritt, Geld einspare. Die Kirche hingegen verspricht ihrerseits, den Menschen ein gutes Leben anzubieten.

- Das, was man dabei spart, ist so geringfügig, daß Geld nicht der ausschlaggebende Faktor sein kann. Und wir bringen solche Sachen auf den Tisch, bei denen Geld seine Bedeutung verliert, gibt Majamäki zu bedenken.

Das der-Kirche-Beitreten übers Netz sucht noch nach seiner endgültigen Form, und zu Beginn gibt es zwischen den Gemeinden bei der Ausführung des Dienstes noch Unterschiedlichkeiten.

In der Folge wird der Beitritt mit einer elektronischen Unterschrift, also zum Beispiel mit Hilfe der Bankkennziffer, zu machen sein.

Laut Majamäki schrecken viele davor zurück, ihre Bankkennziffer einzugeben. So ist man denn in der Kirche gerade dabei, ein elektronisches Mitgliederdatensystem zu schaffen, dessen Zweck es sein wird, "die Bücher der Kirche fürs Volk zu öffnen".

- Wir bedenken sehr sorgfältig die Datenschutzfragen, und die eigenen Daten werden auch von niemandem einzusehen sein. Man wird keine Gelegenheit bekommen, sich die Daten des Kollegen anzuschauen, aber die Daten eines vor 200 Jahren verstorbenen Verwandten allemal, wie es Majamäki illustriert.

Auch noch weitere Projekte übers Netz anhängig

Die Kirche transferiert auch weitere ihrer Aufgaben ins Internet. Im Zuge des Projekts Geistiges Leben im Netzwerk stehen ingesamt um die zwanzig Einzelvorhaben in der Planung.

Erst vor kurzem wurde im Netz das Seiten-Fenster 'Großzügigerweise' aufgemacht, welches als ein Internet-Handel der guten Taten vermarktet wird.

Über das Seiten-Fenster wird zum Beispiel nach freiwilligen Mitarbeitern gesucht für eine Gruppe von Behinderten, die bei einer Aufgabe nicht so richtig zurechtkommen, oder es wird nach einer Hausaufgabenhilfe für Einwandererkinder gesucht.

Im November stellt die Kirche für den Netzdienst City.fi ein Diskussionsforum auf. Das künftige Gemeinschaftswerk hat im Vorfeld hitzige Kommentare ausgelöst.

- Auf den Netzseiten der Zeitschrift City gaben sich manche darüber verschreckt, daß welche dorthin zum Predigen kommen könnten, und auf den Netzseiten von Kotimaa [Heimatland] wurde darüber diskutiert, wie billig die Kirche sich selbst verkaufen würde, lacht Majamäki auf.

Sinn und Zweck sei es, aus den Internet-Projekten einen bleibenden Teil der Tätigkeiten der Kirche zu machen. Majamäki sieht keinen Grund zur Befürchtung, daß das Internet den Beschäftigten der Kirche und das Gemeindemitglied auseinanderbringen könnte.

- Ganz im Gegenteil, im Netz ist die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme sehr niedrig. Das Arbeiten übers Netz ist eine neue Form der urbanen Geselligkeit, und wir sollten da mithalten, sagt Majamäki.

Hausaufgaben unterwegs gemacht, damit man zuhause mehr Zeit dann für sich selber hat

12
Sep
2008

Die volle Wahrheit, wie es um diese unsere Geldwelt wirklich steht, illustriert am Beispiel von Russlands bonzigem Gebaren in Bezug auf Finnlands dahinsiechende Forstwirtschaft

Zum sechsten Jahrtag des für die USA fatalen, im Zeichen des Terrorismus gestandenen Zweiten Alexander-Tags des neuen Jahrtausends, der in dessen Folgezeit bis heute anhaltend die ganze Welt aufgestört hat, will ich einmal anhand von ein paar ansonsten bis in Drittländer kaum vordringende Nachrichten über zwei europäische Nachbarländer illustrieren, falls man seinen Blick darauf schärfen wollte, hier mal auch zwischen den Zeilen zu lesen, mit welchen üblen, kaltblütigen Machenschaften, im wahrsten Sinne des Wortes über weggeworfene Menschenleben hinweg, die macht- und geldgierigen Bonzen der Welt ihre Interessen mit allen Mitteln versuchen durchzusetzen, um ihre auch so schon zum Himmel stinkenden Rubel zusätzlich noch großartig zu vermehren.

In-Auschwitz-umgekommene-Frau

Finnischer Diplomat ganz überraschend aus Russland ausgewiesen

(ein Bericht aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 9.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Ein von Russland ausgewiesener [finnischer] Beamter berichtet, daß er völlig überrascht worden wäre von seiner Ausweisung.

Der von der Zeitung Abend-Nachrichten [Ilta-Sanomat] interviewte Waldsachverständige Kalevi Kyyrönen kann sich keinen Grund dafür vorstellen, warum Russland ihn des Landes verwiesen hat. Er selbst möchte keinen Zusammenhang herstellen zwischen seiner Ausweisung und den Zwistigkeiten um den Holz-Zoll zwischen Russland und Finnland.

Der in der Finnischen Botschaft von Moskau beschäftigt gewesene Kyyrönen ist ein Waldexperte mit weitreichender Expertise, der beim Nachbarn im Osten bereits in den 1970er Jahren Waldangelegenheiten erledigt hat.

Das Außenministerium berichtete gestern, daß Russlands Sicherheitsdienst mitgeteilt hat, die Ausweisung sei eine Reaktion auf die Entfernung aus Finnland eines Beschäftigten der Russischen Botschaft von Helsinki im letzten Frühjahr.

Das Außenministerium sieht sich aufgrund der Ausweisung zu keinerlei Handlungen veranlasst. Aus dem Ministerium wird berichtet, eine Verweisung des Landes sei eine normale diplomatische Reaktion. Da Finnland letztes Frühjahr einen russischen Diplomaten als unerwünschte Person ausgewiesen hat, hätte man im Ministerium mit einem Ausweisungsbeschluß gerechnet, denn nachdem Finnland seinen Ausweisungsbeschluß gefällt hatte, hätte Russland zu verstehen gegeben, daß es ebenso handeln werde.

Die aus Finnland ausgewiesene Person war an einer Bestechungsaffäre beteiligt gewesen. Im Außenministerium ist nicht bekannt, warum sich Russland gerade Kyyrönen aussuchte.

Laut Informationen finnischer Behörden hat sich Kyyrönen in keiner Weise eines Amtsvergehens oder einer unangebrachten Vorgehensweise schuldig gemacht.

Der Wortführer der Kommission des MTK-Verbands Finnlands ist bei einem Feuerbrand ums Leben gekommen

(ein Bericht aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 5.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki/Tohmajärvi, STT
Der Wortführer der Delegation des Zentralverbands der Land- und Forstwirtschaftsproduzenten (MTK -- Maa- ja Metsätaloustuottajain Keskusliitto) Finnlands Juha Saikkonen ist im Ort Tohmajärvi verstorben. Laut einem Bericht des MTK kam Saikkonen unglücklicherweise bei sich zuhause bei einem Feuerbrand um.

Er war im Jahr 1959 geboren.

Saikkonen fungierte seit dem Jahr 2002 als oberste Vertrauensperson des MTK und als Wortführer von dessen Komitee. Er hatte außerdem etliche weitere Vertrauensposten inne.

Laut dem Sprecher des MTK Michael Hornborg fiel Saikkonen in der Organisation eine außerordentliche Bedeutung zu.

- Er verstand sich darauf, Angelegenheiten Beschlußfassenden und Einflußträgern gegenüber mit konkreten, guten Beispielen vorzutragen. Zugleich war er in der Lage, den Landwirten auch die diffizilen Sachen beizubringen. Er brachte es fertig, da dazwischen als Verbindungsglied zu agieren, was selbstverständlich eine immense Künstfertigkeit und die Gabe, sich in Menschen hineindenken zu können, voraussetzte, wie Hornborg skizzierte.

Es konnte bis zum Abend noch nicht herausgefunden werden, was den Brand verursacht hatte. Der Brandmeister der Feuerwehr nahm gegenüber STT in keiner Form Stellung zur Brandursache. Gemäß seinen Angaben untersucht die Polizei die Ursache des Brands.

Einer Zeitungsnachricht zufolge wird der holzverarbeitende Betrieb Stora Enso seine zweite Zellulose-Produktionsschiene im Ort Uimaharju schließen

(ein Bericht aus den Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 9.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Eno, STT
Der Forstbetrieb Stora Enso wird die Produktion von Zellfaserstoff aus Birkenholz in der im [finnischen] Bezirk Nord-Karelien liegenden Fabrik im Ort Uimaharju einstellen, berichtet die Zeitung Karjalainen. Gemäß dem wirtschaftlichen Leiter der Fabrik Jaakko Laukkanen sei das Aufgeben [der Verarbeitung] von Birkenholz in der Praxis eine sichere Sache.

Die Erzeugung von Zellulose aus Birkenholz steht in Finnland auf der Waagschale, weil Russland zum Jahreswechsel seine Holz-Zölle anheben wird. Die Zollforderungen werden die Einfuhren von Holz von jenseits der Ost-Grenze beenden. In Finnland findet sich nicht ausreichend Birkenholz für den Bedarf der Industrie.

Von den zwei Produktionsschienen der Fabrik in Uimaharju wird die kleinere geschlossen. Die Einstellung der Produktionslinie bedeutet eine Personalverringerung um circa 50 Arbeiter. Laut Angaben von Laukkanen bedarf es keiner Kündigungen oder auch keiner Beurlaubungen, denn die Personalkürzungen erledigten sich auf natürlichem Wege.

Die Fabrik von Uimaharju ist bei der Abschätzung, welche Fabriken in Finnland wegen der Krise der holzverarbeitenden Industrie geschlossen würden, auf dem Spitzenplatz gestanden.

Stora Enso ist angehalten, bis Ende September über seine Kürzungen einen Bericht abzulegen.

Nachtrag: die Kürzungspläne von Stora Enso liegen jetzt vor

Stora Enso stellt 550 Arbeitsplätze ein


(ein Bericht der Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Stora Enso hat seine Pläne vorgelegt bezüglich der tiefen Einschnitte bei der Produktion der Firma. Der Betrieb beabsichtigt, in Finnland 550 Arbeitsplätze und im Ausland derer 1'500 stillzulegen.

In Finnland wird der Betrieb der Kartonmaschine in Imatra und der der Hülsenkartonmaschine in Varkaus eingestellt. Ferner werden zwei Plastikbeschichtüngsmaschinen in Imatra und in Karhula aufgegeben.

In den Fabriken von Imatra sind etwas weniger als 330 Arbeitsplätze gefährdet. Die Pläne dürften auch die Belegschaft in der Fabrik im Ort Veitsiluoto nahe der Stadt Kemi reduzieren. Stora Enso will auch 1'450 Arbeitnehmer einem neuen Instandhaltungswerk überstellen. Die Zellulosefabriken von Uimaharju und Sunila kommen in dieser Phase bei den Produktionseingrenzungen noch einmal gut davon.

Laut Geschäftsführer Jouko Karvinen sind die Maschinen, deren Betrieb eingestellt werden soll, unrentabel geworden. Die Pläne seien auch Teil der Maßnahmen, mittels denen man sich auf die Holz-Zölle Russlands einstellt. Karvinen versichert, daß Stora Enso im nächsten Jahr ohne Holz aus Russland auskommen wird.

Im Ausland betreffen die größten Kürzungen Deutschland, wo 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. Im Zuge der eingestellt werdenden Beschaffung von Holz aus Russland gehen 400 Arbeitsplätze verloren.

Hornborg: der MTK-Verband hätte der finnischen Regierung gegenüber keine Drohung geäußert

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 5.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Der Sprecher des Zentralverbands der Land- und Forstwirtschaftsproduzenten [Finnlands] Michael Hornborg versichert, daß die Erzeugerorganisation der Regierung nicht gedroht habe. Hornborg sagt in einem Interview des finnischen Nachrichtenbüros STT, daß das Gerede um das Abbremsen des Holzhandels herum nicht die offizielle Linie der Organisation repräsentiere.

- Bei derlei Angelegenheiten kann es nicht mehrerlei Standpunkte geben. In der Öffentlichkeit stehen wir geschlossen auf einer Linie, sagte er.

Hornborg sagt den Landwirten einen Herbst der Herausforderungen vorher. Auf den Höfen hätte sich eine akute Finanzierungskrise breitgemacht, man bekäme auch zuviel Regen ab und die Qualität des Getreides fürs Brot sei nichts lobenswertes.

- Manch ein Landwirt überlegt sich jetzt, wie er durch den kommenden Winter kommen soll.

Der MTK-Verband hat für den 2. Oktober eine Sitzung einberufen. Die Regierung ist mit dazu aufgerufen, darauf Antworten zu liefern, wie sie beabsichtige, die Versprechungen des Regierungsprogramms einzulösen, eine Wende der Lage herbeizuführen, sodaß es bei den Einnahmen der landwirtschaftlichen Produzenten zu einem Wachstum käme.

- Die Staatsgewalt hat viel gute Beschlüsse gefasst, sie sollte aber erst mal die Vorschläge der Arbeitsgruppe um Ministerin Anttila herum in die Tat umsetzen.

Landwirtschaftsministerin Sirkka-Liisa Anttila hat eine Arbeitsgruppe aufgestellt, welche abklären soll, wie die Einkünfte der landwirtschaftlichen Erzeuger zum Anwachsen gebracht werden können, unter anderem durch Steuermaßnahmen.

In Finnland trafen sich unter düsteren Vorzeichen heute die Stadtverwaltung von Kajaani und die Leiter des Forstbetriebs UPM

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 11.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Stadtverwaltung von Kajaani berichtet, daß die am Morgen geführten Verhandlungen mit UPM Kymmenen in einem konstruktiven Geist abliefen. Die Verwaltung der Stadt gibt sich damit zufrieden, daß sich bei dem holzverarbeitenden Großbetrieb der Wille einfindet, in Kainuu ersatzweise Arbeitsplätze zu schaffen. Als nächstes würde man in Kajaani beabsichtigen, mit der Staatsführungsebene in Kontakt zu kommen.

Die gestern von dem Forstbetrieb angekündigten großen Personalstreichungen treffen in Finnland die Stadt Kajaani am härtesten, wo die Papierfabrik geschlossen wird.

Neben UPM kündigte Stora Enso weitläufige Kündigungen an.

Der Geschäftsführer von UPM Jussi Pesonen ließ bereits gestern wissen, daß die Firma den ohne Arbeit Verbleibenden eine ähnliche Unterstützung anbietet wie vormals bei der Fabrik im Ort Voikas. Laut seinen Aussagen sei jedoch das Finden von alternativen Arbeitsplätzen wegen der Lage von Kajaani kein Kinderspiel.

Die Arbeitnehmer der Fabrik von Kajaani haben berichtet, sie würden am Nachmittag zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehren, nachdem sie gestern [zum Protest] aus ihrer Fabrik herausmarschiert waren. In der Fabrik von Tervasaari bei Valkeakoski werden sich die Demonstrationen gegen die Beschneidungsabsichten von UPM bis Samstagnachmittag fortsetzen.

Die Firma UPM berichtete gestern, daß sie beabsichtige, die Papierfabrik von Kajaani und die Zellulosefabrik von Tervasaari bei Valkeakoski zu schließen.

In Kajaani werden über 500 Arbeitnehmer ihre Arbeit verlieren, und die geplante Stillegung der Zellulosefabrik von Tervasaari betrifft ungefähr 150 Personen.

International gesehen betreffen die Kürzungen in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 1'600 Arbeitsplätze.

11
Sep
2008

Couragiertere, mehr futurologisch ausgerichtete Programmatiker bräuchte die Welt

Dank einem unerschütterlichem Forscherdrang und akribisch experimenteller Grundlagenanalysen der Konditionalitäten des Seins im All ist es den beherzten Wissenschaftlern der Menschheit ja wirklich gelungen, im Zuge der Entwicklung von immer mehr und mehr revolutionär neuheitlichen, der Bequemlichkeit dienenden Vorrichtungen und Geräten von Generation auf Generation das Leben einer Vielzahl von Menschen um einiges erträglicher zu gestalten.

Doch worin, bitte schön, soll denn nun all diese neue Bequemlichkeit für die Massen letzten Endes kulminiert haben? Daß wir uns rasend schnell, selbst über große Distanzen hinweg, gegenseitig über die Schultern und in die Bücher schauen können - sollte dies der Weisheit letzter Schluß sein all des ambitionierten Strebens nach Perfektionierung? Wären all diese Innovationen, allein für sich genommen, tatsächlich schon so großartig tolle Errungenschaften, daß man dabei ihre negativen, unausweichbaren Auswüchse wie
die atmosphärische Überhitzung des Klimas, die über die entfesselt zurückschlagenden Winde der Welt im neuen Jahrtausend eine neue, global wirkende Tötungsmaschinerie angezettelt haben, welche in ihrer elementaren Aggressivität fast der verruchten, entmenschlichten Hitlerschen Wüterei des letzten Jahrhunderts der böse gestrauchelten Selbstfindung nahekommt, gerne in Kauf nimmt? Oder fehlte da nicht etwa doch noch das Sahnehäubchen auf der leckeren Torte? Der Turm zur Kirche, der die Kirche erst zur Kirche werden läßt? Der Turm, der die wildgewordenen Lüfte auch wieder stabilisieren könnte?

Sobald man heutzutage die Zeitungen aufschlägt, bzw. dank obenbenannter Modernisierungen, deren Online-Versionen, schlagen einem zuhauf Schreckensmeldungen menschlicher Tragödien entgegen, in einem Ausmass, daß unsere Altvorderen, die in Tagen gelebt haben, da unsere technologischen und elektronischen Spielzeuge in noch sehr, sehr weiter Ferne standen, könnten diese nur einen Augenblick lang in unseren Zeitungen von heute lesen, vor ungläubigem Erstauntsein aus dem Sich-die-Augen-Reiben und dem Ohrenschlackern gar nicht mehr herauskämen. Die penetrante Aufstörung und deren einschläfernder Gewohnheitseffekt der ewigen Schreckensnachrichten quer übers Erdenrund verleiden es einem, deren viele frappanten Beispiele auch nur zu zitieren. Gehungert wird auf jeden Fall noch weiterhin in vielen Erdteilen, und auch verheerende Kriege gibt es nach wie vor. Soviel kann auf alle Falle mit Sicherheit von unserem Computer-Zeitalter gesagt werden.

Irgendetwas an der ganzen Ausrichtung der menschlichen Kreativität scheint also nicht zu stimmen, zumindest fehlt das i-Tüpfelchen, damit das i als solches erkannt werden könnte.

Es dürfte in einer Zeit wie der unseren, wo man entwicklungstechnologisch so weit vorgedrungen ist, absolut keine einzige Menschengruppe mehr hungern müssen. Ansonsten muß doch etwas mit den Prioritäten der Zielsetzungen der Menschen nicht in Ordnung sein.

Ich hätte bei der Aufschlüsselung dieses sich stellenden Riesen-Fragezeichens für die hehren Wissenschaften, die es der Menschheit sonst so gut meinen, einen sehr guten Tipp parat:

✪ Wie wäre es damit, anstatt nur mit superkomplizierten, neuen Gerätschaften herumzuspielen, sich endlich auch damit auseinanderzusetzen, mit welcher verwaltungstechnischen, auf der Freiheit und Freiwilligkeit aller Menschen basierenden Systemschaltung die Menschheit es schaffen könnte, auf alle Zeiten über die lästige, sklavenhalterisch zwanghafte Geldwirtschaft hinwegzukommen?!



In der Schweiz nahm ein rasanter Superteilchenbeschleuniger seinen Betrieb auf


(ein Bericht aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Der neue spitzenleistungsstarke Teilchenbeschleuniger in der Schweiz ist etwas größer als sein in der Bildröhre eines Fernsehgeräts einsässiger Vetter

Helsinki, STT
Der effizienteste Teilchenbeschleuniger aller Zeiten wurde heute in der Schweiz in Betrieb genommen.

Mit Hilfe des Beschleunigers dürften die kleinsten Teilchen eines Elements, Primärteilchen also, aufgefunden werden können, die bislang nicht beobachtet werden konnten. Man erhofft sich von ihm auch, daß er Licht bringen wird in das Geschehen der Geburtsstunde des Weltalls. Der in Betrieb genommene LHC [Large Halidron Collider]-Beschleuniger ist mindestens zehnmal leistungsstärker als frühere Beschleuniger.

Ein Teilchenbeschleuniger ist eine Vorrichtung, die elektrisch geladene Teilchen beschleunigt. Eine solche befindet sich zum Beispiel auch in der Bildröhre eines Fernsehgeräts.

Nokias Anteil am Markt gefallen

(ein Artikel der Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 5.9.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Nokia fährt seine Einschätzung bezüglich des eigenen Anteils am Markt im laufenden Jahresquartal herab. Laut Angaben aus dem Betrieb gilt als Grund dafür der aggressive Preiswettbewerb der Konkurrenten. Auch Probleme auf den sich entwickelnden Märkten und die Verspätung eines der mittleren Preisklasse zugehörigen mobilen Telefons hätten Einfluß gehabt auf eine schwächere Entwicklung, als wie vorhergesagt wurde.

Nokia betont jedoch, daß man die Rentabilität als wichtiger ansieht als den Anteil am Markt.
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Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

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Musikalisches


Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

Immer mehr sind fürs Geldabschaffen!

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