14
Aug
2008

Die vierte Dimension des Geldes - das ihm innewohnende, Verbrechen herausfordernde Element

Oft hört man ja davon reden, daß bei der Aufklärung eines Verbrechens an Leib und Seele eines Menschen auch das Opfer und dessen Verhalten, das seinerseits dazu beigetragen haben könnte, den Gewaltverbrecher herausgefordert zu haben, genauer zu studieren ist, um den Verbrechensvorgang am bestmöglichsten würdigen zu können. Es geht dabei aber nicht um eine mögliche Entlastung des Täters, sollte auf seiten des Opfers eine Eigenschaft oder eine Handlungsweise festgestellt werden, die indirekt das Zuschlagen des Kriminellen mit bedingt hat. Es geht vielmehr darum, die Auslosung und Eigendynamik der Verbrechen besser verstehen zu lernen, mit dem Ziel, durch Aufklärung der Menschen zur Verbrechensverhütung beizutragen.

Wie verhält sich dies nun im Falle der vielen im Namen des Geldes begangenen Verbrechen? Ist das Geld selber eher der Opfer- oder der Täterseite zuzurechnen? Man wird zu dem Schluß kommen, daß es natürlich sehr wohl
auf beiden Seiten vorkommt, es läßt sich nicht so ohne weiteres personifizieren, das Geld. Breitete zum Beispiel ein irrsinnig gewordener Reicher alle seine Moneten zum Abzählen auf offener Straße aus, und es würde ein des Weges daherkommender Notnickel der Versuchung nicht widerstehen können, fluchs-die-wuchs, sich auf der Stelle schnell mal zu bücken und dabei blitzschnell ein paar der ausliegenden Scheinchen des feinen verrückten Herrn zu stibitzen, so würde jeder Normaldenkende doch dem Schuldiggewordenen zugutehalten, daß das frech stichelnde Geld auf offenem Platz, wo es nichts zu suchen hat, der eigentliche Schuldige an der entstandenen Situation ist, und, im Verein mit der chronischen Geldnot des Zufallsschwerenöters der Straße, um das mindeste zu sagen, den Arm in Arm mit der Verbrecherseele der Bösen lustig eingehakt auftretenden Schlechtigkeitscharakter des Geldes in einem für die Gesellschaft sehr unvorteilhaften Licht erscheinen läßt.

Doch ist es nichts als die pure Wahrheit, hier an diesem extremen Fallbeispiel sozusagen im hellen Straßenlicht ertappt: dem Geld haftet, neben dessen scheinbar auf Geradlinigkeit bauenden Eigenschaften eine vierte Dimension an, die sich quer durchs ganze Aggregat zieht. Und genau deshalb ist es, daß der ganze Geldmachtapparat immer wieder maßlos süffig wird, brüchig wird, vermorscht, verschleimt, versumpft. Die Verelendung der heutigen Weltwirtschaftslage ist nichts weiter als eine historisch vorprogrammierte Sache, so sicher wie das Amen in der Kirche oder das schnelle Kollabieren einer pyramidenhaften Kettengeldvermehrungsidee.

Das Beste, was man bei der mittlerweile total festgefahrenen Finanzweltkrise tun könnte, wäre es, schon jetzt sich daranzumachen, erst mal dieses ganzes Geldschlamassel in diesem Sumpf, in dem wir alle stecken, so richtig durchzupflügen, durchzurocken - "Reißt doch endlich mal das Maul auf, und sagt, daß Euch das Geld nicht mehr passt!" - und dann wird es Zeit sein, konsequent das verfluchte Geld abzuwählen und einzustellen.


Die Anzahl der bezüglich WinCapita gemachten Strafanzeigen ist noch im Steigen begriffen

(eine Meldung aus den Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 12.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Oulu, STT
Die Anzahl der bezüglich des Anlageklubs WinCapita gemachten Strafanzeigen ist auf über 700 angestiegen. Kriminalkommissar Seppo Rautava von der zentralen Kriminalpolizei stellt fest, daß jeden Tag immer noch Leute, die geprellt wurden, zu den Ermittlern den Kontakt aufnehmen.

- Bei manchen hält sich immer noch der Glaube daran, daß WinCapita aufsteigen wird. Viele sind des Glaubens, daß es sich um eine Hetzjagd handelte und daß alles (die angelegten Gelder) um ein vielfaches vermehrt zurückkommen würde, sagt Rautava.

Bislang sind gute 12 Millionen Euro an Mitteln des Anlageklubs eingefroren worden. Während der Zeit ihrer Aktivitäten konnte WinCapita Gelder von Anlegern im Wert von ungefähr 100 Millionen Euro einfahren. Der Klub versprach den Anlegern, daß sie sich durch Währungstauschgeschäfte bereichern würden.

- Unsere Zielstellung ist es, bis zum Ende dieses Jahres den ersten Komplex zu den Anklageerwägungen zusammenzuhaben, sagt Rautava.

Die eigentliche harte Kern von WinCapita ist nur eine kleine Anzahl von Personen. Laut Rautava zählen zum Kern weniger als derer zehn, von denen ein Teil in Finnland, ein Teil im Ausland sich befindet.

Die Polizei beabsichtigt, alle diejenigen zu verhören, die irgendwie mit dabei gewesen sind bei den Aktivitäten von WinCapita. Über die letztendliche Benennungen der Verbrechen wird der Ankläger entscheiden.

Das Schlamm-Rock-Fest im finnischen Pertteli ist eine Gemeinschaftsanstrengung zwischen den Dorfbewohnern und den Bands

Die Fete, auf der sich keine Business-Männer und VIPs wichtigmachen werden

(ein Artikel zum Zeitgeschehen aus der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 12.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Auf der eigenmächtig veranstalteten Schlammrock-Veranstaltung können neue Bands ihr Können unter Beweis stellen - wenn sie sich mit einem freien Essen und einer Unterbringung auf einem ausgeleierten Sofa zufriedenstellen.

Business-Männer brauchen sich gar nicht erst anzustrengen. Das Budget des eigenwilligen, in einer Gemeinschaftsarbeit zu Wege gebrachten Schlammrockfests ist schon fertig als solches als eine in den Minuszahlen stehende Sache geplant. Falls irgendetwas auf der Hand bleiben sollte, so würde damit das hundertköpfige Team all derer gespeist und bewirtet werden, die mitgeschuftet haben bei der Verwirklichung des Projekts.

- Wenn irgendeiner mit guten Ratschlägen daherkommen will, wie sich mit dem Fest Geld machen läßt, kann er gleich wieder dahin verschwinden, wo er hergekommen ist, schießt es aus Petteri Rättö heraus, dem Vater des Schlammrocks aus Pertteli, dessen Hinterhof sich am 16. August in ein vor Menschen wimmelndes Festivalgelände verwandeln wird.

Bis aus Helsinki reißen sie sich darum, als Aufheizer mit dabei zu sein

Das Rockfestival am Fluß Kurajoki [Schlammfluß] ist einzig in seiner Art. Auf die zwei Tribünen steigen am kommenden Samstag 16 Bands, die allesamt einem großen Publikum nichts sagen dürften. Die Hälfte davon sind Kellerbands aus der Umgebung von Salo. Am ehesten dürfte die in den 1970er und '80er Jahren sich einen Namen gemacht habende Punk-Band Vaavi, die nach einer Pause von Jahren nun wieder auf die Tribüne steigt, so etwas wie Ruhm geerntet haben.

In erster Linie aber ist die Schlammrock-Fete eine Schaubühne für junge Bands. So kam es zu einer regelrechten Überflutung des E-Mail-Briefkastens von Rättö mit Dutzenden von Bands, die davon gehört hatten, daß der Schlamm-Rock zum zweiten Mal veranstaltet wird.

- Bis aus Helsinki kamen Textnachrichten. Bands machen sich Hoffnungen, wenigstens als Aufheizer für die Aufheizer auftreten zu können, berichtet Rättö.

Die jungen, unbekannten Bands machen den Schlamm-Rock möglich. Sie treten für ein Essen auf, übernächtigen draußen im Schuppen auf ausrangierten Sofas und verlangen nicht, irgendwie speziell behandelt zu werden.

Geld fließt auf dem Rockfestival möglichst wenig. Neben den Bands ermöglicht dies eine Clique aus freiwilligen Helfern, in der alle dazu bereit sind, etwas aus ihrem Privatbesitz herzuleihen.

- Wir überlegten uns, wo wir eine ausreichende Anzahl elektrischer Herde für die Zubereitung der Verköstigung herbekämen. Nach ein paar Tagen tauchten acht Herde auf dem Hof auf, welche einer von unserer Truppe beschaffen ging, schildert Rättö.

VIPs turnen keine auf dem Schlamm-Rock herum

Letztes Jahr rockte am Kurajoki-Fluß ein tausendköpfiges Publikum. Für dieses Mal ist die Zielerwartung bezüglich der Besucher verdoppelt worden. Das Ereignis kennt vom Alter her keine Begrenzungen. Nach den Vorstellungen von Petteri und Mervi Rättö wäre es ideal, wenn am Vormittag Familien zu dem Treffen kämen und am Abend die Erwachsenen feierten.

Auch Unternehmen sind an dem Happening interessiert

- Unternehmen fragen an, ob sie eine Zone für VIPs für ihre Service-Leistungen erstehen könnten. Das haut nicht hin. Beim Schlamm-Rock sind alle gleichwertig und keiner wird mit seinem Status prassen können, sagt Mervi Rättö.

Das-groesste-Freudenfest-auf-Erden-wird-das-Fest-der-Abschaffung-des-Geldes-werden

Auf dem Schlammrock-Fest wird man Musik vom Finnland-Pop bis zu progressivem Heavy zu hören bekommen. In dem Hinterhof sind zwei Tribünen aufgebaut worden, eine Ausschankzone, Essens- und Buffetverkaufsanlaufspunkte. Die Eintrittskarte zum Festival kostet zehn Euro und was es zum Futtern gibt, wird zum Selbstkostenpreis verkauft werden.

Der Schlamm-Rock [Kurarock] entstand aus einer Idee der beiden Rättö, das Angebot an Ereignissen in der aktiven Dorfgemeinde von Kurajoki zu verjüngen.

- Zuerst überlegten wir uns, ob wir den herkömmlichen Scheunentanzboden in eine Garten-Fete verwandeln könnten. Es meldeten sich dann so viele Bands zum Mitmachen, daß ein ganzes Festival zusammenkam, wie Petteri Rättö erzählt.

Wird aber der mit Freiwilligenarbeit und einer knappen Kasse auf die Beine gestellte, unkommerzielle Schlamm-Rock bestehen können?

- Wenn die Truppe der freiwilligen Helfer es möchte, so werden wir weitermachen. Falls nein, so werden wir nächstes Jahr etwas anderes machen, sagt Mervi Rättö.

Kurarock am 16.8. im Dorf Kurajoki bei Pertteli (Kuusjoentie-Weg 312), Beginn um 14 Uhr. Eintritt: 10/8 €, frei für jüngere als 10 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen

LILLI JOKELA

natuerlich-sind-wir-alle-dafuer-dass-das-Geld-abgeschafft-wird
Historischer-Handschlag-zur-panvoluntaristischen-Abschaffung-des-Geldes

12
Aug
2008

Versuchsweise einmal Urlaub machen vom Geld

Natürlich wäre es den Menschen nicht anzuraten, sich Hals über Kopf in eine neue Zeit zu stürzen, die mit einer ganz neuartigen Wirtschaftsideologie einhergeht, in der es den Faktor Geld nicht mehr gibt, wenn das neue System, das das alte zu ersetzen hat, noch nicht in all seinen Stücken ganz ausgegoren wäre. Es dürfte auch sicherlich nicht von heute auf morgen gehen, alles Wirtschaften vom Geld weg umzustellen auf einen ausschließlich panvoluntaristischen Betrieb, selbst falls im Kern unter den Menschen über das Ziel als solches ein allgemeines Einverständnis erreicht worden wäre. Da diese Umstellung, so sie denn dereinst vollzogen würde, schon richtig Hand und Fuß haben und einen bleibenden Gewinn für alle Menschen darstellen sollte, wäre es wohl von äußerster Wichtigkeit, vorher bereits praktische Erfahrungen gesammelt zu haben darüber, worauf es bei einer Abschaffung des Geldes und der Einsetzung einer entmonetarisierten Wirtschaftsadministration, was die Gestaltung der Übergangszeit betrifft, genau ankommt, um diese sodann so reibungslos wie nur irgend möglich über die Bühne gehen zu lassen.

Das Nächstliegende, was sich für diesen Fall anbietet, ist natürlich, daß man erst mal im kleinen Rahmen - kommunal, oder auch inter- oder transkommunal - die neuen Bedingungen des Zusammenlebens ohne jeglichem Geld einübt, gewissermaßen auf gewisse Zeit Urlaub macht vom Geld - einfach nur um mal zu sehen, was sich damit anfangen läßt, ob es realpolitisch ein taugliches Wirtschaftsmuster abwirft oder nicht.

'Urlaub machen vom Geld' hört sich zumindest sehr schön an, noch viel schöner aber, als es sich anhört, müsste dessen Ausführung sein.

Trete jemand an, den Gegenbeweis zu erbringen. Es wird meines Erachtens nicht gelingen. Denn was konnte es schöneres geben, als alles Geld los zu werden, und allen ginge es dabei besser als je zuvor im Leben. Nichts geringeres als dies muß denn auch das Ziel sein, und nichts anderes, ansonsten sollte man es gleich bleiben lassen.


Finnen trugen die Weltmeisterschaften im Dampfaussitzen davon

(eine Mitteilung der Neuesten Heimatnachrichten aus der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Heinola, STT
Finnische Saunagänger haben sich die Weltmeisterschaften fürs Dampfbad geholt. Bei dem in Heinola ausgeschwitzten Wettstreit gewann Bjarne Hermansson die Serie der Männer und Leila Kulin die der Frauen. Auch die anderen Medaillen der Serie der Männer gingen nach Finnland, während in der Serie der Frauen Silber und Bronze nach Weiß-Rußland auf die Reise gingen.

Die Gewinnerzeit bei den Frauen nahm sich recht spärlich aus, denn Kulin saß nur ganze 5 Minuten 21 Sekunden in der Sauna.

- Ich war selber recht überrascht, daß die alle so schnell 'rausgingen, sagte Kulin, als der Wettkampf beendet war. Hermansson machte es in der Sauna beträchtlich länger Spaß, 18 Minuten und 15 Sekunden.

Weltmeisterschafts-Wettkämpfe fürs Schwitzen in der Sauna wurden jetzt schon zum zehnten Male ausgetragen. Bei den Spielen waren heuer mehr Teilnehmer als jemals zuvor mit dabei. Es trafen unter anderen Spielteilnehmer aus Deutschland, Belgien, Estland und Weiß-Rußland ein.

Finnlands Außenminister Stubb möchte, daß der Schriftsteller Oksanen [trotz alledem] am Poesie-Abend von St. Petersburg teilhat

(eine Mitteilung aus den Neuesten Kulturnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 9.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Nach Anschauung von [Finnlands] Außenminister Alexander Stubb sollte der Schriftsteller Sofi Oksanen an dem im kommenden Dezember im Konsulat Finnlands in St. Petersburg abgehaltenen Gedichte-Abend teilnehmen dürfen.

- Er ist einer von Finnlands begabtesten Schriftstellern. Ein wahrer Prosaiker. Ich hoffe, daß er in der Lage sein wird, an diesem Abend teilzunehmen, und daß es ein gelungener Abend wird, erklärte Stubb am letzten Samstag gegenüber dem Finnischen Nachrichtenbüro STT.

Stubb, der heute aus seinem Urlaub zurück in Finnland eintraf, berichtete, daß er ein Kommunique zum sogenannten Sofi-Oksanen-Fall erhalten hatte. Stubb kommentierte telefonisch gegenüber STT den Wirbel, den der Gedichte-Abend auslöste.

Diese Woche hatte Helsingin Sanomat einen Bericht erstattet, demzufolge das Hauptkonsulat Finnlands in St. Petersburg Oksanen zu dem Gedichte-Abend junger finnischer Dichter nicht zulasse. In der Öffentlichkeit wird als Grund für die Disqualifikation angesehen, daß Oksanen in kritischen Tönen über die Sowjetzeit Estlands geschrieben hat. Das Hauptkonsulat hieß andererseits Oksanen zu anderen Ereignissen willkommen, nicht jedoch zum Gedichte-Abend.

SDP-Sprecherin Filatov: Inflation sollte Kleinverdienern vergütet werden

(ein Beitrag aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 9.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Kärkölä, STT
Laut der Wortführerin der parlamentarischen Gruppe der SDP [Finnlands] Tarja Filatov sollte die Inflation Kleinverdienern durch eine Erleichterung der Gemeindesteuer vergütet werden.

- Bei Finnlands Aufbau der Preise wirkt sich die Inflation für Kleinverdiener, Rentner, Arbeitslose und Kranke, für Studenten sowie für Familien mit Kindern viel härter aus als wie für solche mit einem guten Verdienst, sagte Filatov am letzten Samstag in [ihrem Urlaubsheimatort] Kärkölä.

Sie bemerkte, daß die Preise am meisten beim Essen, beim Wohnen und bei den Fahrten angestiegen seien. Andererseits würde die Inflation durch die Senkung der Kraftfahrzeugbesteuerung und das Sinken der Autopreise sowie durch das Abrutschen der Preise bei der Unterhaltungselektronik nach unten gedrückt.

- Die Inflation ist nicht für alle Menschen und Familien gleich, sagte sie noch dazu. So forderte denn auch Filatov eine drastische Anhebung des Basissatzes zur Kürzung der Gemeindebesteuerung, da nur eine solche den Geringverdienern von Nutzen sein kann, unabhängig von der Form des Einkommens. Wenn es nach Filatov ginge, so sollte aus Finnland ein "Steuerparadies für Kleinverdiener" gemacht werden.

11
Aug
2008

Jeder Anfang ist nicht ganz so leicht - auch nicht bei der Geldabschaffung

Wann aber werden die ersten Gemeinden damit anfangen, für eine kommende allgemeine Geldabschaffung vorab schon mal versuchsweise die geldlose Zone der neuen Zeit anzutesten, um zu erfahren, wie es zugehen wird, wenn das Geld abgeschafft ist: jeder bietet da seine Arbeitskraft nur noch ganz umsonst an - und jedem, der teilhat am aktiven Leben innerhalb der geldfreien Zone wird die Versicherung des örtlichen Genossenschaftsladens gegeben, ebenso dafür alles, was es im Laden gibt, zum Eigenverbrauch umsonst zu bekommen?

Es wäre höchste Zeit, so langsam damit anzufangen. Wenn es schon mal sogar den wilden Tieren in der freien Natur kribbelig wird - und auch unter den Menschen immer mehrere aus verzweifeltem Übermut "sich aufs Eis begeben" - ist es ein Zeichen, daß ein gewaltiger Umbruch in der Luft liegt. Die Tiere könne dies lange vor den Menschen wahrnehmen. Sie wissen, daß, wenn ein gewaltiger Ruck durch die Welt der Menschen geht, es auch sie letztlich treffen wird.

Was die Tiere aber nicht erahnen können, da die dusseligen Menschen es sich selbst noch nicht einmal bislang klargemacht haben: der nächste große soziale Umbruch wird zum kapitalsten Befreiungsschlag der Menschen werden, den es je gegeben hat: die allfällige allgemeine Abschaffung des Geldes auf allen Erdteilen der Welt.


Rund fünfzig Gemeinden in Finnland belohnen Familienzuwachs

(eine Mitteilung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 8.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Über den Daumen gepeilt bedenkt jede achte Gemeinde in Finnland ein Neugeborenes entweder mit einer Geldschenkung oder mit einer sonstigen Geschenkvergabe.

Gemäß einer Umfrage des Gemeindenverbandes werden ein Baby-Geld oder Geschenke fürs Baby hauptsächlich in kleineren Gemeinden ausgegeben, deren Einwohnerzahlen im Schwinden begriffen sind.

Im Durchschnitt gibt es 250 Euro als Baby-Geld. In einigen Gemeinden erhält das Neugeborene anstelle von Geld ein Geschenk. In anderen Gemeinden werden den Eltern die durch die Geburt entstehenden Krankenhauskosten ersetzt.

Am großzügigsten wird man für eine Geburt im Ort Savonranta in der Region Süd-Savo belohnt. Die Gemeinde mit nur wenigen Bewohnern bezahlt für ein Kind jährlich 2'000 Euro, bis dieses das zehnte Lebensjahr erreicht. Die Sachverständige für besondere Aufgaben des Gemeindenverbands Anna-Maija Haliseva-Lahtinen berichtet, daß zumindest in Savonranta das Geburtengeld einen Baby-Boom ausgelöst hat. Die Geburtenziffern der kleinen Gemeinde hatten sich zuvor auf Null hinzubewegt, während im letzten Jahr in Savonranta gar sechs neue Gemeindemitglieder auf die Welt kamen.

Die Zukunft des Baby-Gelds von Savonranta ist jedoch ungewiss, da die Gemeinde sich nächstes Jahr an Savonlinna anschließt.

An den Gestaden Ålands fand sich erneut ein verendetes Wildschwein

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 10.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Marienhavn, STT
Auf den südöstlich gelegenen Schäreninseln von Åland fand sich bereits ein zweites verendetes Wildschwein. Seltsam wird die Angelegenheit dadurch, daß Wildschweine gar nicht zum festen Tierbestand auf der Insel mit dazugehören. Natursachkundige haben sich mit dem Rätsel und mit der Nähe zueinander der Auffindplätze beschäftigt.

Die Wildschweine mußten auf die Insel geschwommen sein, entweder aus Schweden, aus Finnland oder aus dem Baltikum. - Es ist bekannt, daß einige Wildschweine über den Finnischen Meerbusen geschwommen kamen, und es wird behauptet, daß die Tiere sich klammheimlich auf Finnlands südwestlichen Schären niedergelassen hätten. Jedoch gibt es im Westen Finnlands gar keinen festen Wildschweinebestand, wie Ålands Aufseher fürs Jagdwesen Marcus Nordberg anmerkt.

(Anm.: Vor ein paar Wochen war es erstmals Schwimmern gelungen, zwei Männern aus Estland, aus einer In Finnland gestarteten Gruppe von ursprünglich sechs, worunter eine Frau, wie vormals hier von mir berichtet, schwimmend den Finnischen Meerbusen von Finnland nach Estland zu durchqueren.)

10
Aug
2008

Den Menschen es erst einmal weismachen, daß sich das Geld aus der Welt schaffen läßt

Von alleine kommt die Abschaffung des Geldes sicherlich nie zustande. Da wäre die ganze Menschheit schon längst im tödlichen Druckgriff der Tentakeln der Monsterkrake namens Geld erdrosselt, sollte es bis dahin immer noch nicht soweit gekommen sein, daß an Volksbildungsstätten und relevanten Einrichtungen mit interessierten und gesellschaftlich engagierten Mitmenschen mögliche Formen der Geldabschaffung und deren Bedingungen zur Anreicherung des politischen Willens durchdiskutiert und ernsthaft angegangen werden, so wäre die Menschheit eben nicht mehr vor ihrem Niedergang zu retten gewesen.

Doch jetzt ist es noch Zeit, solange man erst auf dem halben Weg ist auf dem nach Adam Riese unausweichlichen Weg in die totale globale Finanzkatastrophe hinein, deren Anfänge ja schon schlimm genug wären, um jetzt bald zum Umdenken zu kommen, das es sich zum Ziele machte, der Vernunft des Willens zur Veränderung gegenüber aller Bequemlichkeit eines starren Festhaltens am Alteingefahrenen stattzugeben, wenn letzteres langfristig den Untergang der Menschheit bedeutet.

Wenn die Pyramide der Gelderwirtschaft eines Tages ihre kritischen Ausmaße überschritten hat, wird diese zum Einsturz kommen, und dann werden sämtliche Geschäfte, die heute noch die Welt bewegen, ins Straucheln kommen und lahm daniederliegen. Und dann kann sich sehr schnell überall Hunger und Leid ausbreiten, auch in Regionen, in denen heute noch gedacht wird, daß man fest im Sattel sitzt auf seinem Ritt in ein glückliches Dasein.

Ein wirklich glückliches Dasein kann es nur geben, wenn wir das Geld los sind.

Dies müssen die Menschen erst einmal sich gegenseitig beibringen.

Man muß wissen, was man will, bevor etwas passieren kann. Doch um zu wissen, was man will, muß man den Mut aufbringen, den gegenwärtigen Status Quo zu hinterfragen.

✪ Geld muß nicht auf alle Zeiten als eine gegebene Größe, über die man nicht hinwegkommen kann, hingenommen werden. Das Geld läßt sich aus der Welt schaffen. Man muss nur den Willen dazu haben!


Die kleineren und mittelgroßen Firmen Finnlands würden sich auf der Stelle einig werden, wenn sie wüßten, wie

(ein Artikel aus den Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 8.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die kleinen und mittelgroßen Unternehmen [Finnlands] würden gerne selbst zu einer Einigung zu den Arbeitsbedingungen kommen, geht aus einer vom Zentralbund des Gewerblichen Lebens [Finnlands] durchgeführten Klarstellung hervor.

Die Fertigkeiten der kleinen und mittelgroßen Firmen für die Schaffung von detaillierten Verträgen sind allerdings mangelhaft.

Laut der Erklärung kenne nur ein Fünftel der Arbeitgeber in kleinen und mittelgroßen Betrieben ausreichend die ihnen durch einen Arbeitsbedingungsvertrag zuteilwerdenden Möglichkeiten. Ein Drittel derer, die auf die Studie reagiert haben, würde sich mehr Schulung zu unternehmerischen Verfahrenstechniken wünschen.

Vier Fünftel jener sind des Glaubens, daß unternehmerische Verträge die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit voranbringen.

Es werden heutzutage hauptsächlich von Stelle zu Stelle über flexible Arbeitszeiten Abmachungen getroffen, und insbesondere in wachstumsorientierten Unternehmen auch über anspornende Entlohnungssysteme.

An der Umfrage des Zentralbunds des Gewerblichen Lebens Finnlands (EK) nahmen 1'259 Unternehmen teil, von denen drei Viertel Kleinbetriebe waren, die weniger als 50 Personen beschäftigen.

9
Aug
2008

Warum zum Henker nur so versessen am Geld festhalten?

Als wahre Krönung all der Umwälzungen des menschlichen Lebens, elektronischer und anderer, der letzten Jahrzehnte könnte man sich jetzt all zu gut die baldige Abschaffung des Geldes vorstellen. Das ist es, was noch fehlt, um sagen zu können: ja wirklich, die Menschheit ist tatsächlich einen gewaltigen Schritt vorwärtsgekommen.

Dann erst werden auch endlich keine Google Ads einem mehr seine Web-Seiten verhunzen. Dann erst wird auch endlich die mittlerweile sehr bösartige Infiltration des Internets durch ruchlos betrügerische Hacker zu einem sehr schnellen Ende kommen.

Nach der Abschaffung des Geldes werden auch die vielen Bürgerkriege der Menschheit wie von Zauberhand angeleitet ein natürliches Ende nehmen.

Danach wird es auch keine Hungernden mehr auf der Welt geben - nirgendwo.

Oder sind die Menschen schlichtweg zu blöd, eine allgemeine Abschaffung des Geldes hinzukriegen?

Ich glaube, es fehlt nur am Mut. Warum aber sollten nicht wir schon das fertigbringen können, was nachfolgende Generationen mit Sicherheit schaffen werden, schaffen werden müssen?!


Auch in Finnland prophezeien immer mehr Unternehmen einen Konjunktureinknick

(eine Meldung aus den Neuesten Wirtschaftsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Die Konjunkturerwartungen der Unternehmen sind eindeutig abgeschwächt. Laut einer Umfrage, ausgeführt durch den Zentralbund des Gewerblichen Lebens (Finnlands) EK [Elinkeinoelämän keskusliitto], sei die Lage weiterhin wie gewöhnlich oder sogar leicht besser. Jedoch sagen immer mehrere als zuvor voraus, spätestens zum Winter würde die Konjunktur eine Kehrtwende machen.

Der Geschäftsführer des EK-Zentralbunds Leif Fagernäs beschwichtigt jene, die in der Konjunkturlage Anzeichen eines Zusammensturzes erblicken. - "In der Wirtschaft kommt es zu keinem Konkurs, obwohl laut dem jüngsten Konjunkturbarometer ungefähr ein Drittel der Unternehmen eine klare Abschwächung der Konjunktur zum Jahresende vorhersagt. Die Lage gibt jedoch Anlass zur Sorge und setzt eine zielbewußte Verbesserung der Produktivität sowie ein besonderes Engagement bezüglich der Handelsvoraussetzungen der Unternehmen voraus."

Die Unternehmen prophezeien, daß das Anwachsen der Produktion in den nächsten Monaten lau bleiben würde. Ebenso sind die Beschäftigungserwartungen magerer als zuvor, denn an professioneller Arbeitskraft besteht nach wie vor Mangel. Im letzten Monat gab ein Fünftel der Industrieunternehmen an, daß das Fehlen von Arbeitskräften mit beruflichem Können das Handeln einschränke. Am schwierigsten sei die Situation auf dem technologischen Sektor der Industrie.

Es hatten im Juli gut über ein tausend Unternehmen für den Konjunkturbarometer des Zentralbunds des Gewerblichen Lebens [in Finnland] Stellung bezogen.

8
Aug
2008

Wo es zum Lieblingsspiel der Menschen wird, spielerisch im Team das Geld zu überwinden

Hinter der Scheu der Menschen, das Thema Geldabschaffung anzugehen, verbirgt sich, neben anderen Gründen dafür, auch der Irrglauben, eine derartig an die Innereien des ganzen Systems des Zusammenlebens gehende Umwälzung, im Zuge derer der gesamte Geldverkehr, auf dem doch heute alles Leben fußt, eingestellt wird, müsste, wollte man das Unterfangen tatsächlich angehen, von der administrativen Umsetzung her auf den verschiedenen relevanten praktischen Feldern irrsinnig kompliziert zu realisieren sein, so irrsinnig, daß man zum Schluß vor der Riesenaufgabe in den Knien zusammenbrechen und das Zielvorhaben schnell wieder fallenlassen würde. Doch ist solches Denken nur unnötige Angstmacherei.

Was ist denn das Geld eigentlich, dieses Ideenkonstrukt? Ist es wirklich ein so fürchterlich schlimmes Ding, daß wir uns nie aus seinem umschlingenden Halftergriff befreien werden können?

Wollen wir, da es sich bei Geld um Zahlen, um die's beim Zahlen ja auch immer geht, dreht, doch einmal ein Rechenexempel mit Zahlen bezüglich dieses Geldes anstellen. Ein gedankliches Rechenstück: was bliebe ganz zum Schluß unterm Strich stehen, wenn alles Geld, das je geschöpft worden ist, gegen alle je aufgewendeten Gelder aufgerechnet wird? Ein großes Nichts würde unter dem Strich nur übrigbleiben » Das Geld ist, wenn im ganzen betrachtet, nichts weiter als eine einzige, monströs aufgeblähte Seifenblase, welche - nichtsdestotrotz Seifenblase, monströs hin oder her - mit einem einzigen gezielten Piekser, wenn an der richtigen Stelle unterhalb seines schwieligen Panzers, den sich dieser voluminös angeschwollene "Geist des Geldes" zugelegt hat, angesetzt, blitzschnell in sich - also in Nichts - zusammenfällt, und unversehens verschwunden sein wird. So verzaubert geisterhaft, wie es zeit seines beharrlichen Bestands entlang der
Menschengeschichte unser Leben umnebelte und über seine Ableger umrankte, so verzaubert geisterhaft wird das Geld auch in seinem Ableben sein - mit einem Schlag wird es einfach verschwunden sein, so als hätte es es nie gegeben!

Wie aber läßt sich, im Klartext nun gesprochen, eine solche radikale Auf- und Gegenrechnung des Geldes mit sich selber unternehmen?

Dies wird ein Rechenexempel sein, welches an keinem Computer verrichtet werden kann. Die Computer und die, die dahinter sitzen, sind ja größtenteils ebenso fast alle selbst heillos von der Geldblähsucht befallen, und somit also als befangen abzulehnen bei der Lösung des Problems.

Die Lösung des Problems ist folgendes: das ganze Zusammenleben aller Menschen wird zu einer einzigen Spielwiese gemacht, auf welcher ein neues, faszinierendes Spiel gespielt wird, für welches noch die Spielregeln aufgestellt werden, Spielregeln, die es zum Ziel des Spieles werden lassen, alles menschliche Leben auf Erden so zu gestalten, daß es völlig und ganz ohne den Einsatz von Geld abläuft, also durch das freiwillige Mitwirken aller fähigen Spieler. Und ist dieses großartige Spiel erst einmal angelaufen, wird man es sich locker dann auch leisten können, auch alle diejenigen, die momentan fürs Spiel nicht taugen, unter den Arm zu nehmen und, sozusagen als Spielstatisten, mitzuziehen.

Und schon wird die fürchterliche Seifenblase des Gelds in sich - in Nichts - zusammengebrochen sein.


Zur Nacht der Kunst wird es Rock, Rhytmus und Liebe geben

(ein Artikel aus den Neuesten Kulturnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT
Eine Nacht der Kunst wird am 22. August bereits nun schon zum 20. Mal in Helsinki veranstaltet werden. Es werden dabei reichlich Kultur, Kunst und sonstige Verlockungen bis in die frühen Morgenstunden aufgeboten. Die Nacht der Kunst wird in sich über 200 Ereignisse beinhalten, die im Stadtzentrum und in der näheren Umgebung plaziert sind und zu denen es in erster Linie freien Eintritt gibt.

Zu den größten Ereignissen, auf die die Menschen sich jetzt schon freuen, zählen das Festkonzert aus Anlaß des 40jährigen Jubiläums der Festwoche von Helsinki auf dem Senatsmarktplatz (Senaatintori). Mit der Gratiskonzertveranstaltung 'Rock, Rhytmus, Liebe' kehrt man zu der Stimmung des Jahres 1968 zurück. Das Publikum darf für eigene Lieblingsstücke aus besagtem Jahr noch bis zum kommenden Samstag auf der Adresse www.hs.fi/68 wählen.

Freiluftfilme werden während der Nacht der Kunst auf dem Freiplatz des Glaspalasts (Lasipalatsinaukio) und auf der Lichtung von Tallinn (Tallinnanaukio) Im Ost-Zentrum zu sehen sein. Auf eine große Wand projiziert werden an beiden Orten unter anderen Midnight Cowboy und Woodstock, sowie weitere Filme, die auf das Jahr 1968 hinweisen.

Auf der Buchtpromenade am Töölönlahti [in der Nähe des Hauptbahnhofs] läßt sich in einem EtnoFitness-Klubzelt die Nacht durchtanzen und man kann auf die gewohnte Weise Ausschnitte der besten Stücke der Nationaloper Finnlands aus der kommenden Saison mitverfolgen.

Alle Ereignisse der Nacht der Kunst sind in einem Prospekt zusammengestellt, welches unter anderem in Büchereien vergeben wird. Man findet es auch unter der Adresse www.helsinginjuhlaviikot.fi.

Im nordfinnischen Tankavaara wird man um die Medaillen der finnischen Meisterschaft im Goldschürfen zum Wettstreit antreten

(eine Mitteilung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Sodankylä, STT
Die am kommenden Wochenende ausgetragenen Wettspiele um die Meisterschaft Finnlands im Goldschürfen in Tankavaara bei Sodankylä stellen eines der ältesten Ereignisse Lapplands vor. Dieses Jahr werden ungefähr 300 Goldschürfer an dem Wettstreit teilhaben.

Die finnischen Meisterschafts-Medaillen werden in Serien für Männer, für Frauen und für Jugendliche ausgegeben, und außerdem wird in einer Serie der Pfannung im Zweierpaar und in einer mit der traditionellen Schürfpfanne nach den Goldklumpen gesucht.

Der erste Goldwäscherwettstreit wurde im Jahre 1974 in Tankavaara ausgepfannt. Auch dieses Jahr werden in dem Wettkampf wieder Leute der ersten Stunde mitmachen, die von Anfang an mit dabei gewesen sind.

Lapplands Gold-Geschichte begann vor 140 Jahren am Fluß Ivalojoki, einhergehend mit dem ersten Goldfund. Das Goldschürfen, das zur Tradition geworden ist, ist seither nie mehr abgerissen, denn jeden Sommer machen sich hunderte von Hobbygoldsuchern und viele Profis entlang von Bächen auf die Suche nach Gold auf.

Zur Ehre des kommenden Goldwochenendes wird im Goldmuseum von Tankavaara der in diesem Sommer im Lemmenjoki ["Fluß einer Liebschaft"] aufgefundene, 113 Gramm schwere Goldklumpen Ringelnatz [Hepokatti] zu sehen sein, welcher das elftgrößte in Lappland gefundene Großklumpen-Nugget darstellt.

7
Aug
2008

Die Macht des kollektiven Willens wird es fertigbringen, den Plagegeist Geld aus der guten Stube des Lebens zu vertreiben

Bei der im Zuge der angesichts der ständig überhitzten Weltwirtschaftslage von heute sehr wohl bald von immer mehr und mehr Menschen angestrebten Geldvernichtung
- ist erst einmal offiziell dem System der vom Geld geprägten Wirtschaftswelt der bislang noch gewinnsüchtigen, arglos mit dem ausgelassenen Fett der Hungerbäuche der Welt fürstlich ausgeschmierten Kapitalisten die das Geld unsichtbar und unbrauchbar machende Tarnkappe des kollektiven kapitalen Willenswandels der Mehrheit der Massen der Völker übergestülpt worden, derer, die alle das viel zu teuer zu erstehende, auf Geld gestützte Leben bis zum Halse satt haben und, sollten sie endlich geschlossen auftreten, alle dafür eintreten werden, es ein für allemal los zu werden -
könnte es bei den Besitzverhältnissen der mündig über das Geld hinauswachsenden Bürger nach dem Vernunftdiktat der neuen entmonetarisierten Zeit, je nachdem, wie die genauen Vorstellungen in der praktischen Handhabung der Dinge durch die Übergangs- und Ausführungsadministrationen der Geldabschaffung ausgeführt würden - wobei alles ja bezüglich des ganzen Prozedere noch völlig offen ist - zu einer Umverteilung derselben innerhalb des Volkes kommen, zu einer wohlgemerkt freiwilligen Umverteilung der Besitzverhältnisse bei Naturobjekten, Liegenschaften und Baulichkeiten, die, versuchte man diese den unvorbereiteten, vom Geld noch gänzlich voreingenommenen Menschen von heute zu schildern, eventuell in jenen auf den ersten Blick den Vergleich zu den altbackenen und gescheiterten Handlungsmustern des kommunistischen Lagers, die in der blutig experimentellen Umbruchszeit des 20. Jahrhunderts ihr Unwesen trieben, aufkommen lassen könnten, wenn es eben nicht nicht jenen schönen Zusatz 'freiwillig' in der Abschafferklausel gäbe - eine unabdingbare Grundvoraussetzung für das Gelingen einer Welt so ganz ohne Geld: die allgemeine Freiwilligkeit des Geschehens. Insoweit ist auch der Vergleich zum Kommunismus Marxscher Prägung schon von der Prämisse her bei den Methoden irgendeines neuen Wirtschaftssystems, das sozial reell und aus dem freien Willen der Menschen erwachsen ganz ohne Geld auskommt, mehr als unangebracht, wenn auch einzelne Phänomene, rein äußerlich betrachtet, an solche des mißratenen, mittlerweile auf den meisten Kontinenten abgelegten, einstmals viele Menschen noch schlimmer als heute das Geld terrorisierenden Systems erinnern könnten. Aus diesem Grund ist man auch wohl von vornherein gut daran beraten, gleich auch neue Begriffe für die Strukturen der neuen Verhältnisse in einer vom Geld befreiten Welt zu schaffen, und nicht mit den alten von gestern und vorgestern zu operieren, da jenen eben weiter ein übelriechender historischer Anstrich anhaftet, der nicht so schnell wegzukriegen ist. Mit ein bißchen Findigkeit lassen sich leicht sehr schöne Begriffe kreieren, die sich in den Ohren der von der neuen Zeit begeisterten Massen, wenn sie klanglich auch gut daherkommen, festsetzen und deren Inhalte, durch sie vermittelt, schnell im Denken der Menschen Platz greifen, wie zum Beispiel die auf der Hand liegende Begriffsschöpfung Panvoluntarismus, mit der eigentlich alles wesentliche, was eine neue Welt, die so ganz ohne Geld ablaufen soll, betrifft, in einem einzigen schönen Wort zum Ausdruck gebracht wird.

✪ Es darf nicht angehen, daß es in einer neuen Wirtschaftsordnung, in der das Geld abgeschafft worden ist, dazu kommt, daß irgendjemand, auch keinem Kind und auch keiner älteren Person, gegen den Willen der Person irgendetwas weggenommen wird! Alles andere wäre grober Unfug, und man hätte in einem solchen Fall, wie man sodann sagen müßte, gleich beim Geld, wie wir's heute noch haben, bleiben können.

Die Ablösung des Gelds als Treibstoff der Geschäfte der Welt muß eine gemeinschaftlich gewollte, freiwillig vonstattengehende Ausklinkung aus dem alten System werden. Und dann wird es auch endlich klappen, den alten, die Menschen stets traktierenden Plagegeist Geld aus der guten Stube des Lebens auf alle Zeiten zu vertreiben.


In Österreich steht ein See zum Verkauf aus

(eine Meldung der Neuesten Auslandsnachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 2.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Wien, STT
Eine mit Verwaltungsproblemen entnervte Erbin bietet in Österreich einen See zum Verkauf an. Der See, der Mondsee genannt wird, liegt in der Nähe von Salzburg.

Der See hatte sich seit dem 18. Jahrhundert im Familienbesitz der Vorfahren von Nicolette Wächter befunden. Wächter schätzt, daß sie bei dem Verkauf 16 Millionen Euro für den See erzielen dürfte. Der anderthalb Kilometer breite und elf Kilometer lange See hat eine Tiefe von fünfundsechzig Metern.

Wächter gibt den See auf, da die Betreuung der damit verbundenen Pacht- und Landbenutzungsverträge ihr zu mühselig geworden ist. Außerdem hatte sie erfolglos vor Gericht für ein Verbot des Motorbootsports prozessiert.

Es gibt in Österreich vier weitere über fünf Hektar große Seen in Privatbesitz. Der zu den Zielpunktorten des Welterbes der Unesco zählende Neusiedlersee steht im Besitz der Sippschaft derer Esterhazy.

4
Aug
2008

Wo bleiben die Pioniergeister der Geldabschaffung?

Es muß wohl erst einmal zu einem gewaltigen Schub an Pioniergeist auf seiten von mehr und mehr einzelnen Menschen kommen, damit das wild wuchernde Zahlungsmittel und nahezu alle Menschen mehr oder weniger würgende Geld außer Gefecht gesetzt werden könnte. Denn, wartet man auf eine diesbezügliche Initiative von oben herab, also von den Trägern der politischen Macht und von den führenden Industriellen, so dürfte man vergeblich warten und es wird sich noch lange keine Abschaffung des Geldes am Horizont abzeichnen, denn gerade jene sind am allerwenigsten daran interessiert, da es bei ihnen persönlich aufgrund ihrer Stellungen in der Regel verglichen mit den Massen der Durchschnittsverdiener sehr zum besten steht.

Solche experimentierfreudigen Straßenanliegergemeinschaften, wie es sie bereits in Berliner Kiezen und vielleicht auch an anderen größeren Orten der Welt gibt, die innerhalb ihren Mitgliedern ein Warentauschsystem und andere Selbstversorgerwirtschaftsvarianten pflegen, müßte es langsam vermehrt auch in die Provinzen der Länder, an die kleineren Orte, ziehen, damit das letztendlich angesichts des weltweiten finanziellen Unfriedens auf der Welt unausweichliche Aufkommen von vom Ziel her notwendigen Volksbewegungen, die auf die allfällige Einstellung des Geldwesens drängen, nicht unnötig lange hinausgeschoben wird, und bis dahin noch viel mehr menschlich-existentielles Leid in Kauf genommen werden muß als es jetzt schon der Fall ist.

Es ist nicht damit getan, solche und ähnliche Artikel, wie diesen hier, nur zu lesen und innerlich vielleicht dazu zu nicken, sich aber dabei denken: sollen nur die anderen das Geld abschaffen, das ist nichts für mich. Mit einer solchen Einstellung kommt man dabei nicht weiter.

Jetzt die Köpfe zusammenstecken und in seinem unmittelbaren nachbarschaftlichen Lebensraum zusammen mit den anderen versuchsweise, ohne mit den Gesetzen dabei in Konflikt zu geraten, auszuprobieren, im kleinen Rahmen den geld- und somit zwanglosen, also auf Freiwilligkeit basierenden und nicht penibel aufgerechneten Austausch von Arbeiten gegen Waren einüben - das ist es, was die Menschen ihrerseits fürs erste dazu tun können und tun sollten, damit die Abschaffung des Geldes schon jetzt so langsam in Schwung kommt.


Die bierselig dahingleitenden Stromabwärtsfahrer auf Finnlands Keravanjoki-Fluß blieben obenauf

(eine Meldung aus den Neuesten Heimatnachrichten der finnischen Zeitung vom 2.8.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Vantaa, STT
Zu einem bierseligen Stromabwärtsgleiten hat es heute 1'300 Hitzköpfe in den Keravanjoki-Fluß gezogen. Es kamen auch reichlich Schaulustige an den Ort, um dem Bier-Happening am Fluß beizuwohnen.

Die ersten Dahingleitenden begannen ihre Stromabwärtsfahrt am Vormittag um 11 Uhr und trafen nachmittags gegen drei am Zielort ein. Das Gleiten auf dem Strom setzte sich bis in den späten Abend fort.

Laut Polizei und Rettungsdienststellen lief das Abwärtsgleiten relativ reibungslos ab. Die Rettungsleitstelle sah sich nicht gezwungen, irgendwelchen auf dem Fluß Dahingleitenden, die sich dem Wasser anvertraut hatten, beizustehen.

Die diesjährige Route ging vom Ort Rekola aus und endete bei Vernissa. Die gut sechs Kilometer lange Strecke wurde als besonders gefährlich eingestuft, da es entlang der Strecke Stellen mit Stromschnellen, im Flußgrund stehende Baumstümpfe sowie verschiedene Einbuchtungen gibt, welche, falls es zum Aufprall kommt, das Schlauchboot zerreißen können.

Das Ereignis kennt keinen offiziellen Veranstalter, so daß es auch nicht unter Verbot gestellt werden könnte. Es gibt keinerlei Sicherheitsvorkehrungen am Ort des Geschehens, womit die im Suff im Schlauchboot auf Segelfahrt Gehenden ganz sich selbst und ihrem Glück überlassen bleiben, während sie auf dem trüben Wasser dahintreiben.

Mit diesem bierseligen Stromabwärtsfahren fing es bereits vor über zehn Jahren in kleineren Kreisen an, wonach aber dann das Anwachsen der Zahl der Teilnehmer ausser Kontrolle geriet. Dies veranlaßte die Person, die sich das Ereignis ausgedacht hatte, dazu, ihre Internet-Seiten im Zusammenhang damit einzustellen.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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Musikalisches


Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

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