12
Feb
2008

Anders als man im Hinblick auf sonstige natürliche Feinde des Menschen, wie z.B. den Wolf, sehr geteilter Meinung sein kann, läßt der üble Faktor Geld eigentlich nur einen einzigen Schluß zu - nämlich den, daß es letztlich abgeschaffen gehört

Einer, der Hunde reißt oder ein beliebtes Hundstier?

(ein Artikel aus dem Sonntagsteil der Zeitung Turun Sanomat vom 10.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Der Wolf, auch Isegrimm genannt - ein beliebtes Hundetier unserer Wälder?

Die raubtierfreundliche Begriffserläuterung in Bezug auf den Wolf der Forscherin der Umweltphilosophie Leena Vilkka wird damit, wie sie gemäß ihrem neuen Buch von uns wünscht, den Wolf zu betrachten, garantiert für ein verärgertes Murren sorgen, zumindest auf jenen Dörfern in der Provinz von Stamm-Finnland im Süden, in denen aufgrund von Beobachtungen von Wölfen man dazu übergegangen ist, die Kinder mit einem Sammeltaxi in die Schule bringen zu lassen.

Bei Laitila wurde anfang Februar ein Isegrimm, der sich in schlechter Kondition befand, erschossen.

Eine Horde von sieben Wölfen suchte Ende Januar den Hinterhof eines landwirtschaftlichen Gutes heim.

Eine Wolfsschar riß um Weihnachten herum einen Lappländer-Hund im Hofbereich eines Privathauses in der Gemeinde Saksala bei Nousiainen.

Ein Wolf tötete und riß im Oktober zumindest vier Schafe auf dem Schwendeckweg in Harjavalta.

Ein Wolf griff im September auf dem Weg-von-Üppigem-Bewuchs in Kalanti eine Mutterkuh an, die eben gekalbt hatte.

250 Wölfe

Der Wolf ist nach einer Abwesenheit von nahezu 100 Jahren wieder zurückgekehrt in die Wälder von Stamm-Finnland im Süden des Landes. Es ist bereits ein leichtes, in den Wäldern von Yläne, Mynämäki, Nousiainen und Pöytyä auf Spuren des Raubtiers zu stoßen.

Gemäß dem Forschungsinstitut für Wild und Fischzucht gibt es gegenwärtig in Finnland 250 Wölfe, von denen um die dreißig sich auf dem Gebiet von West-Finnland aufhalten. Ein Wolfsbestand vergrößert sich rasch, wenn ihm keine Grenzen gesetzt werden: ein einziges Wolfspärchen kann, solange es am Leben ist, gar vierzig Welpen werfen.

Die Angst, die diese Nachrichten auslösen, kann die von Vilkka vorgetragene Tatsache nicht verjagen, daß der Verkehr bei uns alljährlich ein paar hundert Menschenleben fordert, während der letzte Bericht über einen durch einen Wolf zu Tode gekommenen Finnen mehr als 100 Jahre zurückliegt. Vilkka bezieht sich darauf und meint, daß es die Autos wären, vor denen man hier Angst zu haben hätte.

Ein Unterschied beim Furchthaben liegt jedoch darin, daß das Auto nicht absichtlich einen umbringt. Der Wolf hingegen tötet, da er ein Raubtier ist, das im Prinzip töten muß, um etwas zum Futtern zu haben.

Die Erinnerungen an den Killerwolf von Süd-Finnland, der in den Jahren 1880-81 22 Kinder riß, sind nicht vergessen. In Indien und Afghanistan töten Wölfe noch immer jährlich Dutzende von Menschen in Gebieten, in denen es wenig Wild gibt und viele Kinder.

Die Angst vor dem Wolf ist die Folge einer uralten Erfahrung. Sie hat sich schon zur Steinzeit in die Gene des Menschen hineingeschlichen, als die natürliche Auslese die unvorsichtigen Individuen ausschied, um die Art nicht verdummen zu lassen.

Ganz schlimme Verfolgungsjagden

Leena Vilkka, zweite Sprecherin eines Grünen Lebensschutz-Bundes, die mit Schriften über Rechte der Tiere und Selbstverständnis der Natur ihren Doktor machte, weiß, daß sie mit ihren Reden über Rechte des Wolfs auf Freiheit und Leben in einem Bienennest herumstochert.

- Ich versuche, ein neues Tierverständnis voranzutreiben, welches noch völlig neuartig und unmodisch ist. Im Vorfeld liegt ein langer und langsam ablaufender Prozeß der Umstellung, welcher doch hoffentlich zum Durchschlag kommen wird, wenn man auf die Bedrohtheit der Art des Wolfes immer wieder aufmerksam macht.

Nach der umweltphilosophischen Denkart von Vilkka ist der Wolf ein fühlendes und ein denkendes Individuum, sodaß er die gleichen Rechte aufs Leben haben muß wie auch der Mensch.

- Der ist ja ganz schlimme verfolgt worden und ihm wurde sogar das Recht auf die Existenz abgesprochen, ruft Vilkka in Erinnerung.

In ihrem Buch Der Wolf in Natur und Kultur zeichnet sie die Wandlung des Wolfsbildes nach, vom monströsen, sagenumwobenen, mordenden Beutetier zum "beschützten und beliebten Hundetier". Von sich selbst gibt sie an, daß sie sich zum Wolf wie zu einem Hund verhält.

- Bei mir hat es immer Hunde gegeben, und ich liebe sie. Der Wolf ist die Stammutter der Hunde. Ich weiß es genau, was für ein gefühlvolles Wesen der Hund ist, und es gibt keinen Grund anzunehmen, der Wolf sei nicht genauso gefühlvoll.

Um die Sache sicherzustellen, hat Vilkka sich selbst mit den Wölfen im Tierpark von Ähtäri bekannt gemacht, indem sie unter anderen Dingen eine Nacht im Wolfsgehege zubrachte. In ihrer Berichterstattung zu ihrer Expedition erzählt sie, einen "Seelenkontakt" zu einem der Wölfe aus dem Gehege hergestellt zu haben.

Ein Tod der Freiheit

Sie hält den Wolf auch für ein Symbol von Freiheit: Wenn der letzte Wolf erlegt wird, ist es auch um die Freiheit des Menschen geschehen, Vilkka bezieht sich auf Seiten im Internet bei tunturisusi.com [tundrawolf].

Nach ihren Vorstellungen kann der Mensch sehr gut Seite an Seite mit dem Wolf leben, solange wie Weiden und Hofbereiche eingezäunt sind und die Wildtierländereien in Ruhe gelassen werden.

Für manchen südfinnischen Waidmann sind ihre Worte, gelinde gesagt, unbegreifbar. Viele von ihnen würden sich viel eher mit dem Seufzer der Erleichterung identifizieren, der in der [für alle Finnen] berühmten Novelle von Aleksis Kivi 'Die Sieben Brüder' ausgestoßen wird: endlich kann das Volk in Ruhe im schönen Ödwald weiter vor sich hinleben, da die Wölfe von den neu gerodeten Feldern der pioniergeistigen verschwunden sind.

Der im Ort Sauvo in einem Reihenhaus sein Leben fristende Pentti Vanne, auch er ein Mann des Waldes, fand im letzten Herbst auf dem Sandweg seiner Häusereinheit Spuren, die nach weiteren Vergewisserungen von einem Wolf stammten. Die Spur war eindeutig größer als eine gewöhnliche Zigarettenschachtel.

Im Ort Sauvo wurden um die gleiche Zeit herum weitere Spurenbeobachtungen gemacht.

- Ich traue mich nicht mehr, mit dem Hund auf die Jagd zu gehen. Wölfe sind immer häufiger in den letzten Jahren über Treibhunde hergefallen. In Richtung Nousiainen - Laitila hatte zweimal hintereinander auf einer versuchten Treibjagd ein Wolf den Hund angegriffen, weiß Vanne zu berichten.

Laut seinen Aussagen sind Kanickel und Feldhasen in der Umgebung von Sauvo gänzlich verschwunden.

- Diese müsste man beschützen, sagt Vanne. Seiner Meinung nach müssten zuerst die von den Wölfen bedrängten Hunde, die Schafe und Kanickel ein Anrecht haben auf eine Existenz, ohne Strapazen ausgesetzt zu sein, wenn Wölfe schon auch ein solches haben sollten.

EVA LATVAKANGAS

5
Feb
2008

Wie aus Raffgier einheimischer Mitbürger einem deutschen, in den Fernen Osten ausgesiedelten Zeitgenossen mittels gelegter Fallen und unlauterer Machenschaften lokaler Opportunisten und Halsabschneider der Kopf gewaschen werden kann

Ein privater Brief eines vor zwanzig Jahren auf die Philippinen ausgewanderten Deutschen an den Finanzverwalter von dessen Mutter in Deutschland, nachdem unser Landsmann jüngst zum Opfer wurde just desjenigen seiner Nachbarn an seinem Wohnort auf Mindanao, der als die einzige - ein angesehener Chirurg der Stadt - in Betracht kommende, da der Mutter des Opfers, die für den Lebensunterhalt ihres einzigen Sohnes in dessen Wahlheimat aufkommt, persönlich bekannte Vertrauensperson, von derselben dazu bestellt worden war, dem Sohn das Geldkonto zu führen, und dessen Geld nach ihren Vorgaben für ihn so zu verwalten, daß er zukünftig gegen all die Ausbeutungen durch die vielen lokalen sogenannten Freunde unter den Einheimischen geschützt sei, die in der Vergangenheit nur allzuoft dem braven Sohn im Exil das Halfter abgezogen hatten [was mittlerweile, nach den hier zutage tretenden Anschuldigungen, auf Wunsch beider Parteien eingestellt wurde]

Sehr geehrter Herr Krisenbewältiger,

vielen Dank denn auch von meiner Seite, dafür, daß Sie sich des fälligen Briefes an Dr. Debbis Alistair [alle Namen abgeändert in dieser Version für dritte Leser-Parteien] angenommen haben. Der Brief war beim angerichteten Schaden durchaus angemessen, und aus verständlichen Gründen, da man sich nach dem Vorgefallenen in dieser Nachbarschaft wohl keine Feindschaft leisten sollte, sehr wohlbedacht formuliert.

Trotzdem ist noch im Verlaufe der letzten Woche (1.2.08) an dem Freitag, an dem Sie vermutlich die Übersetzung des Beschwerdebriefes meiner Mutter, gleich an Dr. Debbis Alistair weiterleiteten, schon wieder ein krimineller Akt an meinem Haus, ein Sabotage-Akt auf das Wasserversorgungssystem verübt worden, und zwar auf eine Weise, wie bereits auch schon meiner Mutter telefonisch berichtet, die den Verdacht nahelegt, daß die Sache wiederum aufs gleiche Konto geht wie zuvor, und wohl als eine "Antwort" auf jüngsten Brief zu verstehen ist.

Schon gleich von Anfang an, also noch bevor ich zusammen mit Ex-Frau & den Kindern in das von uns im Okt.1988 erstandene Haus umzog, waren Wasserzuleitungsrohre samt ihren Hähnen im Garten verlegt worden, so daß direkt zur Mitte des Gartens fürs Gießen auch ein Zuleitungsrohr für den Schlauchanschluß angelegt war (wobei die zweite Wasseranschlußstelle draußen nahe des Hauseingangs immer gerne von den Wäschefrauen benutzt wurde): Es waren am Freitag abend beide genannten Zuleitungsrohre samt ihren Hähnen vom Hauptaußenwasserleitungsrohr am Boden weg entfernt worden, und verschwunden; weiterer Einbruch - nahe des zweiten Hahns zur Gartenmitte war das Bodenzuleitungsrohr vom weiterführenden Rohr durchtrennt, (welches letztere samt Hahnzuleitungsrohr an der Gartenmauer, gleich von der dazu noch sehr schräg durchgesägten, also um so schwerer von außen herum zu propfenden Trennstelle weg auch verschwunden war.

Was den eingangs von mir erwähnten leisen Verdacht bezüglich des Täterumfelds und deren Motivation für eine derartig unsinnige Schandtat, die dem Täter materiell ja nicht viel mehr einbringt als einiges an Alteisen und ein paar billige Hähne, von denen einer dazu noch ständig tropft, überhaupt irgendwie erklärlich machen kann - ist die Tatsache, daß die Schnittstelle, an der das Rohrwerk zum Garten hin abgesägt vorgefunden wurde, genau auf einer Linie liegt zum Grenzstein auf der der Anliegerstraße abgewandten Breitseite des Gartens, der die beiden Grundstücke rechtlich von einander trennt, also mein vorderes Hausgrundstück trennt vom Gartengrundstück, welches ich bereits vor zwei Jahren zu billig an Herrn Dr. Debbis Alistair verkaufte.

Sollte diese Aktion nun, deren Folgen ich zum Glück ziemlich bald in den Griff bekam durch ein improviertes Verschließen der Löcher - war gar nicht so einfach, letztere fest abgedichtet hinzubekommen, um im Haus drinnen wieder normal fließend Wasser mit anständigem Druck zu haben, fürs Rasieren, zum Baden und zum Waschen - so auszulegen sein, daß mein selektiver Menschenfreund und berühmter Nachbar mit dem eigenen Spital in der Stadt, wo er als Chefarzt und Chirurg hauptsächlich für solche der unteren Schichten, die sich die Behandlung ihrer Kranken dortselbst auch nur deshalb leisten können, da sie ihrerseits durch diversen Schmu und Betrug imstande sind, sich über Wasser zu halten (von einfachen Eierdieben bis hin zu Individuen aus dem Umfeld paramilitärischer Erpresser), fungiert, sich einen Dreck um meine Belange kümmert' und daß, sollte ich weiterhin noch einmal aufmucken und mich aufbegehren wegen der vielen aus dem Haus vor drei Monaten verschwundenen Sachen, er durchaus in der Lage sei, vor Ort unbekannte, kriminelle Vollstrecker auf mich loszulassen, die keinen Skrupel hätten, unter einem Vorwand ins Anwesen einzudringen und mir eins auszuwischen? Die zu weitaus mehr noch fähig wären, und mich nicht nur 'trockenlegen', also ohne Wasser hinstellen, wie eben versucht worden war, sondern auch ganz kaltstellen könnten, sollte ich - oder jemand an meiner Stelle - von jetzt ab keine Ruhe geben, und vom Chef verlangen, Dinge und Sachen herauszurücken, die es längst nicht mehr gibt, da, sofern nicht im Garten auf den Scheiterhaufen mit den anderen Sachen mitverbrannt, auf jeden Fall in anderer Leute Hände gefallen??

Angeblich wollten zwei mir unbekannte, junge Männer, die ich am Freitag mittag im Garten auf einmal antraf, als ich mich gerade zum Mittagessen aufmachte, und die mir auf meine Anfrage hin versicherten, nicht zu Dr. Debbis Alistairs Leuten zu gehören, von mir nur die Erlaubnis einholen, etwas von dem vielen Obst des einen Baumes im Garten beim Haus mit seiner äpfelähnlichen und weichfleischigen Frucht, Sternenäpfel genannt, die es sonst kommerziell nur seltenst im Angebot gibt, die gerade hier reif ist, abzuernten. Worauf ich einem der beiden sagte, wenn dann wenigstens ein paar von den Äpfeln auch für mich auf die Seite gelegt wären, wenn ich nachher zurück bin, wäre ich damit einverstanden, zumal der hochgewachsene Baum ja recht viele Früchte gerade trage.

Die diebische Elster von Doktor möchte demnach also weiterhin und prinzipiell für meine Verluste nicht geradestehen, mir demnach also nichts bezahlen, so daß ich mir zum Beispiel wieder ein neues Linoleum anschaffen und auslegen könnte, da, wie mir schon mehrmals seine Frau bestätigte, er selbst sich bei jenem Haus-Auseinandernehmen seine feinen Chirurgenhände ja nicht schmutzig gemacht hätte?

Dr. Debbis Alistair scheint auch nicht dem Wunsch nachkommen zu wollen, das Haus einmal selbst zu inspizieren. Bis jetzt, Montagmorgen zumindest, hat er sich noch nicht hier blicken lassen, obwohl ich fast die ganze Zeit zuhause war, und er doch am Samstag (als guter Zeuge Jehovahs) seinen freien Tag hatte.

Oder hatte er sich vielleicht gar ausgerechnet, ich würde mich in meinem Mordsärger über abgeschnittene Rohre und gestohlene Wasserhähne und dem damit einhergehenden Wasserverlust in Küche und Bad dazu hinreißen lassen, meinerseits gewalttätig gegen ihn als den mutmaßlichen Verursacher, oder gegen sein Haus und Eigentum, vorzugehen, um mich dann auf frischer Tat von seinen Leuten einfangen zu lassen, und mich dann in polizeiliches Gewahrsam übergeben zu können, sodaß er, ungestört und in aller Ruhe, sich sodann seinen flotten Wasserkocher, das einzige von allen entwendeten, wohl auf Dringen der Ehefrau hin rückerstatteten Sachen, wieder holen gehen kann?

Sollte jedoch dies seine Motivation für diese letzte Aktion gewesen sein, so wird er sich bei mir da aber schwer verrechnet haben! Irgendwie und irgendwann wird auch er die Quittung für seine Untaten und den großen, bleibenden Schaden, der mir entstand allein durch die Vernichtung z.B. wichtiger, über Jahre hinweg geführter, privater Notizhefte, bekommen, ohne daß ich selbst irgendwas dazutun müßte, denn letztlich gibt es auch noch den lieben Herrgott, der wohl eine Weile dem frechen Treiben der Menschen zuschaut, der aber dann zum Schluß auf seine, für uns Menschen 'unberechenbare Weise' für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgt.

Dr. Debbis Alistair wird höchstwahrscheinlich selber nicht daran glauben können, daß das, was mir vor kurzem angetan wurde, rechtens sei, dieser unerhörte Eingriff in meine Privatsphäre, der seinen Anfang damit nahm, als er während den Tagen meines ungerechtfertigten Festgehaltenseins gegen Ende Oktober im letzten Jahr, zu einer Zeit, da z.B. ein anderer, auch hier lebender Landsmann auf Borocay mit seiner Familie weilte und es sich gut gehen ließ, von mir unter dem Vorwand, mir Kleider aus dem Haus vorbeizubringen und ein bißchen Ordnung in meinem Zimmer zu schaffen, den Hausschlüssel sich hatte geben lassen, den er mir allerdings schon am nächsten Morgen, als er mir zwei Tage vor meiner Haftentlassung noch, Klamotten, ein völlig einseitig zusammengestelltes Sortiment, so viele gleich, daß ich für ganze Monate damit ausgesorgt hätte sein können, vorbeibrachte (sogar die Polizisten lachten darüber, während jene auf mein Mafia-Geld hinfieberten), trotz meines ausdrücklichen Wunsches nicht mehr zurückgeben wollte (er hätte den Schlüssel einem seiner Arbeiter überlassen!).

So war es nämlich in Wirklichkeit, sehr geehrter Interessierter Lesender, und nicht anders. Ich habe Dr. Debbis Alistair nie etwas böses angetan, eher ganz im Gegenteil, als ich ihm zum Beispiel vor einigen Jahren meinen nur drei Jahre von mir benutzten Neuwagen, einen Hyundai Elantra Stationwagon, der hier eine halbe Million kostet, da mir damals gerade mein Handy durch einen Inside-Job von angeblichen Freunden des Hauses, abhandengekommen war, zu einem Schrottpreis von lächerlichen vierzig Tausend überlassen hatte, und er es ausnutzte, daß ich damals schnell mal Geld brauchte, um mir wieder ein Handy anschaffen zu können, mir jeder Preis also fürs Auto recht gewesen wäre, obwohl ansonsten Gebrauchtwagen, an deutschen Verhältnissen gemessen, hierzulande eher zu teuer als zu billig gehandelt werden.

Dr. Debbis Alistair selber aber hat sich schwer zu seinem eigenen Nachteil hin verändert, auf jeden Fall in Anbetracht dessen, wie er mit mir, seinem Straßennachbarn, umspringt, und sich an meinem Eigentum rechtswidrig vergreift.

Am besten wird's wohl sein, einfach nachzugeben, und alles, was geschah, zu vergessen.

Oder wüssten Sie, lieber Interessierter Lesender, oder weiß meine Mutter sich da einen besseren Rat?

Bedanke mich für all Ihre Bemühungen,
mit freundlichen Grüßen
Erhard Lang

29
Jan
2008

Quengeleien und Sorgen, wie sie nur in einer völlig festgefahren Geldwelt möglich sind

auf eine gewaltige Besserung nachsintflutlicher Zeiten hoffend über Hochwasser hinweg  vorbauen gehen

Auszüge aus drei verschiedenen Artikeln desselben Tages (28.1.2008) in der Turun Sanomat, die sich, im Zusammenhang mit der durch die EU-Beschlüsse in Schwierigkeiten geratene Zuckerproduktion Finnlands, um die Stadt Säkylä, dem Standort Finnlands einziger Zuckerfabrik, herum drehen, aber auch um das leicht verzweifelt wirkende Auftrimmen durch einen kulturell bindenden Akt der Identität der Region, das einst als traditionelles Rübenanbaugebiet galt, im Bewußtsein der lokalen Bevölkerung:

(1) Nach Ansicht der Geschäftsleiterin des Zuckerwerks Sucros, Päivi Paakkarinen, muß das Kontingent großzügig aufgehen, damit die Rentabilität der Zuckerproduktion gewährleistet ist. Die genauen Zahlen ist Paakkarinen nicht bereit, anzugeben.

Sucros versucht als letztes Mittel, die den Anbau aufrechterhaltenden Betriebe dahin zu bewegen, die Anbauflächen zu vergrößern. Möglicherweise wird auch Kontakt aufgenommen zu den Landwirten, die mit dem Zuckerrübenanbau aufhören möchten. Gut um die 800 Landwirte gaben an, den Anbau einzustellen.

Der Augenblick, da sich das Schicksal der finnischen Zuckerproduktion entscheidet, steht kurz bevor, denn das Unternehmen hat in Aussicht gestellt, binnen zwei Wochen ihren diesbezüglichen Entscheid kundzugeben.
(Es wurden von der Firma eine Anfrage an 1'878 Landwirte verschickt bezüglich der Gewilltheit zum weiteren Anbau von Rüben, worauf angeblich mehr als 1000 positive Rückantworten eintrafen, 800 aber eine Absage erteilten, und der Rest die Anfrage unbeantwortet ließ)


(2) In der Interessenvertretungsorganisation der Landwirte Finnlands MTK hält man es für gesichert, daß für die Zuckerfabrik von Säkylä soviel an Zuckerrüben herangeschafft werden kann, als was Finnlands Zuckerkontingent ausmacht. Der leitende Sprecher für den Zuckerrübenausschuss der Organisation, Pekka Myllymäki, stellt fest, daß in den von der Zuckerproduktionsgesellschaft verschickten Anbauverträgen die für das grundlegende Recht auf Anlieferung der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe gemachten, das ganze Land betreffenden Einschnitte von 10 Prozent ausgewiesen sind, was die tatsächlich erzielten Ernteerträge verfälscht.

(3) Um das Identitätsbewußtsein der Region Satakunta (Hundertschaftsgäu) [wozu die Stadt Säkylä gehört] zu Kräften kommen zu lassen, wird im Hundertschaftsgäu die Tradition wiederbelebt, einen Tag der Region abzuhalten. Der erste Hundertschaftsgäu-Tag wird nach einer Unterbrechung von sechs Jahr am 2. Juni in Säkylä stattfinden. Die Verwaltung der Region hatte am Montag in ihrer Sitzung das Datum dafür bestimmt.

Das Programm für den Hundertschaftsgäu-Tag steht zum Teil noch offen, doch besteht die Absicht, namhaftes Volk in Bewegung zu bringen, bis zu Regierungskreisen hin. Während des Festes wird eine Person oder ein Verein, die sich besonders um die Region verdient gemacht haben, mit einer Hundertschaftsgäu-Medaille ausgezeichnet werden, sowie auch ein vorbildlicher Jugendlicher des Hundertschaftsgaus. Der Festtag wird mit einer Versammlung der Abgeordneten der Region begonnen werden.


Die Zuckerfabrik Finnlands hat mittlerweile (anfang Febr.2008) einen 7-Jahrevertrag für ihre Zuckerrübenlandwirte auf die Beine gestellt, und arbeitet nun schlussendlich doch weiter.

28
Jan
2008

Mit Musik - aber nichts als Schißhasen und solche, denen ins Hirn geschissen ist??

Die niederkommende Antizipation des Loslassens vom totalen, alle Welt beherrschenden Aufs-Geld-Fixiert-Sein

Die Ausführungen im speziellen, unter einer gewissen, einschlägigen Schlagzeile innerhalb eines aktuellen Berichts über ein neues Musikdownload-Programm am PC, Qtrax, bei dem alle Musik, ab Montag, dem 28.1.2008, umsonst zu haben ist, nehmen sehr wohl vom Gedanken her, welcher vom Bezug des Artikels her zwar nur auf die eine, darin angesprochene Netzwelt-Neuigkeit abstellt - da aber in seiner Formulierung verallgemeinernd genug gehalten - zumal wenn an einer massenpsychologischen Wahrscheinlichkeitserwartung gemessen, an der beschleunigenden Geschwindigkeit bei der Ausbreitung einer neuen, wenn als großartig empfundenen Sache bemessen, am überraschend flotten Überspringen vom ersten Funken eines neuen Spezial-Turbo-Systems, was auch immer es sei, von der ursprünglichen Erfinder-Usergruppe hinüber auf die Allgemeinheit bemessen - eigentlich jetzt zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Abschaffung des Geldes als solches im ganzen - so ganz und gar sich seiner selbst als große, kommende Bewegung, die da vielleicht alsbald kommen mag, noch ganz unbewußt, aber klipp und klar formuliert vorweg

(aus einem Spiegel-Artikel vom 27.1.2008)

ALLES KOSTENLOS

Möglicherweise musste der Leidensdruck der Labels [transponiert gesprochen: aller Produktmarken-Anbieter] noch ein wenig steigen, um sie für das neue Konzept begeistern zu können. Denn das hat es in sich. Alle bei Qtrax angebotenen Titel [transponiert gesprochen: Querfeldein auf allen Ebenen (tracks)] soll es kostenlos geben. Und das dürften nicht wenige sein.....

Und was die zitierte, mutmaßliche Geschwindigkeit der Ausbreitung eines neuen Glücks im Volke betrifft, heißt es dann hierzu weiter im selbigen Titel:

Daß Qtrax mit seiner Idee offene Türen einrennt, zeigt sich schon kurz nach der offiziellen Vorstellung am Sonntag. Kaum war der Startschuss gegeben, brach die Seite unter der Vielzahl neugieriger Surfer zusammen, reagierte nur noch schleppend.

Dafür, daß letzteres auch im Zusammenhang mit der Abschaffung des Geldes passierte, dürfte keine Gefahr bestehen, da das Geld wohl sicher bei der Mehrzahl der vielen Schißhasen von heute, die zu tief in dem ganzen Geldschlamassl drinnestecken, um drüberhinaus hinausblicken zu können, und von den vielen, vielen wenigeren auf der Erde von heute, denen eindeutig ins Hirn noch geschissen ist mit ihrer absoluten Geldverherrlichung, so gleich nicht abgeschaffen werden wird, zumindest bestimmt nicht, bevor das neu einzuführende panvoluntaristische, globale Allweg-Energie-und-Leistungs-Austausch-und-Umverteilungs-System 100%ig perfekt ausgeklügelt und dann auch auf feste Füsse gestellt worden ist.

Aber wer weiß, wie schon gesagt, ob es nicht doch plötzlich auf einmal bei den Menschen, schneller als sich jetzt vermuten ließe, zünden wird, und es dann ruckzuck abgeht, hinein ins neuartige, glücklichmachende Zusammenleben.

25
Jan
2008

Und wieder wird versucht, die Krise schönzureden, da noch keiner sich an das letztlich Unumgängliche heranwagen will - an die Ablösung des mit Zahlungsmitteln operierenden Wirtschaftssystems durch ein auf allseitige Freiwilligkeit basierendes menschliches Handeln

Finnland wird sicherlich einen Rückschritt überstehen, solange nur ein kühler Kopf bewahrt wird

(ein Kommentar der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 24.1.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Unsicherheit, Nervosität, Furcht, Flucht, Panik. Dies die Ausdrücke, mittels derer die Bewegungen an den Börsen und Geldmärkten in den letzten Tagen in verschiedenen Teilen der Welt beschrieben worden sind. Die im Sommer in den Vereinigten Staaten bekannt gewordenen problematischen Kredite für die Finanzierung von Wohnungen sind nach dem Schneeballeffekt zu einer globalen Krise angeschwollen, über deren tatsächliche, geschweige denn verstandesmäßig zu begreifende Gründe es immer schwieriger wird, sich Klarheit zu verschaffen.

Der Großinvestor George Soros mutmaßte in der Financial Times, daß die über 60 Jahre angehaltene aufwärtsstrebende Konjunktur der Weltwirtschaft an ihrem Ende ist. Gemäß seinen Darstellungen ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten, die Fed, nicht mehr in der Lage, die Situation zu retten, da die anderen Länder nicht gewillt sind, ihre Dollarreserven aufzustocken.

Gemäß der Wirtschaftstheorie des Mannes auf der Straße nehmen, mit einem Vorsprung von einem halben Jahr, Börsenkurse die Veränderungen der Realwirtschaft vorweg. Pessimistischste Stimmen sagen einen Rückschritt voraus, der im schlimmsten Fall zu einem Kollaps führt, der der Rezession der 1990er Jahre in Finnland gleichkäme.

Zum Glück sind die Fundamente unserer Volkswirtschaft jetzt auf ein anderes Gleis gestellt als vor knapp zwei Jahrzehnten. Die Arbeitslosigkeit nahm ab und der Beschäftigungsgrad stieg weiterhin im Dezember an.. In den Branchen, die unter einem Arbeitskräftemangel leiden, wäre ein Konjunktureinbruch sogar willkommen, insofern als daß er auf die übermäßige Aufheizung eine beruhigende Wirkung hätte.

Sowohl die Staatswirtschaft als auch die Unternehmen sind dank des lange angehaltenen Aufschwungs im Besitz einer starken Schlagkraft. Der Staat hätte mittels seiner Einkommensüberschüsse seine Schulden verringert und verfügte, sollte es notwendig werden, über ausreichend Mittel, um durch Steuererleichterungen die Wirtschaft wieder in Schwung bringen zu können, wie Premierminister Matti Vanhanen in unserer Zeitung verlautbarte.

Börsengesellschaften haben, mit Ausnahme der Holzindustrie, ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Für das Dividendenaufkommen des Frühjahrs wird vorhergesagt, daß es einen neuen Rekord aufstellen wird. Auch von ihren Bilanzen her befinden sich die Unternehmen in einer stabilen Lage, sodaß sie, sofern sie nach Maß und Ziel ihr Handeln ausrichten, eine sogar beträchtliche Straffung des Gürtels gut überstehen.

Das Zusammenbrechen der Exporte für die Sowjetunion stellte einen der Auslöser für die Rezension anfang der 1990er Jahre dar. Für den bilateralen Handel und den Status als bevorzugtester Handelspartner wurde letztlich ein teurer Preis bezahlt.

Mittlerweile ist die exportierende Industrie entschieden vielschichtiger geworden, wenn auch etwas peinlich abhängig vom Erfolg des einzigen Großunternehmens, von Nokia. Aber was entscheidend ist, die gemeinsame Eurowährung bietet einer kleinen Volkswirtschaft Schutz vor Zins- und Valutaschocks mit ganz anderer Stärke als seinerzeit die finnische Mark.

Wenn Soros für die Krise der Weltwirtschaft aus Richtung Indien und China einen Trost ausmachen kann, so liegt die Zugkraft Finnlands, wenn auch paradoxerweise, beim östlichen Nachbarn. Im mit seinen Rohstoffvorkommen reichen Rußland setzt sich Wachstum von Wirtschaft und Nachfrage des Verbrauchs im großen und ganzen ungestört fort, trotz den Subprime-Verhaspelungen der Amerikaner.

Wie Staatsschatzminister Jyrki Katainen auf dem Treffen der Ecofin in Brüssel bekundete, besteht für Finnland kein Grund zur Panik. Wenn auch die Wachstumsprognosen für dieses Jahr leicht nach unten berichtigt werden müssen, sind unsere Kapazitäten, mit einem Rückschritt fertig zu werden im europäischen Vergleich Spitzenklasse.

23
Jan
2008

Das aus den Anwandlungen eines Traumtänzer-Geldfiebers aufgewachte Nokia-Stamm-Werk in Finnland während des in Deutschland angelaufenen, heißen Debakels um die Stillegung des Bochumer Nokia-Werks herum, als eines der allerletzten gravierenden Anti-Beispiele der bald schon abgelegten Geldwirtschaft der menschlichen Dinosaurier-Ära, über deren hauswirtschaftliches Selbstverständnis in der Schweiz in Davos jetzt doch hoffentlich nicht nur die Ober-Dinosaurier diskutiert haben werden, auf diesem größten Weltwirtschaftsforum des Jahres gegenwärtig??

Indian-Women-Talking

Die Ungewißheit stimmt leise auf der Fabriksanlage von Nokia im finnischen Salo

(Ein Bericht aus der Wirtschafts-Sparte der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 23.1.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Die Arbeitnehmer des Stammwerks von Nokia in der Stadt Salo in Finnland haben die Nachrichten aus Bochum mit widersprüchlichen Gefühlen verfolgt.

- Man ist zu Stille aufgelegt. Zu oft hörte man in der letzten Zeit nur schlechte Nachrichten, wie die Vertrauensmann-Vorgesetzte der Fabrik von Salo, Anne Malm, die Gefühle der Arbeitnehmer auf den Punkt bringt.

Nokia verlagerte zum Jahreswechsel die Fließbänder der Basis-Arbeiten in der Geräte-Produktion von Salo nach Südkorea. Ein paar Wochen später kam die Bekanntmachung von der Schließung des Werkes in Bochum.

- Gerade als der Alltag anfing, wieder einzukehren, nachdem die Fließbänder weggeschafft waren, kam völlig überraschend die Bochum-Nachricht eingetrudelt, faßt es Malm zusammen.

Laut Malm laufen die Arbeiten in der Fabrik normal weiter, obwohl die Ungewissheit über das Kommende die Arbeiter beschäftigt.

Die Erste Ansprechspartnerin für die Medien bei Nokia, Arja Suominen, versicherte letzte Woche (16.1.) in der Zeitung Turun Sanomat, daß man aus der Stillegung der Fabrik von Bochum keinerlei Schlußfolgerungen ziehen solle hinsichtlich der Zukunft des Werkes in Salo.

Lilli Jokela

Wort zum START DES WELTWIRTSCHAFTSFORUMS 2008 DAVOS in der Schweiz, stark untermauert durch den Aufruf eines hochrangigen finnischen Erzmenschenfreundes

Wenn das gute Gewissen im Volk sich schon mal dafür ausspricht und auch es direkt vorschlägt, letztendlich diesen uns - in einer so geisterhaften Zwangshaft - übergezogenen, uns alle faktisch umkleidenden StinkeGasballon, der den Menschen von heute am Leben erhält und zum Steigen bringen kann in dieser seiner hypnotisch wohligen, zugleich aber sehr übelriechenden, da in einer riesengroßen, zum Himmel stinkenden, groben weltwirtschaftsgegängelten Geldschummelei gewonnenen Atmosphäre, nun einfach platzen zu lassen und abzuschütteln, dann könnte es langsam Zeit werden, doch vielleicht etwas bälder für den Sprint in die bessere Zukunft, die am Ende einer gewaltigen UmbruchStrecke dem obsiegenden "wahren Menschen" winkt, in die Startlöcher sich zu bewegen, und das verflixte Geld aus der Welt zu schaffen

Aus einem Bericht in einer finnischen Zeitung vom 23.1.2008, dem ersten Tag des Weltwirtschaftsforums 2008 in Davos:

"... die finnische Volkskirche hat in den letzten Jahren besonders betont an den gesellschaftlichen Diskussionen teilgenommen. Man denkt von der Kirche sogar so, daß sie für sich ein Stück aus der traditionellen Rolle der Arbeiterbewegung herausgeschnitten hat als soziales Gewissen der Gesellschaft.

... [Nachdem die Kirche in ihrer Funktion als Gewissen der Nation in gewissen konkreten Fällen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die finnische Großunternehmen derzeit betreffen, vermittelt hat], forderte der Erzbischof von der Gemeinschaft und dem Staat eine gesellschaftliche Verantwortung ein.

Der Erzbischof sehnt sich nach einem Rivalen für die Marktwirtschaft.

Erzbischof Paarma gab schon vor ein paar Jahren warnend zu bedenken, daß die auf einen Marktliberalismus hinzumarschierende Gesellschaft als ein Machtspiel von Kreisen gesehen werden kann, denen es nur darum geht, den eigenen Vorteil voranzutreiben.

Der Kirche steht ein Platz zu als eine Kritikerin der Gesellschaft in Situationen, in welchen die Parteien und die wechselnde politische Führung im Wechselspiel von Kräften des Marktes und kalten Fakten der Wirtschaft angeführt werden ....

22
Jan
2008

Ein hohes Einkommen ist keine Garantie dafür, daß in einer Arbeitsgemeinschaft bessere Leistungen erbracht werden - es kommt auf die persönliche Motivation, und auch auf das soziale Verhalten besserverdienender Vorgesetzter im Arbeitsumfeld an

Bedrängt und gesichtslos

(ein Artikel aus der Sparte Extra der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 19.1.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Wenn ein Mensch an seinem Arbeitsplatz bedrängt wird, ermatten geschwind Kräfte und Selbstwertgefühle. Verknotet sich dies zu einem Filz, beginnt er, an seinem eigenen Verständnis der Dinge zu zweifeln.

Jeder vierte finnische Arbeitnehmer wurde, oder wird gegenwärtig, seiner eigenen Einschätzung nach am Arbeitsplatz drangsaliert.

Wir baten unsere Leser um Erfahrungen davon, wie es ist, wenn man zu einem Dorn im Auge des Arbeitgebers, des Vormannes oder der Kollegen geworden ist.

Es trafen mehrere Schreiben bei uns ein. Die Geschichten waren alle lang und schmucklos. Sie haben miteinander manch einen Umstand gemein. Es klang aus allen ein Erschöpftsein und eine geistige Unterwerfung des Schreibenden an. Etwas gemeinsames war vor allem die unbedingte Forderung danach, anonym zu bleiben.

- Ich möchte nicht mit meinem Namen und meinem Gesicht hervortreten. Mein Peiniger ist eine Person, die sich sehr gut dazu anschicken könnte, mir das Leben schwer zu machen, gibt eine vierzigjährige Büroangestellte als Grund dafür an, sich mit ihrer Identität im verborgenen zu halten.

Nennen wir sie einfach mal Liisa.

Liisa ist seit ein paar Monaten arbeitslos. Das Arbeitsverhältnis, das über mehrere Jahre bestanden hatte, kam durch ihre eigene Kündigung zu einem Ende. Liisa hatte es an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr so lange ausgehalten, als daß sie vor der letzten Entlohnung bereits eine neue Arbeitsstelle gefunden hätte. Nun hat sie mit der Tatsache zu kämpfen, daß sie drei Monate von nirgendwoher Geld zu beziehen hat. Gemäß der Auslegung des im Arbeitsamt von Turku amtierenden Arbeitkräfteausschußes hätte sie ohne stichhaltigen Grund gekündigt.

In dessen Entschluß ist zu lesen, daß eine Arbeitslosenunterstützung nicht bezahlt werden könne, da "die Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf eigenen Wunsch hin arbeitskräftepolitisch nicht begründet ist".

Vor dem Glückwunsch fürs neue Jahr wird in dem Schreiben daran erinnert, daß "in Bezug auf diese Stellungnahme durch Einreichen eines Einspruches eine Änderung angestrebt werden kann".

Eine genaue Ziffer derer, die in Finnland sich aufgrund von Belästigungen am Arbeitsplatz veranlaßt sahen, ihre Arbeit niederzulegen, gibt es nicht.

- Schwierige Frage. Der eigentliche Grund einer Kündigung tritt nicht unbedingt immer zum Vorschein. Bei der Führung zu einer Berufswahl hin sind sporadisch Fälle davon aufgetaucht, aber oft suchen die Leute nach einem neuen Arbeitsplatz, bevor sie den alten aufgegeben haben, gibt die Branchenleiterin des Arbeitsamts Turku Jaana Apiainen zu bedenken.

Manchmal passiert es sogar, daß die Arbeitslaufbahn eines Drangsalierten zu einem jähen Ende kommt. Die beratende psychiatrische Spezialkrankenpflegerin der Stadt Turku Birgitta Varhainen hat beobachtet, daß im schlimmsten Fall ein solches Opfer von Drangsalierungen derartig üble Gefühle befallen können, daß die Person für längere Zeit seine Arbeitsfähigkeit einbüßt.

Unbehagen erwächst aus einer als ungerecht empfundenen Behandlung und, im Zuge davon, aus dem Mürbewerden des eigenen Selbstwertgefühls als Mensch und dem Respekt vor der eigenen Person.

- Die Person fühlt sich, als daß sie keinen Wert hätte, und ihr Dasein als hoffnungslos erschiene. In der Betreuungsarbeit kommt es darauf an, herauszustellen, daß der Mensch mehr ist als nur ein "Arbeitstier", betont Varhainen.

Angelegenheiten, die mit Belästigungen am Arbeitsplatz zu tun haben, kommen in ihrer Arbeit allwöchentlich vor.

Der Peiniger von Liisa, die eine Ausbildung zum Volkswirt erhalten hatte, war ihr Vorgesetzter gewesen, der zugleich der Geschäftsleiter einer Firma mit ein paar Dutzend Beschäftigten ist.

Nach Meinung von Liisa fingen die Schwierigkeiten bereits vor längerer Zeit an. Der Geschäftsleiter hätte von seinen Untergebenen gefordert, daß sie sich voll und ganz ihrer Arbeit und ihrer Arbeitsstelle widmeten. Zum Beispiel wären sie angehalten gewesen, an allen in der freien Zeit stattfindenden Feierlichkeiten teilzunehmen.

- War man mal nicht aufgekreuzt, hatte man erklären müssen, warum nicht, und es konnte die Angelegenheit durchaus während eines gemeinsamen Treffens zur Sprache gebracht werden.

Nach Anschauung von Liisa laufen die Dinge so ab, daß, je enger das Verhältnis zum Geschäftsleiter ist, einer umso mehr Vorteile hat und umso weniger eingrenzend dann auch die Regeln sind. Dies verursache den Argwohn der anderen.

Im Laufe der Zeit erkrankte Liisa an einer Beeinträchtigung durch die aus der Arbeit resultierende Überbelastung. Durch längere, aufgrund von Krankheit aufgekommene Arbeitsausfälle machte man sich beim Geschäftsleiter sehr unbeliebt.

- Während meines Krankenstandes lief er im Büro von Zimmer zu Zimmer herum und gab bekannt, daß "wir eine solche Beschäftigte hier nicht haben können," führt Liisa weiter auf.

Die Sprüche und Redensarten waren für Liisa niederschmetternd, und es wurde bei ihr ein mittelschwerer, depressiver Zustand festgestellt. Sie hebt hervor, daß sie gewaltige Gewissensbisse verspürte wegen ihrer Krankheit und ihres Fernbleibens von der Arbeit.

- In einem Telefongespräch sagte es der Geschäftsleiter gleich direkt, daß er hoffte, ich würde kündigen.

Nach ihrer Genesung kehrte Liisa an ihren Arbeitsplatz nochmal zurück. Das eigene alte Arbeitszimmer gab es aber nicht mehr, all ihre Sachen waren in Schubladen zusammengerafft und im Flur abgestellt worden.

Die Arbeitskameraden unterstützten Liisa und setzten den Geschäftsleiter unter Druck, woraufhin dieser Liisa einen gerümpelhaldenartigen Arbeitsraum zuwies. Als nächstes forderte der Leiter Liisa auf, ihre Arbeitszeiten anders zu gestalten, anders als diese im Arbeitsvertrag vermerkt waren. Das war der letzte Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hatte.

Am allermeisten sind seelische Gewaltsamkeiten in der Gesundheitspflege-, Sozialbetreuungs- und der Lehramtsbranche offenkundig geworden. Am allerwenigsten treten sie an solchen Arbeitsplätzen auf, in denen die Arbeiten gut organisiert sind, es genügend Personal gibt, hinreichend über Probleme der Arbeit diskutiert wird und es beim Durchreichen von Informationen keine Behinderungen gibt.

An einigen Arbeitsplätzen, hauptsächlich im Lager der öffentlichen Verwaltung, sind klare Richtlinien, ein sogenanntes Kontrollmuster, aufgestellt für den Fall von unsachgemäßem Verhalten einzelner Beteiligter. Auf dem Arbeitsfeld von Liisa hat es so etwas nicht gegeben.

- Über Belästigungen am Arbeitsplatz ist lange Zeit noch nicht einmal gesprochen worden. Im Zuge der Verkomplizierung der Arbeitswelt sind die Strukturen insoweit bis ins Extrem gezogen worden, daß nun alle Dinge, die Einfluß haben auf die Rentabilität der Produktion, willentlich hervorgebracht werden, fügt Gebietsleiter Jyrki Liesivuori aus dem Institut für Gesundheit am Arbeitsplatz abwägend hinzu.

Gemäß seiner Sicht komme es bei sämtlichen Organisationen zu irgendwelchen Bedrängnissen, und Menschen, die diesem ausgesetzt sind, wären alle irgendwie schutzlos.

- Dem, der beschuldigt wird, fällt es schwer, sich zu verteidigen, denn die Sympathien liegen auf empfindliche Weise auf der Seite des Schwächeren, wie er die Dinge sieht.

Liesivuori hofft nur, daß Finnland in der Kriminalisierung des Sachverhalts nicht dem Beispiel der USA folgen würde.

- Dort sind Menschen in leitenden Positionen stets und ständig gut daran beraten, in Dingen, die mit dem Umgang von Menschen untereinander zu tun haben, Vorsicht walten zu lassen - wen darf man es wagen, anzurufen, mit wem zusammen darf man sich im gleichen Zimmer blicken lassen - zumal diese dort sogleich zu Gericht getragen werden.

Auch in den Gerichtshöfen Finnlands sind über solche Fällen bereits Urteile gefällt worden.

Das Gesetz zur Sicherheit am Arbeitsplatz ist zu Beginn des Jahres 2003 in einer Form erneuert worden, die den Begriff des Schutzes bei der Arbeit erweitert hat, indem letzterer nicht nur den leiblichen Schutz umfaßt, sondern auch einen psychisch-mentalen Schutz miteinbezieht.

Mit dem Gesetzeswandel haben auch die Kontaktaufnahmen zu den Arbeitsschutzkreisstellen zugenommen. In den Ämtern von Turku und Pori wird ungefähr 200 Mal im Jahr um Rat nachgesucht, während es gute 50 in einem Jahr gibt von tieferschürfenden Anstrengungen bei Fragen, ob gemäß dem Gesetz vorgegangen worden sei.

- Ist eine Person zum Objekt von Drangsalierungen geworden, kann sie dies aber nicht nachweisen, besteht die Gefahr, daß das Leben zunehmend in den Sog der Angelegenheit, und so dieser Mensch in eine Zwickmühle gerät. Vom Standpunkt der eigenen Lebensführung her wäre es aber weitaus besser, so schnell wie möglich darüber hinwegzukommen, denn, ist man erst einmal der Rachsucht anheimgefallen, kommen selbstzerstörerische Elemente mit ins Spiel. Entweder muß man nachgeben oder sich aus der Arbeitsgemeinschaft entfernen, wie der Kreisstellenleiter Seppo Pekkala der Arbeitsschutzkreisstelle von Turku und Pori rät.

Liisa sucht sich zur Zeit eine neue Arbeit und lebt von ihrem Ersparten. Ihr Gemütszustand wechselt von hoffnungsvoll bis bedrückt.

Nach Ansicht von Liisa ist es etwas schlimmeres, zum Objekt der Bedrängnis durch einen Vorgesetzten zu werden, als durch einen Mitarbeiter.

- Arbeitskollegen trauen sich doch nicht, den Mund aufzumachen und einen zu verteidigen, denn sie befürchten, als nächstes selber an die Reihe zu kommen.

Auch über ihr eigenes Verhalten hat Liisa nachgedacht.

- Ich bin eben kein Duckmäuser, ich stehe für meine eigenen Meinungen ein, und ich spreche diese auch laut aus. Das ist nicht immer ganz vernünftig, wie sie mittlerweile denkt.

Sie gesteht, daß sie unter Schuldgefühlen und einem schlechten Gewissen zu leiden hat, deswegen, daß sie jetzt arbeitslos ist.

- Ich muß mir selbst gut zureden und mir versichern, daß ich nichts falsches getan habe, sondern daß ich einfach gezwungen war, zu kündigen, da die Situation geistig-seelisch mir über meine Kräfte ging.

Mervi Luotonen

19
Jan
2008

Wirtschaftlich richtig rechnen wird sich so richtig wohl erst eine Welt, die so ganz ohne Geld abläuft, indem an deren Umtriebigkeiten jeder einzelne verantwortlich mitarbeiten wird, auf die eine oder andere Art

Verzerrten Gemeinsinn wird auch kein Henkersgroschen versüssen können

Das Schicksal der Zuckerfabrik von Säkylä stand zunächst noch offen

(ein Artikel aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 17.1.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Die Zukunft der Zuckerfabrik von Säkylä [Anm.: die einzige für ganz Finnland] ist noch immer offen. Es haben sich innerhalb einer befristeten Zeit nicht auseichend viele Bauern gemeldet, die gewillt wären, den Zuckerrübenanbau auch weiterhin zu betreiben, verlautete es am gestrigen Donnerstag aus Kreisen der Firma Sucros, die im Besitze der Fabrik ist. Sucros wird im Laufe der kommenden Woche die Bereitschaft in Bezug auf den Weiteranbau im Falle der Landwirte abklären, die auf die Anfrage keine Antwort eingereicht hatten. Das Schicksal der Fabrik dürfte sich anfangs Februar entscheiden, wenn die Lagen der Gehöfte von den Landwirten klargeworden sind, die den Anbau aufrechterhalten wollen, wird in der Firma geschätzt. Die Existenz der Fabrik in Säkylä kam unter Bedrohung, als die EU im letzten September beschloß, mit Hilfe von Unterstützungen bei Aufgabe des Zuckerrübenanbaus die Zuckerproduktion auf dem Gebiet der Union einzudämmen.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

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Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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