16
Okt
2007

Alle Menschen sind herausgefordert, durch eigene Ideen und Taten mitzuwirken an diesem fortwährenden Ausbau der Heimstätte des Lebens auf unserer Erde - auf daß eine noch glücklicher machende Zeit aufkomme, in der wir und alle unsere Nachkommen leben werden

Umsonst ist jedes Werk, das du hervorgebracht,
wenn du dich selber nicht zum Kunstwerk hast gemacht.

Wenn sich der Jüngere zum bösen Wege neigt,
trifft Schuld den Ältern, der es sieht und dazu schweigt..

Ein treuer Spiegel ist nicht jedem angenehm,
ein Menschenkenner oft den Menschen unbequem.

Den Weisen kannst du an der Wahl der Zweck' entdecken,
den Klugen an der Wahl der Mittel zu den Zwecken.

Die fremde Weisheit wird in deinem Kopf zum Toren;
dir nützt die Weisheit nur, die in dir wird geboren.

Wer beide Hände voll hat und noch mehr will fassen,
wird das auch, was er hat in Händen, fallen lassen.

Wenn du den Mut nicht hast, die Guten selbst zu tadeln,
ein Mittel sag' ich dir: Du mußt die Schlechten adeln.

Was ist und was ist nicht poetisch? Alles, wie
die angemeβne Form es fand, ist Poesie.

Ein Tor klagt andre an, und ein Halbweiser sich;
sei ganz weis' und du klagst nicht andre an, noch dich!

Wenn dich der Pöbel ehrt, befürchte, was dir droht!
Zuerst bewirft er dich mit Lorbeern, dann mit Kot.

Erhabnes, findet es erhabne Stimmung nicht,
erscheinet lächerlich im Leben, im Gedicht.

Die Dichtung geht der Zeit voran und hintendrein,
in der Vergangenheit zeigt sie der Zukunft Schein.

Nicht allen alles; wenn nur einem eins gefällt,
und anderm anderes, so ist es gut bestellt.

Ein böses Buch ist, das durchaus dir nicht gefällt,
und gleichwohl etwas hat, womit es fest dich hält.

Was einer tragen kann an Leid und auch an Lust,
das wird erst einem Mann, wann er's erfuhr, bewuβt.

Die Zeit läßt fallen eins, um andres zu entfalten;
doch dich umbildend, mußt du stets dich selbst behalten.


11
Okt
2007

Viel Sex bringt Glück und macht schlau, besonders da, wo echte Liebe - Geld wiederum macht alles korrupt und kaputt

"Frauen sollen aufreizend sein, aber man soll es ihnen nicht ansehen"

(ein Beitrag aus der Sparte Zeitgemäßes der finnischen Zeitung Turun Sanomat von 10.10.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

- Italiener denken an Sex genauso häufig wie ans Essen; sie haben zwei Zwangsvorstellungen; das zweite sind Spaghetti, so hört sich die Anschauung der französischen Schauspielerin Cathérine Deneuve von den Landsleuten ihres Nachbarlands an.

Die eigenwillige Aufsummierung von Cathérine Deneuve ist in dem vom holländischen Schriftsteller und Schauspieler Gerd de Ley zusammengetragenen Opus Alles über die Liebe und den Sex - Ein Wörterbuch Erotischer Zitate (Minerva) mit dabei von der Partie.

Die Beschreibung einer Liaison in ein paar Zeilen

Sexzitate gibt es da bis in alle Richtungen. Zum Beispiel kristallisiert Sharon Stone ihre Anschauungen zum Allerwesentlichsten am Verhältnis zwischen Mann und Frau in ein paar wenigen Zeilen so:

- Frauen verstehen sich darauf, Orgasmen vorzutäuschen, Männer können aber ganze Verhältnisse vortäuschen.

Ihr selbst war es dagegen laut Meinung der Kritiker nicht gelungen, im mit großem Furore letztes Jahr vermarkteten Film Basic Instinct 2 überhaupt etwas vorzustellen. Nicht einmal ein Verhältnis.

"Wenn eine Frau auf Schulung aus ist..."

Auch der Schauspieler Omar Sharif hat, wenn er dazu gekommen ist, über das Verhältnis von Mann und Frau nachgedacht. Und sogar eine ganze Zeit davor noch.

- Das Einzige, was Frauen von heute vor der Ehe nicht tun, ist das Kochen.

Selbst im Jahr der Gnade 2007 kann sich hingegen der Begriff, den Friedrich Nietzsche sich von den Frauen gemacht hatte, als ganz schön jemanden persönlich betreffend anhören:

- Wenn eine Frau auf eine Schulung aus ist, so liegt der Grund wahrscheinlich darin, daß mit ihrem Sexualorgan etwas nicht stimmt.

Die Schauspielerin Jeanne Moreau hat darauf wie als Gegenschlag einen vollen Kübel über den Nacken der Männer gegossen:

- Das Problem liegt darin, daß alle Männer eine Jungfrau haben wollen, die die Erfahrung einer Hure mit sich bringt.

Auf der gleichen Linie mit Jeanne Moreau lag aber auch der Beatle John Lennon:

- Frauen sollen aufreizend sein, aber man soll es ihnen nicht ansehen.

"Es gehört einfach zu meinem Naturell dazu und ich leiste ihm Folge"

Ein Sexzitat läßt sich aber auch vorspannen, um auf jemanden mit einem Lästerbeil zu schmeißen. So hat u.a. der derzeit als Mordverdächtigter schmachtende Musikproduzent Phil Spector getan.

- Der größte Unterschied zwischen der Gruppe Spice Girls und einem Pornofilm ist der, daß es in einem Pornofilm bessere Musik gibt.

Das von Sigmund Freud für die Sammlung zurechtgepflückte Zitat erscheint geradezu von prophetisch vorhersagender Kraft zu sein. Wiewohl der Vater der Psychotherapie bereits vordem, daß Bill Clinton überhaupt geboren war, abgedankt hatte.

- Manches mal ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre, wusste Freud zu berichten.

Von Monica Lewinsky hatte damals noch niemand die geringste Ahnung.

Marilyn Monroe ist für viele vierzig Jahre nach ihrem Tod noch DAS Sexsymbol aller Zeiten. Die Heldin schien selbst eine völlig natürliche Beziehung zum Sex eingenommen zu haben.

- Meine Beziehung zum Sex? Es gehört einfach zu meinem Naturell mit dazu und ich leiste ihm Folge.

10
Okt
2007

"...und meistens fing der Wahnsinn, wenn nicht aus grob verletzter Liebe, beim Geld an..."

Im Burgverlies der Beklemmtheiten wurde es still

(ein Beitrag aus dem Sonntags-Special der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 7.10.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Das Häftlingsgeisteskrankenhaus auf dem Hügel von Kakola im finnischen Turku hat dreist-verwegene und elende Menschenschicksale mitansehen müßen - und ein paar Gefängnisaufstände.

Die graue steinerne Burg steht nun leer da und sie wird garantiert in einer neuartigen Form genutzt werden.

Ein im Kellergeschoß befindlicher Versammlungsraum fürs Personal stellt einen fertigen Bierkeller vor. Wird Turku im Anschluß an die Apotheke, das Wasserklo, die Schule und die Bank ein Restaurant namens "Häftlingsklapsmühle" erhalten?

Ein Pfleger der Einheit des psychiatrischen Gefangenenkrankenhauses von Turku, bzw. des ehemaligen Häftlingsgeisteskrankenhauses, Reijo Salonen, greift sich aus einem dicken Bund von Schlüsseln denjenigen heraus, der durch das Eisentor Einlaß gewährt, und dann den, der die Tür zur steinernen Burg selbst öffnet. In Saramäki hingegen, wo im September das neue Krankenhaus in Betrieb genommen wurde, sind elektronische Schlüssel im Gebrauch. Mit diesen läßt sich nicht mehr auf die gewohnte Weise klappern.

Im Kellergeschoß der steinernen Festung sind das Musikzimmer und der Gymnastiksaal der Gerätschaften entleert worden. Auf dem Flur erinnern zwei kugelförmige Grills an die Sonnwendfeierlichkeiten am Tag des Heiligen Johannes vom Sommer, auf denen die Pfleger Würstchen für die Patienten grillten.

- Das Hinterhof-Areal ist im Sommer sehr idyllisch, stellt Salonen mit lobender Miene fest.

Bäume wehen hinter der vier Meter hohen steinernen Mauer im Wind. Als im Jahre 1905 die Gefangenen des Zuchthauses abkommandiert wurden, ein Krankenhaus zu bauen, wurde der Arbeitsauftrag nämlich auch gerade mit der das Gebäude gänzlich umgebenden, in sich abgeschlossenen Mauer in Angriff genommen. Damit war auf der Baustelle ein ungestörtes Arbeiten sichergestellt.

"Annes in memoriam"

Zar Nikolai II. von Rußland erließ im Jahre 1904 ein Edikt, demzufolge in der Nähe des Zuchthauses von Kakola ein Gebäude für geisteskranke Häftlinge zu errichten wäre. Der Architekt Stefan Michailow erstellte die Pläne, und die Gefangenen hieß man, den Kakolit, das eigene Granitgestein im Hügel von Kakola, in einem Steinbruch herauszubrechen.

Die lateinischen und schwedischen Bezeichnungen "Adnex" und "Annex" (Anbau) der Skizzen nahmen im Mund der Maurerhäftlinge die Form "Annes" an.

- Der Name Annes ist auch heute noch in der gesamten Gefangenenverwaltung Finnlands ein Begriff, sagt Salonen, auf dessen Hemdbrustseite, den Gang der Dinge mit Bedauern reflektierend, derzeit "Annes in memoriam 1911 - 2007" steht.

Die ersten Häftlinge wurden im September 1911 interniert. Bereits im Jahre 1925 wurde das Haus selbständig, verwaltungstechnisch also unabhängig von den Haftanstalten auf der Anhöhe von Kakolanmäki.

Salonen vermag aufgrund der Erfahrung von seinen über 33 Dienstjahren einen umfassenden Abschnitt beschreiben in der Geschichte der Anstalt für geisteskranke Häftlinge. Bis in die 1980er Jahre hinein hatten die Räumlichkeiten etwas bedrückendes an sich gehabt: die Fußböden waren in dunkelbraun gehalten, die Wände in grau, und das Badezimmer war mit ungemütlichen Wannen aus Beton ausgestattet. Gruppen von 10 - 15 Männern lagen in großen Schlafsälen in Eisengestellbetten zum Schlafen, wo in den Ecken die WC-Kästen hervorragten. In Einzelzellen Untergebrachte verrichteten die Notdurft im Eimer.

"Das Häftlingsgeisteskrankenhaus - die Schande der Nation", titelte Turun Sanomat im Jahre 1970.

Das Gebäude wurde 1976 so renoviert, daß es der normalen gestalterischen Ausprägung einer Anstalt entsprach. Zur Hauptregel wurden Zimmer für vier Personen oder für nur eine.

- Die Anzahl von Plätzen für Insassen war im höchsten Falle über 100 gewesen. Zu meiner Zeit lag sie bei maximal 60, und gegenwärtig sind es ihrer 40.

An Beschäftigten gibt es zur Zeit 48, von welchen 39 das Pflegepersonal stellen.

- Man sieht hier keine Aufseher, läßt Salonen genauer wissen.

Alkoholteufelchen und andere Peiniger der Verfolgung

Von Anfang an gab es in Finnland nur eine einzige psychiatrische Klinik für Häftlinge. Als die einzige Stelle fürs ganze Land nahm sie gemäß Natur ihrer Dienstpflicht willenlose Patienten auf, die der Betreuung anheimzugeben waren.

- Wir haben fürs ganze Land dazusein, das heißt, nach hierher kommen welche bis aus dem hochlappländischen Yli-tornio, sagt Salonen.

Fast alle Patienten kommen über andere Gefängnisse an. Äußerst selten nur, daß eine Polizeistreife einen durchgetretenen Gefangenen direkt abliefert. Nach der Heilung wird der Häftling wieder zurückverbracht in sein Stammgefängnis. Die Länge der Pflegedauer beläuft sich von ein paar Tagen bis auf ein Jahr, im Durchschnitt liegt sie bei fünf Wochen. In einem Jahr marschieren ungefähr 300 Patienten durch die Anstalt. Nur in den ersten Jahrzehnten lebten kriminelle Patienten auf Dauer in der Annes vor sich hin.

Der als Chefarzt seit dem Jahre 1996 fungierende Hannu Lauerma erzählt, daß als Patienten hauptsächlich Männer kommen, die in der Einsamkeit der Zelle ihren Bezug zur Realität verlieren, bzw. anfangen, an Wahnvorstellungen, Angstzuständen und Verfolgungsalbträumen zu leiden. Einigen setzt ein Gefangensein derart zu, wenn sehr heftig darauf reagiert wird, daß es zu einem Zustand der Niedergeschlagenheit und des Bedrücktseins kommt, welcher mit einem Selbstmordrisiko einhergehen kann.

Der sogenannte Trunkenboldswahnsinn ist ein bekannter Fall.

- Wenn ein jahrelang oder über Monate anhaltendes heftiges Sich-Betrinken angehalten wird, stellt sich ein Alkoholiker-Delirium ein, das im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. Damit einhergehend kommt es zu Sehstörungen, Schlaflosigkeit, und das autonome Nervensystem gerät durcheinander.

Fratzenhafte Alkoholteufelchen springen einem in die Augen.

Vielfach werden auch die Folgen von Rauschgiften behandelt. Der Pfleger Salonen erinnert daran, daß die erste Rauschgift-Welle in der 1970ern kam, und die zweite in den 1990ern. Einige leiden in der Gefangenenkrankenanstalt an Entzugserscheinungen, an einem "Cold Turkey", wieder andere wurden im Gefängnis Opfer einer Amphetaminpsychose. Bei vielen liegt eine Doppeldiagnose vor, womit eine sonst noch zugleich nebenher mit dem Problem der Berauschung auftretende psychische Erkrankung gemeint ist. Probleme, die mit dem gesunden Menschenverstand zu tun haben, lassen sich nicht in den Griff bekommen, so lange mit einem Rauschmittelproblem noch gekämpft wird.

- Finnlands wirksamster Unterbrechungstherapieplatz ist das Gefängnis, wie es Salonen auf den Punkt bringt.

Lauerma zufolge kommen 70 Prozent der Patienten freiwillig ins Krankenhaus. Die restlichen 30 Prozent werden unabhängig ihres Willens einer Betreuung anheimgestellt, von denen jedoch die Hälfte nach einer viertägigen Beobachtungszeit freiwillig verbleibt.

Salonen hat angemerkt, daß manch einer gerne kommt, da er, wenn auch nur für kurze Zeit, somit die ihm im Gefängnis auflauernden Schuldeneintreiber los ist.

Abendmahl in der Isolationszelle

Die Isolationszellen sind karg gehalten, hauptsächlich aus praktischen Gründen.

- Von den Isolationszellen aus hat man einen Ausblick bis nach Airisto hinüber, stellt Salonen das einzig Schöne an denen heraus.

Er läßt wissen, daß es nur selten notwendig wird, eine Person auszusondern, aber daß dessen Notwendigkeit variiere: zwischendurch würde über ein halbes Jahr niemand isoliert, ein andermal könne aber auch eine Warteschlange von solchen aufkommen, die isoliert werden müssten.

Die fast hundert Jahre alten Türen sind klobig-massiv und die Gitter der Fenster zwei Zentimeter stark. Das WC-Becken ist fest mit dem Fußboden vermauert, somit damit nicht herumgeschmissen werden kann. In die Absonderungszelle werden Matratze und eine Decke gereicht. Wurde noch ein Kopfkissen mit zur Ausstaffierung dreingegeben, fand man es frustrierend häufig im Klosettbecken wieder.

Im Zuge der grundlegenden Renovierungen des Jahres 1976 wurden Matten aus Gummi als Weichmaterialoberflächenbelag an den Wänden angebracht, aber innerhalb knapp eines halben Jahres hatten Isolationshäftlinge diese wieder heruntergerissen. Hernach klopften sie noch den Verputz herunter, und darunter begann dann etwas zu Tage zu treten, das in einem Gefängnisambiente eine starke Inhaltlichkeit annimmt, ein Gemälde: Jesus und zwei Jünger beim Letzten Abendmahl.

Von Gefangenen direkt an die Wände gemalten Gemälde sind die erstaunliche Spezialität des Hauses Annes. Ein im Jahre 1928 oder 1929 nach Niuvanniemi übergewechselter Pfleger hinterließ Farbtuben. Der damalige Chefarzt Hannes Heikinheimo und der Gefangene Yrjö K., der eine Begabung für die bildenden Künste hatte, waren davon angetan, die Farben dafür zu gebrauchen, um die Wände damit zu bemalen. Die Aktion wurde derart ausgeweitet, daß in den darauffolgenden Jahren jeweils 2 - 4 Gefangene mit Malereiarbeiten beschäftigt waren. Heikinheimo brachte ihnen Musterbilder von Originalwerken bekannter Künstler. Im Jahre 1938 gab es bereits 105 solcher gemalten Bilder. Die Pflege dieser Beschäftigung fand kurz vor dem Krieg ihr Ende.

Bei den grundlegenden Renovierungen des Jahres 1976 wurde ein Teil der Kunstimitationen erhalten. So findet sich an der Wand einer gewissen Zelle Eetu Istos 'Angriff' wieder: Finnlands Suomi-Jungfer hält mit beiden Händen das Gesetzesbuch fest, welches der Adler Rußlands versucht, wegzuschnappen. An der Wand einer anderen Zelle setzen die 'Für Geld sich Abrackernden' von Eero Järnefelt ihre Arbeit fort, also diese bezahlten Schwendland-Abfackler mit den russigen Gesichtern.

In den 1990ern machten sich zwei Restaurateure des Amts für Museumsangelegenheiten im Hause zu schaffen und auf einzelne Wandgemälde wurde obendrauf zum Schutz derselben Plexiglas angebracht.

Von elektrischen Schocks zur Präzisionsmedikation

In den ersten Jahrzehnten war das Häftlingsgeisteskrankenhaus ein Verwahrungsort für Psychopathen gewesen, und es kam zu keinen effektvollen Heilungen. Als Methoden der Behandlung galten zum Beispiel Arbeiten und das Sich-Beschäftigen, sowie beruhigende Bäder. In den 1950ern war allgemeinhin eine Behandlung mit elektrischen Schlägen und mit Insulinschocks im Gebrauch gewesen.

Die Abgabe von Medikamenten wurde in den 1960ern immer häufiger, jedoch hatten jene heikle Nebenwirkungen. Wie es Salonen ausdrückt, machten sie den Patienten zu einem 'in Salz eingelegten Dosen-Blaufelchenfisch'.

Chefarzt Armo Hormia war ein Idealist gewesen. Unter seiner Leitung wurde bereits in den 1960ern damit begonnen, Therapie durch Beschäftigung mit Kunst, durch Psychotherapie und Psychodramas zu realisieren. Hormia führte Patienten sogar ins Theater aus, wo einige sich dort verdrückten.

- Das nächste Mal kommt man erst dann wieder da dazu, wenn auch die letzten von denen zurückgekehrt sind, schmollt Salonen.

Laut Chefarzt Lauerma sind innerhalb den letzten 10 - 15 Jahren bessere als die früheren Medikamente gegen geistige Zustände und Antipsychotika in Gebrauch gekommen. Dank derer haben sich die in den Gefängnisanstalten ereignenden Selbstmordfälle in einem Jahrzehnt um die Hälfte verringert, und die anderen Selbstverstümmelungen, also das Einschneiden auf sich selbst und das Essen von Metallresten um ein Drittel.

Da Rauschmittel für viele Patienten ein Problem darstellen, werden nur solche Medikamente verabreicht, die keine Abhängigkeit hervorrufen.

Die Behandlungserfolge sind zumeist im besonderen gut.

- Junge Menschen besitzen die Kapazität, geheilt zu werden. Je ernsthafter die Störung, desto besser der Heilerfolg. Bei anhaltenden Charakterstörungen kann eine kürzere Therapie naturgemäß nichts ausrichten, sagt Lauerma.

Auf aggressive Gewalt muß man sich eingestellt haben

- Aggressivitäten kommen nicht jeden Tag vor, aber deren Möglichkeit muß man im Auge behalten. Dann wenn es beginnt, zu passieren, passiert es ordentlich, sagt der langjährig gediente Pfleger.

Salonen erinnert sich genau daran, was sich am 17. Oktober 1982 um 20..30 ereignete: ein Gefängnisaufstand.

Sechs Häftlinge machten sich auf die Flucht und setzten vier Pfleger dabei außer Gefecht - unter welchen letzteren auch Salonen war, der immerhin Schläge durch einen Suppenschöpflöffel abbekam.

Die ersten Ausreißer erwischte man nach zwei und vier Stunden und einen in der darauffolgenden Nacht. Einen der Männer fand man am Morgen zusammengeschlagen. Derjenige, der die Idee ausgekocht hatte, war ungefähr drei Wochen auf Fluchtwegen gewesen.

In den ersten Jahrzehnten zügelten die Wärter rohe Gewalt mit Gummischlagstöcken. Häftlinge rüsteten sich mit selbsthergestellten Waffen dagegen auf, mit Kratzinstrumenten.

Über der Geschichte des Hauses Annes liegen die Schatten von zwei Gewalttaten, die einen tödlichen Ausgang hatten: Der erste Chefarzt des Hauses, Gustäf Winqvist, verstarb im Jahre 1916, nachdem ein Patient ihn angegriffen und ihm einen eisernen Dorn in die Brust gestoßen hatte. Der Stachel durchbohrte den Brustkorb, verletzte das Herz und führte nach zwei Monaten zum Tod des Chefarzts. Der Patient erhängte sich, von starken Gewissensbissen bedrängt. Ein gewisser Gefangener wurde bei dessen Fluchtversuch im Jahre 1952 erschossen.

Heutzutage weicht, gemäß Salonen, die Atmosphäre nicht sonderlich von der geschlossenen Abteilung einer gewöhnlichen psychiatrischen Klinik ab. Der Gebrauch von Gewalt ist etwas seltenes, es kommt weniger häufig dazu als in den Aufnahmeabteilungen der psychiatrischen Krankenhäuser der Bezirke. Laut dem Chefarzt sei dies auf das professionelle Können des Personals und auf die Aufrechterhaltung der Sicherheit bei der Arbeit zurückzuführen.

Das Häftlingskrankenhaus strebt trotz seinen tristen Aufgaben zu einer "Normalität" hin, zum Beispiel dadurch, daß es Kontakte pflegt mit der Universität und der Forschung. Es ist auch ein Lehr- und Praktikumkrankenhaus.

- Eine Anstalt, die eine heikel-diffizile Aufgabe zu erfüllen hat, könnte sich leicht, sollte sie sich nach außen hin abschotten, zu etwas Abstrusem ausgebären, argumentiert Lauerma, der selbst ein Dozent an der Universität ist.

Der Gartenhof ist in Saramäki enger

Die Festung von Kakolamäki und die neue psychiatrische Häftlingskrankenhausabteilung von Saramäki sind aus zwei verschiedenen Welten. Die neuen Räumlichkeiten sind gemütlicher und, vom Blickwinkel des Pflegers aus betrachtet, wesentlich funktioneller. Von der Pflegerkanzel aus lassen sich zum Beispiel die Ausgangs- und Therapiebereiche besser als zuvor überwachen.

Die Vier-Kopf-Zellen der Häftlinge im Annes waren mit einem Fernseher und einem Kaffeekocher ausgestattet, in den Einzelzellen jedoch fehlten diese. Die WCs und Duschen waren im Gang gewesen. In Saramäki sind alle Zimmer Ein-Mann-Zimmer, und es gibt darin Dusche und WC und als Ausstaffierung einen Fernseher und einen Kaffeekocher.

Der Außenhof in Saramäki ist weniger gut. Man kann dort eigentlich nicht viel richtiges anfangen.

Im Hof des Hauses Annes wächst hingegen ein Rasenfeld, und es passt dort sogar ein Volleyballspielfeld hinein.

Neu ist in Saramäki, daß von den 40 Plätzen für Patienten sechs den Frauen vorbehalten sind. Weiblicher Häftlinge nahm man sich früher in erster Linie in Hämeenlinna im Gefangenenkrankenhaus oder in einer Betreuungsstelle der geistigen Gesundheit in deren Heimatgemeinde an.

Reijo Salonen hat in der neuen Anstalt einen Vitrinenschrank aufgestellt, in welchen Gegenstände aus der Geschichte des Annes kommen sollen.

- Und wenn's sonst nichts anderes gibt, so gehe ich da eben hinein! sagt der Pfleger und brüllt vor Lachen los.

Die Gänge im Annes hallen vor Leere wider, und die Türen der Zellen bleiben offen stehen, auf daß andere kommen mögen.

- Dies hier würde sich gut für ein Tageskrankenhaus für ältere Menschen oder für ambulante psychiatrische Patienten ausnehmen. So etwas wie das hier kann doch für niemanden eine Heimstätte sein, wie es Reijo Salonen sieht..

Ritva Setälä

9
Okt
2007

Wo es an Ideen zu zeitgemäß pressanten Themen fehlt, wird oft von wichtigtuerischen Kulturschaffenden, die nichts zu sagen haben, aber den Schnabel nicht halten können, der schiere Blödsinn an den Haaren hergezogen - wie wäre es, wenn solche sich mal daranmachten, ernsthaft übers Geldabschaffen etwas vom Stapel zu lassen

Sting schustert die miserabelsten Song-Texte zusammen

(ein Artikel aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 9.10.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Für den Popstar Sting würde es sich lohnen, nur Instrumentalmusik zu machen. Der Brite wurde zum schlechtesten Liedtext-Schreiber der Musikwelt ernannt. Die einschlägige Ehrerweisung wurde Sting von der Zeitschrift Blender zugestanden. Das Blatt hebt hervor, daß die lyrischen Songtexte von Sting "eine sich zu Bergeshöhe auftürmende Anzüglichkeit und eine anwidernde Vergeistlichtheit" des Stars zu Tage brächten. Laut Blender weht aus den Texten von Sting auch aneckend ein Wind von dessen Hintergrund als ein im Lehrerberuf Stehender her.

5
Okt
2007

Ehrenauszeichnungen und Auspfiffe können sehr wohl das Gebaren in der Öffentlichkeit derer regulieren, die als soziale Wesen auch sonst Zeug genug zu Spielern auf dieser Weltenbühne haben, um das menschliche Zusammenleben aller mit allen auch ganz ohne den jetzt noch allfällig einverlangten Sklavenhalterknast-Zaster zu bewerkstelligen

Animalia vergibt Rosen und Geringeres

(ein Beitrag aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 4.10.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Am Donnerstag, dem 4.10.2007, war Welt-Tiertag angesagt. Der Tierschutzbund Animalia Finnlands verteilte zugleich seine Beachtlichkeitsbekundigungen "Pro Animalia" und "Anti Animalia" für dieses Jahr.

Das "Pro Animalia" erhielt Tierärztin Saana Kauko zugesprochen für ihre vorbildhafte Arbeit zur Verbesserung von Tiertransporten, was Geflügel betrifft.

Die "Anti-Animalia"-Auszeichnung ging an den Lebensmittelkonzern Finfood für seine irreführenden Informationen bei der Aktion "Eine Feder an den Hut fürs Federvieh".

2
Okt
2007

"Ist einmal die Produktion eines gewissen Artikels gestoppt worden, wird es sehr schwer sein, diese wieder in Gang zu bringen"

mit-klarer-Sicht-auf-den-Augen-einer-rosigen-Zujunft-entgegenblickend

Anstrengungen brachten einen vom Staat gewährten Unternehmerpreis ein

Draufgängerische Investitionen garantierten für den Erfolg der Firma Piiloset in der Stadt Lieto in Finnland

(ein Beitrag der Wirtschaftssparte der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 30.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Investitionen in eine neue Produktionstechnik von Augengläsern brachten der in Lieto arbeitenden Piiloset by Finnsusp GmbH den Erfolg auf der hart von der Konkurrenz umkämpften Optik-Branche ein. Am letzten Samstag wurden die Bemühungen des Unternehmens in Lieto sichtlich auf der in Jyväskylä organisierten staatlichen Unternehmertagung mit einem vom Staat gewährten Unternehmerpreis belohnt.

- Ich schätze den Preis sehr hoch ein und nehme ihn mit Bescheidenheit entgegen. Die Hochschätzung wird noch durch die Tatsache gesteigert, daß der Preis von Kollegen, also von anderen Unternehmern kommt, läßt Geschäftsführer und Eigner Olavi Nieminen von der Piiloset by Finnsusp GmbH von seinen Gefühlen wissen.

Nieminen hat sein ganzes Leben in der optischen Branche gestanden, anfangs zunächst als Optiker innerhalb der Führung von Optikergeschäften und später dann in der Leitung der 1978 gegründeten Piiloset.

- Das jetzige Unternehmen nahm seinen Anfang mit der Herstellung von Wartungsflüssigkeiten für Kontaktlinsen, da ich als Optiker die Zunahme der Beliebtheit von Kontaktlinsen und auch die Unzulänglichkeit der Flüssigkeiten für viele Benutzer von Kontaktlinsen bemerkt hatte, wie sich Nieminen erinnert.

Optische Linsen sind das heutige Haupterzeugnis

Piiloset stellt weiterhin Kontaktlinsenflüssigkeiten her, zum Haupterzeugnis der Firma sind aber optische Linsen angestiegen, die aus der eigenen Schleiferei kommen, und solche, die auf Lager gehalten werden. Die Schleiferwerkstatt für optische Linsen gründete die Firma bereits im Jahre 1989. Dazumal wurden noch 90 Prozent der in Finnland benutzten optischen Linsen in Finnland selbst hergestellt, jetzt hingegen macht der Import, hauptsächlich aus Fernost und aus Ost-Europa ca. 90 Prozent aus.

Piiloset schwimmt in Lieto ganz klar gegen den Strom der allgemeinen Entwicklung in der Branche an.

- Mit den herkömmlichen Methoden kann man nicht beim Wettlauf um die Preise mit im Rennen bleiben, mit der neuen Technik hingegen konnten die Arbeitskosten pro Linse halbiert werden, berichtet Nieminen..

Piiloset investierte im Frühjahr 2006 in die neue 'Free Form' genannte Herstellungstechnik von Augengläsern, die im großen und ganzen weltweit noch sehr selten zur Anwendung kommt. Mit Hilfe der neuen Technik konnte die Produktion von optischen Linsen verzweifacht werden und obendrein kommen vom Band qualitätsvollere fertige optische Linsen, die das Sichtfeld um ein Drittel größer ausfallen lassen.

Die Investition in die Technik und in neue Produktionsräume kostete dem Unternehmen in Lieto, das einen jährlichen Umsatz von 5 Millionen Euro macht, anderthalb Millionen Euro.

- Unsere Investition hörte sich zunächst verwegen an, aber ein Unternehmer muß in der Lage sein, Entschlüsse zu fassen, und bei der Geschäftsverwaltung Risiken eingehen, wie Nieminen seinen Schritt begründet.

Wettbewerbsfähig muß Piiloset denn auch sein, da alle Hauptkonkurrenten der Firma Unternehmen sind, die weltweit operieren. So verspricht auch Nieminen, daß Piiloset noch mehr in die Produkte-Entwicklung und in Technik investieren wird.

Piiloset beschäftigt knapp 50 Menschen in Lieto und Nieminens Ehefrau Liisa sowie die drei Kinder der Familie sind auch in der Optik-Branche.

Es wurde bereits mit dem Export begonnen

Aus der Produktion von Wartungsflüssigkeiten für Kontaktlinsen führt Piiloset bereits 70 Prozent ins Ausland aus und demnächst wird auch auch der Export von geschliffenen optischen Linsen beginnen. Das Offenlegen von Kanälen für Exporte ist deshalb auch entscheidend wichtig, da der Markt der Optik-Branche in Finnland besonders stark durch die Konkurrenz umworben wird.

- Natürlich paßten in Finnland in die Optik-Branche noch neue Unternehmen hinein, aber es ist ein Trugschluß, anzunehmen, daß Augengläser in Finnland irgendwie teurer wären als in anderen Ländern, stellt Nieminen fest.

Der durchschnittliche Preis einer Brille beträgt in Finnland 330 Euro, was europäischer Durchschnitt ist. Augengläser werden in Finnland von ungefähr drei Millionen Menschen benutzt. Jährlich werden circa 800'000 Brillen verkauft.

Nieminen ist des Glaubens, daß ausländische Billigprodukte-Ketten sich einen Teil des Brillenmarktes schnappen werden, ist aber der Hoffnung, daß sich der Konsument daran erinnern wird, daß Augengläser allemal ein solcher Nutzgegenstand sind, dessen Qualität eine große Bedeutung zukommt.

Alles in allem besehen, ist Nieminen als Unternehmer darüber sehr besorgt, daß die ganze Zeit versucht wird, die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes für Finnland abzubauen, als letztes Beispiel die Zuckerproduktion.

- Es ist sehr bedenkenerregend, ganz und gar von ausländischen Handlungsfaktoren abhängig zu sein. Ist einmal in einem Land die Produktion eines gewissen Artikels gestoppt worden, wird es sehr schwer sein, diese wieder in Gang zu bringen, schätzt Nieminen.

Kirsi Turkki

Einheitliche Produkte-Richtmaße innerhalb den verschiedenen Firmen gleicher Branchen untereinander werden weltweit in einer Welt, die ohne Geld funktionieren soll, zum Gebot der Stunde, die für die Neue Zeit tickt

Nokia kauft die US-amerikanische Firma Navteq auf

(ein Bericht aus der Sparte Neueste Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 1.10.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Die Mobiltelefonfirma Nokia kauft die US-amerikanische Navteq, welche Navigationsprogramme herstellt, auf. Der Gesamtpreis des Handels beträgt 5,7 Milliarden Euro. [Der Börsenwert von Navteq beläuft sich auf 5,3 Milliarden Euro.] Laut ihren Darstellungen wird Nokia mit Hilfe von Navteq in der Lage sein, es beschleunigt voranzutreiben, neue ortsgebundene Nokia Internet-Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Zielstellung von Nokia ist es, zur führenden, Internet-Dienste für Mobiltelefone anbietenden Firma zu avancieren.

30
Sep
2007

Lobeshymne zu Ehren unserer Mutter-Erde-Göttin aus dem edel-gesinnten altindischen Atharva Weda

Der Erschaffer der Welt ersuchte sie mit Weihgaben, als sie bedeckt in
den Tiefen des Ozeans lag. Ein Behältnis des Frohsinns, lange insgeheim
gehätschelt, ward die Erde der Menschheit zu deren Freude offengelegt.

Urständige Mutter, der du die Menschen verteilt hast, du weitgestreckte
Erde
, du bist es, die unsere Begierden zufriedenstellt. Was immer dir
abgeht, möge der über Geschöpfe Herrschende, der zuvorderst vom
Rechten Wesen der Dinge sich ableitet, dir in vollem Umfang zur Verfügung stellen!

Mögen deine Wohnstätten, frei von Gebrechen und Dahinschwinden, für uns zum Blühen kommen!
Laßt uns durch ein langes Leben, bedachtsam, dir immerzu unseren Tribut zollen!

O Erde, O Mutter, richte mein zugewiesenes Teil in wohlgefälliger Weise
ein, auf daß ich es bequem habe. Im Einklang mit allen Mächten der
himmlischen Sphären
, laß mich, O Dichterin der Lebenskunst, einen guten
Platz in Wohlwollen und Glück finden.

Gerade so, wie die Erde den Samen zu allem Leben in sich trug, so
mögest auch du das Kind tragen und einen Erzeuger hervorbringen!

29
Sep
2007

Zeit für einen Schichtwechsel, um aus dem Dunkel der Geld-Zeit herauszutreten

Vervollständigte Lobeshymne zu Ehren der göttlichen Morgenröte, den edel-gesinnten altindischen Weden entnommen

Es gibt für uns ein Licht, das schönste aller Lichter. Es soll zu einer aufstrahlenden Geburt das Glühen der Helligkeit gelangen. Die Nacht, hinweggeschickt noch vordem die Sonne aufsteigt, hat an die göttliche Morgenröte ihr Reich abgegeben.

Hinter sich eine Abkommenschaft von hellem Weiß herziehend, schreitet die Morgenröte im Glanze ihres Lichts voran, um die an sie von der düsteren Nacht abgetretene Wohnstatt zu übernehmen. Morgenröte und Nacht, auf immer verschwistert, folgen sich scharf auf den Fersen in abwechselnden Farbschattierungen.

Sie folgen dem gleichen Wanderpfad, ohne je Rast einzulegen. Nach den Anweisungen der Götter gehen sie ihren Rundgängen nach. Gediegen, jedoch von einander sich weit abhebend, leisten sie einem einzigen Sinnstifter Folge und prallen dabei weder aufeinander, noch zögern sie dabei.

Die ruhmreiche göttliche Morgenröte, die uns die Garbe von Gnaden bringt, strahlt bis auf alle Ferne hin aus und reißt für uns ihre scheinenden Tore weit auf. Sämtliche Welt in Bewegung versetzend, zeigt sie die Reichtümer auf, und spornt alle lebendigen Geschöpfe zu bewußter erlebtem Leben an.

Sie weckt alle, die sich im Schlafe erholt haben, zu den Tätigkeiten, die die Welt umtreiben, auf. Einige ergehen sich darin, für sich und die andern die Reichtümer zu erarbeiten, andere darin, für sich und die andern zu lobpreisen. Jene, die vormals wenig Einsicht hatten, sehen nun klarer. Die göttliche Morgenröte hebt alle lebendigen Geschöpfe zu bewußtem Leben an.

Den einen leitet sie zu Macht an, den andern zu Ruhm; einen andern
leitet sie an, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen; wieder andere führt sie
hin zu allerlei Berufungen, indem sie alle von Leben erfüllten
Geschöpfe zu erhöhtem Bewußtsein kommen läßt.

Eine Tochter des Himmels ist hier nun vor uns erschienen, wie eine holde jugendliche Frau ist sie, sprichwörtlich in glänzende Gewänder
gehüllt. Eine glücksverheißende Morgenröte, die wahre Herrin über die
irdischen Schätze, scheint uns heute ganz in ihrem Glanze als eine Königin an.

Sie jetzt hier, die erste von all den endlosen Morgen, die hierauf noch
kommen werden, bleibt treu ihrem Pfad der Morgen, die zuvor kamen und gingen. Sowie sie auftritt und scheint, ruft Morgenröte alle Lebenden dazu auf, hinaus in die Welt zu gehen; die Toten weckt sie dabei in deren Schlummer nie auf.

O Morgenröte, du scheinst wahrlich mit dem Augenlicht der Sonne hinaus
in die Weiten. Du läßt Menschen zur verzückten Verherrlichung erwachen,
und inspirierst Herzen dazu, die Feuer zu schüren und Opfer zu
erbringen. Damit erweist du den Göttern einen edlen Dienst.

Wie lange mag es anstehen, bis sie aufeinandertreffen, Dämmerzustände,
die ihre Erhellung hatten, und Dämmerungen, die noch erhellt werden
müssen? Sehr verlangt es ihr danach, sich mit den Vorangegangenen zu
vermählen, während sie mit den weiteren voranläuft, vor Freude strahlend.

Verblichen sind diejenigen, die in den Tagen vor uns zur aufsteigenden
morgendlichen Sonne aufblickten. Diejenigen unter uns, die im Jetzt
leben, sind es, die die göttliche Morgenröte sehen können, und nach uns
werden sie andere sehen.

Feinde zersprengst du, Freuden läßt du aufkommen. Du bist ein Kind
geboren aus Harmonie und Ordnung, und bist Ordnung und Harmonie stets in Treue ergeben. Überstelle du den Göttern unsere für sie erbrachten Opfergaben, O Morgenröte, und laß uns im Heute vor Vermögen und Glück strahlen.

Noch nie hat die Göttin Morgenröte es versäumt, in Erscheinung zu
treten. Wiederum einmal hat sich die Großzügige für den heutigen Tag zur
Verfügung gestellt. Jeden Morgen wird sie auch in Zukunft nun zu uns
kommen. Sie schreitet aus eigener Kraft voran, ohne dabei zu altern, ohne
dabei ihren Geist je aufzugeben.

An den Rändern zu den himmlischen Sphären tritt sie strahlend in
Erscheinung. Die Göttin hat das Gewand des Düsteren abgestreift. In ihrer
robusten Karosse mit den nobelsten der Zugpferde vornweg, die die Welt
vorantreiben dürfen, verkündet sie das Kommen einer Morgendämmerung und läßt alle Menschen erwachen.

Mit sich mit bringt sie allen Segen, der dem Leben zu dessen
Aufrechterhaltung gedeiht. Um in vollem Glanze zu erscheinen, ist sie gekommen, und um das Licht hinaus in die Welt zu tragen.
Sie ist die letzte der unzählbaren verblichenen frühen Morgen.
Sie ist die erste der helleren Morgen, die da noch kommen werden.

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Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

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Day of Reckoning

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Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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