5
Jul
2007

Weitere Erfolgsmeldung eines eventuell entscheidenden Schritts zur Abschaffung des Geldes hin - den Zaster mit einem Lohn für den Bürger einfach umgelegt

Sind Sie für eine Entlohnung des Bürgers?

(eine on-line Diskussion, geführt am 29.6.2007 in Finnlands Hauptstadtzeitung Helsingin Sanomat, vorangestellt die einleitende Behauptung zum
Thema von Markku Lehto, übersetzt aus dem Finnischen)


Markku Lehto:
Die Gleichgültigkeit der Gutsituierten ist im Ansteigen begriffen

(Hs.fi / Diskussionen | 29.6.2007 19:07)

Die Diskussionen um den Lohn für den Bürger werden sicherlich genügend Treibstoff in sich enthalten, um in den nächsten paar Jahren nicht mehr abzureißen. Dafür sorgt auch seinerseits ein Gremium zur Erneuerung des sozialen Schutzes, welches zum Ende des Sommers hin seine Arbeit aufnehmen wird.


ja doch
(Reiska | 29.6.2007 19:17)

Sicherlich bin ich dafür, kriegt man damit doch die irrsinnig teure Arbeitslosigkeitsvergütungsbürokratie abgebaut und Arbeit für die Massen.


Gleichgültigkeit vererbt sich
( I | 29.6.2007 19:34)

Diese, die gleichgültig sind, werden im nächsten Jahr noch gleichgültiger sein als jetzt. Selbstmorde nehmen zu, immer mehr Schüler muß man in Sonderschulklassen verweisen, Scheidungen sind im Ansteigen begriffen, Ersatzelternheime sind nur schwer zu finden. Und die zuvor genannten sind nicht mal unbedingt arm dran oder arme Leute Kinder. Kinder von Gleichgültigen aber alle mal.


Ohne weiteres...
(Künstler | 29.6.2007 19:36)

... ein Lohn fürs Volk.


Die Verhältnisse sind in den ganzen '90ern extremer geworden
(Dr. Dulcamara | 29.6.2007 19:53)

Zu Ende der 1990er war ich - als Auslandsfinne - erschüttert, wenn ich in der oh so blühenden Hauptstadt Finnlands finnische Bettler antraf. Wenn um Zigaretten geschnorrt wird, so biete ich immer eine an, Geld aber vergebe ich keines. Hatte doch die Epoche des Aufschwungs in vollen Zügen bereits begonnen. Wenn ich so "als Aussenstehender" dieses Treiben beobachte, wird mir traurig zumute: da gibt es eiskalte Haie, die einzig über spezielle Optionsofferten herfallen, dann die gewöhnlichen "Biedermeier", die irgendwie sich durchlavieren, hernach diejenigen, die am Rande der Gesellschaft zu stehen kamen, und danach alle diejenigen, die völlig abseits gestellt sind. Soviel habe ich verstanden. Als finnischer Staatsbürger bezahle ich dem finnischen Staat jedoch gesalzene Steuern. Ich möchte wissen, wie sich die von mir bezahlte Summe aufteilt: - unter den älteren Menschen, den Familien mit Kindern, den Randfiguren, Alkoholikern, den Einwanderern, allen. Ausser dem, wie es sich unter den Optionen-Haien aufteilt. Vielleicht geht ja alles davon an jene.


unbedingt
(Minttu | 29.6.2007 20:14)

Der Lohn für den Bürger oder das Basiseinkommen ist das einzig gerechte System einer grundlegenden Absicherung, in dem niemand durch die Maschen des Netzwerks hindurchzufallen hat und in dem man keine irrsinnige Bürokratie und keine Kenntnisse in Gesetzesdingen braucht, um an das zum Leben benötigte Geld heranzukommen. Das Basiseinkommen ist auch das einzige grundlegende Absicherungssystem, das die Entgegennahme einer Arbeit zu etwas sich lohnendem und einfachem werden läßt. Im gegenwärtigen System kostet es Mühen, an eine Beschäftigung auf einer kurzzeitigen Arbeitsstelle heranzukommen und die Kosten übersteigen den aus der Arbeitsverrichtung gewonnenen Nutzen.

Scheinheiliger
(Zustand Bleich | 29.6.2007 20:19)

"Es gibt eine Gruppe von Gutsituierten, die sich das Leben derer nicht vorstellen können, die viele Probleme haben und die verschiedenerlei Unterstützungen benötigen. Sie denken, Probleme des Auskommens wären eitler Klamauk. Es besteht die Gefahr, daß ein solches Denken zunimmt," sagt Markku Lehto. Ein besonders hochdotierter oder eine hohe Pension genießender ehemaliger Kanzleichef eines Ministeriums läßt hier ein moralisches Urteil vom Stapel, welches auf keinerlei Sachkenntnis gegründet ist. Der Strahlenkranz des Scheinheiligen der Woche geht diesesmal an Lehto. Immer geht er nicht an die Sozis - diesmal fällt er einem Zentrumsparteiler zu. Der Zentrumspartei steht der Volkslohn auch sonst ganz gut. Er ergänzt bequem die Zuweisungen an die Landwirtschaft...


Spannende Geschichte,
(KisKis | 29.6.2007 20:31)

als ich im Morgenjournal des Fernsehens ein Programm sah, in dem drei Frauen sich über die saisonalen Schlußverkäufe unterhielten, bekam man den Eindruck, sie lebten in der Vorstellung, alle Finnen hätten genug Geld zur Verfügung und alle Menschen würden sich teure Spezialkleider leisten. Die drei machten sich selber lächerlich, und stellten das weibliche Geschlecht wieder einmal als Idioten hin. Eine war, so weit ich mich erinnere, sogar eine "Wirtschaftsexpertin" - und dann auf solche Art und Weise loslegen. Obwohl Geld vorhanden ist, wird nichts neues gemacht - wobei auf die aus den 1990ern überkommene Sparpolitik abgestellt wird. Trotzdem hätte man jetzt das Geld dazu, um die Dinge in Ordnung zu bringen, aber diejenigen, die etwas haben, erhalten über verschiedene Wege mehr Geld und begehren noch mehr davon, und erdreisten sich noch dazu, sich einzubilden, sie wären etwas anderes als nur gewöhnliche Bürger Finnlands. Die Erklärungen von Pekkarinen zum Gemeindezusammenschluß von Sipoo wirkten abstoßend, zumal der Mann ungehörige Optionen zugunsten der Führung einer Firma im Staatsbesitz vorantrieb. Die Lage Finnlands ist mehr als ernst - es müßte wirklich jetzt etwas unternommen werden.

Der Lohn für den Bürger ist eine gute Sache, wenn man damit die Bürokratie vom hohen Sockel herunterbekommt, und der Erwerb eines Arbeitsplatzes muß sich lohnen - keine Zuschläge für Niedriglöhne, sondern Arbeit, für die ein Preis bezahlt wird, der der Arbeitsverrichtung entspricht. Der Staats- und Kommunalsektor könnte mit einem guten Beispiel vorangehen und die Gehälter von hohen Beamten mit fairer Hand gefällt werden sowie insbesondere die verschenkten Amtsstellen. Die Schildbürgerreden eines Raimo Sailas sind beim gewöhnlichen finnischen Wohnungsbesitzer gut angekommen, der sich nun einbildet, er wäre ein mächtiger Kapitalist. Eine Wohnung - ein Auto - ein Boot - ein Sommerhäuschen machen noch lange aus mir keinen irgendwie gearteten Großbürger. Es ist entsetzlich, die Schar der auf den Straßen Rabatz schlagenden "Vernachlässigten" mit ansehen zu müssen, bald traut sich keiner mehr, sich draußen zu bewegen, wenn sie sich ineinander hinein ihre Stoffe hineinziehen, und die Leute Warnanlagen in den Wohnungen anbringen und sich darinnen verschanzen. Selbstverständlich - ja für den Lohn für den Bürger und bald.


Bestens für die Landwirtschaft
(Mitglied der Seniorenpartei | 29.6.2007 20:36)

Ein individueller Lohn für den Bürger ist die beste Politik zur Förderung der ländlichen Gebiete. Anstelle von den Zuschüssen könnten auch die Frauen auf dem Lande und auf der Scholle nützlichen Geschäften nachgehen. Oft macht dies eine künstlerische Tätigkeit aus (siehe Beitrag von "Künstler"). Wichtig ist, daß der Mensch ohne herabsetzende und bürokratisch überfrachtete Regelwerke ein Auskommen haben kann. Besonders die älteren Menschen (Mindestrente). Die Landwirte gingen gerade deswegen auf die Barrikaden, da die staatlichen Zuschüsse und die der EU derart kompliziert sind, und wegen dem sonstigen "Herumgealbere".


Die Gutsituierten
(alvin | 29.6.2007 20:54)

Die Gleichgültigkeit gegenüber der sozialen Absicherung verschwindet spätestens dann, wenn man ernsthaft erkrankt ist und bemerkt, daß selbst ein gutes Einkommen nicht unbedingt die Behandlung abdeckt. Krebs breitet sich zum Beispiel die ganze Zeit über weiterhin aus und dieser läßt sich nicht durch Fitneß-Programme und den Versprechungen der Versicherungsgesellschaften aus der Welt schaffen.


Beendet
(Küstner | 29.6.2007 21:00)

die Aufteilung des Geldes ohne Gegenleistungen rechtzeitig bevor die Welt zugrunde geht!


Gerechtigkeit bei der Einkommensverteilung
(Hillel | 29.6.2007 21:21)

Es kann nicht für gut befunden werden, wenn den Reichen immerzu mehr und mehr Privilegien genehmigt werden, man aber die Minderbemittelten und die, die geradezu in Armut ihr Leben fristen müssen, aufgrund der Lebensumstände verelenden läßt.


Küstner!
(Des Schmieds Geselle | 29.6.2007 21:23)

die Aufteilung des Geldes ohne Gegenleistungen rechtzeitig bevor die Welt zugrunde geht! Die Welt wird daran nicht zugrunde gehen, aber die Empfänger eines Lohns für den Bürger können von solchen Krankheiten des Lebensstandards befallen werden wie Diabetes, Herz- und Blutkreislaufkrankheiten. Wenn man im Liegen durchgefüttert wird und man wegen einer Arbeit nicht in Bewegung zu sein braucht, dann hat das eine lebensverkürzende Wirkung. So spricht...


Bringt es denn überhaupt etwas?
(Seppo | 29.6.2007 21:28)

'Ein individueller Lohn für den Bürger ist die beste Politik zur Förderung der ländlichen Gebiete. Anstelle von den Zuschüssen könnten auch die Frauen auf dem Lande und auf der Scholle nützlichen Geschäften nachgehen. Oft macht dies eine künstlerische Tätigkeit aus (siehe Beitrag von "Künstler"). Wichtig ist, daß der Mensch ohne herabsetzende und bürokratisch überfrachtete Regelwerke ein Auskommen haben kann. Besonders die älteren Menschen (Mindestrente). Die Landwirte gingen gerade deswegen auf die Barrikaden, da die staatlichen Zuschüsse und die der EU derart kompliziert sind, und wegen dem sonstigen "Herumgealbere".' Was bedeutet "Individueller Lohn für den Bürger"? Ist das ein Schönheitswettbewerb oder ein Gut-Kumpel-System? Auf alle Fälle wird so etwas zu einem einzigen Gezeter und Gewimmer verkommen, wenn die unterschiedlichen Lebenskosten verschiedener Örtlichkeiten (man vergleiche Helsinki mit Maaninka) aus dem Lohn für den Bürger einen verschiedenwertigen machen. Wenn der Lohn nach dem Stand der Preise von helsinki ausgerichtet wird, dann leben die Leute im Hinterwäldlerdorf draußen im Land wie die Fürsten auf, wenn die Wohnkosten so gering sind. Sollte er jedoch nach dem Hinterwäldlerdorf ausgerichtet werden, so gibt es dafür in Helsinki gerade mal ein hartes Lager unter der Brücke. Die Idee ist doch sicherlich die, daß die Menschen das übrige des von ihnen benötigten Gelds sich aus der Arbeit beschaffen gingen (Handlangerjobs würden gewiß noch interessanter werden). Aber wieviele von den gegenwärtigen Sozialasylanten wären trotzdem an einer Arbeit interessiert? Und mit Sozialasylanten meine ich nicht die ins Land Dazugezogenen, sondern durchaus diese waschbär-echt finnischen kranken Frührentner, diese Alleinerziehenden von fünf Kindern und die sonstig psychisch Gestörten. Es würde wohl wieder nur dazu kommen, daß die Menschen ihre eigene Armut beweinen und auf ihren Nachbarn weiterhin neidisch sind genau wie zuvor. Ich wäre eher dafür, auf eine Schulung der Einstellung zu setzen, womit das Volk dazu gebracht werden könnte, ehrgeiziger und unternehmungslustiger zu sein. Wenn wenigstens die Hälfte der Typen von jetzt, die da denken "sicher wird der Staat mich unterhalten müßen" denken würden "selbstverständlich muß ich den Staat mit am Leben erhalten helfen", wäre dann nicht schon der größte Teil der Probleme am Verschwinden?


Eine grandiose Arbeitslosigkeit wartet der EU auf
(Veikko Päiviö | 29.6.2007 21:33)

In Finnland gab es zum Stand vom 31.12.2006 eine sogenannte extensive Arbeitslosigkeit von 382.090 Personen. Neben den Arbeitslosen sind in diese Zahl die arbeitslosen Frührentner, solche, die auf einer Schulung sind, die vom Arbeitsamt des zuständigen Bezirks organisiert ist, und diejenigen, die mit Staatsmitteln in einem sogenannten bezuschussten Beschäftigungsverhältnis stehen mit dazu hineingerechnet. Diese Situation herrscht unter den Verhältnissen einer starken Hochkonjunktur vor. Die Konjunkturflaute wird gewiß irgendwann nachkommen. Dann wird der Staat nicht mehr in der Lage sein, den Menschen auszuhelfen, da die Schulden der vorhergehenden Rezension immer noch nicht ganz zurückbezahlt sein werden. Die ganze EU wird dann in einer grandiosen Arbeitslosigkeit zwatzeln. Heutzutage wird in Finnland ein gewaltiges Heer an Privilegienbetreuern benötigt, um es hinzukriegen, die Tagesgelder für alle zu bewilligen, der Zaster könnte auch mit dem Lohn für den Bürger einfach umgelegt werden. Als Endergebnis wird natürlich die Arbeitslosigkeit der Privilegienbetreuer ins Haus stehen, wenn denen die Arbeit ausgeht.


Ich erkläre hiermit
(Turisas | 29.6.2007 21:34)

Wenn es damit angefangen hat, daß wir einen Lohn für den Bürger erhalten, werde ich zugleich meine Arbeit niederlegen.


Hartherzige Hochbezahlte?
(Essi | 29.6.2007 21:39)

"Es gibt eine Gruppe von Gutsituierten, die sich das Leben derer nicht vorstellen können, die viele Probleme haben und die verschiedenerlei Unterstützungen benötigen. Sie denken, Probleme des Auskommens wären eitler Klamauk. Es besteht die Gefahr, daß ein solches Denken zunimmt," sagt Markku Lehto. Ein besonders hochdotierter oder eine hohe Pension genießender ehemaliger Kanzleichef eines Ministeriums läßt hier ein moralisches Urteil vom Stapel, welches auf keinerlei Sachkenntnis gegründet
ist.'


Der Geldbetrag auf dem Bankkonto bestimmt immer noch nicht eines Menschen Fähigkeit zur Empathie oder die, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen. Lehto hat sicherlich keine Studie in der Sache unternommen, aber mir ist das gleiche wie ihm aufgefallen. Wenn laufend zum Beispiel über diese Zuschußangelegenheiten diskutiert wird, dann wird vorgebracht, ich hätte meine Zweifel an den Gutsituierten, deren Leben die Armut nicht im geringsten, nicht einmal als Gedanken, berührt. Angeblich wird heutzutage selbst an der Brotvergabe nur so zum Spaß Schlange gestanden... Alle Wohlhabenden denken jedoch nicht so, und ich lasse auch die Meinung von Lehto nicht nur deshalb so stehen, da er selbst zufällig ein Gutsituierter ist. Die Probleme des Auskommens und das Ins-Abseits-Driften sind ein bißchen zu komplizierte Angelegenheiten, als daß sie mit der Faulheit der Menschen abquittiert werden könnten, wie einige dies gerne würden tun wollen.


Basisumsorgung wäre das bessere Wort
(eva | 29.6.2007 21:50)

Lohn für den Bürger ist ein übertrieben feines Wort, Basisumsorgung dürfte die bessere/alltäglichere/wahrheitsgetreuere Bezeichnung sein. Als Ausgangspunkt könnte dienen, daß alle volljährigen Finnen, die keine Arbeit haben, eine solche erhalten. Dann kommt auch die Arbeits- und Studienobligation, und was sonst man nicht noch alles braucht, herein. -- that's it.


Der Lohn für den Bürger ist eine gute Idee
(Mensch | 29.6.2007 22:07)

Der Mensch könnte es sich dann leisten, sich der Ausbeutung zu versagen, wenn er davon ausgehen kann, daß ihm wenigstens das Brot auf den Tisch kommen wird und er ein Dach über seinem Kopf zu stehen hat. Die Zugriffe jener Unterwerfer würden auch lockerlassen und sie müßten dann alle Menschen gerecht und fair behandeln, insofern sie ihre Unternehmertätigkeit fortsetzen wollten. Mich belustigen ein bißchen Kommentare nach dem Stil von "ich höre dann sogleich mit dem Arbeiten auf". Bist du wirklich des Glaubens, daß so um die 500 Euro oder weniger als einziges monatliches Einkommen es wert waren, die Arbeit niederzulegen? Probiere es aus, ein paar Monate mit einer solchen Summe auszukommen, und du wirst realisieren, daß es sich nicht lohnt, freiwillig darauf abzufahren. Gegenwärtig erhält ein jeder Arbeitsloser soviel an Geld. Weshalb hören Sie deshalb nicht zu arbeiten auf? Offiziell sind alle Arbeitslosen aktiv darum bestrebt, an eine Arbeit zu kommen, aber in Wirklichkeit wird nichts unternommen. Einen Teil interessiert nichts, und ein Teil bekommt einfach nirgends eine Arbeit, so daß es sich nicht mehr lohnt, weiterzusuchen. Warum erregt gerade der Lohn für den Bürger eine ablehnende Haltung, wo doch in der Praxis ein jeder ein Einkommen nach ebenjenem Muster bezieht, im Falle von Arbeitslosigkeit. Auf wieviel kommen die Kosten im Jahr für die Abwicklung der Arbeitslosenhilfe oder für die Zuschüsse zu den Einkommen zu stehen? Warum wird über diese Sachen nicht reklamiert? Wenn diese Ausgaben direkt auf den Volkslohn übergehen könnten, würde dabei irgend jemand etwas verlieren? Niemand. Der Eindruck ist auf gewisse Weise ein psychologischer und es steckt dahinter die veraltete Einstellung nach dem Stile von "Wer nicht arbeitet (lies: keine Scheißarbeit verrichtet), ist des Lebens nicht würdig". Jeder will eine Arbeit haben, aber eine Scheißarbeit will keiner, bei der der Lohn recht schwach ist im Hinblick auf die Arbeit.

30
Jun
2007

Großartige Erneuerungen sind bei Erfolg im Leben einfach praktikabel

Auf dem Weg zum Markt

Ein weißer Stock bin ich,
Mittels dem der blinde Himmel nun
Die Straßen von Rovaniemi abtastet.
Oder das Ufer dem Flusse entlang,
wo jemand zur gleichen Zeit eine
Ophelia und eine Dame von Shalott antreffen kann.
Der Wind klackert auf dem Asphalt mit einer leeren Bierdose.
Fußgängerampeln blinken um die Wette -
Ich und der Himmel,
Wir können losmaschiern.

[Anm. zu den im Gedicht verwendeten Eigennamen: Ophelia ist eine Charakterfigur aus Hamlet von William Shakespeare, die im Verlauf von dramatischen Ereignissen derart wahnsinnig wird vor unglücklicher Liebe, daß sie zum Schluß den Tod in einem Fluß findet; ebenso im Fluß endete das Leben der unglücklichen Dame von Shalott, eine Figur aus der Artussage, die in dem Dilemma befangen war, ein Leben für die Kunst und ein einfaches Leben nicht unter einen Hut bringen zu können, aufgegriffen in einem Gedicht von 1842 von Lord Alfred Tennyson]

(ein Stück des positiv orientierten ungarischen Existentialisten Roland Acsai, nach dessen finnischer Übersetzung von Maria Yliheikkilä, aus einer Serie von 19 Gedichten, sehr eindringlich vermittelten lyrische Momentaufnahmen, die so ganz einfach mitten aus den jeweiligen existentiellen Situationen heraus allesamt überraschend in einer Vista des metaphysischen Überhangs der Dinge gipfeln, geschrieben während eines gemeinschaftlichen Finnlandaufenthalts im Winter '06/'07 zusammen mit des Dichters ungarischer Lebenspartnerin, der abstrakt malenden Künstlerin Vera Varga)
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29
Jun
2007

Weiterer Pfeiler gesetzt zur Errichtung in der Zukunft eines neuen großen Mahnmals, einer Gedenkstätte an die letztlich überkommene lange geschichtliche Periode, da Geld noch regierte über die Welt

Wie kann ein feindliches Lager je dazu gebracht
werden, selbst bei einer Herausforderung von
essentieller Größenordnung, überhaupt ernsthaft
Stellung zu beziehen, wenn die andere Seite, schwach
auf den Köpfen, es nicht einmal schafft, für voll
genommen zu werden?


Ich habe jetzt auch das von mir als Menschenfreund mitunterschriebene sozioökonomische Programm, das letztendlich die komplette Abschaffung des Geldes durch die Durchsetzung eines völlig neuartigen Werte-Schaffungs- und -Umverteilungs-Systems zum Ziele hat, in einer Mitteilung mit dem Hinweis auf weiterführende Ausführungen zu dem Thema von mir, die auf meinen WorldWideWeb-Blättern nachzusehen sind, Kontakt aufgenommen zum Betreiber einer der größten und höchst kritisch bedachten erzieherischen Websites,
zu http://www.investopedia.com , welches seit sieben Jahren existiert, und interessierten Geldsäckeln, fürs erste noch weiterhin, mit angeblich unabhängigen und gründlich recherchierten MARKTSCHLAGENDEn Informationen zu ZUGRIFFEn AUF AKTIEN aufwartet.

- Die einstigen geschichtsinteressierten Besucher in einem wirklich neuen Jahrtausend, welches erst beginnen muß, das das Zusammenleben und Mit-Einander-Auskommen der Menschen grundsätzlich neu und viel besser als je zuvor gestaltet haben wird (dann hätte man eigentlich allen Grund, bei Jahr 0000 einen neuen Zyklus der Zählung zu starten), werden sich in einem zukünftigen Taj Mahal, einer neo-modernen Gedenkstätte an eine einstige große Liebe (ach, wie liebten sie doch alle das Geld!) sehr wundern, was für abstruse Einrichtungen und Institutionen die Geld-Ära kannte.

Kein Wunder, werden die Menschen dann wohl sagen, daß das bei all den schier unmöglichen Ungleichgewichtigkeiten in einem so aus den Fugen geratenen Regelwerk mit dem ins Kraut geschossenen Geld-System letztlich in die Binsen gehen mußte.
"Aber daß das nicht längst schon viel eher passiert war, das mit dem System-Wechsel, ist etwas, was man heute am allerwenigsten verstehen kann, bedenkt man, wie ungemein schwerer doch das Leben aller Menschen von grund auf damals belastet war, als es das berüchtigte Geld noch gab." -

Ganzheitlich erfüllt glücklich sein - der Weisheit letzter Schluß?


Girl-Dancing-in-Street

Das Lied des Hafiz

Wer nur wie Hafiz diesem Geheimnis der Welt
Den Schleier entreißen könnte
,
So wie er, der mit unentwegten Gedankenschlüssen
Sich einen Begriff machen konnte von Dingen, die hinter der Zeit stehen;

Der sich von den Wahrnehmungen der Sinne nicht mehr beeindrucken ließ,
Über dessen Gefilden nur mehr Geist schwebte,
Der als Einsiedler in seinen Bergen
Den Namen Mystische Zunge abbekam!

In Shiraz, in den Rosenhainen, rechne ich jetzt ab
Mit allem, was ich insgeheim weiß:
Der, wer am tiefsten nachgedacht hat,
Sucht das Schöne des Lebens.

Wer in den Koran der Grazien eintaucht
Und diese täglich von früh bis spät erforscht,
Der geht dabei dem Zwist der Lehre aus dem Weg
Und gelangt zu Wahrheit, weichte er auch vom Wege ab
.

Wenn ein Schmetterling auf eine Rose fliegt,
nur darin liegt Sinn, ein tieferer,
Und das einzig ist Weisheit,
Was eine Nachtigall hinaus singt in die Nacht.

Doch das gefälligste aller Rätsel der Erde
Ist mir der Gürtel an der Hüfte von Suleima:
Sie bekäme Buchara und Shiraz von mir zugesprochen,
Erwiese sie mir ihre Gunst, so daß ich dieses lösen könnte
.

(Ein Gedicht des finnischen Dichters Juva Valter [1865 - 1922], geschrieben im Jahre 1901, in erstmaliger Übersetzung ins Deutsche)
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26
Jun
2007

Welche Geldbonzen stehen an den Hebeln der Europäischen Union - oder sind die Brüssel-Europäer wirklich derart dem Wahn verfallen?

Leben von Männern im Gebirge einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt

Schäfer auf den Anhöhen Siebenbürgens werden mit EU-Regelungen konfrontiert, die sie ihrer herkömmlichen Arbeit berauben können

(ein Bericht der britischen Zeitung Observer aus Piatra Craiului in Romanien vom 24.6.2007, übersetzt aus dem Englischen)

Große weiße Hunde werden gebraucht, um Wölfe, Bären und Luchse abzuwehren, sie wetzen aber auch los, wenn sich ein Fremder dem Lager der Schäfer hoch oben im Gebirge von Siebenbürgen nähert.

Mit Rufen und Pfiffen kommandieren die Männer diese ab und machen sich weiter ans Melken ihrer Schar, bleiben aber weiterhin wachsam wegen eines bestimmten gefürchteten Besuchers - dem eines Regierungsinspektors, der ihre altertümliche Lebensweise mit einem Schlag beenden könnte. Die siebenbürgischen Schäfer stellen Käse, Milch und Butter auf die gleiche Art und Weise her genauso wie ihre Vorfahren, aber seitdem Romanien sich im Januar der Europäischen Union angeschlossen hat, hat diesen Gebräuchen, die seit langen Zeiten im Gebrauch sind, das letzte Stündchen geschlagen.

Die Europäische Union möchte den Verkauf von Molkereiprodukten unterbinden, der ohne moderne Hygiene, und ohne moderne Kühl- und Verladesysteme abgewickelt wird - Dinge, deren Beschaffung für arme Männer unmöglich ist, die sich auf ein Leben in einer wilden und naturschönen Umgebung eingerichtet haben, für die fließendes Wasser ein Fluß im Gebirge heißt und elektrischer Strom nur in den Blitzen existiert, die über ihren Weidegründen krachen.

"Ich habe dies seit 43 Jahren getan und alles war immer so gewesen," sagte Aurel Cotinghi in der schwülen, kleinen Hütte, in der er Käse zubereitet, während seine Söhne draußen am Melken sind. "Jetzt muß ich davon ausgehen, daß alles sich ändern kann, aber niemand hat uns genaueres erklärt. Irgendwann wird irgendwer uns wohl sagen, was wir tun sollen, oder sie schalten uns einfach aus."

Bauernvereinigungen behaupten, die rumänische Regierung hätte überhaupt nichts unternommen, um sie für den Schock vorzubereiten, den der Anschluß an die EU mit sich bringe, oder um sich dafür stark zu machen, eine Ächtung des lebenswichtigen Handels mit Waren aus ihren Molkereien auf heimischen oder einträglichen ausländischen Märkten abzuwenden.

"Viele unserer Jugendlichen haben sich nach Italien und nach Spanien davongemacht und 14 Schäfer aus dieser Gegend sind gerade losgegangen, um in Deutschland Gurken zu pflücken," sagt Eugen Gontea, Anführer der Vereinigung örtlicher Bauern.

"Die Maßnahmen, die unsere Behörden akzeptiert haben, haben die Schäfer mit einem lähmenden Schlag getroffen. Sie sind verschreckt und laufen in Panik herum. Man hat Maßnahmen ergriffen, um das jahreszeitliche Herumziehen mit Nutztieren zu untersagen, was 80% unserer Schafhaltungen betrifft, und 40% unserer Schäfer melken ihre Schafe schon nicht mehr, da sie befürchten, sie könnten ihren Käse nicht mehr absetzen."

Viele rumänische Bauern befürchten, die Regierung möchte die kleinen Höfe ausradiert und eine Reihe von Super-Betrieben dafür hingestellt haben, die alle die EU-Normen erfüllen; und sie haben Brüssel im Verdacht, daß alle Produzenten von Molkereierzeugnissen, die im kleinen Maßstab arbeiten, abgeschafft werden sollen, um den rumänischen Markt für Importe zu öffnen.

Ein ultimatives Datum, von dem ab die Bauern den Sicherheitsstandards der EU nachkommen müssen - Ende diesen Monats - wurde auf Ende Dezember verschoben. Aber das dürfte im Endeffekt wenig andern, es sei denn, Rumänien ließe ein massives Umerziehungs- und Investmentprogramm vom Stapel.

"Wir brauchen Investments, um unsere naturgegebenen Behinderungen zu überwinden: keine Zugangsstrassen oder Infrastruktur, kein elektrischer Strom, zerklüftetes Terrain, in dem Transporte nur mit dem Esel oder einem Pferd bewältigt werden können," sagte Gontea.

"Wölfe und Bären holen sich die Schafe und greifen Schäfer an. Vier wurden im letzten Jahr angegriffen und einer kam dabei um," sagte er. "Nur wenige Männer wollen so eine Arbeit tun, und die Mädchen keinen heiraten, der eine solche hat. Wer schon ist so verrückt, unter diesen Umständen in die Berge zu gehen?"

Das mühselige Leben der Schäfer ist gekennzeichnet durch eine natürliche Umgebung, durch die Elemente, durch Traditionen und Aberglauben und sie folgen einem Zyklus, den ihre entfernten Vorfahren leicht als den ihren erkennen würden. Ende April oder Anfang Mai sammeln sie von kleinen Dorfhöfen und Hinterhofställen Schafe und Kühe zusammen und führen sie durch Wälder und durch mit Orchideen gesprenkelte Wiesen hinauf zu den satten Weidegründen unterhalb den Gipfeln der Berge. Dort bauen sie für die Schafe eine Einfriedung aus Hölzern und nutzen deren Milch, um aus ihr in der kleinen Hütte, die ihnen einzig und allein Schutz gegen Sonne, Wind und tobende Sommerstürme gewährt, mehrere Arten von Käse herzustellen.

Daraufhin wickeln sie den salzigen Käse in aufgeweichte Kiefernrinde ein, um Abpackungen davon für die Tierbesitzer und für die Dorfmärkte zu fertigen, auf denen die Schäfer auf Wägen ankommen, die von Pferden und Eseln gezogen sind, welche auf ihren Köpfen Büschel aus rotem Zierat tragen, um 'böse Blicke' abzuwenden.

Im frühen Herbst werden die Tiere auf niedriger gelegene Weiden geleitet und, wenn der erste Schnee fällt, treiben die Schäfer sie wieder durch die Dörfer, und bringen sie ihren Besitzern zurück, wobei Plaketten oder Farbmarkierungen am Rumpf gebraucht werden, um sicherzustellen, wo die Tiere im Frühjahr aufgelesen wurden.

Einigen Schäfern und Schafen steht jedoch die Reise erst bevor: Tierhalter, die nicht genügend Heu haben, um ihre Tiere den Winter über durchzufüttern, lassen diese mit Schäfern weitergehen, die übers Land ziehen und riesige Herden zusammenkommen lassen, welche sie südwärts zu wärmeren Gefilden hin treiben, wobei sie des öfteren auf den größeren Straßen, wenn sie diese überqueren, stundenlang den Verkehr aufhalten.

Während er ungefähr über 280 Schafe und 40 Kühe auf den Weiden unterhalb den 2000 Meter hohen Bergen von Piatra Craiului wacht, erzählt Cotinghi, daß er umgerechnet um die 3'000 britische Pfund von den Tierbesitzern dafür erhält, daß er sechs Monate lang diese im Auge hat. Ein magerer Lohn, der unter vier Schäfern aufgeteilt werden muß; besonders schlimm wird es, wenn einem Halter ein Tier, das einem Raubtier zum Opfer fiel, auch noch daraus ersetzt werden muß. "Wenn wir die Schafe auf den Bergen verloren haben, werden uns die Berge verlorengehen: Das ganze Ökosystem wird zerstört sein und wilde Tiere werden auf der Suche nach Nahrung in die Dörfer kommen," sagte Gontea. Für Cotinghis 19-jährigen Sohn Bogda gibt es nur wenige Dinge, deretwegen er dieses rauhe Dasein jemandem empfiehle. "Vielleicht mache ich einen auf Schreiner," sagte er, während sein Vater ein Mahl aus Brot, Käse und Frühlingszwiebeln zubereiten ging. "Auf keinen Fall werde ich dies mein ganzes Leben lang machen."

Daniel McLaughlin

24
Jun
2007

Grundlegendes Übel der sogenannten aufgeklärten Zeiten

Viele Dinge werden ganz unvorteilhaft viel zu ernst genommen, die an und für sich, wenn von der leichteren Seite her genommen, ohne einen geringsten Schaden anzurichten, das menschliche Miteinander entschieden erleichtern könnten.

Andererseits ist festzustellen, daß es sehr wohl in der heutigen Welt eine Anzahl von solchen Dingen auch gibt, die besser ernst genommen würden, über die aber, und zwar so daß es den Menschen durchaus zum Schaden gereicht, viel zu leicht hinweggegangen wird.


Als kleines Beispiel seien hier zwei Ereignisse angeführt, die vor ein paar Jahren an ein und demselben Tag für Schlagzeilen sorgten:

Erstmals hatte Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger das grüne Licht für Eheschließungen unter Homos und Lesben gezeigt, was auf dem Rathaus von San Francisco zu einem Ansturm von heiratswilligen Gleichgeschlechtlichen, und in Washington zu einem Furore führte.
In Schottland hatte ein Reisepassagier auf dem Flughafen von Glasgow bei der Gepäckskontrolle entnervt sich den Witz erlaubt, sein Koffer enthielte eine Bombe, die bei dessen Öffnen hochgehen könnte, was dazu führte, daß sämtliche Flüge an jenem Tage ausfielen, obwohl sich bei der Inspektion schnell herausgestellt haben dürfte, daß es sich nur um einen "schlechten" Witz handelte.

Diese Botschaft mit dem Verweis auf beide Nachrichten hatte ich damals anderntags Präsident Bush per Email ins Weiße Haus zukommenlassen, wonach kurz darauf nicht nur die Inbox meiner Email-Adresse seltsamerdinge plötzlich entleert war, sondern seit jenem Tage auch keine Emails mehr von dieser Adresse aus versandt werden können, wiewohl weiterhin die dorthin geschickten Emails ankommen.

21
Jun
2007

Worte der Wahrschau der frühen Arier zum Glück im Leben

Das ist kein Glück, was ich mit Herzblut muß erkaufen;
Glück ist, was zu mir kommt, und sich nicht läßt nachlaufen.

Der leere Eimer fällt von selbst im Brunnen nieder,
doch steigt der volle nicht von selbst zur Höhe wieder.

Mein Sohn, du wirst das Gut von deinem Vater erben;
erbst du nicht auch den Fleiß, so wirst du drauf verderben.

Der Jogi ist zu Haus ein armer Bettler nur,
wird erst zum Heiligen auf einer fremden Flur.

Ein Wunsch in deiner Brust, in deinem Haus ein Gast,
drei Tage eine Lust, am vierten eine Last.

Ein reizendes Gesicht ist kranker Augen Balsam,
das fein gefällig ist und nicht zu sehr gefallsam.

Der Ruhm des Mannes ist des Weibes höchster Reiz,
die Ehre seines Weibs des Mannes höchster Geiz.

Der wird der Frau zu Haus ins Haar am ersten fahren,
der draußen selber sich läßt rupfen an den Haaren.

In einer guten Eh' ist wohl das Haupt der Mann,
jedoch das Herz das Weib, das er nicht missen kann.

Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feu'r im Haus,
der eine bläst es an, der andre bläst es aus.

Von einer Milchkuh nimmt man einen Stoß nicht übel,
wenn nur darüber aus der Hand nicht fällt der Kübel.

Von weitem kennt ein Mann am Dach sein eignes Haus,
für andre nimmt es sich wie jedes andre aus.

Geh du in die Moschee, ich geh' in die Pagode;
laß du mir meinen Brauch, dir lass' ich deine Mode.

Der weiß die Schwanen macht und grün die Papagein,
und bunt die Pfauen, wird auch dir dein Kleid verleihen.

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Von schwachsinnigen Zudringlichen, Hasen, Bären, Kühen und solchen, die ins Weltall fliegen wollen

Räuber wurde zum Beraubten
(20.6.2007)

Ein Räuber im deutschen Aldenhoven hatte kein so großes Glück bei seinem Versuch, einem Taxifahrer die Geldbörse abzunehmen.

Als der 20-jährige Räuber den Geldbeutel des Taxifahrers an sich gerissen hatte, verlor der Taximann die Fassung und zettelte ein Handgemenge mit dem Dieb an. Dessen Ausgang war für den Räuber frustrierend: Der Taxifahrer hatte sich seine Geldbörse zurückgeschnappt, aber damit nicht genug. Obendrein hatte der Taximann dem Dieb seinen Geldbeutel abgenommen und in seiner eigenen Tasche verschwinden lassen.

Hernach setzte sich jener ins Auto, verschloss die Türen und rief die Polizei an. Der verdutzte Räuber hatte den Einfall, beim Auto zu bleiben, und darauf zu warten, bis er seinen Geldbeutel wieder zurückbekäme.

Doch vor dem Geldbeutel kam die Polizei. Der Dieb sagte den Hütern des Gesetzes, er wolle seinen Geldbeutel zurück haben. Er wurde jedoch zum Verhör mitgenommen. Danach erst bekam er seinen Geldbeutel und wurde auf freien Fuß gelassen. Der 20-jährige wird jedoch vor Gericht noch seinen unglücklich ausgegangenen Raubversuch klären müssen.

In einer Not erkennt man den Freund
(19.6.2007)

Das ganze Schuljahr war miserabel verlaufen. So schlecht, daß ein 16-jähriger Berliner ziemlich fürchten mußte, daß er sitzen bleiben würde. Aber Not macht erfinderisch.

Der erfinderische Teenager heuerte für seine Belange zwei Kumpels an. Die Jungen sollten in die Klasse stürzen und die zur Verteilung anstehenden Zeugnisse stehlen. Ist es doch so, daß man in einer Not den Freund erkennt. Die Jungen im Alter von 14 und 15 taten, wie ihnen befohlen.

Der Sturmangriff war denn auch großartig. Die Jungen, die ihre Gesichter bedeckt hatten, verlangten vom Lehrer, während sie mit einem Stahlrohr drohten, den Stapel Zeugnisse herausgerückt zu bekommen. Nachdem sie die Zeugnisse an sich genommen hatten, gerieten sie jedoch in Schwierigkeiten mit Schülern, die dem Lehrer zu Hilfe kamen. Dort gab es für sie noch ein Entkommen, aber nicht mehr bei den Polizisten, die nahe der Schule auf sie zuliefen.

Beim Verhör auf der Polizei gaben die Jungen an, sie hätten ihren merkwürdigen Streich nur auf Bitte des Freundes getan.

"Der Junge glaubte wirklich, er würde darum herumkommen, die Klasse zu wiederholen, wenn die Zeugnisse gestohlen waren," berichtet der Polizeisprecher.

Ein Eichhörnchen biß drei Leute in Süddeutschland
(14.6.2007)

Ein total verwirrtes Eichhörnchen biß in Süddeutschland drei Menschen, bevor das letzte Opfer des Tiers es mit einem Stock erschlug.

Als erstes griff das Eichhörnchen in der Wohnung einer 70-jährigen Frau in Passau an und senkte seine Zähne in deren Hand. Die Frau rannte verschreckt nach draußen mit dem Tier noch an ihrer Hand.

Nach einer Weile ließ das Eichhörnchen wieder los, verdrückte sich als nächstes auf eine Baustelle, und griff dort einen Arbeiter an. Der Mann wurde in die Hand und in den Arm gebissen. Dem Maurer gelang es jedoch, das Störenfried-Eichhörnchen mit dem Meterstab von sich fortzujagen. Zum Schicksal des Eichhörnchens wurde dessen letzter Angriff auf einen 72-jährigen Rentner. Der Mann bekam Wunden an den Armen, an der Hand und am Oberschenkel ab, bevor es ihm gelang, das Eichhörnchen mit seinem Stock zu erschlagen.

Der Preis eines Weltraumfahrttickets dürfte um ein hundertstel vom heutigen Preis billiger werden
(14.6.2007)

Die ersten Reisenden der Touristenklasse gelangen schon im Jahr 2012 über die Erdatmosphäre hinaus, verspricht die Europäische Luftfahrt- und Weltraumgesellschaft EADS. Das Reiseticket für den 90-minütigen Flug wird nach Schätzungen zwischen 150'000 und 200'000 Euro kosten.

In den Weltall sind bisher fünf zahlende Reisende auf Fahrt gegangen. Ein jeder von ihnen hat um die 20 Millionen Euro dafür bezahlt.

EADS fängt im nächsten Jahr mit der Planung des Reisegefährts an. Im Passagierraum des Gefährts wird es nach den Plänen Raum für vier in einer Hängematte Reisende geben. Die Pläne sehen auch drei Minuten für einen Aufenthalt im schwerelosen Raum vor.

EADS trägt sich mit Plänen, bis ins Jahr 2020 15'000 Reisende ins Weltall zu befördern.

Die Firma Virgin Galactic des Milliardeurs Richard Branson plant, die Weltraumfahrt bereits im Jahr 2009 in Gang zu bringen.

Junge Bären fuhren heimlich Zug
(14.6.2007)

Ein Team von drei Bärenjungen ist in Kanada als Schwarzfahrer auf Zügen mitgefahren. Die Drei hatte man schon einmal zuvor aus einem Zug entfernen müssen.

Die kleinen Schwarzbären haben sich in einem Nationalpark, der in den Rocky Mountains von Kanada liegt, dem unerlaubten Reisen auf Schienen hingegeben. Die Bärenbabys, die weniger als zwei Kilo wiegen, sind
schätzungsweise alles in allem ca. 20 Kilometer als blinde Passagiere mitgefahren.

Die Kleinen waren offensichtlich in stehende Waggons gestiegen, um sich über das Getreide herzumachen, womit der Zug beladen war. Als der Zug sich dann in Bewegung gesetzt hatte, trauten es sich die Bärchen nicht, auf die Erde zu springen.

Nach den beiden Zugfahrten wurden die Babys zurück an ihrem Platz den Fittichen der Bärenmutter wieder anheimgegeben.

Hasenpaarung ließ Flugzeuge verspätet abfliegen
(18.6.2007)

Der Verkehr auf dem Flughafen von Mailand hatte Verspätung, da paarende Hasen die Laufbahnen blockierten.

Außer für Flugzeuge stellt eine größere Menge Hasen auch für die Radar- und Sensorensysteme eine Störung dar.

So wurde denn auch eine Gruppe von 200 Freiwilligen auf den Flughafen von Mailand angeworben, die die Hasenböcke mit einem Getöse aus schrillen Pfeifen in Fangnetze hineintrieben. Es sind 57 Hasen und vier Kaninchen eingefangen worden, die in einen nahegelegenen Wald gebracht wurden, um dort ihr Geschäft fortzusetzen.

Kühen kann man den elektrischen Zaun bald überziehen
(15.6.2007)

Landwirtschaftliche Anwesen der Zukunft brauchen keine Zäune mehr, denn Haustiere werden mit Hilfe von elektrischen Halsbändern auf ihrer Weide bleiben. So sieht es eine Vision von australischen Forschern vor.

"Dieses wirkt wie ein unsichtbarer elektrischer Zaun," beschreibt es der Wissenschaftler Andrew Fisher von der Forschungsorganisation der Regierung CSIRO.

Das Halsband steht mit dem GPS-Satellitensystem in Verbindung.

Das Funktionieren des Halsbands wird mit einem Computer-Chip gesteuert. Eine Kuh lernt zum Beispiel schnell, wo die Grenzbereiche des erlaubten Weidegrunds liegen, da das Halsband sie mit Schnurrgeräuschen darauf aufmerksam macht. Sollte irgend so ein Hornochs sich trotzdem auf stur
stellen, und auf das Schnurren hin nicht entsprechend reagieren, verpaßt ihm das Band einen leichten Stromstoß.

Der neuartige elektrische Viehhüter ist bereits mit Kühen getestet worden. Laut Andrew Fisher lernten die Tiere in weniger als einer Stunde, den Anweisungen des Halsbands zu gehorchen.

(sämtliche Artikel aus dem Finnischen übersetzt)

19
Jun
2007

Hand in Hand zusammenarbeitend läßt die Welt sich am besten umtreiben - Geld hin, Geld her

Das Herzen einer landwirtschaftlichen Urlaubsersatzarbeiterin schlägt für Kühe

(ein Bericht aus der Sonntagssonderbeilage der Zeitung Turun Sanomat vom 17.6.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

- Wir werden dort schon erwartet.

Man hört es, wenn sie rufen, sagt Päivi Vehmanen, und aus dem Kuhstall dringt wie ein Schlußpunkt auf ihre Worte hin Gemuhe.

Im Stall der Familie Kuusisto aus Mynämäki warten um die zwanzig Kühe, die gemolken werden wollen, auf den professionellen Urlaubsersatz im Dienste der Landwirtschaft. 15 Neulinge und einige Kälber sind es. Das Gemuhe geht weiter, als wir uns auf den Kuhstall hinzubewegen. Selten wird einer so lautstark angespornt am Arbeitsplatz erwartet.

- Sollen wir uns erst ein Busserl geben, bevor ich mit dem Mehlverteilen anfange, säuselt Päivi Vehmanen im Vorübergehen einem Kalb zu und schnell wie der Blitz kommt die Antwort. Die schwarzweiße Friesländerkuh zieht ihren Hals lang, und eine rauhe Kuhzunge schnellt zum Mund der Vehmanen hin. Dies wäre denn auch Lehrstück Numero Eins für sie, die sich zur Gehilfin des Tages hat anheuern lassen:

- Werden die da gut behandelt, kommen sie einem fast in den Schoß gekrochen, sagt Päivi.

Das hört sich in den Ohren der Gehilfin als bedenklich an. Freilich wäre so ein Kälbchen wie das eine noch ganz angenehm, doch die im Verschlag stehende 500-Kilo-schwere Frau Person, besser unter dem Namen Pastille bekannt, könnte einem dabei schon leicht das Entsetzen einjagen.

Päivi Vehmanen hält sich mit derartigen Gedanken nicht auf. Sie flitzt weiter. Raunt den Kühen Worte des Grußes zu, ein ebensolches erhält der zum Mithelfen eingetroffene Gevatter Antti Runoinen. Schon schiebt der Mann mit einem Gerät, das an eine Polierkelle erinnert, Mist und Stroh hinein in die Rinne hinter dem Vieh.

- Ein Scheißrechen, sagt Päivi auf gut Finnisch, und das sagt alles.

- So ist das nun mal mit diesem Geschäft, es muß einem Spaß machen, mit der Rechenkelle (Anm.: ein typisch finnisches Gerät) zu arbeiten, sagt Päivi und ermutigt die Gehilfin dazu, eine solche in die Hand zu nehmen.

Vorneweg eröffnet sich der Ausblick auf das Hinterteil einer bald kalbenden Kuh und auf spindeldürres Beinwerk. Unter diesem müsste das mit Mist und Harn beschmutzte Strohzeug weggeschabt werden. Lehrstück Numero Zwei ist an der Reihe:

- Wenn man eine Kuh vorsichtig auf diese Weise berührt, dann geht sie zur Seite, rät Päivi und klopft der Kuh sachte auf die hintere Klaue.

Das Tier springt nicht auf, es zuckt nicht erschreckt, es tut lediglich ein paar Schritte seitwärts. Die Gehilfin macht's hinterher nach. Einmal kurz die Klaue an dessen Rand vorne zärtlich angetippt, und voilà: Die Kuh weicht zur Seite. Das flutscht ja hier fast schon richtig schön. Der Tag mit dem Urlaubsvertretungsgehilfejob hat für einen Anfänger gut begonnen.

Fingerspitzengefühl für Technik und für die Seele der Kuh

Die Wurzeln dieser Urlaubsersatztätigkeit liegen bei Päivi Vehmanen tief. Als kleines Mädchen schon half sie ihrer Mami im Kuhstall, und als der richtige Augenblick zum Auswechseln der Generationen bevorstand, wollte sich das 18-jährige Mädchen eine Melkstation zulegen. Der Leiter der Bank sagte jedoch nein. An eine junge, unverheiratete Frau würde kein billig verzinstes Geld ausgeliehen.

- Zehn Jahre später wäre das anders abgelaufen, aufgrund der Gleichberechtigung, sagt Päivi und verdreht den Kopf.

Es scheint immer noch ein wenig zu schmerzen, dürfte doch der Traum von der eigenen Melkstation tief drinnen im Inneren weiterleben, aber jetzt ist man nun eben mal auf diesen Kurs gesetzt. Den einer professionellen Urlaubsvertretung.

Päivi marschiert in den Milchraum. Demonstriert, wie die Melkmaschine gesäubert wird. Die Stöpsel flutschen mit einer Geschwindigkeit durch das Schlauchwerk der Melkmaschine hindurch, um sicherzustellen, daß die Milch eine bakterienfreie Durchlaufbahn haben wird hinein in den Tank der Station. Den Filtrierstrumpf angelegt. Der Strumpf hält in die Milch geratene Euterhaare und andere Fremdpartikel zurück. Sie packt die Melkgeräte auf eine aus alten Einkaufswägelchen angefertigte Anrichtung und schiebt sie in den Stall. Die ganze Zeit über sind die Augen aufmerksam bei der Sache. Sind die Plätze ja auch in Ordnung, funktionieren die Geräte, gibt es keine Kuh, die sich irgendwie auffällig benimmt?

Eine Gefahr gibt es, die einen zu jeder Zeit auf einer Melkstation verfolgt, nämlich die, daß eine Kuh sich aus Versehen die Warzenzitze so aufhaut, daß an dieser nicht mehr gemolken werden kann. Es ist noch zu schaffen, wenn eine drei Zitzen hat, sind aber derer zwei gebrauchsunfähig gemacht, ist das Schicksal besiegelt.

- Diese hier wird noch für ein paar Wochen nach dem Kälben im Stall belassen, so daß sie sich auf ihr normales Befinden einspielt. Hernach geht es auf die Fahrt, sagt Päivi und tätschelt Ovela (wörtlich: die nie um einen Ausweg Verlegene) an die Rumpfseiten.

Dieses ist Lehrstück Numero Drei: Die Arbeit hat auch ihre unangenehmen Seiten. Aus der nie um einen Ausweg Verlegenen werden Beefsteaks.

Das Auge ist der maßgebliche Qualitätsprüfer

Päivi Vehmanen hat derzeit in Finnland eine stolze Anzahl von 2'300 Arbeitskolleg(innen)en. Wenn man zu der in den Lohnlisten der Gemeinden stehenden Gruppe von Urlaubsersatzarbeiter(inne)n noch all jene mit hinzunimmt, die auf Tournee gehen, und auch noch solche, wie alle Nachbarn und Bekannten, die Ersatzarbeit verkaufen, dazurechnet, so sind in dieser Branche knapp 4'000 Personen beschäftigt.

Menschen wie Päivi Vehmanen würden dringend mehr gebraucht. Der assistierende Leiter der Abteilung für landwirtschaftliche Urlaubsersatzarbeit im Institut für die Renten landwirtschaftlicher Unternehmer Tauno Jouhtimäki rechnet auf die Schnelle hoch, daß zwischen 150 und 200 professionelle landwirtschaftliche Urlaubsersatzarbeiter(innen) fehlen.

Auch das Amt für den landwirtschafttichen Urlaubsersatz des Bezirks Vehmas (in dessen Einzugsbereich der hier beschriebene Beispielsfall liegt), welches in dieser Funktion für 19 Gemeinden zuständig ist, würde laut deren Leiterin Pirjo Korpi einen oder zwei weitere Ersatzarbeiter seinerseits gut gebrauchen können. Nächstes Jahr wird der Mangel an Ersatzarbeitern noch einmal anwachsen. Im Regierungsprogramm ist beschlossen worden, daß, während heutzutage Betreibern von Viehzuchtgehöften und solchen mit Pflanzenanbau während den 365 Arbeitstagen 24 Urlaubstage zustehen, daß es nächstes Jahr einen Urlaubstag mehr und 2010 noch mal einen Tag mehr geben wird. Obendrein kann man sich noch eine zusätzliche Hilfsperson anheuern, sowie einen Ersatz zu Zeiten von Krankheit bekommen.

Besonders junge Menschen werden nun in die Branche gelockt. Den etwas Herangewachseneren bietet sich der Weg des Lehrvertrags an. Auch Päivi hat junge landwirtschaftliche Ersatzarbeiter(innen) für die Branche ausgebildet. Sie ist eine gute Lehrherrin. Imstande, einen Rat zu geben und den Anfänger anzuleiten. Reicht einem ein Schöpfgerät und einen Lappen in die Hand und gibt Ratschläge dazu, wie man die Zitzen säubert und den Probetropfen in den Schöpfbecher presst.

Lehrstuck Numero Vier ist denn auch eine Herausforderung. Das Saubermachen gelingt gut. Hernach gilt es, sich an die Zitzen zu machen. Einmal zusammenpressen und dann ziehen, oder war das 'einmal ziehen und dann zusammenpressen'? Einfach mal ausprobieren. Und dann eine gemischte Ausführung davon. Und es flitscht ein winzig kleiner Ausstoß von Milch an den Deckel des Tröpfchenbehälters. Päivi rät, danach zu schauen, ob sich Verklumpungen darin befinden oder ob die Milch absonderlich riecht. Es gibt keine Verklumpungen, auch sticht einem kein Geruch in die Nase.

- Es ist wunderbar gelaufen, lobt Päivi, was die Anfängerin mit einem gewissen Stolz erfüllt.

Die Ersatzarbeiterin hält zwangsgegeben Siesta

Die Hofsbesitzerin Marja Kuusisto schaut im Stall vorbei. Spricht davon, von welch großer Bedeutung es wäre, daß man einen Urlaubsersatz auf den Hof bekommt. Und vor allen Dinge wäre es auch wichtig, daß man einen bekannten Urlaubsersatz auf den Hof bekommt.

- Wenn der Urlaubsersatz die ganze Zeit sich abwechselt, fangen die Kühe an, krank zu werden. Sie fühlen sich fremd, sagt Kuusisto.

Päivi bewegt sich gewohnheitsmäßig in dem Kuhstall. Das Gehöft Kuusisto ist einer der Höfe ihres Urlaubsersatzrings. Alles in allem gehören zu ihrem Ring drei Höfe und zusammengenommen sieben Personen, für die während deren gesetzlich zugesicherten Urlaubstagen eingesprüngen werden muß. Die Höfe karten in Absprache mit der Urlaubsersatzarbeiterin die Ersatztage aus. Sollte es überschussige Zeiten geben, so wird das 153-stündige Arbeitspensum von vier Wochen durch Besuchen auf kleineren Höfen, die nicht zum Ring gehören, ausgefüllt.

Im Ring von Päivi gibt es eine Schweinezucht und zwei Ställe mit Kühen, auf eine Hühnerfarm geht sie, wenn sie ausserhalb unterwegs ist. Die Hühnerfarm nimmt sich wie saubere Unter-Dach-und-Fach-Arbeit aus. Es werden die Eier und verendete Hühner eingesammelt, die Eier verpackt und die schmutzigsten von ihnen geputzt. Im Schweine- und Viehstall hingegen wird beim Stallausmisten schiere physische Kraft verlangt.

Trotz der anstrengenden physischen Inanspruchnahme bei der Arbeit kommt für Päivi Vehmanen die Kuh an erster Stelle. Bei ihren Großeltern wurden fürs Weihnachtsfest Schweinchen herangezogen und es gab auch Hennen, aber diese waren für das Mädchen nichts weiter als gewöhnliche Tiere.

Nichts konnte die Stellung ihres Lieblingstiers, die es in ihrem Herzen eingenommen hatte, auf die Seite drängen. Und das sieht man auch. Am Autospiegel baumelt eine Kuh aus Weichmaterial, das Gehäuse ihres Handy ahmt die Farbenwelt einer Friesländerkuh nach, zuhause sind die Stühle in der Küche mit dem Stoff einer Kuh überzogen, und auch die Zucker- und die Sahnebehälter sind natürlich nach einer Kuh modelliert, auch die Hermesetas-Büchse trägt das Friesländerkuh-Motiv.

All jenes offenbart sich, sowie Päivi nach der Vier-Stunden-Schicht nach hause fährt. Sie hat sechs Stunden für sich selber Zeit und dann geht es wieder zurück in den Kuhstall. Der Mutter von Anne und Jesse passt der aufgestückelte Arbeitstag ganz gut.

- Mir bleibt Zeit für mich selber, komme in die Stadt, und kann auch meine Angelegenheiten als Mutter erledigen.

Schlimm wird es nur, wenn man am gleichen Tag auf drei verschiedene Höfe gehen muß. Dann wird es anstrengend.

Mit dem Zeigefinger läßt sich vieles ausrichten

Die Pause von sechs Stunden verläuft ruhig und gediegen. Päivi schaut in Vehmas im Büro für die landwirtschaftliche Urlaubsersatzarbeit vorbei, plaudert mit ihren Kindern, geht mit ihrer Freundin und Kollegin Maria Lindell einen Ring von zwei Ersatzarbeitern durch, den man gerade im Begriff ist zu gründen, und geht Gartenplatten bestellen. Als die Uhr sich auf vier zubewegt, springt sie ins Auto und rast zurück zum Kuhstall der Familie Kuusisto.

Die Arbeit geht besser von der Hand als am Morgen. Ich kriege es hin, Zitzen abgeputzt, die Probetropfen entnommen und, wenn ein Euter entleert war, das Melkgerät abgemacht zu haben. Aber das reicht noch nicht aus. Päivi möchte mir den schwierigsten Teil auch noch beibringen. Sie zeigt, wie das Melkgerät in die linke Hand genommen wird, so daß die Finger einen jeden der Zitzengummi an ihren Platz binden. Danach geht es neben der Kuh in die Hocke, mit der rechten Hand werden die Zitzengummi einer um den anderen abgenommen und die Zitzen in die Beschlagringe zum Melken eingeführt.

Man muß es verstehen, den Luftdruck genau einzustellen. Wenn man den Druck abreißen läßt, bleiben die Zitzengummi nicht haften. Fährt man den Druck auf voll, können allen Kühen die Melkgeräte abfällen.

- Und jetzt führst du vorsichtig mit dem Zeigefinger die Zitze genau an ihren Platz heran, rät Päivi.

Schweiß bildet sich auf der Stirn der Gehilfin. Lehrstück Numero Fünf hat mit einer Angelegenheit zu tun, bei der man auch eine gute Melkkuh verhunzen kann. Falls die Zitze nicht an dem ihr zugewiesenen Platz zum Sitzen kommt, tut der Sog der Kuh weh, im schlimmsten Fall bekommt die Zitze einen Brand, wird also nekrotisch. Aber Tamara macht keinen Muckser, dreht sich nicht mal herum. Sie frißt vor sich hin. Das Melkgerät ist angebracht. Hurra heißassa! Würde ich also zu einer landwirtschaftlichen Urlaubsersatzarbeiterin taugen?

Päivi spornt mich an, warnt aber vor Berufskrankheiten: Probleme mit den Atemwegen, Hautausschläge, Abnutzungserscheinungen je nach Belastungsfähigkeit. Und wie steht es um den Lohn? Laut Jouhtimäki beträgt der durchschnittliche Lohn mit allen Zuschlägen um die 2'000 Euro. Der tabellenmäßige Mindestlohn fängt bei knappen 1'500 Euro an.

- Dieses ist ein unterbewerteter, unterbezahlter, schwerer und schmutziger Beruf, sagt Päivi, strahlt aber dazu ein breites Lächeln aus.

Trotz den Mängeln ist dies eben genau das, was sie tun möchte. Der Gehilfin fällt es leicht, ihr das abzunehmen. Die Umsorgung von Kühen hat eben etwas urtümlich entspannendes an sich.

Ein neuer Kuhstall wird alles verändern

- Weißt du, was das zu bedeuten hat? Sie verlangt nach ihrem Kalb, sagt Päivi, als die Kuh Tytti (wörtlich: Mädle) immerzu muht, während das Melkgerät die erste Milch in das Schlauchwerk pumpt. Auf ein paar Meter Entfernung steht das Kalb von Tytti, aber es bekommt Milch zuerst aus der Nuckelflasche, dann aus einem Eimer zu trinken.

Ein Kalb zu stillen ist genau das, wovon mancher, der neu in die Branche kommt, träumt. Aber ein Teil von ihnen erfährt eine Enttäuschung. Die feinen und weitgehend automatisierten Schweine- und Kuhställe der landwirtschaftlichen Lehranstalt sind höchst modern, auf dem Land hingegen lebt man weitgehend nach dem alten Modell. Wenn ein Ersatzarbeitsstudent, um sich die Nägel abzuwetzen, in einen traditionellen Schweinestall kommt, ist die Verblüffung eine große.

- Aus diesem Grunde wollte ich dich in diesen Stall hineinschauen lassen, sagt Päivi und weist um sich herum.

Der Stall von Marja und Teppo Kuusisto ist ein herkömmlicher Kuhstall mit Verschlägen. Von außen her wirkt er stattlich, aus Ziegelsteinen und aus Holz gebaut, innen ist er aber überraschend niedrig, ist es heiß und auch die Beleuchtung schwach. Das als Strohmaterial dienende Torfheu wäbert in der Luft und der stechende Geruch des Trockenfutters steigt einem in die Nase.

Der Mist wird von Hand in die Rinnen geschoben, das Torfheu in Kübeln zu den Kühen herangetragen, die Melkgeräte werden reihum von einer Kuh zur anderen hin gewuchtet. Das Futter aus dem Silo läßt man vor den Kühen auf einen Tisch hinabfallen, wird mit der Rechenkelle in Reichweite einer jeden hingeschoben, den weitest entfernten wird das Futter im Schubkarren hingefahren. Der Kraftfutterroboter läuft auf Schienen vor den Kühen vorbei und läßt ausreichende Rationen von Brühhäcksel herabfallen.

Nur noch ein paar Tage und alles wird anders sein. Ein speziell ausgerüsteter Kuhstall der Familie Kuusisto ist fertig und wartet auf Kühe. In dem Stall wird das Dach hoch sein, die Fenster groß, ein Transportgerät wird den Mist nach draußen befördern, ein Roboter die Futterrationen verteilen. Die Kühe werden hintereinander zum Melkroboter marschieren. Die Arbeit der Urlaubsersatzarbeiterin - und natürlich auch die des Hofsbesitzers und der Hofsbesitzerin - wird physisch viel leichter sein. Aber es wird dann auch eine im Vergleich zu jetzt dreifache Menge von Kühen zu melken sein.

- Wie wird man nur dann alle erkennen können, denkt Päivi laut nach, ist einen Augenblick still und dann entfährt es ihr:

- Aber nichts wie ran an die Arbeit. Die Kühe sind schon gemolken, den Kälbchen muss noch zu trinken gegeben werden, die Melkmaschine muß gesäubert werden, und es muss sichergestellt werden, daß das Futter auch reicht.

Nachdem das alles noch getan wurde, macht die Urlaubsersatzfrau die Türe dicht. Es ist acht Uhr am Abend. Der Arbeitstag ist sichergestellt.

Erja Hyytiäinen

15
Jun
2007

Kindern sollte man in ihrer Entwicklung freien Lauf lassen, damit sie zu einem Hoffnungsträger für die Zukunft werden können

Zwei Leser-Kommentare zu einem vorwurfsvollen Bericht in der finnischen Hauptstadtzeitung Helsingin Sanomat vom 12.2007, der da wie folgt lautete:

Finnischen Kindern geht es schlechter als schwedischen und norwegischen Altersgenossen. Dieses ergab sich aus einer vergleichenden Studie innerhalb Skandinaviens.

"Kinder in Finnland hören früher als ihre Altersgenossen in den anderen Ländern zu spielen auf, was ein erhöhte Risiko in sich birgt, daß sie sich unwohl fühlen," ließ am Dienstag die Beauftragte des Ausschusses für Kinderangelegenheiten Maria Kaisa Aula wissen, als sie ihren Arbeitsbericht vorlegte.

Die direkte Ursache für das immer frühzeitigere Hinüberwechseln hinein in die Welt des Erwachsenen läge bei zu wenig mit den Eltern zusammen verbrachter Zeit.

"Eine gute Elternschaft bedeutet, für die Kinder Zeit zu haben. Ein jedes Kind sollte ein Anrecht auf eine Kindheit haben, die ohne Hetze verläuft," wie es Aula umriß....

Hier nun die zwei Kommentare dazu aus dem betroffenen Volk:

Oder hat sich gar nichts verändert?
J.L. | 14.6.2007 9:56

Auf das Thema Armut von Familien reagiere ich sehr sensibel und ernst. Zumal es doch in den 50er Jahren ein ziemlich hoffnungsloses Herumgemache war, so stellt sich die Frage, ob und wie sich das also jetzt verändert hätte. Zumal es gerade auf dem Lande, mit Kindesaugen betrachtet, keine so großen Unterschiede im Lebensstandard gab wie, vom Erwachsenen aus gesehen, in der heutigen Zeit. Oder hat sich der Lebensstandard von Familien mit Kindern seit den '50er Jahren etwa nicht verändert? Woher kommen all die Weitbildschirm-Fernseher, DVD-Platten, Autos, Auslandsreisen, und vor allem natürlich die in Unmengen von Bier und Most sich eindeckenden Familien? Was ich hier versuche herauszustellen ist, daß wir es hier nicht mit einem wirtschaftlichen, sondern mit einem geistigen, kulturellen Engpaß zu tun haben. Finnland ist wohlhabender denn je,
ebenso die Familien, die Kinder haben, und der öffentliche Sektor ist von einer gewaltigen Größenordnung. Doch aber richten die neuen Einkommensverschiebungen nichts entscheidendes aus.

In Frankreich und Spanien wird gespielt
Paolo | 14.6.2007 11:49

In Frankreich hört man schon auf ein paar Kilometer, wo die Schule ist. Kinder kichern und plärren vor Lebensfreude sprühend in der Zwischenstunde. Es ist eine disharmonische Kakophonie, aber angenehm fürs Ohr. Vielleicht das natürliche?

Nur nicht den Bezug zum eigenen Kosmos verlieren; es geht bei allem doch nur darum, uns das Leben hienieden zu erleichtern




Wenn von einem anderen intelligent bemannten Planeten auf einem sehr weit entfernten anderen Gestirne-System aus die Milch-Straße mit unserer Erde und der Sonne ins Visier genommen würde, würde das Rasen der Erde um unsere Sonne herum, das von uns Menschen als ein mit schnellen Tagen blinkender Jahres-Zyklus, aber immerhin von einzeln zu erinnernden 365 Tagen, erlebt wird, gemäß der kosmischen Relativität von Raum und Zeit, von jenen anderen Weltraumguckern hoch dort oben wohl nur als ein sekundenschnelles Rotieren wahrgenommen werden.

Denn umgekehrt verhält es sich ja doch auch so mit unseren eigenen Beobachtungen im Universum, das sich als eine montrös großartige Matrix eines geisterhaft schleierhaften Perpetuum Mobile von nur so dahinrasender Geschwindigkeit präsentiert. Nur ist es uns dabei nicht gegeben, wenn wir auch mit noch so groß verlängerten Augen in die Weiten des Alls hinauspeilen wollten, auszumachen, wie ähnlich oder auch unähnlich unserem eigenen Leben eventuelles Leben anderswo dort draußen deren Leben im großen und ganzen empfindet.

Wenn man die lange lange Zeitspanne, die es brauchte, um uns heutige Menschen aus unseren prähominiden Vorfahren in grauer Vorzeit hervorzubringen, mal an der Elle jenes weit entfernten, in einer anderen Zeit-Tasche lebenden, kosmischen Weltenbeobachters maß, würde man sich vielleicht wundern, ob dem sekundenschnellen unsichtbaren Kosmischen Yoyo-Ball-Schwinger dort draußen, der unsere Erde stets so flott um die Sonne herumwirft, nach gestandenen Guiness-Rekordbuch-mäßigen drei einhalb Tagen unentwegten Ballspiels, in dessen eigener Universum-Zeit also gemessen, nicht langsam der Arm weh täte, oder wie lange er das noch durchhalten könne, ohne eine Pause einzulegen?
Um dann ein anderes, noch schöneres Jonglier-Spiel einzulegen, damit eine neu aufgelegte Szenerie zu schaffen, damit im kosmischen Beobachter auch keine Langeweile aufkommt?!

Irgendwie ist doch alles so schön analog im All angerichtet; also müsste es doch analog auch gestattet sein, nach dem Analogen zu fragen, nicht wahr?

Andererseits, nützte es der Ameise etwas, irgendwelche Erfahrungen aus Beobachtungen an anderen Wesen, an uns Menschen z.B., für sich selbst anzuwenden, um das eigene Leben zu verbessern, wenn es sich dabei nicht um solche handelte, die direkt mit dem eigenen Zuckerbedarf, und der Wahrscheinlichkeit, beim Stibitzen im Zuckerglas vom Menschen nicht erwischt und erschlagen zu werden, zu tun haben?
Analog mit uns Menschen hier auf Erden ist es denn auch so, daß wir selber eben die Akteure, die Jongleure sind, wenn von solchen irgendwo im Raum eine Rede sein kann, und niemand sonst anderes.

Uns wird der Arm weh tun, wenn wir nicht mehr können, und nicht der kosmischen Kraft Gottes!
Wir haben unser Leben nach unserem eigenen besten Gutdünken zu gestalten, und es ist letztendlich ganz in unsere eigenen Hände gestellt, was wir aus diesem menschlichen Leben hier auf diesem Planetenrund, das uns gegeben ist, machen?

Wollen wir auf ewig und drei Tag mit diesem ungerecht die Lebens-, Überlebens- und Erlebnis-Mittel streuenden Faktor Geld weitermachen, oder wie lange wollen wir uns dabei noch Zeit lassen, bis wir endlich etwas besseres finden, wie ohne Geld das Leben als solches zu meistern ist, und bis daß das zum Himmel stinkende Geld endlich unter die Erde gepflügt werden kann.

against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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Wie lange sind wir schon mit dabei?

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Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

Immer mehr sind fürs Geldabschaffen!

Ein Paradies auf Erden kann es geben

aber nur wenn es das Geld nicht mehr gibt. Packen wir's an, es wegzupacken!