17
Apr
2007

Traumland endlich in Sichtweite! Aber wie das gewaltige Meer an schwierigen Geldgewohnheiten aller dazwischen zu überwinden?

Es muß auf alle Falle ein elastisch schöner und auch ein kristallklarer Schnitt werden durchs wüste Schlingenwerg aller überschneidenden Geldmaschen im Regelwerk der kapitalistischen Ausprägung des zwischenmenschlichen Gebens und Nehmens, wenn es je denn zu schaffen sein sollte, real tatsächlich die gesellschaftliche Entwicklung zunächst von einzelnen Kommunen, von Bezirken, Provinzen, dann von Ländern und Staaten und, zum guten Schluß eines immensen Aktionenkurs- Umeinstellungsgeschäfts, von der ganzen Welt dahinzuführen, ein völlig andersgestaltetes, total von jeglicher Geldwirtschaft befreites Neuland an Überlebens- und auch an spaßmachendem Erlebnis-Terrain als einen glücksverheißenden und zuverlässigen Standort unter die vom Gelddiktat so aufgeblähten Füsse zu gewinnen.

Alles andere, was dazwischen läge, zwischen dem hehren Ideal einer geldlosen Welt und dessen praktischer Umsetzung im Leben der Gesellschaft der Menschen, würde zu nichts gutem führen.

Nur wenn von ihrem Kerne her auch eine, wie immer geartete mächtige Idee davon, in genau welcher Manier ein freudiges Fortbestehen der Menschheit gänzlich ohne dem knechtenden Einsatz von Geld zu meistern ist, auch tatsächlich von allen Menschen verstanden und somit akzeptablel wird, kann so etwas fürchterlich neues, wie das Geld abzuschaffen, Aussicht auf Erfolg haben.

Keine kriegszonenmäßigen Rationenverteilungen an ihres Geldes entwertete Mündel einer neuen undurchsichtigen, dem Geld abgeschworenen Administration!
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Die Zeit kommt langsam ins Kochen, darauf brennend, sich befreit vom Geld zu erneuern

Paul Anka kommt zum Jazz-Festival von Pori

Der legendäre Jazz-Sänger Paul Anka tritt im Sommer auf dem
Jazz-Festival von Pori mit einem großen Jazz-Orchester auf. Anka wird am 19. Juni
auf der Arena von Kirjurinluoto (wörtlich übersetzt: Buchhalters-Vorsprung-Felsen) das Reportoire seiner vor ein paar Jahren aufgenommenen Platte Rock Swings zum Vortrage bringen, in welchem die grossen Rockhits der letzten Jahrzehnte mit einer großen Orchester-Besetzung in Swing-Form gebracht sind. Paul Anka, 65, hat während seiner 1957 begonnenen Plattenaufnahme-Karriere über 120 Alben veröffentlicht und über 900 Lieder komponiert. Ankas wahrscheinlich berühmtester Song ist My Way, welchen er 1966 für Frank Sinatra schrieb. My Way geht auf das Stück Comme
d'Habitude dès Franzosen Claude Francois zurück, dessen Urheberrechte Anka erwarb.

Ein Zeichen, daß die Weichen auf Geld Abschaffen gestellt sind

Feodoroff bekam die Sporen der Kritik

Die diesjährigen Sporen der Kritik bekam am Montag, dem 16.4. 2007, die
Regisseurin und Drehbuchautorin Pauliina Feodoroff für ihren Film Non
Profit. Der Film hatte im Januar auf dem Festival Polarnacht-Bilder von
Inari seine Erstaufführung. Non Profit ist im Namen von Freiwilligkeit
und der Unbestechlichkeit geboren und erscheint als ein exotisches
Vogelgetier in der finnischen Kultur des Films im Jahre 2007. Der Film
erinnert daran, wie gerade auch in einer so teuren Disziplin wie der Kunst
des Filmemachens das allerentscheidenste die Wahl des Sujet-Kreises
ist und dessen sinnvolles In-Bezug-Bringen zu den zur Verfügung stehenden
Arbeitshilfsmitteln, sagen die Preisrichter. Den Preis Sporen der
Kritik verleiht der Bund der Kritiker Finnlands.

16
Apr
2007

Die rechte Einstellung unter Leuten mit gleichen Talenten ist eine Grundvoraussetzung dafür, daß man vorankommt auch bei der Abschaffung des Geldes

Die finnischen Schauspielerinnen Marja-Leena Mikkola, Aulikki Oksanen und Kirsti Wallasvaara von einst erinnerten sich an ihren Arbeitskollegen Mikko Niskanen, den mittlerweile verstorbenen, namhaften Regisseur des finnischen Kult-Films der 1960er und späterer Zeiten

"Wir wußten nicht, daß wir dabei waren, etwas eigenartiges zu schaffen"

(Artikel von Kaisa Kujanpää aus der Kulturabteilung der Zeitung Turun Sanomat vom 15.4.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

- Wenn Mikko hier wäre, würde er das Reden übernommen haben, und von uns käme kein Wörtchen, bemerkte die Schriftstellerin und Übersetzerin Marja-Leena Mikkola in einer Gesprächsrunde, bei der die Arbeitskolleginnen sich des Regisseurs Mikko Niskanen erinnerten.

Ausser Mikkola, die die Drehbücher für die Filme Schätzchen unterm Rücken (Käpy selän alla) und Braut aus Lapua geschrieben hatte, waren bei dem Termin zum Festival des Finnischen Films die in Braut aus Lapua (Lapualaismorsian) mitgewirkte Aulikki Oksanen, sowie der Star der gesamten Trilogie von Mikko Niskanens Jugend-Filmen (Schätzchen unterm Rücken [Käpy selän alla], Oper aus Lapua [Lapualaisooppera], Asphalt-Lämmer [Asfalttilampaat]) Kirsti Wallasvaara mit dabei von der Partie.

Marja-Leena Mikkola weiß nicht zu sagen, ob es dazu gekommen ist, daß sie eine Arbeitskollegin von Mikko Niskanen wurde, da sie damals gerade (1963) das Drehbuch für Erklki Kivikoskis Jugendfilm Im Sommer um 5 Uhr (Kesällä kello 5) geschrieben hatte.

- Mir ist nicht bekannt, ob er ihn gesehen hat, denn Mikko hat nie über die Filme von anderen Regisseuren gesprochen, nicht einmal über ausländische Regisseure oder Literatur.

Auch beim Schätzchen hatte man, zumindest nicht bewußt, keine Einflüsse der neuen Welle aus Frankreich übernommen, wenngleich auch François Truffaut der Lieblingsregisseur von Mikkola war.

Schauspieler muß man am Maul vorn in den Griff bekommen

Marja Leena Mikkola war recht verblüfft über die Rollenbesetzung für den Film Schätzchen unterm Rücken gewesen.

- Die Menschen, die ich darstellte, waren ganz gewöhnlich ausschauende, und dann wurden für die Rollen zwei blendend schöne Frauen ausgesucht. Das war ein Schock. Auch für die Rolle der dritten Frau wurde nach einer gewöhnlich ausschauenden Frau Ausschau gehalten, und dann kam eine dritte Schönheit hereingeplatzt, Anneli Sauli, ließ Mikkola wissen.

Kirsti Wallasvaara erinnerte sich daran, daß sie bei Probeaufnahmen für das Schätzchen sich das erste Mal selbst auf einem Fernsehbildschirm gesehen hatte.

- Auf dem Streifen sah ich echt zucker aus, und dachte mir, 'eine gute Wahl getroffen, Mikko!'

Der Film Schätzchen unterm Rücken schlug ein neues Kapitel auf in der Geschichte der Bewegten Bilder, aber bei den Dreharbeiten war man wie in einem Sommerurlauber-Camp mittendrin in Finnland. Ein geschickter Regisseur gab den Ausschlag dafür, daß der Film ein Erfolg wurde.

Niskanen war von seiner Basis her ein Schauspieler und war in der Lage, gute Anweisungen zu geben.

Mikko-Niskanen-in-einem-Film

- Die Regisseure, die selber schauspielern, bringen es fertig, auf das, wir Schauspieler machen, einzugehen. Gemäß den Worten von Mikko muß man Pferde und Schauspieler am Maul vorn in den Griff bekommen, erzählte Wallasvaara.

Dem Regisseur war es gelungen, besonders in jungen Schauspielern die grundlegenden Züge hervorzukehren.

- Er verstand sich darauf, einen Menschen so zu schätzen und liebzugewinnen, daß dieser sich in eine bestimmte Richtung entwickelte, geradezu wie wenn er an einem Edelstein geschliffen hätte.

Dem Sex ins Leder gegangen

Aulikki Oksanens erster Niskanen-Film war die Fernsehproduktion Ein Film von einer adelnden Liebschaft (Elokuva jalostavasta rakkaudesta) im Jahre 1967, in welchem Niskanen die Hauptrolle spielte.

- Bei Probeaufnahmen setzten wir uns auf ein Sofa und probierten aus, wie man sich bei der Kuß-Szene fühlt. Ich hatte noch kein Stückchen gespielt und war gerade eben vom Land draußen her eingetroffen, und es war mir nicht leicht gefallen, echte Gefühle beim Küssen vor Kameras aufkommen zu lassen, so eine Beschreibung von Oksanen.

In dem Film verliebt sich ein sensibles Mädchen in einen Regisseur und so ist es auch Oksanen und Niskanen ergangen.

Als nächstes Projekt stand die von der Oper aus Lapua des Studententheaters her in Schwung gekommene Braut aus Lapua an.

- Meine Generation kam von den Wertvorstellungen einer Agrarkultur und deren Welt her. Das war eine Generation, die es weg vom Land in die Städte hinein zog und der Umbruch war ein gewaltiger. Alle Werte im Leben mußte man auf ein neues abwägen, wie Oksanen die Stimmung der Zeit erklärte.

- Niskanen kritisierte die Ideen der radikalen Kulturschaffenden nicht, wenn er sie auch nicht alle unterzeichnete.

- Mikko war es in Braut aus Lapua gelungen, sich den Werten und Fragestellungen meiner Generation anzunähern. Er dachte nicht, ich wäre auf der ändern Seite, ich wäre anders eingestellt, sondern er kam und ging die Angelegenheiten von innen her an.

Das Erbe eines Künstlers

In dem Gespräch über die große Künstlerpersönlichkeit im Restaurant Kilta waren es hauptsächlich gute Seiten, an die man sich erinnerte.

- Welch ein gewaltiges Erbe eines Künstlers ist uns allen von Mikko geblieben. Eine Richtschnur von ihm oder eine Anforderung, die er an uns stellte, war es, daß ein Künstler zu allen Zeiten alles, was aufgebracht werden kann, auch herzugeben hat, bis hin auf das, was in den Gesäßtaschen noch stecken mag. Selbst dort dürfte man nichts zurückbehalten, sagte Oksanen.

Das Dreier-Gespann hebt als ihre Lieblingsfilme Die Jungens (Pojat) und Acht tödliche Kugeln (Kahdeksan surmanluotia) hervor, wünscht sich aber auch mehr Wertschätzung für die Braut aus Lapua.

- Seinerzeit schon hätte der Film mehr Aufmerksamkeit verdient, denn es war ein ehrgeizigeres Unternehmen als das Schätzchen unterm Rücken, wie es Oksanen einstuft.

- Die Aufnahmen im Haupthaus hielt ich vom Film her nicht für so interessant, aber sie haben späterhin dann an Bedeutung gewonnen. Sie haben ein volkskundliches Gewicht, denn Mikko porträtierte in diesen etliche Kulturgegenstände und Verrichtungen, und war imstande, eine verschwindende Kultur auf dem Film festzuhalten.

Mikko Niskanens Kumpels von seinen Arbeiten her, Mikkola, Oksanen und Wallasvaara, sowie Kristiina Halkola und Kaj Chydenius, waren im Zusammenhang mit Filmen am Montag, dem 16.4.2007, auf dem Festival des Finnischen Films bei Aufführungen der ML Media Liv anzutreffen.

15
Apr
2007

Wie von Götterhand aufs Schachbrett der Ereignisse gesetzt

Klassisch mystische Übereintreffungen im Leben
zweier gefällter Größen


Am 14. April vor 142 Jahren fiel Abraham Lincoln um 22.15 Uhr im Ford's Theatre in Washington D.C. dem an ihm verübten Attentat zum Opfer


Zwischen den Präsidenten Abraham Lincoln und John F.
Kennedy sind mehrere interessante Übereintreffungen
entdeckt worden:


Abraham Lincoln wurde im Jahre 1846 in den Kongress
gewählt, John F. Kennedy im Jahre 1946.

Abraham Lincoln wurde im Jahre 1861 zum Präsidenten
gewählt, John F. Kennedy im Jahre 1961.

Beider Frauen hatten im Weißen Haus einen Abgang.

Beide Präsidenten wurden an einem Freitag erschossen
und beiden wurde in den Kopf geschossen.

Der Name von Lincolns Sekretär war Kennedy, und der
von Kennedys Sekretär Lincoln.
Der Nachfolger von beiden hieß Johnson.
Beide Johnsons waren aus den Südstaaten.

John Wilkes Booth, Lincolns Mörder, wurde 1839
geboren.
Kennedys Mörder, Lee Harvey Oswald, wurde
1939 geboren.

Beide Mörder kennt man unter drei Namen.
Der volle Namen von beiden enthält 15 Buchstaben.
Kennedy wurde in einem Auto der Marke Lincoln erschossen.

Booth floh aus einem Theater und wurde in einem Lagerhaus gefaßt.
Oswald floh aus einem Lagerhaus, einer Scheune, und wurde in einem Kino-Theater gefaßt.

Sowohl Booth wie auch Oswald wurden vor ihrem Gerichtsprozeß erschossen.

In der Woche vor dem Anschlag auf ihn weilte Lincoln in einem Ort namens Monroe in Maryland.
Kennedy war in der Woche vor dem Anschlag mit Marilyn Monroe zusammen.

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Tragende Plattformen schaffen, um das Gelingen der Geldüberwindung sicherzustellen

An den großen Firmen und deren von vielen als ruchlos verschrienen Konglomeraten, die die Welt konstant mit ihren Produktionen (wie) vom Fließband her beliefern, und so alle Welt, aber sehr auch sich selbst, dabei laufendhin bereichern, sich selbst mit wucherndem Kapital und die Welt mit einem unaufhaltsamen Mehr an neuen Kreationen, ist im grunde nichts weiter auszusetzen als dies (wenn man mal davon absieht, daß immer wieder aufs neue kunstgerecht durch deren Einfallen auf den Markt mit oft an den Haaren herbeigezogenen Innovationen und Produkte-[Standard-] Diversifikationen die Preisschrauben recht künstlich angezogen werden), daß man auf ihrer Seite, gelinde gesagt, wohl nicht gerade fürs erste Ausbrüche flammender Begeisterung zu erwarten hat, wenn Stufe I der Umstellung vom Geld-System weg auf das panvoluntaristisch frei sich rechnende Teilen untereinander - ohne zahlendes Abwägen von Einsatz und Anspruch gegeneinander - von partizipierenden Nachbarschaftsgenossenschaften auf den Rahmen einer administrativen Ebene in deren Einzugsbereich ausgeweitet werden soll.
Deshalb wäre es angezeigt, so früh schon wie möglich den Kontakt zu den organisierten Manufakturen herzustellen und mit ihnen eine sich gegenseitig beratende Verständigung anzustreben, deren Geschäft es wäre, die Neuabsteckung der einzelnen Positionen im neu zu schaffenden Werteumfeld auf beiden Lagern auszutarieren, und dann, bei sich abzeichnender Ausgewogenheit der Seiten, als etwas gegebenes festzuschreiben.
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13
Apr
2007

In Berliner Kiezen hat man bereits damit angefangen, das Geld abzuschaffen

Über Jahrhunderte hinweg haben die Menschen gelebt, indem sie Dienste und Waren miteinander getauscht haben. Als man zur Geldwirtschaft überging, verringerte sich der Austausch von Diensten, und als Mittel des Tauschens kam Geld hinzu. Eine systematische geldlose Tauschhandelswirtschaft wurde zu Anfang der 1980er Jahre in Kanada wiederbelebt.

In Berlin ist das Betreiben eines Tauschrings eine der zentralen Verrichtungsformen eines Kiezes. In Berliner Kiezen sind gegenwärtig an die dreißig Tauschringe am Arbeiten, dem größten und stärksten von welchen, einem 1990 gegründeten, über 300 Personen angehören. Dem im Jahre 2000 ins Leben gerufenen Tauschring des Kiezes Helmholtz gehören zur Zeit 97 Mitglieder an. Auf dem Areal gibt es sieben Personen, die fast vollständig außerhalb der Euro-Wirtschaft leben.

Eintauschen lassen sich alle erdenklichen Dienstfertigkeiten und Güter, von EDV-Beratung bis zu Vorhersagen und ärztlichen Diensten, vom Organisieren eines Festes bis zu einem überzähligen Fahrrad. Eine Mutter von fünf Kindern bereitet größere Rationen von Essen zu, sofern ihr im vorhinein Bescheid gegeben wird. In etlichen Wohnungen steht ein lehrstehendes Zimmer zur Verfügung.

Der Wert der Dienstleistungen wird situationsbedingt abgewogen, aber als Faustregel gilt, daß eine Stunde Arbeit 10 Helmholtz-Taler entspricht. Auf den Mitglieder-Seiten eines Tauschrings sind die Kontostände der Mitglieder verzeichnet, aus denen man sehen kann, wieviele an Talern beim einzelnen zusammengekommen sind oder wieviel jemand der Gemeinschaft noch Dienst schuldig ist. Die Dienstleistungen machen die Runde und am Ende ist ein jeder auf der Seite der Gewinner und um manchen neuen Freund reicher.

Die Tauschringe hören sich nach einer grandiosen Idee an. Stellt dazu einer aus dem Kiez bescheiden fest: "Es handelt sich hier lediglich um ein etwas erweitertes achbarschaftshilfe-Projekt. So etwas gibt es doch bestimmt bei euch in Finnland auch?"

Aus einem Bericht von Johanna Nuorteva, übersetzt aus dem Finnischen

12
Apr
2007

Wenn alles Geld nach China verfrachtet ist, könnten wir's los sein

Hennes & Mauritz gehen nach China

Die schwedische Bekleidungshauskette Hennes & Mauritz geht in China an Land. Die Kette eröffnet am heutigen Donnerstag, dem 12.4.2007, ihr erstes Geschäft auf dem Festland von China in Schanghai, wo auch Ende des Monats noch ein zweiter Laden hinzu kommen soll.

Das Aushängeschild des Geschäfts von Schanghai wird eine von dem australischen Pop-Star Kylie Minogue entworfene Badeanzuggarnitur sein, welche in den anderen Läden der Kette nach einem Monat in den Verkauf kommt.
Hennes & Mauritz hat auch vormals Stars von Welt bereits als gastspielernde Designer benutzt, zuletzt Madonna.

Hennes & Mauritz eröffnete letzten Monat ein Geschäft in Hongkong.

11
Apr
2007

Was Puff-Müttern und Drogen-Bossen wohl in einer geldlosen Zeit blühen dürfte?

Vorab ein lustig-herb-blöder Geldwitz:

Im Freudenhaus: - Wollen wir los, mein Herrchen?
- Was soll's kosten? - Einen kleinen Fünfhunderter.
- Aber ich möchte gerne peitschen.
- Dann macht's aber 'nen Tausender.
Im Zimmer fragt dann das Freudenmädchen:
- Wie lange beabsichtigst du eigentlich noch, auf mich einzupeitschen?
- Bis ich mein Geld von dir zurückhab'.


Die edlen Damen des Schmetterling-Geschlechts werden in einer geldlosen Zeit Liebesdienste wohl nur noch im Austausch gegen spezielle private Freuden anbieten, von einer geschenkten romantischen Sternstunde bis hin zum überreichten Glitzern eines persönlichen Diamanten.

Die anderen im Titel erwähnten düsteren Bosse müssen sich dann wohl selbst zur staatlichen Benutzer-Lizenzier- und Ausgabe-Behörde mausern, damit der soziale Friede in der geldlosen Zeit nicht gestört wird.

Wenn das im Sinne der Erfinder von unserem Geld gewesen wäre, dann dürften wir deren schwache Ausgeburt getrost jederzeit nachträglich langsam heimgeigen

Nicht tief einatmen

Obwohl das Kriegsgericht letztlich seine Arbeit begonnen hat, haben die Kambodschaner immer noch nicht mit der Tragödie ihrer jüngeren Vergangenheit abrechnen können - mit dem gnadenlosen Erbe von Pol Pot und der Khmer Rouge. Jetzt ist eine neue Jammertragödie im Land am Entstehen, welche kleiner, langsamer und stiller wirkt als die vorhergehende, aber für viele genauso tödlich ist.

Die gefährliche Kombination von Hunger und Krankheiten fordert heimtückisch ihre Opfer innerhalb von Kambodschas Ärmsten. Die Zahl der Toten wird diesmal in den Tausenden, nicht in den Millionen gerechnet, aber dies ist ein schwacher Trost. Über 70'000 Kambodschaner, die an Hiv oder Aids erkrankt sind, sowie 18'000 Tuberkulosepatienten leiden an Hunger.

Weshalb ist die Situation so schlimm? Vormals war das
Welt-Ernährungs-Programm WFP in der Lage, Lebensmittelhilfen anzubieten, mittels von welchen diese in einer geschwächten Position befindlichen Menschen zurechtkamen. Gegenwärtig sind die Lebensmittelhilfen des WFP schon über etliche Monate hinweg eingestellt, da man die weitere Finanzierung von den Spendern der Hilfen nicht erhalten hat. Zehntausende von Mitmenschen sind aufgrund des Fehlens von ein paar Millionen Dollar in höchster Gefahr.

Hier in den westlichen Ländern denken wir gar nicht so viel über die Wichtigkeit des Essens, der Ernährung und Gesundheit nach, wenn es nicht gerade darum geht, den Gürtel enger zu schnallen. In Kambodscha hingegen hat das Essen immer noch eine beträchtliche Macht, die auf das Leben der Menschen Einfluß nimmt.

Tausende von Kambodschas armen Tuberkulosepatienten kommen bis ans Ende ihrer Behandlung jeden Tag, ihre Medikamente abholen, da sie zugleich eine Handvoll Reis und einen Löffelvoll Öl zum Kochen erhalten. Ohne Nahrung sind die starken Nebenwirkungen der Medikamente und das Fernbleiben von zuhause während der Behandlung für einen Teil der Kranken unerträglich. Viele Patienten geraten deshalb in die Lage, daß sie die Behandlung vorzeitig beenden.

Weshalb sollte dieses gewöhnliche Menschen aus Helsinki, aus Tampere oder aus Rovaniemi weiters bewegen? Die Weltbank und eine Schar von Wissenschaftlern für die Entwicklung der Wirtschaft würden dem Anfragenden
unumwunden zur Antwort geben, daß derlei Maßnahmen das wirtschaftliche Wachstum kaum beträchtlich anwachsen ließe.

Eigentlich dürfte es klar sein, daß der Einsatz eines gewöhnlichen Tuberkulose- und Aidspatienten fürs Bruttosozialprodukt oder dafür, die Globalisation der Wirtschaft voranzutreiben, nicht besonders groß ist.
Vielleicht rührt auch die Geringfügigkeit der angebotenen Hilfe gerade daher: Kranke sieht man nicht als gute Anlageobjekte an. Die kalte Logik des Kapitalismus verrichtet ihr Werk.

Die Tuberkulose ist nicht nur in Kambodscha, und auch nicht nur in Südost-Asien verbreitet, sie gibt es auch in Europa. Eine gegen Medikamente resistente Form der Tuberkulose hat sich in Gefängnissen der USA, in Rußland und in Südafrika gezeigt. Eine kleine Pandemie, verursacht durch eine XDR-Tuberkulose, forderte in Südafrika 52 Todesopfer aus 53 Erkrankten ein. Wenn diese Erkrankten in den Zirkel von einer bestmöglichen Behandlung gekommen wären, hätte die Behandlung pro Patient über 40'000 Euro gekostet. Die Armen verfügen natürlich nicht über solche Mittel. Deshalb sterben sie denn auch.

Warum machen wir nichts in dieser Angelegenheit? Tuberkulose-Experten haben versucht, uns zu warnen, aber die Medien sind auf das Vorkommen von Vogelgrippe in britischen Truthähnen konzentriert, obwohl die Ausbreitung der XDR-Tuberkulose eine wesentlich ernstzunehmendere Bedrohung für uns alle darstellt. Jeder dritte Mensch auf der Welt ist Träger des die Tuberkulose auslösenden Mykobakteriums. In all diesen kann die Tuberkulose zum Ausbruch kommen, aber für die Unterernährten ist die Gefahr besonders hoch. Unter jungen Menschen und Erwachsenen ist die Tuberkulose heutzutage die am auffälligsten tötende Erkrankung, die wir grundsätzlich in der Lage wären, zu heilen.

In Kambodscha ist der Erscheinungsgrad sowohl von Tuberkulose als auch von Aids der höchste in Südost-Asien. Das Gesundheitspflegesystem des Landes sieht sich in keiner Position, der Bürde Rechnung zu tragen.

Ein durchschnittlicher Kambodschaner erhält jährlich Dienstleistungen der Gesundheitspflege für 25 Euro, wovon die Regierung des Landes 5 Euro bezahlt. Wir könnten die Situation mit Finnland vergleichen: dort wird für die Gesundheitspflege pro Einwohner jährlich über 1600 Euro aufgebracht, wovon über Dreiviertel vom Staat kommen.

In Finnland und den anderen entwickelten Ländern kommt der Diät der Patienten hohe Aufmerksamkeit zu. Wir wissen, wie sehr die Ernährung Einfluß hat beim Heilungsprozeß.

Die Menükarten der Krankenhäuser lassen einem im allgemeinen nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen, aber sie sind auf wissenschaftlichen Grundlagen ausgearbeitet, um den Bedürfnissen der Patienten zu entsprechen. Solch einen Luxus kennt man in Kambodscha und in den anderen armen Ländern nicht. In den Entwicklungsländern reichen die Mittel oft nicht für Grundnahrungsmittel aus, mittels welcher die an Tuberkulose und Aids Leidenden zurechtkämen.

Keine andere humanitäre Hilfsleistung - geschützte Wohnung, Impfungen, Schulung und der Schutz durch das Gesetz - sind trotz aller Wichtigkeit genauso unabdingbar und zwingend notwendig wie das Essen. Welchen Sinn macht es, Milliarden an Euro für Medikamente aufzuwenden, und von der Seite aus zuzusehen, wie die Kranken an Hunger sterben?

In Siem Reap in der Nähe der mächtigen Tempelanlagen von Ankor Wat gibt es einen neuzeitlichen Flughafen sowie internationale Prachthotels wie das Meridien und Sofitel, welche ihren wohlhabenden Gästen ein Frühstück für 15 Dollar anbieten.

Seidene Tücher, Elephantenausritte, Photos von den sprachlosmachend schönen Tempelzinnen im Abendrot - all das, was wir Europäer an Kambodscha so schätzen, ist für uns auch zu haben, wenn wir auch wiederum unsere Augen vor dem Leiden der Kambodschaner verschließen werden und die Aids- und Tuberkulosepatienten, versteckt vor unseren Blicken, langsam an Hunger zugrunde gehen lassen.

Wir werden weiterhin die Urlaubsfreuden, die uns Kambodscha und dessen arme Schicksalsgenossen in Afrika anbieten, geniessen können. Bald jedoch wird es sich der Urlauber nicht mehr leisten können, auf seinen Reisen besonders tief einzuatmen.

Ein Bericht von Jean Ziegler für das finnische Untergrundblatt Voima,
übersetzt aus dem Finnischen

(Jean Ziegler ist Spezial-Berichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung)

Triptychon auf das Kommen einer Welt so ganz ohne Geld

Dreimal ein Hoch einem erneuerten erleichterten frischen Aufblühen des Menschengeschlechts!!!

Sinnstiftende Einflüsterungen aus dem Jungbrunnen der Menschheit Indiens:

Der Fluß bleibt trüb, der nicht durch einen See gegangen;
das Herz unlauter, das nicht durch ein Weh gegangen.

Tu nur als wissest du, um dir die Scham zu sparen,
was du nicht weißt; und so wirst du es nie erfahren.

Die Qual ist bei der Wahl; viel Wege breit und schmal,
gehn darfst du jeden, doch nur einen auf einmal.

Auch dies muß sein erlebt, auch dies muß sein ergangen,
um dann im Leben nie danach mehr zu verlangen.

Wenn dir's an jedem Ort, o Wandersmann, gefiele,
so bliebst du liegen dort und kämest nie zum Ziele.

Andernorts wuchs die Kunst, vom Sinn des Volks gefordert,
die wachsen soll bei uns, vom Herrscherwort beordert.

Leicht schenkst du hin, was schwer dir nicht ward zu gewinnen;
die Wolke schöpft vom Meer, und läßt's zur Erde rinnen.

Die Blüte trägt sich leicht, viel leichter als die Frucht;
o schlanker Frühlingsast, wie beugt dich Herbsteswucht!

Wer hin die Hälfte gab, verliert das Ganze nicht;
der Baum wirft die Äpfel ab, damit der Ast nicht bricht.

Der Berg, von vorne steil, wird hinten leicht erklommen;
nichts ist so schwer, es gibt Mittel, ihm beizukommen.

Der Berg, der sich im Licht ewig zu sonnen glaubt,
die Schatten wachsen doch ihm abends übers Haupt.

Die Wasser rauschen hin wie Weltbegebenheiten,
und ihres Rauschens Grund sind Erdunebenheiten.

Der Anker hält den Kahn, und läßt ihn nicht versinken,
und hält an ihm sich an, um selbst nicht zu ertrinken.
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10
Apr
2007

Den bösen Zauber des Geldes durch einen neuen, guten Zauber rückgängig machen

Es wird wohl demjenigen ein Zauberbrauch einfallen, der einen Zauber bräuchte

Wundere dich nicht, wenn du das nächste Mal, wenn wir wieder Vollmond haben, deinen Nachbarn mit dem Lottoschein in der Hand an der Wegegabelung nahe dessen Hauses siehst, wie er von dort zum nahegelegenen Wald
hin sinniert und dabei eigenartige Worte von sich gibt.

(ein finnischer Oster-Bericht von Pirjo Vismanen für die Zeitung Turun Sanomat, übersetzt um deutschen Lesern zu zeigen, was europäische Geistes-Kultur alles heißen kann)

Finnische Zaubersprüche und Zauberhandlungen sind von fester Machart. Diese kann man auch heutzutage frohgemut benutzen - zumindest wenn man der Schriftstellerin Paula Havaste Glauben schenken darf.

Und warum sollte man nicht dürfen.

Havaste, die ehedem historische Romane und Kinderbücher schrieb, taucht in ihrem neuen Werk in die Jagdgebiete des Zaubers ab, aber mit einem schelmischen Lächeln im Augenwinkel.

Das Zauberspruchbuch (Loitsukirja, verlegt bei Gummerus) macht einen ehrerbietigen Knickser vor den ureigenen, alle Zeiten überdauernden Glaubensdingen der Finnen: vor den tausenden von Zauberhandlungsrezepten und -sprüchen, mit denen unsere Vorväter und Mütter der damaligen Zeit
danach strebten, auf den Lauf der Dinge sowohl im Alltag als auch an Festtagen Einfluß zu nehmen.

Eine jede Strophe des Buches kann sich durchaus mit dem Kalevala messen (Nationalepos der Finnen über den zauberaufgeladenen Kampf des Nordvolkes gegen das Südvolk, um in den Besitz des mysterischen Schatzes Sampo zu kommen) - ist jedoch nicht aus dem Kalevala genommen, noch aus der Kanteletar (alt-finnische Gesänge zur heimischen Zither), auch nicht aus den alten Runengedichten des finnischen Volkes.

- Aber sie könnten sehr gut echt sein! Sie hören sich ganz richtig an, und basieren auf den Traditionen des finnischen Volkes, obwohl denn ich sie geschrieben habe... Genau das hat doch auch Lönnrot (Elias Lönnrot) getan, daß er Stücke andersherum zusammensetzte und so ein neues schuf. (Lönnrot rettete im vorletzten Jahrhundert das Kalevala vor dem Aussterben, indem er in die entlegensten Winkel des Landes wanderte, um die letzten Barden im Volke aufzuspüren, und um deren gewichtige Gesänge systematiserend in einer erstmals festgeschriebenen Kalevala für immer zu bündeln). Mit gleichem Privileg habe auch ich hier Volkstradition neugeschrieben, stellt Havaste fest, die als Programmierchefin für das Finnische Wissenschaftszentrum Heureka wirkt.

Mithin das genüßlichste von allem, was das Zauberspruchbuch hergibt, sind die Tipps von Havaste, wie man Zaubereigebräuche der Neuzeit anpassen kann.

Wäre zum Beispiel der Zauberspruch für entlaufenes Vieh eine Hilfe bei der Abrichtung eines disziplinlosen Hundes? Oder gar dann, wenn ein Lebenskumpane zu viel Zeit ausser Haus zu verbringen scheint?

- Gehe und nehme dir eine Schaufel. Grabe aus der Erde die Sprint- oder Stöckelschuhabdrucke und drehe sie so hin, daß sie auf das Haus zeigen. Sprich den Zauberspruch und warte die Wirkung ab, rät Havaste.

Oder möchtest du auf einen Schlag reich werden?

Das Volk fand sich dazu in den alten Tagen bei Vollmond an einer Kreuzung von drei Wegen ein und schaute, ohne mit den Augen zu blinzeln, auf einen Tannenwald hin. Da konnte es dann vorkommen, daß man das Glimmern eines Irrlichts und eines Schatzes sah, welches man fest anzupeilen und
dann so auf die Morgendämmerung zu warten hatte. Ließ der Zugriff nach, verwandelte sich der Schatz in einen Tannenbaumwurzelstock.

- Versuche es mit einer neuen Auslegung des alten Gebrauchs und Zauberworts. Anstelle davon, Irrlichter und einen Topf mit Geld ins Visier zu nehmen, stelle dich dort an die Kreuzung hin mit dem Lottokoupon in der Hand.

Die oft auf einen gemütlichen Abend folgenden Kopfschmerzen kann man vermeiden, wenn man von oberhalb seines Getränks das Böse weggeblasen hat
und auch von der Hand kann man etwas anderes erfragen als nur die Anzahl der noch zu lebenden Jahre. Ein modernes "Es rief ein goldenes Eulchen" kann dir sicherlich zum Beispiel sagen, ob "eine Verlegung auf eine andere Karriere, neue Herausforderungen im Beruf anstehen, innerhalb des Jahres oder eher."

Aber was immer du fragen magst, sei auf der Hut, den ersten Kuckucks-Rückruf nicht mit nüchternem Magen zu hören. Solchen wischt die Eule den ganz Sommer lang nur Ärger aus.

Wenn sich auch Zauberbräuche und -sprüche zu jedem Neu-Beginn finden lassen, besteht doch Anlaß, diese auch wohlüberlegt anzuwenden. Und nicht nur deshalb, da Waldschrate und Erdgeister den Zauberwortsprecher nicht
immer bei den jenseitigen Geschäften willkommen heißen.

Die vom Fernsehen her bekannte Anmerkung 'Bitte nicht selber zu Hause ausprobieren' hat Havaste an dem Zauberspruch für des Schamlosen Wunde am Mund angebracht - es sei denn man wollte gerade mit Fleiß erstaunte Blicke auf sich ziehen.

"Den Schwanz heb' ich an, dorthin spuck' ich, dorthin bringe ich vom Munde die Wunde, dort lasse ich sie verschwinden unter des elenden Köters Schwanz, in das Arschloch hinein."

- In den vergangenen Zeiten war es Sitte, bei Gebrechen von Menschen einen Hund als Stellvertreter des Betroffenen zu benutzen - oder zumindest konnte versucht werden, auf einen solchen Verfluchungen, Ärgernisse oder Schwierigkeiten zu übertragen, erklärt Havaste den Hintergrund des Brauchs.

Ein anderes Mal wiederum könnte es sich lohnen, die Anhebung einer Liebschaft mit Küchlein in Erwägung zu ziehen, die man die Nacht über unter der Achsel gehalten hat. Ein um einen bestimmten Lieblingsknopf gebundenes Haar treibt die Sache genauso voran: es bindet die Herzen zusammen. Schnelle Abhilfe, wenn es in Beziehungen kriselt, wird den Partnern zuteil, wenn sie zusammen die Tropfen des Morgentaus von einem runzligen Blatt aufgeleckt haben.

Eine Garantie für das Funktionieren von Zauberbräuchen ist Havaste nicht bereit herzugeben.

- Es kommt dabei immer darauf an, wie ernst es der Sprecher eines Zauberworts meint. Der Zauberspruch tut seine Wirkung, wenn der Zauberer an dessen Kraft glaubt. Soviel kann ich dazu nur sagen.

Und wenn die Zaubersprüche aus dem Buch anscheinend nicht hinhauen wollen, bleibt es keinem benommen, derer selber einige dazuzuerfinden. Auch die Zauberformeln der Alten Finnen kamen nicht vom Himmel gefallen, sondern diese wurden von Menschen für bestimmte Situationen erfunden und als wirksam befunden.

Als ihren eigenen Favoriten benennt die Schriftstellerin den Zauberspruch für das Neugeborene. Man könnte das Namensgebungsfest eines Säuglings nach Art der vormaligen Zeit so gestalten: das ganze Festvolk ins
freie hinausführen und den Sternenhimmel bewundern und dann gleichzeitig alle ihre Hände auf die Erde aufdrücken lassen, wenn der Name des Kindes bekanntgegeben wird. Wer weiß schon, was sich sonst in den Tiefen des Köpfchens eines Neugeborenen eingräbt, wenn es das erste Mal den Boden berührt und die Sterne sieht.

- Besonders verleitend ist auch der Gedanke, daß jeder von uns täglich 20 - 30 Mal einen Zauberspruch sagt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Indem man Guten Tag wünscht oder einen Gruß erbietet, zaubert man für einen anderen Menschen gutes herbei.

5
Apr
2007

Unaufhaltsam marschiert die Zeit voran - es drängt darauf, sich von allem Geld freizuschlagen

Freund der Durstigen 75 Jahre alt

(aktueller Originalbericht aus Finnland, übersetzt ins deutsche)

Finnlands Alkogeschäfte (die das Monopol auf den Verkauf von allen alkoholischen etränken landesweit halten) feierten am Donnerstag, den 5.4. ihren 75. Geburtstag. Der Beendigung des Prohibitionsgesetzes und die Gründung der Alkogeschäfte waren seinerzeit ein bemerkenswertes Ereignis. So bemerkenswert, daß in der Geschichtsschreibung des Landes die Ziffernfolge 543210 in einem Atemzug zusammen mit den Hungerjahren, dem Gründen der Volksschulen und der Autarkieerklärung genannt wird.

Am 5.4. im Jahre 1932 um 10 Uhr öffneten sich für das gesamte Volk die Türen der ersten Alkogeschäfte. 60 der Läden verkauften harte Drinks und derer 24 Bier. Und genügend Menschen aus dem Volk fanden sich garantiert ein. In Süd-Finnland wurde beharrlich bei strömendem Regen angestanden.

Der Hauptaktionär des umstrittenen Unternehmens war der Finnische Staat, und zusätzlich dienten als formelle Aktionäre der damalige Reichsschatzminister Kyösti Järvinen und Minister des Rechtswesens T.M. Kivimäki. Beide Minister notierten je eine Aktie und der Staat die restlichen der 28998 Stücke von 1000-(Finn-)Mark-Aktien.
Das sonderbare Vorgehen rührte daher, daß das Aktiengesellschaftsgesetz nur einen Gesellschaftsinhaber nicht duldete. Das Gesetz wurde in den 1990er Jahren geändert, und es wurden die beiden Aktien von den Erbgemeinschaften der Järvinen und Kivimäki zurückgekauft.

Das Angebot der Alkogeschäfte war recht bescheiden. In der ersten Preisauflistung der Alkohol-Laden Gmbh gab es nur ein paar Dutzend Produkte, wie Tafel-Branntwein, Bär-Brandy und den Wappen-Gebrennten. Zum Vergleich kann erwähnt werden, daß innerhalb der letzten zwei Monate dieses Jahres 96 neue Produkte in den Verkauf hinzugenommen worden sind.

Für die wenigen harten Drinks wurde ganz schön Werbung betrieben. Im Frühjahr 1932 sah man in den Zeitungen zum Beispiel folgende Alkoholwerbungen:
Gin Glühwein von Booths, ein unvergleichliches Erfrischungsgetränk! Die viereckig große Flasche zu 60 mk. Aquavit von Aalborg ist ein richtig wohlschmeckender Brandy, gerade stark genug (45 %) und treffend gewürzt. Auch ließ man es sich nicht nehmen, auf den Kater einzugehen. Hota, ein Pülverchen hierfür, wurde im Handel angepriesen mit Sprüchen wie Hilft auch bei Kopfschmerz, den man sich zugelegt hat oder Rüsten Sie sich auch für den darauffolgenden Tag.

Im Alkoladen der Anfangszeit wurde nicht mit Drinker-Tips aufgewartet. Am Tresen standen als Verkäufer Herren mit grimmgien Zügen, und die Flaschen waren in den Regalen so ausgerichtet, daß sich dem Käufer die Flaschenböden zeigten. Der Gedanke war, daß man sagt, wie der Schnaps heißen soll, an der Kasse zahlt, und dann den Schnaps vom Verkäufer holen läßt. Späterhin ersann man sich der Alkohol-Karten und der Überwachung der Käufer. Man konnte einen Kunden ins Verhör nehmen, und es verloren jährlich zehntausende von Kunden ihre Zulassung zum Einkauf alkoholischer Getränke.

Heutzutage betreibt Alko 332 Verkaufsstellen in 222 Bezirken. Das Netzwerk der Läden wird durch 134 Bestell-Service-Annahmestellen vervollständigt, welche sich von Konditoreien bis hin zu Reisebüros finden.

An ihrem 75. Jahrestag eröffnet Alko im Kaufhaus Kamppi von Helsinki ihren 'Flaggenschiffladen' Arkadia, in welchem es in zwei Stockwerken Alkohol im Angebot
geben wird. An Marken werden es über 2500 sein, vom Äpfelmost bis zum japanischen Reiswein, und die Kunden werden dies in aller Ruhe ausprobieren dürfen.

Die Türchen stünden in unserm Geld-Käfig jetzt auch schon offen, nur keiner will noch raus

Bestechungsgelder ritten Siemens in den Morast

(ein Bericht von Risto K. Tähtinen vom 31.3.2007 für die finnische
Zeitung Turun Sanomat, übersetzt aus dem Finnischen)


Wenn auch der Gerichtsprozeß immer noch nicht abgeschlossen ist, steht
fest, daß Siemens sich durch Bestechungen angeschwärzt hat. Die
teilhabenden Parteien beraten gegenwärtig, um den Gerichtsprozeß abzukürzen,
nur noch um die Höhe der Strafen in dem Bestechungsfall von Siemens im
Zusammenhang mit einer Elektro-Werks-Einrichtung.

Es ist nachgewiesen worden, daß Vertreter von Siemens in den Jahren
1999-2002 zwei Vorstände des im Besitz des italienischen Staates
befindlichen Energiekonzerns Enel mit sechs Millionen Euro abschmierten, um an
eine Bestellung von Gas-Turbinen für 450 Millionen zu kommen.

Dieser Gerichtsgang stellt einen wichtigen Präzedenzfall für einen
zweiten unter kriminalistischer Untersuchung stehenden Bestechungsverdacht
von Siemens dar. Auch die Telefon-Netz-Abteilung von Siemens, also der
Teil, der in die Gemeinschaftsfirma von Nokia und Siemens übergeht,
steht unter dem Verdacht der Bestechung (Nokia und Siemens haben sich,
großartig vor allem in der finnischen Presse berichterstattet und
kommentiert, am Sonntag, dem 1. April 2007 zu der Firma-Fusion Nokia Siemens
Networks zusammengeschlossen; mehr Berichte zu deren näheren
Zukunftsplänen sind zu erwarten).

Die Schmiergelderzahlung bei den Handelsabschlüssen mit dem E-Werk
weise nach Meinung von Rechtsverständigen darauf hin, daß das Anbieten und
Bezahlen von Bestechungsgeldern bei Siemens ein fester Bestandteil der
Methoden des geschäftlichen Gebarens gewesen sei. Bestechung kann
demnach in jeder beliebigen Abteilung von Siemens ins Erscheinungsbild
stossen.

Siemens wird auch verdächtigt, sich die Hauptvertrauensperson gekauft
und deren unabhängige berufliche Organisation gestützt zu haben.

Siemens schmierte auch in Helsinki

Siemens und das Zahlen von Bestechungsgeldern lösten in den vergangenen
Jahren auch in Finnland große Zeitungsschlagzeilen aus. Hinter dem
Bestechungsskandal beim Bau der U-bahn von Helsinki steht Siemens.

Vor zehn Jahren wurde in Singapur Siemens von Bestellungen des
öffentlichen Sektors für zehn Jahre wegen Korruption ausgeschlossen.
Gegenwärtig wird ein Bestechungsverdacht von Siemens in Vietnam geprüft.

Siemens hat auch an gesetzeswidrigen Preiskartellen zwischen
Unternehmen teilgehabt. Ende Januar legte die EU-Kommission Siemens eine Zahlung
von Bußgeldern auf, über eine Höhe von 419 Millionen wegen der
Beteiligung an einem Preiskartell von Starkstrom-Transformatoren.

Bestechen war früher normal

Korruption war in den Jahren nach dem Krieg nur wenigen international
arbeitenden Firmen nicht bekannt, egal, um welches Land es sich handelt.
Da das Zahlen von Bestechungsgeldern hauptsächlich den Verhältnissen in
Entwicklungsländern in Afrika und Asien nicht gut bekommt, Diktatoren
unterstützt, die Marktwirtschaft verfälscht und die Demokratie verletzt,
ist in den westlichen Ländern gegen das Bestechen eine moralische
Bewegung aufgekommen. Gerade die Unternehmen waren es, die die gegen
internationale Bestechung ankämpfende Organisation TA - Transparency
International - ins Leben riefen. Das Ausmerzen von Bestechung und Korruption
ist zu großem Teil ein Erfolg von deren Arbeit.

Das Geben von Bestechungsgeldern war laut deutschem Gesetz deutschen
Firmen außerhalb der Landesgrenzen bis zum Jahre 1999 erlaubt, als
Deutschland eine Verabmachung gegen internationale Bestechung annahm. Und
Bestechung war nicht nur akzeptiert, das Unternehmen konnte sogar die für
die Bestechungen aufgewendeten Gelder von der Besteuerung als normale
Geschäftsausgaben absetzen.

Siemens hat es noch schwerer als manch andere Firma, ihre Kultur
umzustellen. Die 160-jährige Siemens ist wie ein Dinosaurier. Der Betrieb
stellt eines der Eckpfeiler des Aufschwungs von Deutschland nach dem
Kriege vor. Dem Unternehmen, das von deutschem Ingenieur-Können durchsetzt
und an ein Nesthäkchen-Heim, geschützt durch Besitzungen kreuz und guer,
gewohnt ist, ist es schwergefallen, sich an die freie Marktwirtschaft
und an eine globale Welt zu gewöhnen.

Handy Mobils sind ein gutes Beispiel. Noch anfang der 1990er Jahre war
in Deutschland noch ein eigenes, nationales, auf Normen von Siemens
basierendes Mobilphone-System in Gebrauch. Es war rudimentärer als das
gleichzeitig in skandinavischen Ländern gebrauchte nmt-Telefon-Netz.

Deutschlands System wurde unter Monopol von der staatlichen Telekom
betrieben. In dem System funktionierten nur die Telefon-Geräte von
Siemens. Es gab keinen Wettbewerb und die Welt von Siemens war damals noch in
Ordnung. Ein Käfig-Tier hat es schwer, sich in die Freiheit der Natur
einzufügen.

In allen Lagern scheint es sich noch nicht herumgesprochen zu haben, daß es dem Geld bald an den Kragen gehen könnte

Es besteht ein Plan, eine islamische Mega-Bank einzurichten

Islamische Finanzierungseinrichtungen planen eine islamische Bank in Bahrain zu errichten, die innerhalb von sieben Jahren eine Kapitalstärke von 100 Milliarden U.S. Dollar erreichen wird, hieß es von offizieller Seite.

Sheikh Saleh Kamel, Kopf des Allgemeinen Rats für Islamische Banken und Finanzielle Institutionen, sagte am Mittwoch, daß eine große islamische Bank vonnöten wäre, um auf dem Sektor (? ) an Liquidität zuzulegen.
"Es ist an der Zeit, mega-Islamische Banken zu haben... wir werden in Bahrain eine Bank mit verschiedenen Arten von Aktien errichten", vertraute Kamel einer Nachrichtenbesprechung in Manama, der Hauptstadt des Königreichs, an.

Die islamische Finanzierungsindustrie hat schätzungsweise 300-400 Milliarden U.S. Dollar an Vermögensanlagen, wobei aber ein Mangel besteht an auf Kapital ausgerichteten Banken. Ungefähr ein Viertel der weltweit runden 300 islamischen Geldverleihern haben Berichten zufolge weniger als 25 Millionen U.S. Dollar an Rendite-Vermögen.

Kamel sagte: "Es besteht eine Notwendigkeit für diese Mega-Bank, um die Werkzeuge dafür zu schaffen, die Solvenz in islamischen Banken zu steigern und das Bankwesen mehr auf die Ziele der Sharia (des islamischen Gesetzes) hin zu bewegen."

Islamische Finanzierung

Ein Verbot, einen Zins zu erheben, und in Geschäftssparten zu investieren, die sich verbieten, wie zum Beispiel der Handel mit Alkohol, Schweinefleisch, Waffen, Pornographie, und Glücksspiele, sind einige von deren Vorzügen, die das neue Bankhaus von herkömmlichen Bankinstituten unterscheiden wird.

Die Bank, die Emaar genannt wird, wird eine anfängliche Kapitalanlage von 1 Milliarde U.S. Dollar aufbringen, zur Verfügung gestellt durch finanzielle Einrichtungen.
Die Albaraka Banking Group, der auch Kamel vorsteht, wird eine der Gründer-Investoren sein. Adnan Yousif, Hauptausführender Beamte von Albaraka, sagte, Emaar würde innerhalb den nächsten zwei Monaten in Bahrain gegründet werden.

Zwei Trassen

Aktien werden dann in der Bank in zwei Trassen angeboten, die erste wird das Kapital der Bank auf 10 Milliarden U.S. Dollar anschwellen lassen, und die zweite auf 100 Milliarden U.S. Dollar, in Vorgängen, die fünf bis sieben Jahre dauern, sagte Kamel, ohne auf nähere Einzelheiten einzugehen.

Die andere islamische finanzielle Institution, die daran beteiligt ist, die Emaar Bank auf die Füße zu bringen, ist die Islamische Handels- und Industriekammer, sagte Ezzedine Khoja, der Generalsekretär des Allgemeinen Rats.
Khoja sagte, über den Zeitplan für die zweite und dritte Trasse des Investments wäre noch nicht entschieden worden, oder wie die Investments sichergestellt würden.

Eine Verdreifachung der Ölpreise innerhalb von fünf Jahren im Juli hat den islamischen Finanzierungssektor mit Petrodollar aufgeschwemmt, was dessen Ausbreitung beschleunigt.

~ Diese Nachricht kam zeitgleich mit einem Bericht aus der arabischen Welt, daß China Ölfelder von Weltgrößenordnung gefunden hat.~

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Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

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