28
Jul
2012

Das Phänomen des durchgedrehten Massenmörders - und was das Kino und dessen Filme damit zu tun haben

Die Spirale von Akten sinnloser, brutal tödlicher Gewalt will einfach nirgendwo auf der Welt abreißen. Dies wurde jüngst wieder auch dem Westen auf brutalste Weise vor Augen geführt, durch den bei Denver in einem amerikanischen Kinosaal verübten Anschlag, bei dem es zu einem tragischen Massenmord an einem Dutzend Besucher der Erstaufführung eines neuesten Batman-Films gekommen war. Die einzige "Schuld" dafür, den Opfertod gestorben zu sein, bestand für die von den Schüssen eines Wahnsinnigen getroffenen Besucher darin, daß sie ausgerechnet bei der Film-Premiere mit dabei sein wollten - unter den ersten vor Ort, die sich den neuen Batman anschauen gehen. Warum durften sie in jener Nacht ihren Film aber nicht zu Ende sehen, für den sie gekommen waren und wofür sie bezahlt hatten? Was war passiert?

Leute von heute, mehr denn jemals zuvor, ziehen sich in ihrer freien Zeit - man braucht sich nur die laufenden Filmtitel und -angebote betrachten - wahnsinnig gerne Filme mit einem Maximum an Gewaltszenen rein. Je mehr es kracht und scheppert und geschossen und getötet wird, desto besser scheinen Filme beim Volk anzukommen. Zumindest sind es gerade Filme aus diesem Genre, die en masse produziert und den Leuten 'untergeschoben' werden. Wer gängelt hier nun wen? Die Produzenten der Filme werden natürlich sagen, "wir produzieren eben genau das, was die Leute sehen wollen." Doch ist es eine Tatsache, daß kino- und fernsehfilmaffine Leute auf alle möglichen Filmthemen verfallen, sind die entsprechenden Filme erst einmal von den Filmkritikern und denen mit der größten Schnauze mit Lobessprüchen übersät, und wenn dies nun auch Filme sein sollten, die von ganz anderen Dingen handelten, als ausschließlich von nackter, räudiger Gewalt oder sonstwie düster-bös frohlockenden kriminellen Intrigen. Wie wäre es zum Beispiel damit, in einem neuen Themenkreis durch Filme mal die Welt, in der wir leben, fiktiv als eine völlig neuerfundene oder rundum erneuerte auszumalen, die eine Welt wäre, die so ganz ohne jegliches Geld auskäme? Angefangen von den Anfangstagen einer neuen Neuzeit, nachdem das Geld erstmals global außer Kraft gesetzt worden wäre, wo es anfangs vielleicht noch etwas kunterbunt zuginge, bis hin zu späteren, sehr glücklichen Tagen, wo das neue geldbefreite System überall verfangen und sich durchgesetzt hätte, und man sich bereits lustig machte über die verflossenen und überwundenen, alten, harten, geldversklavten Tage...?

Filme über die schöne Zeit nach der allgemeinen Abschaffung des Geldes auf dem gesamten Globus lieferten zudem auf positive Art und Weise imaginationsbeflügelnde Figuren und Filmrollen, die vom ethisch-moralischen Standpunkt her allemal als nachahmenswert zu bezeichnen wären - gänzlich im Gegensatz zu all diesen wilden, toll-dreisten Filmrollen in den Gewaltfilmen mit sogenannter Action.

Jeder Betrachter eines Films schlüpft, während dieser läuft und man als begeisterter Zuschauer darin aufgeht, unweigerlich in proportional zur sich aufladenden Spannung zunehmendem Maße, abwechselnd in die verschiedensten Rollen hinein, durchaus auch in die der Übeltäter und der Killer, nicht nur in die der Protagonisten auf der 'guten' Seite. Da kann einer erzählen, was er will. Ein normaler Zuschauer und Mensch versteht indes zum Glück zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Doch wie sieht es mit einem verstörten, einem geistig gestörten oder manisch-schizophrenen Zuschauer beispielsweise eines Gangster-Squad-Films aus? Man kann in niemandes Kopf hineinblicken, um nachzusehen, was darin vorgeht. Die eigenen Gedanken, und sollte man sich auch einmal insgeheim am Bösen berauscht haben, sind Privatsache - und werden dies Gott sei Dank auch immer bleiben, solange man nur in seinen Handlungen gegenüber dem Nächsten und auch gegen sich selbst zu unterscheiden vermag zwischen gut und böse. Soweit ein klarer Fall.

Der schnell gefaßte 24-jährige Täter des neuesten amerikanischen Shoot-out schweigt aber eisern. Über das böse Motiv der Schreckenstat kann nur gerätselt werden. Sein versteinertes Gesicht, das über Nacht bald weltweit zu einem neuen Antlitz des Bösen geworden ist, spielt die Grimassen eines Verrückten durch, wohl in der Hoffnung, letztlich als ein solcher auch am Gericht durchzugehen und mit einem günstigeren Urteil davonzukommen, legen die Aussagen der Gefängniswärter nahe. Die können das wohl richtig einschätzen. Die beobachten den gefürchteten, unverständlichen, verhassten Gefangenen ja rund um die Uhr.

Der Gefangene wird weiterhin schweigen. Warum? Ich projiziere einmal anhand der vielen dürftigen Informationen in das Gesamt-Puzzle hinein: Die Pläne des Unholds sind durch Umstände außerhalb seiner Reichweite jäh durchkreuzt worden, wenn diese auch, wie er glaubte, bestens vorbereitet waren. Die Rechnung seines nächtlichen Killing-Field-Kreuzzugs ist letztlich nicht aufgegangen. Das Aurora-Massaker hätte höchstwahrscheinlich nur ein erster Beginn einer ganzen Serie von Massakern in Kinosälen in anderen Städten im weiteren Umland des motorisierten Amokläufers sein sollen. Dafür spricht das durch die hochexplosive Verdrahtung seiner Wohnung vorbereitete Ablenkungsmanöver, das zeitlich vom Täter so abgestimmt war, daß, hätte tatsächlich jemand dessen Apartment betreten und wäre damit der gesamte Wohnblock in die Luft geflogen, sämtliche verfügbaren Polizei- und Sanitäterstaffeln einstweilig an jenem einen Ort, dem explodierten Wohnhaus, zusammengezogen gewesen wären, während der Attentäter selbst unterdessen unbehelligt, nachdem er seine Schandtat im ersten Kino verrichtet gehabt hatte, in seinem Auto an den nächsten Ort seiner Verbrechen weiterziehen hätte können. Bis die staatlichen Sicherheitskräfte an ihrem zweiten großen Einsatzort der Nacht angekommen wären, wäre das Monster womöglich schon mittendrin im dritten Saal am Morden gewesen.

Doch hatte der Idiot vor lauter Aufregung bereits im Saal von Aurora mit einer Ladehemmung seines halbautomatischen Sturmgewehrs zu kämpfen gehabt, und vor allem hatte er in seiner mit zig booby-traps von tödlicher Sprengkraft präparierten Studentenbude mit der übermäßig laut spielenden Techno-Musik zur mitternächtlichen Stunde, wie er sie zurückgelassen hatte, die erwartungsgemäß irgendeinen von all den Mitbewohnern des Hauses, die sich bei dem Krawall brutal in ihrer Nachtruhe gestört fühlen mußten, hineinlocken und damit das seinerseits grauenvolle 'Ablenkungs'- Desaster auslösen sollte, einen Touch zu laut die Musik gestellt - eben schon bedrohlich wirkend laut. Die eine junge Nachbarsfrau, die angeblich tatsächlich an die Tür zu jener Wohnung ging, um sich über die laute Musik zu nachtschlafender Zeit zu beschweren, hat sich auf jeden Fall - lebensrettender Glücksfall bei allem Unglück - nicht hineingetraut, obwohl die Tür nicht abgesperrt war. Die exzessive Lautstärke und die Tatsache, daß niemand an der Tür erscheinen wollte, ließ die Nachbarin davor zurückschrecken, in die Wohnung einzutreten, durchkreuzte somit alle weiteren Pläne des Täters, über Aurora hinaus. Bereits an seinem Wagen, hinter dem Kino geparkt, wurde er festgenommen, völlig ungläubig dreinblickend, wie es möglich sein könne, daß die Polizei derart schnell aufgekreuzt sein könne. Sein Haus war eben nicht wie nach Berechnung in die Luft geflogen, und nun schmort der Vogel im Kerker seiner heißgelaufenen Verrücktheit einem etwaigen Todesurteil entgegen. Für etwas, das er nicht hatte vollenden können. Deshalb wird er auch nicht sprechen, und wird weiterhin versuchen, auf verrückt zu spielen, wiewohl ihm das nicht weiterhelfen wird.

Einen ähnlichen Grund zum sturen sich Ausschweigen vor den mit seinem Fall betrauten Behörden und vor Gericht gab es im letzten Jahr bei dem brutalen Kraillinger Nichtenmörder. Jener Onkel der beiden brutal ermordeten kleinen Mädchen hatte ja wohl damals nicht die Kinder, sondern deren Mutter, seine Schwägerin, eigentlich ausschalten wollen, um so zu einem sehnlichst erwünschten Erbe, der Hälfte eines Doppelhauses, zu gelangen. Doch hatte er nicht gewußt, daß ausgerechnet in der Tatnacht sein Opfer zur Mitternachtsstunde in dem Restaurant, wo die Frau als Kellnerin arbeitete und wo in der Nacht eine geschlossene Hochzeitsparty bis vier Uhr morgens im Gang war, noch nicht zuhause war, als er dort hinkam. Anstattdessen muß er dann von den Kindern, die er zu der Zeit vermutlich schlafend wähnte und die wohl gar nichts von allem hätten mitkriegen sollen, plötzlich überrascht worden sein, sodaß es dann - geladen mit Mordplänen, wie er es war - für ihn nichts anderes mehr gab, als die Kinder 'wegzuputzen', um mit seinem üblen, wenn auch verpatzten Vorhaben nicht aufzufliegen. Somit dürfte der Tod der Kinder lediglich ein 'Unfall' in den Augen des dergestalt frustrierten Mörders gewesen sein. Hatte er vielleicht im Schlafzimmer der Schwägerin, nachdem er das Bett 'leider' leer vorfand, vor Frust zu lautstark vor sich hingeflucht und dabei die Kinder im Zimmer nebenan aufgeweckt? Auch er konnte sich nie zu seiner Schuld bekennen, verstellte sich sodann bei seinen Verhandlungen in schauspielerischer Manier, und versuchte die DNA-Belege - die einzigen, ihn überführenden Beweise, da es keinerlei Zeugen gab, die jemanden in der Nacht gesehen hätten, auch nicht ihn. als von der Kripo gedrechselt hinzustellen - und sagte vor seiner Verurteilung zur lebenslänglichen Haftstrafe nur soviel noch, daß er sehr wohl wisse, "man töte keine kleinen Kinder" und daß er so eine greußliche Tat nie übers Herz brächte. Er brachte solche Sprüche vermutlich nur deshalb über die Zunge, da er die Kinder tatsächlich gar nicht hätte töten wollen. Was natürlich nichts an den Fakten und seiner Verurteilung ändert, da die Kinder nun mal leider umgebracht wurden. Der windige zum Todesboten gewendete Postbote meinte wohl - und solche Gedanken werden in vielen anderen Verbrecherköpfen herumspuken -, für die besonders schlaue Ausführung eines geschickt eingefädelten, da ungesehen gebliebenen Verbrechens mit keinem einzigen Augenzeugen, dazu noch in vermeintlich berechtigter Mission, müßte er auch vom Schicksal damit belohnt werden, nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden, und daß eine Anklageerhebung einzig und allein auf zu 99,999 % Wahrscheinlichkeit mit den seinen übereinstimmenden DNA-Spuren basierend in einer rechten gerichtlichen Disziplin der Gesetzesanwendung eine unlautere Sache sei, vergleichbar nur mit dem verpönten, da kompromittierenden Doping von Sportlern, das bei der Olympiade und großen Sportereignissen ja auch untersagt ist. Doch hat die moderne intelligente Technologie in der Kriminilastik natürlich ihre unbestreitbare Daseinsberechtigung. Da beißt die Maus keinen Faden ab, die Katz sich aber in den Schwanz!

Doch zurück zum Thema, zum sich in Schweigen hüllenden Todesschützen von Aurora. Da der Täter also wohl kaum irgendwelche Angaben zu einem Motiv machen wird, machte es vielleicht mehr Sinn, wenn überhaupt, danach zu fragen, was uns dieser neuerliche schreckliche Vorfall von einer höheren Warte aus betrachtet sagen kann.

Hierzu folgendes: Genauso wie die Tatsache, wenn in einem gewissen Zeitraum wie in unserer Gegenwart immer wieder aneinandergereiht Naturkatastrophen schlimmeren Ausmaßes die Erde heimsuchen, daß dies als ein Aufschrei, ein krampfhaftes Aufbegehren unserer geschundenen Erde gegen die ganze Verpestung und die zerstörerische Ausbeutung, die unentwegt dem Globus zugemutet werden, gewertet werden darf, sollte meines Erachtens jetzt auch dieses fürchterliche Filmhaus-Massaker von Colorado aufgefasst werden als ein Aufschrei der menschlichen Gemeinschaft insgesamt - immerhin kommt auch der Killer aus deren Reihen -, als ein in kalter Brutalität verkrampftes Aufbegehren gegen diese von mir bereits oben angedeutete und angemahnte Überflutung des Filmmarktes mit Filmen voll der Gewalt allermöglichen Couleurs.

Letztendlich also eine tödlich überscharf gewürzte, unterschwellig brüllende Botschaft, dieses so schmerzliche Drama von Aurora, in erster Linie an die Filmemacher von Hollywood und der Welt gerichtet, sich doch endlich in ihren Vorzeigeprodukten, von denen die Massen in weiten Teilen der Erde bezaubert werden, mal auch etwas anderes einfallen zu lassen als immerzu nichts wie Schießen, Schießen, Schießen?

Darum plädiere ich für einen Umschwung in den Filmmotiven der Zukunft - endlich weg von all dem Horror und der tumben Action -, die etwa eine zukünftige Neue Welt ausleuchten könnten, in der die Menschheit in filmisch durchaus interessanten Geschichten Stück um Stück lernt, wie man sich die Welt in einer großen Nutzgemeinschaft einrichtet, in der es keinen Platz mehr für Geld zu geben hat.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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