22
Sep
2009

Klare Köpfe und doch mehr Zivilcourage braucht das Land

Bei einem Fahrer unter Drogen ging so ziemlich alles daneben, was daneben gehen kann. Ein im Rauschestoffdampf sowie betrunken Auto fahrender Mann aus Helsinki brachte es vorgestern in der Stadt Lahti auf eine beachtliche Vergehensliste. Der Mann zischte mit einer Stundengeschwindigkeit von 140 km an der Polizei vorbei, die ihn, um ihn blasen zu lassen, anhalten wollte. Er hatte es voll darauf angelegt, zu entwischen, indem er sich so gut wie gar nichts um die Sicherheit Entgegenkommender scherte. Zum Schluß der Verfolgungsjagd mit der Polizei probierte er es noch, sich zu verstecken, und fuhr in einen Innenhof hinein. Die Bewohner des Anwesens schnappten sich jedoch den Schlawiner schließlich.

Laut Polizei kam der 34-Jährige beim Blasetest auf 0,65 Promille und flog zudem beim Rauschmitteltest wegen Amphetamine auf. Er steht nun im Verdacht einer schwerwiegenden Verkehrsgefährdung, der Trunkenheit am Steuer in einem besonders schweren Fall, des Unbeachtetlassens einer Aufforderung zum Anhalten durch die Polizei, eines Rauschmittelbenutzungsdelikts und des Fahrens ohne Führerschein.

Zudem hatte das von dem Mann benutzte Fahrzeug keine TÜV-Plakette und es war nicht angemeldet, vielmehr fuhr es mit falschen Schildern, und offensichtlich hatte der Mann es widerrechtlich an sich gerissen.

21
Sep
2009

Das Geschäft mit der Unsicherheit in den Köpfen der Menschen floriert mit Hilfe der Medien sehr gut

Mit dem gesteigerten Gefühl der Schutzlosigkeit der Menschen werden hemmungslos Geschäfte gemacht. Forscherin Hille Koskela führt als ein Beispiel die Schutzfirmen an, die den Haushalten ihre Dienstleistungen andrehen.

Die Beschützfirmen verfügen über Verbindungen zu Versicherungsgesellschaften, deren Klienten einen Beitragsrabatt erhalten für in Anspruch genommene Dienstleistungen der Schutzfirmen.

Nach den Erkenntnissen der Forscherin hat sich die Kriminalität in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich verschlimmert. Desungeachtet herrscht in den Köpfen der Menschen das Bild vor, als wäre die Welt unsicherer geworden, und das machen sich die Unternehmen der Branche zunutze.

Immer mehr Produkte werden mit dem Beiwort "schutzbietende Sicherheit" vermarktet. Koskela macht darauf aufmerksam, daß, falls das Geschäft mit der Beschützung die Sicherheit richtiggehend vorantriebe, es zum Schluß sich selbst ùberflùssig machen würde.

Auch die Medien würden einem Anstieg der Angstspirale zuarbeiten, indem sie demonstrativ über außergewöhnliche Verbrechen Bericht erstatten.

20
Sep
2009

Volksweise

Es ist nicht so, als fühlte sich die Muse, als ob sie sich in ihren Muschelschalen verschlösse,
es ist mehr so, als wäre es höchste Zeit für des Burschen letztes Nickerchen.
Und die mit dem Schal winkende Dirne, die ihm das Beste wünschte, fährt ihm mit einer Dampfwalze über den Brustkasten.

Und die Worte wollen nicht aufsteigen, weder wie jene Stange noch wie Holzblöcke, die sich zusammenfügen für den süßen Verfall ihrer alten Grotte,
und, wie Eier in der Bratpfanne, vergießt das Gesicht seine Augen über den ganzen Kissenbezug.


Fühlst du dich heute nacht warm unter jenen sechs Schleiern
in der Mulde von dir, deren gespannter Grund ein Klagelied singt;
wo wie Fische, die bei dem ausländischen Blau ins Japsen kommen,
meine derbe Lippe im Begriff war, etwas zu erhaschen, das in dem Moment du warst?

Ich wünschte, ich hätte eines Hasen Ohren an meinen Glatzkopf angenäht,
im dichten Wald würde ich dir zuliebe Tropfen aus Blei schlucken
und von schwarzen, verknorzten Aststümpfen in dem ölglatten Teich würde ich vor deinem Gesicht auftauchen
als wie es kein Schlachtschiff wie die Tirpitz besser tun könnte.

Es steht aber nicht auf den Karten oder auf des Kellners Tablett,
und es schmerzt, es dort auszusprechen, wo einem die Haare ergrauen.
Es finden sich mehr blaue Venen als das Blut ein, um deren ausgetrocknetes Geflecht anschwellen zu lassen, ganz zu schweigen von irgendeiner entfernten Gehirnzelle.

Wir sind dabei, für immer auseinanderzugehen, meine Freundin, soviel steht fest.
Zeichne einen leeren Kreis auf deinen gelben Notizblock.
Der werde ich sein: nichts drinnen, das verzückt wäre.
Fixier ihn eine Weile, dann radiere die Kritzelei aus.



Ein Gedicht des sowjetrussischen Übersetzers und Dichters Joseph Brodsky (1940 - 1996) aus Leningrad, der, nachdem er mitte der 1960er Jahre einige Zeit wegen "gesellschaftlichen Schmarotzertums" in einem Lager in Archangelsk zugebracht hatte, am 4. Juni 1972 in den Westen kam, und fortan in England und in den USA lebte und wirkte — in einer Übersetzung ins Deutsche von mir

Erhard Hans Josef Lang

19
Sep
2009

Wie kann jemand Tieren gegenüber nur so unmenschlich sein?

Wer mit der Pflege von Tieren betraut ist - dazu zählt ebenso das Halten von Haustieren - sollte seinen Pflichten den Tieren gegenüber auch gewissenhaft nachkommen. Es wäre menschlich ein höchst feiger Akt, sich aus dieser Verantwortung herausstehlen zu wollen, gerade wenn es sich um Tiere handelt, die auf eine Umsorgung durch den Menschen angewiesen sind und nicht aufmucken können, sollten sie schlecht behandelt werden.

Im finnischen Turku hat das Schöffengericht jüngst eine 26-jährige Frau aus dem Umland wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz zu 80 Tagessätzen Bußgeld, bzw. zu einer Buße von 480 Euro und für fünf Jahre zu einem Tierhalteverbot verurteilt. Die Frau darf während der Zeit Pferde oder pferdähnliche Tiere weder pflegen noch für deren Wohlergehen Sorge tragen.

Die Frau war dazu bestimmt, in der Gemeinde Paimio [im Kreis Turku] drei Pferden der landläufigen Rasse sowie den sechs Ponys dort aufzuwarten und sich um diese zu kümmern. Nach Ansicht der Schöffen vor Gericht vernachlässigte von Anfang September 2007 bis zum Jahreswechsel die Frauensperson ihre Pflichten und ließ den Tieren nicht die notwendige Pflege zuwachsen, verabreichte nicht genügend Futter und stellte zum Saufen auch kein sauberes Wasser bereit. Den Tieren wurde unnötiges Leid verursacht und sie waren richtig verdreckt, durchnässt und ausgehungert gewesen.

Die Stallverschläge waren kaum ausgemistet und den Tieren stand keine saubere Trockenstreu zur Verfügung. Die äußere Einzäunung des Tiergeheges war unabgesichert und sie ermöglichte ein Entlaufen der Tiere. In dem umzäunten Areal gab es auch keinen Unterstand für unwirtliche Witterungen und es gab auch keine trockene Unterlage, worauf die Tiere sich hätten ablegen können.


Hier der Link zu einem Artikel zum Aufkommen der Idee der modernen Tierschutzgesetzgebung »

Wer-der-Pflege-von-Tieren-anvertraut-wird-sollte-sich-ihrer-auch-annehmen

18
Sep
2009

Laue Catering-Tage

Heute bleibt die Küche kalt;
heute lassen wir uns Essen bringen - nur vom Feinsten -
für ein Familienpicknick in den Wald,
ja in den Wald, juchee, juchee.

Braucht man denn immer 'nen bestimmten Anlass
zum Ausspannen und Feiern?
Sich einfach mal 'nen Ruck geben,
das Stimmungsgemenge über den Tagesablauf bestimmen lassen -
so lange nur 's Geld stimmt.

Solange es Geld gibt,
und wir unsere Muskeln und unsere Köpfchen dafür hinhalten,
muss der Rubel rollen
und unter die Leut' gebracht sein.

Und sind wir einmal klamm,
ach keine Bang!
auch dann darf zwischendurch schon mal im Wald gepicknickt werden.

Dann kochen wir einfach an einem Tag für zwei Tage auf
und catern uns am darauffolgenden selber im Wald,
ja im schönen Wald, juchee, juchee.

Was sein muß, muß sein! An lauen Tagen, wie diesen.

17
Sep
2009

Wahrheitsgehalt von Überlieferungen - Schriften, die große Zeiträume der Geschichte überdauert haben

Etliche Leute haben die Historizität der Bibel in Zweifel gezogen, und deshalb ist jene bestimmt mehr als irgend ein anderes Buch erforscht worden.

Von den frühesten Manuskripten des Neuen Testaments sind jedoch Tausende gefunden worden, 24'000 Stück.

Das Neue Testament ist in zeitlicher Nähe zu den darin verzeichneten Ereignissen geschrieben worden, im Zeitraum der Jahre 45-96. Frühest gefundene Teile von Kopien davon sind von um das Jahr 125 herum, von um das Jahr 200 herum gibt es einige Bücher und ums Jahr 400 herum das gesamte Neue Testament.

Aristophanes schrieb circa 450...385 v.Chr., Kopien seiner Texte wurden zehn gefunden, wovon die frühesten von 900 n.Chr. stammen, also ungefähr 1'300 Jahre später.

Aristoteles dürfte eine recht bekannte Person sein, wollen wir daran glauben, daß er einmal gelebt hat. Er schrieb um die Jahre 384-322 v.Chr. herum und von den Schriften gibt es 5 Kopien, von denen die frühesten vom Jahr 1100 n.Chr. sind, als 1'400 Jahre nach deren Verfassung.

Auch Julius Caesar schrieb Geschichte, um die Jahre 100-44 v.Chr. herum, Kopien der Schriften sind 10 Stück gefunden worden und die frühesten davon sind von um das Jahr 1000 n.Chr. herum.

Catullus schrieb seine Gedichte in der Zeit um das Jahr 54 v.Chr., Kopien wurden 3 Stück aus dem Jahr 1550 n.Chr. gefunden.

Herodot schrieb in den Jahren 480-406 v.Chr. Geschichte nieder und aus dem Jahr 900 n.Chr. sind 8 Kopien gefunden worden.

Plato ist ein Philosoph, dessen Schriften in den Jahren 427-347 v.Chr. entstanden, und es ist gelungen, 7 Kopien davon von um das Jahr 900 n.Chr. aufzufinden.

Das historische Werk von Tacitus wurde ungefähr 100 n.Chr. geschrieben und Kopien davon wurden aus dem Jahr 1000 n.Chr. gar 20 Stück gefunden.

16
Sep
2009

Demokratie am quirligsten - völkischer geht's nicht mehr

In Estland geben die bevorstehenden Kommunalwahlen das Bild, als würden sie die Einwohnerzahlen von Gemeinden anwachsen lassen.

Die Eesti Päeväleht vom Montag schreibt, daß plötzlich in verschiedenen Landesteilen Estlands neue Einwohner im Abstimmalter aufgetaucht sind. Gemäß einer grundlegenden Erklärung des Innenministeriums haben sich neue Stimmberechtigte in ein paar Dutzenden von estnischen Gemeinden einschreiben lassen. Ausgesprochene Umzugsgewinnler scheinen die kleinen Inseln Estlands zu werden, wie zum Beispiel Ruhnu und Kihnu (wörtl. die Schmächtige und die Kümmmerliche [Insel]).

Auf dem Festland haben unter anderen die ostestländische 500-Seelen-Gemeinde Alajoki [Am Unteren Flußlauf] neue Einwohner erhalten. In den letzten Monaten hat die Gruppe der Stimmberechtigten vor Ort um fast zehn Prozent zugelegt.

Am meisten neue Wähler sind nach Paldiski umgezogen. In der Stadt befindet sich ein Haus, auf dessen Bücher sage und schreibe 36 Bewohner im Abstimmalter sich haben eintragen lassen.

Laut den Behörden sei es derzeit noch verfrüht, zu bestätigen, ob es sich um die Vorbereitung eines Wahlbetrugs handle. Die Kommunalwahlen Estlands werden in einem Monat abgehalten.

8
Sep
2009

Wie sich aus den Puzzle-Versatzstücken um den Tod Michael Jacksons herum ein sinnvolles Bild zusammenstellen läßt

Von Anfang an hatte man bei dem plötzlichen Dahinscheiden Michael Jacksons das Gefühl, daß da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Als dann die näheren Umstände bekannt wurden, die unmittelbar vor dessen Tod obwalteten, fühlte man sich erst recht darin bestätigt.

Nun, da der genaue Zeitablauf der Abgabe der verschiedenen, im Abstand weniger Stunden verabreichten Spritzen mit stark narkotischen Schlaf- und Beruhigungsmitteln in den frühen Morgenstunden bis zum späten Vormittag des Todestages durch den sich sehr sonderbar gerierenden Hausarzt Conrad Murray geklärt ist, deren Abgabe in der angewandten Abfolge den Herzstillstand mit Todesfolge bewirkten des allseits in den Hitradios der Welt mit seinen poppigen MoTown-Liedern mit der eigenartig glucksenden Stimme bekannten Negerkinderstar, der statt erwachsen zu werden, ein selten berühmter Vogel von einem Superstar wurde, ein in einen Weißen umgewandeltes Negergesicht mit den imitierten Gesichtszügen einer Elizabeth Taylor, wird mittlerweile auch auf offizieller Seite von Todschlag gesprochen. Daß es nun zwar heißt, die Staatsanwaltschaft würde prüfen, ob gegen den Hausarzt wegen der Verschuldung des Todes gerichtlich vorzugehen wäre, daß aber offensichtlich doch stillschweigend davon abgesehen wird, müßte die Öffentlichkeit eigentlich umso stutziger machen. Doch ist durch das lange Hinhalten bis zur offiziellen Bekanntgabe des Resultats der Autopsie, das aber inoffiziell bereits längst durchgesickert war und in allen Medien breitgetreten wurde, das öffentliche Interesse an dem Fall derart überstrapaziert und erschöpft worden, daß es schlußendlich gänzlich erlahmt scheint, und kein Mensch mehr aufmucken und lautstark reklamieren will, warum die ganze Geschichte jetzt auf einmal eingeschlafen zu sein scheint - und offensichtlich keiner, auch kein Ankläger, mehr daran denken will, in der Sache einen Gerichtsprozeß zu eröffnen.

Könnte dahinter Taktik stecken?

Besonders auffallend am Verhalten des Hausarztes ist die Tatsache, daß er nach der Abgabe des Narkosemittels Propofol um 10.40 Uhr für zwei Minuten auf die Toilette geht, innerhalb genau welcher Zeit der Atemstillstand seines Patienten eintritt, und auch die, daß er, nachdem er den älteren Sohn des Star, Prince, benachrichtigt und einen Hausangestellten mit der Aufgabe betraut hat, den Krankenwagen mit einem Notarzt zu rufen, nahezu eine geschlagene Stunde mit privaten Telefongesprächen verbringt. Sehr merkwürdig ist aber auch die Tatsache, daß es sogar noch länger dauert, bis der gerufene Krankenwagen dann tatsächlich eintrifft. Längst zu spät, um das Leben des Star noch retten zu können.

Warum geht der Arzt nicht vorher auf die Toilette, vor er Michael Jackson spritzen geht, wenn er schon austreten muß? Weil er um die fatale Wirkung seiner im Zuge des Medikamentencocktails zuletzt verabreichten Spritze wußte, und er sich davor verstecken wollte? Eigenartig ist auch, daß in den Nachrichten mit keinem Wort erwähnt wird, mit wem er sich in der fragwürdigen Zeit am Telefon besprochen hatte. Könnten es seine Auftraggeber gewesen sein, mit denen zu sprechen er sich in der Todesstunde seines Klienten genötigt sah?

Man beachte aber auch den kurz nach dem Ableben des populären Star, der kurz vor dem Start einer mit großem Interesse erwarteten Konzerteserie stand, der Öffentlichkeit zugespielten Videoclip, in dem ein Michael Jackson auf der Bühne zu sehen ist, der zu einem Song, in dem er singt "All I wanna say is that they don't really wanna care about us" für einen kurzen Moment gar seinen Arm wie zum Hitlergruß ausstreckt und unmißverständlich einen scharf in die Kamera sich bohrenden Stinkefinger in die Höhe fahren läßt. Es war davon auszugehen, daß der weltweit bewunderte Star sich genau der gleichen Gestik, wie auf seinen Proben gesehen, auf den Konzerten bedienen würde. Fürchtete man also etwa bei den Staatssicherheitsbehörden den gewohnt starken Nachahmungseffekt unter den vielen fanatischen Fans des Star, der allein mit seiner Körpersprache und seinen hochstilisierten Gesten und mit der ausgespochenen Thematik sozialkritischer Lieder ganze Massen von Jugendlichen hätte politisch radikalisieren können, und war es deshalb von der amtierenden Staatsräson her erwünscht, daß jener dank der Assozierbarkeit seines Duktus mit dem der extremen oder gar rechtsradikalen Szene schleunigst auszuschalten wäre, noch vor Beginn des erstgeplanten Konzerts in London anfangs Juli?

Man beachte auch, wie der amerikanische Präsident Obama sich davor gewunden hat, den Namen Michael Jacksons auch nur in den Mund zu nehmen, als jener, dazumal in Moskau weilend, also möglichst weit weg und aus der Schußlinie der Medien des eigenen Landes, nach dem plötzlich verstorbenenen, ehedem schwarzen amerikanischen Star und nach dessen Einfluß als Wegbereiter für den Erhalt hoher Ämter von Schwarzen in Amerika befragt wurde. Wie jener auf alle anderen erdenklichen, in der Öffentlichkeit bekannten Schwarzen der Vergangenheit auswich, wo aber doch eben gerade kein anderer und kein geringerer als der weltberühmte Michael Jackson ganz überraschend gestorben war. Der Todesfall war sichtbar ein Dorn im Auge des ersten schwarzen US-Präsidenten.

Man weiß, wie Amerika, das vielfach gebrannte Kind, vor radikalen Elementen im Volk und auf der gesamten Welt, und vor dem Terrorismus und Terroranschlägen sich fürchtet. Man weiß aber auch, wie radikal das Land selbst in Form seiner Vollstreckungsarme wie der des CIA in der Bekämpfung seiner vermeintlichen inneren und äußeren Feinde auftreten kann. Da gab und gibt es bei den Amerikanern kein Erbarmen.

Man kennt es allerdings auch nur allzu gut, wie die Amerikaner andererseits gerne weit übers Ziel hinausschießen.

Wäre denn wirklich zu befürchten gewesen, daß plötzlich ein Heer von jugendlichen Fans weltweit in Imitation von Michael Jackson, wie der sich auf der Bühne gegeben hätte, sich gegenseitig auf den Straßen mit dem Hitlergruß zum Beispiel gegrüßt hätte, und allein von daher anfälliger als sonst gewesen wäre für rechtsextreme, gewaltbereite Ideologien?

Ich glaube, nein! Man hätte ihm als dem King of Pop solche Gesten wohl als eine Art überzogener Theatralik eines leicht durchgeknallten Weltstar durchgehen lassen, und sich dabei gedacht, daß solche Handzeichen einzig einem Megastar von dessen Größe zustehen, und daß es nur einem solchen ansteht, während eines Konzertes auf der Bühne entsprechend herumzutollen und aufzufallen.

Man ist fast geneigt zu sagen, wenn dem wirklich so sein sollte, wie ich schwer vermute, daß wiederum einmal ein unschuldiges Lamm geopfert wurde. Und es könnte leicht sein, sollte die Wahrheit im Fall Michael Jackson ans Tageslicht kommen, daß zum Schluß der Schuß noch nach hinten losgeht.
against enslaving

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Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

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