23
Feb
2008

Was sagt ein studierter Volkswirtschaftsexperte zum Thema 'Abschaffung des Geldes'

EINE WELT OHNE GELD

Das utopische Denken hat immer wieder mit der Idee gespielt, das Geld abzuschaffen. Aber dieses Denken griff regelmäßig zu kurz, weil das Geld nur die Oberfläche einer bestimmten gesellschaftlichen Form bildet. Das Geld ist, so Marx, die Erscheinung eines gesellschaftlichen Wesens, nämlich der "abstrakten Arbeit" und des Werts (der Verwertung). Wer aber bloß die oberflächliche Erscheinung abschaffen will, ohne das zu Grunde liegende Wesen anzutasten, der stiftet eher Unheil als Befreiung. Wenn nämlich in einem System der betriebswirtschaftlichen Warenproduktion dem Geld seine regulative Funktion genommen oder es gar ganz abgeschafft wird, dann kann an die Stelle der Geldfunktion nur eine totalitäre Bürokratie treten. In der jüngeren Geschichte hat das Regime von Pol Pot in dieser Hinsicht die grausigsten Konsequenzen verwirklicht; aber auch die sozialistischen und staatskapitalistischen Entwicklungsregimes hatten Elemente davon. Andere Formen der Abschaffung des Geldes, wie etwa die Tauschringe, müssen nicht nur auf alle Vorteile eines hohen Grades von Vergesellschaftung verzichten; sie können auch nur Surrogate des Geldes hervorbringen (Leistungszettel etc.) und müssen letztlich scheitern, wie es gerade wieder in Argentinien geschehen ist.

Im großen und ganzen scheint es so, als wäre die utopische Energie ohnehin erloschen. Unter der weltumspannenden Herrschaft des neoliberalen ökonomischen Radikalismus ist die Geldsubjektivität so unangefochten wie nie zuvor, bis hinein in die Elendsquartiere. Aber paradoxerweise beginnt der Kapitalismus nun selber in gewisser Weise das Geld als allgemeine Verkehrsform abzuschaffen. Nicht etwa in jenem oberflächlichen technologischen Sinne, daß an die Stelle des Papiergelds der geisterhafte elektronische Buchungsimpuls und die Internet-Geldabwicklung treten ("electronic banking"), wie früher das Papiergeld selber an die Stelle des Edelmetalls getreten war. Sondern in dem Sinne, daß immer mehr Menschen in der Krise der 3. industriellen Revolution aus der alltäglichen Geldwirtschaft großenteils herausfallen. In den abgekoppelten Weltregionen schrumpft der Geldkreislauf dramatisch. So kann es einem im Landesinneren von Brasilien passieren, daß schon das halbe Dorf bemüht werden muß, damit der Krämer einen Schein in der Größenordnung von umgerechnet 20 Euro wechseln kann. Die Hälfte der erwachsenen Südafrikaner hat kein Bankkonto. 2,8 Milliarden Menschen, nahezu die Hälfte der Menschheit, haben pro Tag weniger als 2 Dollar zur Verfügung.

Diese Tendenz ist längst in den Westen vorgedrungen. In den USA fallen immer mehr Vollzeitarbeiter unter die Armutsgrenze, während gleichzeitig fast schon als verdächtiges Subjekt gilt, wer statt mit Kreditkarte mit Dollarscheinen oder gar Münzen bezahlt. Und hierzulande wollen bekanntlich die Banken Sozialhilfeempfängern nur ungern ein Konto geben. In vielen westlichen Ländern hat sich eine neue Massenerscheinung ausgebreitet: Wer kein Konto hat, hat meistens auch keine Krankenversicherung, zunehmend auch kein Telefon mehr, vom Internet-Anschluß ganz zu schweigen. Bei den Billig-Discountern zählen Menschen ihre "Einkäufe" genau in Cent-Beträgen ab. Mitten in der scheinbar totalen elektronisierten Geldwirtschaft werden immer größere Teile der Gesellschaft "entmonetarisiert". Den gigantischen Verschuldungs-Blasen steht eine rasant wachsende Pfennigwirtschaft gegenüber.

Diese Seite der Krise des Geldes, die in Wirklichkeit eine Krise der "abstrakten Arbeit" ist, wird in der öffentlichen Debatte eher verdrängt. Aber die kapitalistische Krisenverwaltung reagiert auf die Ausdünnung des allgemeinen Geldverkehrs nicht viel anders als die staatssozialistischen Regimes und die totalitären Utopien, nämlich mit bürokratischer Schurigelung der unfreiwillig "entmonetarisierten" Menschen. Gleichzeitig werden in einem Klima der Geldangst rassistische und antisemitische Krisenideologien eines "guten, ehrlichen Geldes" für eine "gute, ehrliche Arbeit" ausgebrütet, statt zur emanzipatorischen Systemkritik überzugehen. Wer hätte das gedacht: Der Kapitalismus beginnt selber negativ-utopisch zu werden.

Robert Kurz
Freelance-Reporter für Independent Media, NYC

20
Feb
2008

Langsam, aber sicher kommt die Idee der Unentgeldlichkeit doch noch wohl demnächst in Schwung - bevor dann schlußendlich Schnall auf Fall die ganze Geldblase zum Platzen kommen wird, was aber wohl, angesichts der allgemeinen Lustlosigkeit auf wirklich echte Systemveränderung, die ja von jedem einzelnen eine große Umstellung verlangen könnte, noch etwas dauern kann

Unentgeldlichkeit würde den Gebrauch der Kommunalen Verkehrsmittel von Helsinki um ein Drittel ansteigen lassen

(ein Bericht aus den Neuesten Nachrichten der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 19.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Helsinki, STT

Eine Unentgeldlichkeit des Massenverkehrs würde in Helsinki Fahrten, die in öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht werden, um 30 Prozent ansteigen lassen, jedoch das Autofahren im Stadtzentrum von Helsinki um neun Prozent verringern. Der Internet-Dienst der Zeitung Helsingin Sanomat berichtet über eine zu der Angelegenheit angefertigte Klarstellung. Die Ziffern kommen von einer Studie über die Auswirkungen, die ein kostenloser Massenverkehr in Helsinki hätte. Die Verkehrswerke der Stadt Helsinki HKL (Helsingin kaupungin liikennelaitos) gaben jene in Auftrag, und ließen sie durch ein externes Konsultationsunternehmen, die Strafica, anfertigen.

Im Hintergrund steht eine von der Stadtratsabgeordneten Päivi Lipponen (Sdp) angestrengte Stadtratsinitiative zum unentgeldlichen Gebrauch der Massenverkehrsmittel. Wenn in Helsinki der Massenverkehr dahingehend verändert würde, daß man überall kostenlos mitfahren könnte, würden mit öffentlichen Verkehrsmitteln an einem Tag 150'000 Fahrten mehr gemacht werden. Der Anstieg bei den Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ginge hauptsächlich zu Lasten des leichten Verkehrs, denn die Autofahrer würde der kostenlose Massenverkehr nicht wirksam aus ihren Autos locken können. Wenn der Massenverkehr umsonst wäre, benötigte man für die Aufrechterhaltung des Verkehrs weitere 100 Linienbusse, 20 Eisenbahnwagons, 25 Straßenbahnwagen und zehn Metrodoppelwagons.

19
Feb
2008

"Wir denken heute, wie unheimlich frei wir wären, und daß das Leben z.B. im Mittelalter dagegen furchtbar eingegrenzt war, aber vielleicht schaut einmal jemand nach 200 Jahren in unsere Zeit zurück und wird der Anschauung sein, daß wir" - als es das Geld noch gab - "gar nicht so frei waren"

Joakim Nätterqvist und Sofia Helin als die Hauptstars bei einer historischen Mammutproduktion

Der Tempelritter Arn wird Filmzuschauer in einen Krieg des Mittelalters und in eine Liebe hinein transportieren

(ein Artikel aus der Sparte Kulturelles der südfinnischen Zeitung Turun Sanomat vom 19.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Die schwedische Filmproduktion Arn - der Templer, die im 12. Jahrhundert platziert ist, ist bei einem 25-Millionen-Euro-Budget die aufwendigste in der Filmgeschichte skandinavischer Länder. Dessen Hauptrolle, den ins Heilige Land zum Kämpfen ausgeschickten Tempelritter Arn Magnusson, spielt Joakim Nätterqvist, der die für den Krieger wichtige Reitkunst schon von früher her beherrschte.

- Man könnte ruhig sagen, daß ich auf einem Pferderücken geboren bin, denn meine Mutter und mein Vater sind Hindernissreiter und mein Großvater ritt sogar Wettkämpfe auf Olympianiveau. Das Reiten war von seinen Anforderungen her, die der Film an mich stellt, die kleinste, erzählt Nätterqvist und sagt, daß das Kämpfen mit den schweren, mittelalterlichen Schwertern dagegen es verlangte, sich darin zu üben.

Zur Trilogie von Jan Guillou über die Kreuzzüge - Der Weg nach Jerusalem, Der Tempelherr, Das nördliche Reich - werden zwei Spielfilme gedreht, die für den skandinavischen Markt produziert werden. Außerdem wird aus dem Filmmaterial eine verdichtete Version zusammengeschnitten werden für den weiteren, internationalen Vertrieb, und eine vierteilige Fernsehserie zusammengestellt.

Der zweite Film 'Arn - Riket vid vägens slut' wird in Schweden zum Herbst hin sein Debüt haben.

- Der erste Film ist erst die Hälfte meiner Arbeit. Ich möchte auch den Rest davon fertig sehen, bevor ich beurteilen kann, wie gut ich mit meiner Rolle abgeschnitten habe, sagt Nätterqvist.

Basis aus einem Kloster

Arn - der Templer ist aber auch eine Liebesgeschichte. Die Geliebte von Arn, Cecilia, wird zwanzig Jahre in ein Kloster gesperrt. Sofia Helin bereitete sich auf ihre Rolle als eine Frau im Mittelalter vor, indem sie in ein Kloster auf Besuch ging.

- Ich ging ins Kloster, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Art von Gedanken dort in einem aufkommen. Es flößte mir Angst ein, ohne Handy und ohne Kontakt zur Außenwelt dort zurückzubleiben. Ich stellte mir vor, die Stille würde mir im Kloster am meisten zusetzen, aber es gab dort dann eigentlich gar keine Leerlaufzeiten, denn wir waren die ganze Zeit über entweder in einer Messe oder beim Essen. Jedoch herrschte dort eine eigenartige Atmosphäre und eine völlig andere Denkweise, erklärt sie.

Die größte Herausforderung für Helin war es, sich vorzustellen, wie es gewesen sein muß, in einer Zeit zu leben, in der man den Glauben an Gott nicht in Frage stellen konnte.

- Auf der andern Seite denken wir heute, daß wir unheimlich frei wären und daß deren Leben so eingegrenzt war, aber vielleicht schaut einmal jemand nach 200 Jahren in unsere Zeit zurück und ist der Anschauung, daß wir gar nicht so frei waren. Die Menschen im Mittelalter sind auch nicht herumgelaufen, und haben gedacht, "Mensch, sind wir aber eingeschränkt".

- Die Fesseln unserer Zeit sind nicht nur die Religion, sondern es gibt bei uns viel mehr noch an anderen Dingen, die auf unser Leben Druck machen. Wir müssen einen gewissen Typus vorstellen, wir müssen konsumieren und viele Dinge erwerben, sowie uns ständig fortentwickeln. Zum Schluß ist unser Leben voller Stress und wir versuchen, nur noch Dinge zu tun, die man von uns erwartet, sinnt Helin nach.

Seltsame Frauen

An Sofia Helin erinnert man sich aufgrund ihrer bemerkenswerten Rollen unter anderem in den Filmen Zurück aufs Land (2004) und Nina Frisk (2007).

- Ich möchte auf der gleichen Linie weitermachen, denn mir gefällt alles, was mit Extremen zu tun hat, und ich möchte noch mehr so seltsame Frauen darstellen.

Dieses Frühjahr wird Helin unter anderem im [schwedischen Theater] Dramaten mit dabei sein bei einem Stück von Jean Genet, namens Die Mägde.

- Ich brauche sowohl das Theater, als auch das Filmen. Gerade bei den Proben im Dramaten habe ich bemerkt, daß ich zwischendurch das gediegene Prozedere am Theater nötig habe, um mich als Schauspielerin weiter entfalten zu können. Filme werden auf die schnelle Tour gemacht, und es gibt dort dafür keine Zeit, um auf die gleiche Weise wie im Theater an sich zu forschen. Und leider ist es auch so, daß die vielen Theaterregisseure immer noch die besseren sind, was die Führung des Schauspielerns betrifft, sodaß sich zusammen mit ebenjenen auch neue Dinge ausfindig machen lassen können.

Sie war auf der Bühne auch in Finnland zu sehen. Sowohl Nätterqvist als auch Helin waren im letzten Frühjahr mit von der Partie auf einer Tournee des Riksteatern [aus Schweden], das auch nach Turku einen Abstecher machte, auf der zwei damals taufrische Minitheaterstücke, Terminal 3 und Terminal 7, aufgeführt wurden.

Das Hollywood von Marokko

Während Cecilia im Kloster eingesperrt ist, wird Arn als Tempelherr vom westlichen Götanland aus ins Heilige Land, nach Jerusalem, geschickt, wo ein Krieg zwischen Christen und Muslimen entbrannt ist.

- Die Szenen im Heiligen Land wurden im Atlas Studio von Marokko, in Ouarzazate, gedreht, welches auch als das Hollywood von Marokko bezeichnet wird. In dem Studio, das vom Atlas-Gebirge umgeben ist, wurde auch Der Edelstein vom Nil (1985), Gladiator (2000) und Kingdom of Heaven - Der Himmel auf Erden (2005) gedreht.

- Es war klasse, in Marokko zu drehen, zumal ich am Theater gearbeitet hatte und man da immer drinnen ist. In Marokko gab es Wüste und Kamele um einen herum, in der Ferne schimmerte das Atlas-Gebirge und der Himmel leuchtete hellblau. Das war toll, schildert Nätterqvist.

An der Verwirklichung der Produktion waren über ein Dutzend Leute von verschiedenster Nationalität beteiligt.

- In den Studios von Marokko ist man daran gewöhnt, große Massen- und Kampfszenen aufzunehmen. Die Szenen kamen voran mit flottem Rhytmus, und alles war gut organisiert. Dort sind so viele internationale Großproduktionen gemacht worden, daß es schwierig wäre, in unseren kleinen Ländern Statisten zu finden, die bei gleich vielen Filmen mit dabei gewesen wären, erzählt Nätterqvist.

Sofia Helin ist deshalb zufrieden, da der Film Christen und Muslime als gleichwertig behandelt.

- Christen und Muslime sind hier untereinander völlig gleich gut wie auch gleich böse. Dieser Art ist auch die Situation von heute, aber Präsident Bush hat nun einmal beschlossen, daß die Muslime nur die Bösewichte sind. Auch muslimische Schauspieler, die mit dabei waren, waren davon angetan, daß sie wenigstens ein Mal nicht einseitig als die Bösen porträtiert wurden. Es ist sicherlich schwierig, wenn die eigene Kultur immerzu so negativ dargestellt wird.

Geld wirkt sich auf das Schauspielern nicht aus

Wiewohl Arn eine skandinavische Großproduktion ist, hat man nach Meinung der Schauspieler am Drehort nichts von dem großen Kostenrahmen mitbekommen.

- Eigentlich war das Budget für einen derartigen historischen Film nicht so überragend groß. Wir hatten viele Szenen, bei denen es ein paar hundert Statisten gab und diese wurden von einem Ort zum andern verschoben. Vielleicht daran, daß die Bühnenaufbauer und die Maskenbildner alle echte Profis waren, konnte man bemerken, daß es sich um eine Mammutproduktion handelt, sinniert Nätterqvist.

- Auch merkt man beim Schauspielen selber ein größeres Budgetaufgebot nicht gerade, da ein Schauspieler deshalb nicht bessere Leistungen erbringt, wenn mehr Geld zur Verfügung steht. Die Arbeit, die man zu erledigen hat, bleibt sich völlig die gleiche, wenn sich auch dieses mal um einen herum ein größeres Räderwerk drehte.

Der Film Arn - der Templer wird am Freitagabend, den 22.2. zum ersten Mal [in finnischen Kinos] gezeigt.

Kaisa Kujanpää

14
Feb
2008

Sämtliche Standortfragen der Industrie werden sich von selbst erledigen, wenn in einer Welt ohne Geld der Faktor Gewinn eines Tages ausgeschaltet ist - es könnte dann in irgendeinem weitläufigen unwirtlichen Gebiet der Erde, das eigens dafür geopfert wird, eine geballte supernationale globale Industriezone riesigen Ausmaßes geschaffen werden, wo sich alle Großindustrie aus aller Herren Länder konföderiert, nur noch mit gleichen Standards arbeitend, niederlässt, von wo aus die ganze Welt mit Konsumgütern kostenlos beliefert werden kann - und die Menschen verbringen ihre schöne Zeit dann nur noch irgendwo, innerhalb oder jenseits der Grenzen ihrer Herkunftsländer, wo es ihnen auch wirklich am besten behagt, noch viel flexibler als bisher

Finnlands Gewerbeminister verteidigt Nokias Vorgehen in Bochum

(ein Bericht aus den Neuesten Nachrichten der Zeitung Turun Sanomat vom 14.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Jyväskylä, STT
Der Minister Finnlands für den gewerblichen Sektor, Mauri Pekkarinen (Zentrumspartei) sagt, daß er das Vorgehen des Mobiltelefongiganten Nokia im deutschen Bochum verstehen kann. Laut Pekkarinen seien die Entscheidungen Nokias im Licht der gewerbepolitischen Linie der EU näher zu betrachten. In einem Strategieplan von Lissabon im Jahre 2000 hätten die EU-Staaten es als ihr Zielvorhaben definiert, aus Europa einen wettbewerbsfähigeren Kontinent zu machen. In einem Interview für die Mittelfinnische Zeitung (die in Jyväskylä ansässige Keskisuomalainen) sagt er, der zwischenstaatliche Wettbewerb um die Unternehmen solle auf einen Wettbewerb um die Konditionen von deren Handlungsfähigkeit gegründet sein. Ganz unmöglich hingegen sei es, mit administrativen Beschlüssen des Staates zu bestimmen, wer das Land zu verlassen hat und wer nicht, bemerkt Pekkarinen.

Laut dem Minister sei es jedoch berechtigt, von den Unternehmen dann eine gesellschaftliche Verantwortung zu erwarten, wenn sie aus einem Land abziehen. Falls aber Regierungen sich dazu anschickten, in die Beschlüsse von Unternehmen einzugreifen, könnte man genausogut mit dem Strategieplan von Lissabon den Kamin anschüren.

Nokia ist dabei, das Handy-Werk von Bochum zu schließen, was über 2000 Menschen den Arbeitsplatz verlieren läßt.

13
Feb
2008

Stimmung massivsten Kalibers kommt auf, wenn das eigentlich Große Fest des Lebens, nachdem die Kleine Schule des Lebens abgeschlossen ist, zu steigen beginnt - und wie erst wohl zu jenem Riesenfest, wenn die ganze Menschheit sich von der langweiligen Schule der Geldwirtschaft auf alle Zeiten verabschieden wird!!

Das Stadtzentrum von Turku wird sich morgen von 13 - 14 Uhr mit feiernden Oberschulabgängern anfüllen

An den Gymnasien Finnlands werden die Festlichkeiten des letzten Schulbankdrücktages und des Tages der Senioren begangen

(ein Artikel aus der Sparte Zeitgemäßes der Zeitung Turun Sanomat vom 13.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Gymnasien übers ganze Land hinweg werden in Finnland in dieser Woche mit Festtagsgewoge erfüllt sein. Am Donnerstag werden des Frühjahrs Abiturienten zu Ehren ihres letzten Schultages festlich ihre über so lange Zeit gedrückten Schulbänke verabschieden, und sowohl am Donnerstag als auch am Freitag Kleider aus Seide und Satin auf den Tanzveranstaltungen der neuen Senioren rascheln. Auf den Seiten des Netzteils der Turun Sanomat werden von Donnerstag nachmittag ab bis hinein in den Abend eingesandte Schulbankverabschiedungsbilder von Lesern veröffentlicht.

An den Schulbankverabschiedungsumzügen werden im ganzen Land zehn und aberzehn tausende Abis teilnehmen. Laut dem Gremium für die Prüfungen von Oberschülern und Gymnasiasten gibt es insgesamt 32'000 Prüflinge an Oberschulen und Gymnasien, die in diesem Frühjahr ihr Examen fertiggestellt bekommen können. Die Anzahl ist geringfügig kleiner als die vom Jahr zuvor.

Damit, daß die Abiturienten vom Lernbetrieb nun wegfallen und sich auf Urlaub begeben, erlangen die als nächstes nachfolgenden Klassen die Oberherrschaft an ihren Schulen. Dieses wird festtagsmäßig gefeiert, indem man sich in Schale wirft und unter anderem Polonaise, Cicapo und den Gespinst-Walzer tanzt.

Selbstgemachte Schulbankverabschiedungsbilder kann man morgen am 14.2. entweder mit dem Handy als MMS-Nachricht ans Web-Blatt schicken oder der Adresse des Web-Blattes zustellen unter http://galleria.turunsanomat.fi/Abi08/. Bilder vom Handy sind als MMS-Nachricht an die Nummer +35816183 zu schicken. Neben dem Bild/die Bilder ist als Nachricht zu schreiben "TS KUVA Name des Bildeinreichenden. Motiv des Bildes."

12
Feb
2008

Anders als man im Hinblick auf sonstige natürliche Feinde des Menschen, wie z.B. den Wolf, sehr geteilter Meinung sein kann, läßt der üble Faktor Geld eigentlich nur einen einzigen Schluß zu - nämlich den, daß es letztlich abgeschaffen gehört

Einer, der Hunde reißt oder ein beliebtes Hundstier?

(ein Artikel aus dem Sonntagsteil der Zeitung Turun Sanomat vom 10.2.2008, übersetzt aus dem Finnischen)

Der Wolf, auch Isegrimm genannt - ein beliebtes Hundetier unserer Wälder?

Die raubtierfreundliche Begriffserläuterung in Bezug auf den Wolf der Forscherin der Umweltphilosophie Leena Vilkka wird damit, wie sie gemäß ihrem neuen Buch von uns wünscht, den Wolf zu betrachten, garantiert für ein verärgertes Murren sorgen, zumindest auf jenen Dörfern in der Provinz von Stamm-Finnland im Süden, in denen aufgrund von Beobachtungen von Wölfen man dazu übergegangen ist, die Kinder mit einem Sammeltaxi in die Schule bringen zu lassen.

Bei Laitila wurde anfang Februar ein Isegrimm, der sich in schlechter Kondition befand, erschossen.

Eine Horde von sieben Wölfen suchte Ende Januar den Hinterhof eines landwirtschaftlichen Gutes heim.

Eine Wolfsschar riß um Weihnachten herum einen Lappländer-Hund im Hofbereich eines Privathauses in der Gemeinde Saksala bei Nousiainen.

Ein Wolf tötete und riß im Oktober zumindest vier Schafe auf dem Schwendeckweg in Harjavalta.

Ein Wolf griff im September auf dem Weg-von-Üppigem-Bewuchs in Kalanti eine Mutterkuh an, die eben gekalbt hatte.

250 Wölfe

Der Wolf ist nach einer Abwesenheit von nahezu 100 Jahren wieder zurückgekehrt in die Wälder von Stamm-Finnland im Süden des Landes. Es ist bereits ein leichtes, in den Wäldern von Yläne, Mynämäki, Nousiainen und Pöytyä auf Spuren des Raubtiers zu stoßen.

Gemäß dem Forschungsinstitut für Wild und Fischzucht gibt es gegenwärtig in Finnland 250 Wölfe, von denen um die dreißig sich auf dem Gebiet von West-Finnland aufhalten. Ein Wolfsbestand vergrößert sich rasch, wenn ihm keine Grenzen gesetzt werden: ein einziges Wolfspärchen kann, solange es am Leben ist, gar vierzig Welpen werfen.

Die Angst, die diese Nachrichten auslösen, kann die von Vilkka vorgetragene Tatsache nicht verjagen, daß der Verkehr bei uns alljährlich ein paar hundert Menschenleben fordert, während der letzte Bericht über einen durch einen Wolf zu Tode gekommenen Finnen mehr als 100 Jahre zurückliegt. Vilkka bezieht sich darauf und meint, daß es die Autos wären, vor denen man hier Angst zu haben hätte.

Ein Unterschied beim Furchthaben liegt jedoch darin, daß das Auto nicht absichtlich einen umbringt. Der Wolf hingegen tötet, da er ein Raubtier ist, das im Prinzip töten muß, um etwas zum Futtern zu haben.

Die Erinnerungen an den Killerwolf von Süd-Finnland, der in den Jahren 1880-81 22 Kinder riß, sind nicht vergessen. In Indien und Afghanistan töten Wölfe noch immer jährlich Dutzende von Menschen in Gebieten, in denen es wenig Wild gibt und viele Kinder.

Die Angst vor dem Wolf ist die Folge einer uralten Erfahrung. Sie hat sich schon zur Steinzeit in die Gene des Menschen hineingeschlichen, als die natürliche Auslese die unvorsichtigen Individuen ausschied, um die Art nicht verdummen zu lassen.

Ganz schlimme Verfolgungsjagden

Leena Vilkka, zweite Sprecherin eines Grünen Lebensschutz-Bundes, die mit Schriften über Rechte der Tiere und Selbstverständnis der Natur ihren Doktor machte, weiß, daß sie mit ihren Reden über Rechte des Wolfs auf Freiheit und Leben in einem Bienennest herumstochert.

- Ich versuche, ein neues Tierverständnis voranzutreiben, welches noch völlig neuartig und unmodisch ist. Im Vorfeld liegt ein langer und langsam ablaufender Prozeß der Umstellung, welcher doch hoffentlich zum Durchschlag kommen wird, wenn man auf die Bedrohtheit der Art des Wolfes immer wieder aufmerksam macht.

Nach der umweltphilosophischen Denkart von Vilkka ist der Wolf ein fühlendes und ein denkendes Individuum, sodaß er die gleichen Rechte aufs Leben haben muß wie auch der Mensch.

- Der ist ja ganz schlimme verfolgt worden und ihm wurde sogar das Recht auf die Existenz abgesprochen, ruft Vilkka in Erinnerung.

In ihrem Buch Der Wolf in Natur und Kultur zeichnet sie die Wandlung des Wolfsbildes nach, vom monströsen, sagenumwobenen, mordenden Beutetier zum "beschützten und beliebten Hundetier". Von sich selbst gibt sie an, daß sie sich zum Wolf wie zu einem Hund verhält.

- Bei mir hat es immer Hunde gegeben, und ich liebe sie. Der Wolf ist die Stammutter der Hunde. Ich weiß es genau, was für ein gefühlvolles Wesen der Hund ist, und es gibt keinen Grund anzunehmen, der Wolf sei nicht genauso gefühlvoll.

Um die Sache sicherzustellen, hat Vilkka sich selbst mit den Wölfen im Tierpark von Ähtäri bekannt gemacht, indem sie unter anderen Dingen eine Nacht im Wolfsgehege zubrachte. In ihrer Berichterstattung zu ihrer Expedition erzählt sie, einen "Seelenkontakt" zu einem der Wölfe aus dem Gehege hergestellt zu haben.

Ein Tod der Freiheit

Sie hält den Wolf auch für ein Symbol von Freiheit: Wenn der letzte Wolf erlegt wird, ist es auch um die Freiheit des Menschen geschehen, Vilkka bezieht sich auf Seiten im Internet bei tunturisusi.com [tundrawolf].

Nach ihren Vorstellungen kann der Mensch sehr gut Seite an Seite mit dem Wolf leben, solange wie Weiden und Hofbereiche eingezäunt sind und die Wildtierländereien in Ruhe gelassen werden.

Für manchen südfinnischen Waidmann sind ihre Worte, gelinde gesagt, unbegreifbar. Viele von ihnen würden sich viel eher mit dem Seufzer der Erleichterung identifizieren, der in der [für alle Finnen] berühmten Novelle von Aleksis Kivi 'Die Sieben Brüder' ausgestoßen wird: endlich kann das Volk in Ruhe im schönen Ödwald weiter vor sich hinleben, da die Wölfe von den neu gerodeten Feldern der pioniergeistigen verschwunden sind.

Der im Ort Sauvo in einem Reihenhaus sein Leben fristende Pentti Vanne, auch er ein Mann des Waldes, fand im letzten Herbst auf dem Sandweg seiner Häusereinheit Spuren, die nach weiteren Vergewisserungen von einem Wolf stammten. Die Spur war eindeutig größer als eine gewöhnliche Zigarettenschachtel.

Im Ort Sauvo wurden um die gleiche Zeit herum weitere Spurenbeobachtungen gemacht.

- Ich traue mich nicht mehr, mit dem Hund auf die Jagd zu gehen. Wölfe sind immer häufiger in den letzten Jahren über Treibhunde hergefallen. In Richtung Nousiainen - Laitila hatte zweimal hintereinander auf einer versuchten Treibjagd ein Wolf den Hund angegriffen, weiß Vanne zu berichten.

Laut seinen Aussagen sind Kanickel und Feldhasen in der Umgebung von Sauvo gänzlich verschwunden.

- Diese müsste man beschützen, sagt Vanne. Seiner Meinung nach müssten zuerst die von den Wölfen bedrängten Hunde, die Schafe und Kanickel ein Anrecht haben auf eine Existenz, ohne Strapazen ausgesetzt zu sein, wenn Wölfe schon auch ein solches haben sollten.

EVA LATVAKANGAS

5
Feb
2008

Wie aus Raffgier einheimischer Mitbürger einem deutschen, in den Fernen Osten ausgesiedelten Zeitgenossen mittels gelegter Fallen und unlauterer Machenschaften lokaler Opportunisten und Halsabschneider der Kopf gewaschen werden kann

Ein privater Brief eines vor zwanzig Jahren auf die Philippinen ausgewanderten Deutschen an den Finanzverwalter von dessen Mutter in Deutschland, nachdem unser Landsmann jüngst zum Opfer wurde just desjenigen seiner Nachbarn an seinem Wohnort auf Mindanao, der als die einzige - ein angesehener Chirurg der Stadt - in Betracht kommende, da der Mutter des Opfers, die für den Lebensunterhalt ihres einzigen Sohnes in dessen Wahlheimat aufkommt, persönlich bekannte Vertrauensperson, von derselben dazu bestellt worden war, dem Sohn das Geldkonto zu führen, und dessen Geld nach ihren Vorgaben für ihn so zu verwalten, daß er zukünftig gegen all die Ausbeutungen durch die vielen lokalen sogenannten Freunde unter den Einheimischen geschützt sei, die in der Vergangenheit nur allzuoft dem braven Sohn im Exil das Halfter abgezogen hatten [was mittlerweile, nach den hier zutage tretenden Anschuldigungen, auf Wunsch beider Parteien eingestellt wurde]

Sehr geehrter Herr Krisenbewältiger,

vielen Dank denn auch von meiner Seite, dafür, daß Sie sich des fälligen Briefes an Dr. Debbis Alistair [alle Namen abgeändert in dieser Version für dritte Leser-Parteien] angenommen haben. Der Brief war beim angerichteten Schaden durchaus angemessen, und aus verständlichen Gründen, da man sich nach dem Vorgefallenen in dieser Nachbarschaft wohl keine Feindschaft leisten sollte, sehr wohlbedacht formuliert.

Trotzdem ist noch im Verlaufe der letzten Woche (1.2.08) an dem Freitag, an dem Sie vermutlich die Übersetzung des Beschwerdebriefes meiner Mutter, gleich an Dr. Debbis Alistair weiterleiteten, schon wieder ein krimineller Akt an meinem Haus, ein Sabotage-Akt auf das Wasserversorgungssystem verübt worden, und zwar auf eine Weise, wie bereits auch schon meiner Mutter telefonisch berichtet, die den Verdacht nahelegt, daß die Sache wiederum aufs gleiche Konto geht wie zuvor, und wohl als eine "Antwort" auf jüngsten Brief zu verstehen ist.

Schon gleich von Anfang an, also noch bevor ich zusammen mit Ex-Frau & den Kindern in das von uns im Okt.1988 erstandene Haus umzog, waren Wasserzuleitungsrohre samt ihren Hähnen im Garten verlegt worden, so daß direkt zur Mitte des Gartens fürs Gießen auch ein Zuleitungsrohr für den Schlauchanschluß angelegt war (wobei die zweite Wasseranschlußstelle draußen nahe des Hauseingangs immer gerne von den Wäschefrauen benutzt wurde): Es waren am Freitag abend beide genannten Zuleitungsrohre samt ihren Hähnen vom Hauptaußenwasserleitungsrohr am Boden weg entfernt worden, und verschwunden; weiterer Einbruch - nahe des zweiten Hahns zur Gartenmitte war das Bodenzuleitungsrohr vom weiterführenden Rohr durchtrennt, (welches letztere samt Hahnzuleitungsrohr an der Gartenmauer, gleich von der dazu noch sehr schräg durchgesägten, also um so schwerer von außen herum zu propfenden Trennstelle weg auch verschwunden war.

Was den eingangs von mir erwähnten leisen Verdacht bezüglich des Täterumfelds und deren Motivation für eine derartig unsinnige Schandtat, die dem Täter materiell ja nicht viel mehr einbringt als einiges an Alteisen und ein paar billige Hähne, von denen einer dazu noch ständig tropft, überhaupt irgendwie erklärlich machen kann - ist die Tatsache, daß die Schnittstelle, an der das Rohrwerk zum Garten hin abgesägt vorgefunden wurde, genau auf einer Linie liegt zum Grenzstein auf der der Anliegerstraße abgewandten Breitseite des Gartens, der die beiden Grundstücke rechtlich von einander trennt, also mein vorderes Hausgrundstück trennt vom Gartengrundstück, welches ich bereits vor zwei Jahren zu billig an Herrn Dr. Debbis Alistair verkaufte.

Sollte diese Aktion nun, deren Folgen ich zum Glück ziemlich bald in den Griff bekam durch ein improviertes Verschließen der Löcher - war gar nicht so einfach, letztere fest abgedichtet hinzubekommen, um im Haus drinnen wieder normal fließend Wasser mit anständigem Druck zu haben, fürs Rasieren, zum Baden und zum Waschen - so auszulegen sein, daß mein selektiver Menschenfreund und berühmter Nachbar mit dem eigenen Spital in der Stadt, wo er als Chefarzt und Chirurg hauptsächlich für solche der unteren Schichten, die sich die Behandlung ihrer Kranken dortselbst auch nur deshalb leisten können, da sie ihrerseits durch diversen Schmu und Betrug imstande sind, sich über Wasser zu halten (von einfachen Eierdieben bis hin zu Individuen aus dem Umfeld paramilitärischer Erpresser), fungiert, sich einen Dreck um meine Belange kümmert' und daß, sollte ich weiterhin noch einmal aufmucken und mich aufbegehren wegen der vielen aus dem Haus vor drei Monaten verschwundenen Sachen, er durchaus in der Lage sei, vor Ort unbekannte, kriminelle Vollstrecker auf mich loszulassen, die keinen Skrupel hätten, unter einem Vorwand ins Anwesen einzudringen und mir eins auszuwischen? Die zu weitaus mehr noch fähig wären, und mich nicht nur 'trockenlegen', also ohne Wasser hinstellen, wie eben versucht worden war, sondern auch ganz kaltstellen könnten, sollte ich - oder jemand an meiner Stelle - von jetzt ab keine Ruhe geben, und vom Chef verlangen, Dinge und Sachen herauszurücken, die es längst nicht mehr gibt, da, sofern nicht im Garten auf den Scheiterhaufen mit den anderen Sachen mitverbrannt, auf jeden Fall in anderer Leute Hände gefallen??

Angeblich wollten zwei mir unbekannte, junge Männer, die ich am Freitag mittag im Garten auf einmal antraf, als ich mich gerade zum Mittagessen aufmachte, und die mir auf meine Anfrage hin versicherten, nicht zu Dr. Debbis Alistairs Leuten zu gehören, von mir nur die Erlaubnis einholen, etwas von dem vielen Obst des einen Baumes im Garten beim Haus mit seiner äpfelähnlichen und weichfleischigen Frucht, Sternenäpfel genannt, die es sonst kommerziell nur seltenst im Angebot gibt, die gerade hier reif ist, abzuernten. Worauf ich einem der beiden sagte, wenn dann wenigstens ein paar von den Äpfeln auch für mich auf die Seite gelegt wären, wenn ich nachher zurück bin, wäre ich damit einverstanden, zumal der hochgewachsene Baum ja recht viele Früchte gerade trage.

Die diebische Elster von Doktor möchte demnach also weiterhin und prinzipiell für meine Verluste nicht geradestehen, mir demnach also nichts bezahlen, so daß ich mir zum Beispiel wieder ein neues Linoleum anschaffen und auslegen könnte, da, wie mir schon mehrmals seine Frau bestätigte, er selbst sich bei jenem Haus-Auseinandernehmen seine feinen Chirurgenhände ja nicht schmutzig gemacht hätte?

Dr. Debbis Alistair scheint auch nicht dem Wunsch nachkommen zu wollen, das Haus einmal selbst zu inspizieren. Bis jetzt, Montagmorgen zumindest, hat er sich noch nicht hier blicken lassen, obwohl ich fast die ganze Zeit zuhause war, und er doch am Samstag (als guter Zeuge Jehovahs) seinen freien Tag hatte.

Oder hatte er sich vielleicht gar ausgerechnet, ich würde mich in meinem Mordsärger über abgeschnittene Rohre und gestohlene Wasserhähne und dem damit einhergehenden Wasserverlust in Küche und Bad dazu hinreißen lassen, meinerseits gewalttätig gegen ihn als den mutmaßlichen Verursacher, oder gegen sein Haus und Eigentum, vorzugehen, um mich dann auf frischer Tat von seinen Leuten einfangen zu lassen, und mich dann in polizeiliches Gewahrsam übergeben zu können, sodaß er, ungestört und in aller Ruhe, sich sodann seinen flotten Wasserkocher, das einzige von allen entwendeten, wohl auf Dringen der Ehefrau hin rückerstatteten Sachen, wieder holen gehen kann?

Sollte jedoch dies seine Motivation für diese letzte Aktion gewesen sein, so wird er sich bei mir da aber schwer verrechnet haben! Irgendwie und irgendwann wird auch er die Quittung für seine Untaten und den großen, bleibenden Schaden, der mir entstand allein durch die Vernichtung z.B. wichtiger, über Jahre hinweg geführter, privater Notizhefte, bekommen, ohne daß ich selbst irgendwas dazutun müßte, denn letztlich gibt es auch noch den lieben Herrgott, der wohl eine Weile dem frechen Treiben der Menschen zuschaut, der aber dann zum Schluß auf seine, für uns Menschen 'unberechenbare Weise' für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgt.

Dr. Debbis Alistair wird höchstwahrscheinlich selber nicht daran glauben können, daß das, was mir vor kurzem angetan wurde, rechtens sei, dieser unerhörte Eingriff in meine Privatsphäre, der seinen Anfang damit nahm, als er während den Tagen meines ungerechtfertigten Festgehaltenseins gegen Ende Oktober im letzten Jahr, zu einer Zeit, da z.B. ein anderer, auch hier lebender Landsmann auf Borocay mit seiner Familie weilte und es sich gut gehen ließ, von mir unter dem Vorwand, mir Kleider aus dem Haus vorbeizubringen und ein bißchen Ordnung in meinem Zimmer zu schaffen, den Hausschlüssel sich hatte geben lassen, den er mir allerdings schon am nächsten Morgen, als er mir zwei Tage vor meiner Haftentlassung noch, Klamotten, ein völlig einseitig zusammengestelltes Sortiment, so viele gleich, daß ich für ganze Monate damit ausgesorgt hätte sein können, vorbeibrachte (sogar die Polizisten lachten darüber, während jene auf mein Mafia-Geld hinfieberten), trotz meines ausdrücklichen Wunsches nicht mehr zurückgeben wollte (er hätte den Schlüssel einem seiner Arbeiter überlassen!).

So war es nämlich in Wirklichkeit, sehr geehrter Interessierter Lesender, und nicht anders. Ich habe Dr. Debbis Alistair nie etwas böses angetan, eher ganz im Gegenteil, als ich ihm zum Beispiel vor einigen Jahren meinen nur drei Jahre von mir benutzten Neuwagen, einen Hyundai Elantra Stationwagon, der hier eine halbe Million kostet, da mir damals gerade mein Handy durch einen Inside-Job von angeblichen Freunden des Hauses, abhandengekommen war, zu einem Schrottpreis von lächerlichen vierzig Tausend überlassen hatte, und er es ausnutzte, daß ich damals schnell mal Geld brauchte, um mir wieder ein Handy anschaffen zu können, mir jeder Preis also fürs Auto recht gewesen wäre, obwohl ansonsten Gebrauchtwagen, an deutschen Verhältnissen gemessen, hierzulande eher zu teuer als zu billig gehandelt werden.

Dr. Debbis Alistair selber aber hat sich schwer zu seinem eigenen Nachteil hin verändert, auf jeden Fall in Anbetracht dessen, wie er mit mir, seinem Straßennachbarn, umspringt, und sich an meinem Eigentum rechtswidrig vergreift.

Am besten wird's wohl sein, einfach nachzugeben, und alles, was geschah, zu vergessen.

Oder wüssten Sie, lieber Interessierter Lesender, oder weiß meine Mutter sich da einen besseren Rat?

Bedanke mich für all Ihre Bemühungen,
mit freundlichen Grüßen
Erhard Lang

29
Jan
2008

Quengeleien und Sorgen, wie sie nur in einer völlig festgefahren Geldwelt möglich sind

auf eine gewaltige Besserung nachsintflutlicher Zeiten hoffend über Hochwasser hinweg  vorbauen gehen

Auszüge aus drei verschiedenen Artikeln desselben Tages (28.1.2008) in der Turun Sanomat, die sich, im Zusammenhang mit der durch die EU-Beschlüsse in Schwierigkeiten geratene Zuckerproduktion Finnlands, um die Stadt Säkylä, dem Standort Finnlands einziger Zuckerfabrik, herum drehen, aber auch um das leicht verzweifelt wirkende Auftrimmen durch einen kulturell bindenden Akt der Identität der Region, das einst als traditionelles Rübenanbaugebiet galt, im Bewußtsein der lokalen Bevölkerung:

(1) Nach Ansicht der Geschäftsleiterin des Zuckerwerks Sucros, Päivi Paakkarinen, muß das Kontingent großzügig aufgehen, damit die Rentabilität der Zuckerproduktion gewährleistet ist. Die genauen Zahlen ist Paakkarinen nicht bereit, anzugeben.

Sucros versucht als letztes Mittel, die den Anbau aufrechterhaltenden Betriebe dahin zu bewegen, die Anbauflächen zu vergrößern. Möglicherweise wird auch Kontakt aufgenommen zu den Landwirten, die mit dem Zuckerrübenanbau aufhören möchten. Gut um die 800 Landwirte gaben an, den Anbau einzustellen.

Der Augenblick, da sich das Schicksal der finnischen Zuckerproduktion entscheidet, steht kurz bevor, denn das Unternehmen hat in Aussicht gestellt, binnen zwei Wochen ihren diesbezüglichen Entscheid kundzugeben.
(Es wurden von der Firma eine Anfrage an 1'878 Landwirte verschickt bezüglich der Gewilltheit zum weiteren Anbau von Rüben, worauf angeblich mehr als 1000 positive Rückantworten eintrafen, 800 aber eine Absage erteilten, und der Rest die Anfrage unbeantwortet ließ)


(2) In der Interessenvertretungsorganisation der Landwirte Finnlands MTK hält man es für gesichert, daß für die Zuckerfabrik von Säkylä soviel an Zuckerrüben herangeschafft werden kann, als was Finnlands Zuckerkontingent ausmacht. Der leitende Sprecher für den Zuckerrübenausschuss der Organisation, Pekka Myllymäki, stellt fest, daß in den von der Zuckerproduktionsgesellschaft verschickten Anbauverträgen die für das grundlegende Recht auf Anlieferung der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe gemachten, das ganze Land betreffenden Einschnitte von 10 Prozent ausgewiesen sind, was die tatsächlich erzielten Ernteerträge verfälscht.

(3) Um das Identitätsbewußtsein der Region Satakunta (Hundertschaftsgäu) [wozu die Stadt Säkylä gehört] zu Kräften kommen zu lassen, wird im Hundertschaftsgäu die Tradition wiederbelebt, einen Tag der Region abzuhalten. Der erste Hundertschaftsgäu-Tag wird nach einer Unterbrechung von sechs Jahr am 2. Juni in Säkylä stattfinden. Die Verwaltung der Region hatte am Montag in ihrer Sitzung das Datum dafür bestimmt.

Das Programm für den Hundertschaftsgäu-Tag steht zum Teil noch offen, doch besteht die Absicht, namhaftes Volk in Bewegung zu bringen, bis zu Regierungskreisen hin. Während des Festes wird eine Person oder ein Verein, die sich besonders um die Region verdient gemacht haben, mit einer Hundertschaftsgäu-Medaille ausgezeichnet werden, sowie auch ein vorbildlicher Jugendlicher des Hundertschaftsgaus. Der Festtag wird mit einer Versammlung der Abgeordneten der Region begonnen werden.


Die Zuckerfabrik Finnlands hat mittlerweile (anfang Febr.2008) einen 7-Jahrevertrag für ihre Zuckerrübenlandwirte auf die Beine gestellt, und arbeitet nun schlussendlich doch weiter.
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

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Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
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Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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