17
Apr
2009

Wenn die makabre Königsschloßbegaffer-Zeit von heute naturgemäß zu ihrem Ende käm'

Zur Zeit wird, gestern bereits mit ersten Ausschreitungen - und an fünf weiteren Wahltagen bis zum 13. Mai, in Indien, der größten Demokratie der Welt, vom Volk eine neue Regierung gewählt. Was dabei herauskommen wird, dürfte sich schwerlich von dem unterscheiden, was seit Einführung der Wahldemokratie gerade dort vorgeherrscht hat: die Puppenkiste von Neu-Delhi wird für die kommenden Jahre mit einem bestimmten Schuß neuer, meist altbekannter Gesichter ein weiteres politisches Marionettentheaterrahmenprogramm aufstellen, an welches man sich wahrscheinlich dann eh nicht halten wird, da zum Schluß doch immer alles kommt, wie man sich's anfangs ausgerechnet hatte und plötzlich eingetretene, unvorhersehbare Belange, Nöte und Interessen ihren Tribut den Lenkern des Landes abfordern werden. Dabei dürfte Indien hierbei gar nicht mal eine Ausnahme darstellen. Man denke nur mal an die vielen bankrott gewirtschafteten afrikanischen Länder, denen die Volksabstimmungsdemokratie als System der durchtriebenen Vorwände der amtlich zum Schwindeln Privilegierten und der geschmierten Volksgängelung durch die Gewitzteren unter den Zeitgenossen, real gesehen, also von der durchschnittlichen Lebensqualität der zum für diese - meistens indem sie dafür bezahlt werden - Abstimmen gehenden, und dann vernachlässigten Vasallen her, gleich gar nicht gut bekommen ist.

Oder man schaue sich Thailand an, was dort schon seit längerem auf der politischen Ebene abgeht, und derzeit gerade sich wieder einmal richtig zugespitzt hat: eine total in sich zerrissene Szene, mit kaum einer Aussicht auf ein schnelles Ende der allgemeinen Unzufriedenheit quer durchs Volk.

Wo nur sind die strahlenden, sonnengleichen Könige und Fürsten der alten Zeit abgeblieben, als noch ein jeder im Lande so richtig glücklich war, die mit unendlich weiser Miene die Geschicke des Volkes mit althergebrachter Voraussicht lenkten, zum besten aller, die einer nach dem anderen von der Bühne abgetreten sind, oder in der Versenkung zu einem Schattendasein verurteilt wurden, nachdem sich im Zuge der Industrialisierung und der Kolonialisation der Welt im vorigen Jahrhundert überall zwangspsychosenhaft die Unart der vom Volk gewählten parlamentarischen Demokratie durchgesetzt hatte, selbst dort, wo das gemeine Volk kaum des Lesens und Schreibens mächtig ist?

Aber auch in den westlichen Ländern als den geschichtlichen Brutstätten dieser modernen Abstimmzettel-Demokratie, kann man sich oft genug nicht des Eindrucks erwehren, daß man sehr wohl auch dort im großen und ganzen weitaus besser beraten wäre, wenn, nur um ein Beispiel zu nennen, ein deutscher Freistaat wie Bayern sich wieder darauf verlegte, anstelle davon, von München und von Berlin aus durch zwielichtig gewählte Volksvertreter, wieder von einem gestandenen Landesfürsten, einem wahren König unter den Menschen, der es verstünde, nabelschauhaft volksnah, wie vormals zu den besten Zeiten, von entsprechend königlich hoher Warte aus, wie zum Beispiel von Neuschwanstein aus, über dem Volk zu thronen, regiert zu werden — allein was für eine Symbolwirkung auf all die armen Länder solch ein westlich beflügelter Umschwung auf dem Felde der Politik haben könnte, die bei der Zwangsdemokratisierung ihrer Länder, ohne ein korrupt-egozentrisches Spiel der Macht für sich daraus gemacht zu haben, nicht mehr mitgekommen wären!

Je größer ein Land, desto undurchsichtiger die Lage des Interessengemenges. Ein in dutzend- und hunderterlei unterschiedliche, polytheistisch bewegte Landsmannschaften zersplittertes Kulturland wie Indien läßt sich als ganzes wohl niemals so richtig unter den Hut eines gemeinsamen politischen Willens bringen, und würde wohl tatsächlich viel besser fahren, wenn es zur glorreichen Zeit der Maharadschas zurückkehrte. Doch leider haben sich dort, wie auch sonst überall auf der Welt, die jungen Prinzen der alten Garde, deren Vorväter noch das Zepter in der Hand hielten, längst vom politischen Tagesgeschäft abgewandt, und sich zu hoffnungslosen Eigenbrötlern, allenfalls zu verzogenen Playboys der Nation gewandelt. Auch im Westen ist die alteingesessene politisch-orientierte Aristokratie längst hoffnungsvoll einer unfruchtbaren Dekadenz anheimgefallen. Neuschwanstein ließe sich also nicht so ohne weiteres mit einer neuen und noch dazu vernunftbegabten, tüchtigen landesväterlichen Königsfamilie besetzen.

Doch halt, wie wäre es denn damit, einfach den Papst, in Absprache mit dem Höchsten unter den Evangelischen und dem der anderen Christenscharen, als einen höchsten Potentaten seines politisch-kulturellen Umfelds damit zu betrauen, frische Königsgeschlechter fürs christliche Abendland, dort wo die alten verschütt gegangen sind, zu bestimmen, dort wo man wieder gerne, im Gewand der Moderne, zur schönen, alten Zeit zurückkehren wollte?

Gleichfalls könnten im asiatisch-schmissigen Indien die höchsten Gott-Schiwa- und Gott-Wischnu-Köpfe des Landes im Verein mit allen anderen vorausblickenden göttlichen Figuren zum Wohle aller Gläubigen wie auch zum Gegenbeweis für alle Ungläubigen neue Maharadscha-Geschlechter einsetzen.

Wäre doch an und für sich nichts schlechtes, wenn man dann zum Schluß genau überall dort, wo von der Sprache her anders gedacht und geredet wird, seinen eigenen Herrn und seine eigene Erste Dame im Haus hätte — abseits der geschichtlich verrückten Grenzverläufe und Verhältnisse von heute, deretwegen wir uns heute alle gegenseitig und miteinander so arg die Finger verbrennen beim heißen Geschäft der ökonomischen politischen Führung der eigenen Reihen und der Welt.

Im krisengeschüttelten Berlin von 2009 tanzt man wieder gerne nach der Mode der 1920er Jahre. Fehlte nicht viel, wenn der Trend so weiter liefe wie bisher, daß man in einhundert Jahren noch nostalgischeren Reizen nachgäbe und die Demokratie zugunsten einer neuen besonnenen Monarchie abwählte.

Dann hätten vielleicht all die wichtigen, anstehenden gesellschaftlichen Erneuerungen, denen sich die gewählten Regenten auf Zeit - nach dem Motto: "das sollen nur gefälligst die angehen, die nach mir kommen" - versagen, eine echte Chance, in nächster Zukunft verwirklicht zu werden.
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