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    <title>Eine Welt so ganz ohne Geld (&quot;Benefits Supervisor Awakening&quot; für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen)</title>
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    <description>&quot;Benefits Supervisor Awakening&quot; für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen</description>
    <dc:publisher>libidopter</dc:publisher>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-06T07:00:00Z</dc:date>
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    <title>Eine Welt so ganz ohne Geld</title>
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    <title>Eines Landes Erinnerungsspeicher verschiebt den Menschen vom Traum zum Geld hin</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6029467/</link>
    <description>&lt;b&gt;Ein Zweierteam aus einem Regisseur und einer Regisseurin, das West-Sibirien in Bildern eingefangen hatte, verdichtet die Geschichte Finnlands über 11&apos;000 Jahre hinweg auf 84 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es ist nicht wahr, daß wir gekommen sind, um auf der Erde zu leben. Zum Schlafen kamen wir. Um Träume zu schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht einer Frau wird aus einer Entfernung von zehn, zwanzig Zentimetern eingeblendet, die Wörter, die sie von sich gibt, kommen ruhig gesprochen daher und veranlassen dazu, innezuhalten. Es konkretisiert sich in ihnen der Ausgangspunkt des neuesten Werks des als Porträtist West-Sibiriens bekannten Regisseurenpaares Markku Lehmuskallio und Anastasia Lapsui. Eines Landes Erinnerungsspeicher verdichtet den Zeitabschnitt von 11&apos;000 Jahren auf dem Gebiet des gegenwärtigen, nacheiszeitlichen Finnlands auf 84 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Am Anfang schauten wir Träume. Jetzt schauen wir nach Geld, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film ist eine Reise zum Menschen anhand der Spuren, die von ihm zurückgelassen wurden. Lehmuskallio und Lapsui sind der Ansicht, daß, obgleich ein Dahingeschiedener nicht mehr anwesend ist, dessen hinterlassene Spur sehr wohl weiterexistiere. Lehmuskallio geht in seinen Gedanken sogar noch ein Stück weiter. Er glaubt, daß ein jeder in seinem Inneren die Gedächtnisspur der vergangenen Geschlechter trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- In uns allen befindet sich das Wissen der vorangegangenen Generationen, aufgezeichnet in unserem Unterbewußtsein. Würden wir in einen entsprechenden Rauschzustand versetzt, stiegen in uns, um von uns geschaut zu werden, Gesichter auf, die uns von hinter Tausenden von Jahren her zufliegen würden. Ich bin Ich und die vorausfolgenden Generationen. Sollte ich keine Nachkommen haben, würde das zu einem Ende kommen. Ein Vakuum übrigbleiben, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film kolportiert kein Schulwissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lapsui und Lehmuskallio charakterisieren Eines Landes Erinnerungsspeicher als einen Dokumentarfilm, der jedoch mit den Stilmitteln der Kunst über eine bloße Dokumentation hinauswächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Dies ist ein philosophischer Film, nicht nur eine Aufreihung von Äxten, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Film tritt stark augenfallig der Elche-Kult in den Vordergrund, als dessen eine Erscheinungsform ein im finnischen Huittinen aufgefundener steinzeitlicher Elchenkopf gilt. Der ließ bereits vor Jahren in Lehmuskallio und Lapsui den Wunsch aufkommen, einen Film zu drehen, der auf dem Fund aus der frühen Vorzeit aufgebaut wäre, es ließ sich jedoch zunächst die Finanzierung dafür nicht auftreiben. Das Motiv ließ die beiden aber weiterhin nicht in Ruhe, und als der den Dokumentare-Sektor der Öffentlichen Radio- und Fernsehanstalt Finnlands leitende Ilkka Vehkolahti die Idee einer die Geschichte Finnlands erzählenden Dokumentation in den Raum stellte, griff das Partnerteam zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Film ist man beständig in Landschaften der südfinnischen Provinz Satakunta unterwegs. Huittinen, Eura, Pori, Hinnerjoki. Laut Lehmuskallio ist das Ufer entlang des Kokemäenjoki-Flusses die bedeutendste Laufbahn von Erneuerungen gewesen. Für die Kultur des Binnenlandes stehen die samischen Lappen, sowie die in der Ära der Kammkeramik in den Landschaften an den Ufern des ostfinnischen Sees Saimaa gemälten Bilder aus roter Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Das Schulwissen ist etwas ganz anderes, als wovon uns die hier nun vorliegende Erzählung berichtet. Wir lasen viel Forschungsmaterial, langsam kam das Bild von den verschiedenen Epochen in uns zur Reife. Der Film stellt eine Stellungnahme seiner Macher vor, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Entwicklung des Menschenstamms und des Menschseins betrifft, so ist der Film von nahezu gnadenloser Aufgeschlossenheit. Lehmuskallio hebt den in Huittinen entdeckten Elchenkopf hervor, ergeht sich in lobenden Worten über dessen Schönheit und sagt, daß es nichts Schöneres gebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Schaffensfähigkeit des Menschen hat sich überhaupt nicht weiterentwickelt, viel eher hat sie sich zurückentwickelt, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast das gleiche Urteil erfährt das Menschsein. Einen einzigen wahren Schritt nach vorwärts brachte der christliche Glauben, der das Töten von Kindern verbot. Lakonisch stellt Lehmuskallio fest, daß in etlichen Urvölkern das Umbringen von Kleinkindern eine Methode sei, die Population zu regulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich weiß nicht, ob man sagen könnte, daß sich das Menschsein im Laufe der Zeiten entwickelt hätte. In uns allen steckt ein kleiner Hitler, schätzt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erzählung wird kein Punkt gesetzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehmuskallio und Lapsui waren drei Jahre lang an dem Film beschäftigt. Der Film wurde erstmalig im Sommer auf dem Filmfestival von Sodankylä vorgestellt, die offizielle Erstaufführung wird im Januar auf dem DocPoint-Festival von Helsinki stattfinden. Da dazwischen liegt die im Film so vordergründig herausgestellte Provinz Satakunta eingekeilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wir hätten gerne noch ein Jahr draufgelegt, uns gingen jedoch die Geldmittel aus. Irgendwann muß man denn auch einen Schlußpunkt setzen können, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Film selbst wird mit Schlußpunkten sparsam umgegangen. Auf die vorgetragenen Gedichte und Überlegungen hin bleibt gleichsam der Gedanke im Raum zurück, wie der Vortrag fortzusetzen wäre. Das ist auch die Zielvorgabe von Lehmuskallio und Lapsui. Die Erzählungen sind weitgehend abgewogen worden, aber die letzten Gedanken bleiben unausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Auf diese Weise lebt der Film ein, zwei Tage im Kopf des Betrachters fort, sagt Lehmuskallio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film fordert zum Nachdenken heraus. Die in dichten Nahaufnahmen vorgestellten Gestalten stellen unter anderem zu den Felsenmalereien der kammkeramischen Zeit fest, daß &quot;das, was wir als Kunst ansehen, eine Unterredung mit unsichtbaren Kräften war&quot;, &quot;von den Gräbern der Hammerbeil-Ära oberflächlich nichts zu sehen ist, die Erde nicht spricht&quot;, &quot;mit der Eisenzeit die schamanistische Zeit endete, der Elch-Klan für alle Zeiten zu einem Ende kommt&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film mischt die Überlegungen mit historischen Karten, bildender Kunst, Naturillustration, dokumentarischem Material auf. Für eine Erweiterung eigener Klasse sorgt das im Innern eines weißen Würfels angesammelte Volk, das durch die unterschiedlichen Zeiten und Räumlichkeiten hindurch an Ort und Stelle verharrt. Zu Beginn des Films heißt es, daß die Geschichte eine lange und mühselige Reise zum Selbst sein würde. Fand das Regisseurenpaar denn dabei nun zu sich selbst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- In den Kirchenbüchern ist zu lesen, wer ich bin, sagt Lehmuskallio, lächelt einen Augenblick und taucht wieder in den Gedanken darüber ab, daß im Inneren eines jeden die Spuren der Vorfahren liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film Eines Landes Erinnerungsspeicher [Maan muisti] wurde am 4.11. im Museum von Satakunta in der Stadt Pori vorgeführt, die Regisseure Markku Lehmuskallio und Anastasia Lapsui hielten vorab einen Vortrag dazu. Die Vorstellung war gratis.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;550&quot; alt=&quot;Des-Landes-Erinnerungsspeicher&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Des-Landes-Erinnerungsspeicher.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T05:20:00Z</dc:date>
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    <title>Ein sympathischer Besorgter kommt ins Schwadronieren  bezüglich der Zensur auf ZEIT,...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6024342/</link>
    <description>&lt;b&gt;Da ist mir doch glatt vor ein paar Tagen auf der Leserbriefseite von ZEIT-Online, mit dem Hinweis darauf, davon abzulassen, eine ganze Menschengruppe als solche pauschal herabzuwürdigen, eine meiner Wortmeldungen, selbst bis auf den Titel hin, entfernt worden. Der geneigte Leser und Beobachter der Vorgänge auf ZEIT konnte nur noch&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://community.zeit.de/user/ein-besorgter/beitrag/2009/10/31/zigeuner-kriminalit%C3%A4t-ungarn-19932009&quot;&gt;anhand des übriggebliebenen Namenszugs innerhalb der Linkadresse des zerfledderten Artikels&lt;/a&gt; &lt;b&gt;erraten, worum es sich dabei handelte. Ich wußte ja, daß der Begriff &apos;Zigeuner&apos; in meinen Beiträgen bereits einmal moniert worden war - wobei mir allerdings bis heute nicht klar ist, wie man anders auf gut Deutsch für Zigeuner sagen sollte, wenn man die genaue Stammzugehörigkeit eines solchen nicht näher benennen kann. Kommt in den USA ein Schwarzer vom Weg ab und wird kriminell, so darf man politisch korrekt heute bereits jenen dort nicht mehr als Negerverbrecher bezeichnen, auch wenn er, abgeurteilt, öffentlich an den Pranger gestellt und höchstrichterlich bestraft und gezüchtigt, ein solcher sein sollte, da die Gesellschaft sich in der Vergangenheit große Schuld aufgeladen hatte am Schicksal der &quot;Farbigen&quot; und nun nicht mehr ertragen kann, den Ausdruck Negro - was ja, auf Spanisch, nichts anderes bedeutet als Schwarzer - aus dem Munde eines gleichermaßen historisch verstrickten Zeitgenossen auch nur hören zu müssen. Während die Neger in ihren eigenen Liedern zum Vergessenmachen der schrecklichen Geschichte, murrend frohgemut über sich und die Welt rappend, lustig sich selbst als Nigga betitulieren. Doch im Teutschen bleibt sich ein Zigeuner nunmal ein Zigeuner, weil wir für ihn in unserer Sprache kein anderes Wort kennen - ihn laufend nur als Roma und Sinti bezeichnen zu müssen, käme der Aufforderung gleich, den Ausdruck &apos;Deutscher&apos; rundaus zu vermeiden und tunlichst durch Bayer, Pfälzer, Sachse, Ostfriese usw. zu ersetzen, wegen der Nazi-Verbrechen an den Zigeunern und Juden durch ebenjene Teutschen und deren einstigen Schergen des übelsten politischen Verbrechertums aller Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß ein Artikel hier auf ZEIT-Online mit einer peniblen Auflistung endlos vieler Gewaltverbrechen, die alle im Zeitraum zwischen 1993 und 2009 von &quot;kriminellen Zigeunern&quot; in Ungarn an Ungarn verübt wurden - derer ganze 118 an der Zahl, Punkt für Punkt in Form von episodischen Kurzberichten chronologisch brav aufgeführt, wofür sich der ungarische Berichterstatter, wie rechtslastig auch immer dieser sein mag, der mir die Liste auf meinem Blog zugespielt hat, ganz schön Mühe gemacht haben muß und sämtliche Einzelmeldungen in ein flottes Deutsch übertragen hat -, noch dazu mit einem unverschleiert expliziten Titel versehen, in der einen oder anderen Form heftige Reaktionen auslösen würde, hatte ich mir vorab sehr wohl gedacht. Ich hatte allerdings - naiv, wie ich wieder einmal war - eher mit entsprechend gesalzenen Leserkommentaren gerechnet, als damit, daß durch die, wie mir wieder klar wurde, sehr sensiblen und leicht neurotischen Zensoren der ZEIT-Redaktion, von denen man manchmal den Eindruck gewinnt, als wollten sie das Unmögliche tun und im Vorraum zu den Himmelspforten der historischen Absolution dafür Sorge tragen, die schwere Blutschuld, mit der sich die Deutschen überzogen hatten, und die vielen älteren, gewissenhaften Mitmenschen in deren tiefsten Seelengrunde zumindest lästig ist, auf Teufel komm&apos; raus weichzuspülen, der ganze Artikel aus dem Verkehr gezogen würde. Was einmal passiert ist, ist bereits geschehen, aus und vorbei, sprach Zeus, da beißt die Katz&apos; keinen Faden ab. Auch ein Jude bleibt weiterhin im Sprachgebrauch der Deutschen der Jude, wenngleich das Wort, im Straßenjargon ungehobelter Schulanfänger heute sogar noch anzutreffen, ein Schimpfwort vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist in meinen Augen die Kehrseite der Medaille bei der ungarischen Geschichte jedoch die, daß die Ungarn höchstwahrscheinlich selbst daran die Schuld tragen, wenn den Zigeunern in ihrem Land der Respekt vor ihnen ganz und gar abhandengegangen zu sein scheint, und die letzteren die ersteren durch allerlei Skrupellosigkeit im sozialen Umgang untereinander, und mit Hauseinbrüchen, Vergewaltigungen mit anschließender Beraubung des Opfers, und anderen Gewaltverbrechen, einschließlich Mord und Totschlag, unausgesetzt bis auf eine Sündennot plagen und schikanieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach wären wir aber dann in Deutschland doch, was die gesellschaftliche Zufriedenstellung der Interessen der im Land permanent lebenden und/oder umherziehenden Zigeunergruppen betrifft, - Hut ab, Hut auf, bei der gegebenen Kontroversität im Fall Deutschland - mit dem frühen Nachkriegsmodell &quot;Einen brummigen Mercedes als offizielles Wiedergutmachungsgeschenk an alle KZ-geschädigten Zigeunersippen, als komfortablen und prestigeträchtigen Wagenkolonnenschlepper, anstelle des armseligen Kleppers der Vorkriegszeit&quot; wesentlich besser gefahren als auf dem Balkan. Offensichtlich hatten es die stalinistisch geschulten politischen Strippenzieher auch im Hogyar-vermenschlicht kommunistischen Ungarn der Ära des Kalten Krieges nicht verstanden, wie man mit Minderheitengruppen im eigenen Volk einen allseits akzeptablen gesellschaftlichen Konsens zuwegebringen könnte. Angesichts der erschreckenden Vielzahl, und der in vielen Fällen demonstrierten Brutalität, der Verbrechen, die in Ungarn allesamt unter &apos;Zigeunerkriminalität&apos; zu laufen haben, kann man nicht umhin, als zu dem Schluß zu gelangen, daß in puncto gesamtgesellschaftliche Integrität die Gesellschaft im Lande der Magyaren aufs schlimmste versagt hat. Wie anders könnte man sich sonst eine solch entwürdigende Kette von barbarischen Vorkommnissen erklären, wie sie aus der sehr, sehr langen Liste des Ungarn namens Janos Barat hervorgeht, die ich gesellschaftspolitisch interessierten ZEITkommentare-Lesern nicht hätte vorenthalten wollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese aufgestörte gesellschaftliche Lage in Ungarn finde ich den einen Fall mit am bezeichnendsten, wo ein älterer Zigeuner, der bei Dunkelheit auf einer entlegenen Landstraße im Pferdewagen unterwegs ist, der, nachdem sein Pferd bereits aus einer Entfernung von einer entgegenkommenden Autofahrerin minutenlang geblendet worden ist, so daß das Pferd scheut und stockig ist, sich quer über die Straße hinweg postiert, um den herannahenden Wagen zum Anhalten zu zwingen, und der dann die Autolenkerin an den Haaren aus ihrem Gefährt herauszieht und so wild auf dieselbe eindrischt, daß diese sich gleich einen Nasenbeinbruch zuzieht. Der Fall macht auf drastische Weise deutlich, was für ein tiefer Abgrund zwischen Ungarn und Zigeunern klafft, und wie festgefahren man auf beiden Seiten bereits ist in seinem Haß auf die jeweils anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bände spricht auch der Fall eines achtjährigen Zigeunerjungen, der nichts besseres im Sinn hat, als einem Ungarnmädel von zarten 14 Jahren, das bei einem feierlichen Anlaß im Festtagsgewand die Dorfstraße entlang geht, mit Gewalt deren Goldgeschmeide vom Ohr zu reißen, um zuhause im Wagen selbst auch schon mal mit etwas fürs Tischleindeckdich der Sippschaft aufwarten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schärfere Handhabung der Strafgesetze durch die ungarische Staatsregierung, um bei Verbrechen, die von Zigeunern verübt werden, noch härter als bisher durchzugreifen, dürfte, für sich allein genommen, wohl nicht dazu ausreichen, um die vertrackte Situation zu entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müßte sich die Einstellung der Leute zueinander von Grund auf wandeln. Nur so gäbe es eine echte Chance, daß sich auf die lange Sicht ein Struktur- und Gesinnungswandel vollzöge, der allen im Lande lebenden Menschen, gleich welcher Herkunft und Rasse, eine friedliche Koexistenz garantierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dürften sich auf dem Balkan für die vorliegenden Minderheitenprobleme, die genau genommen ein hausgemachtes Problem der Bevölkerungsmehrheit darstellen, für das letztere selber bis zu einem gewissen Grade also durchaus in eigener Regie verantwortlich gemacht werden kann, nicht leicht einfache Lösungen finden lassen, insbesondere solange die allgemeine Abneigung im Stammvolk gegenüber den Zigeunern derart krass zu Buche schlägt, wie es die besagte, auf ZEIT gestrichene Verbrechensliste nahelegt. Und solange diese in der Gesellschaft zum Tragen kommende, ablehnende Interessenslage dem Fahrenden Volk gegenüber - gerade auch in Deutschland, wo man wohl in der Sache dazugelernt hat, aber anscheinend immer noch nicht in genügendem Maße - in einem so gewichtigen Magazin wie der ZEIT dafür sorgt, daß auf deren Community-Seiten ein einschlägiger Leserbeitrag, der einen seltenen Einblick in die Lage der Zigeuner im Land der Ungarn erlaubt, mit denen die Deutschen noch nicht mal verwandt sind, sang- und klanglos einfach versenkt wird.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-03T07:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/5965874/">
    <title>Die Roma müssen in Ungarn als Waffe für die Wahlen herhalten</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/5965874/</link>
    <description>&lt;b&gt;Es wäre zu spät, das Steuerrad herumzureissen, da der Wagen bereits in einen tiefen Abgrund hineingefahren sei. Man müßte sich einen gänzlich neuen Wagen zulegen. Zsolt Varkonyi, der für internationale Pressekontakte der ungarischen rechtsextremen Partei Jobbik zuständig ist, vergleicht in seinem Parteibüro sein Land mit einem Auto. Er vertritt die Ansicht, daß Ungarn dank dem Fahrunvermögen der Politiker derart schlimm in einen dichten Wald hineingeglitten sei, daß man mit ausgleichenden Manövern allein von da nicht mehr herausfände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gebraucht würde, wäre die Veränderung. Eine radikale Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wir brauchen eine radikale Partei. Wir brauchen eine solche deshalb, da die Lage radikal ist, klärt Varkonyi auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch besitzt Jobbik keine Macht, d.h. sie hat noch keinen Platz im Parlament des Landes. So konzentriert sich denn die Partei, anstatt darauf, Besserungsvorschläge vorzulegen, darauf, Fragen aufzuwerfen, über die &quot;die politische Elite des Landes sich ausschweigen will&quot;.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.jobbik.com/deutsch.html&quot;&gt;Junge und Arme hauptsächlich als Sympathisanten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jobbik marschierte bei den EU-Wahlen ins Blickfeld; nahezu aus dem Nichts kommend, konnte sie einen Stimmenrutsch von 15 Prozent für sich verbuchen. Ihre Mitgliederzahlen wachsen beständig an, und sie gründet laufend neue Parteibranchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Parlamentswahlen des nächsten Jahres wird der Partei gar ein stattlicher Sieg vorausgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind vor allem die Jugendlichen, die Jobbik unterstützen, wie der assistierende Politologe einer ungarischen Universität und leitende Analytiker einer Beratungsfirma für die Politik Zoltan Lakner wissen läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Partei sei es gelungen, insbesondere übers Internet junge Sympathisanten anzuwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung von Varkonyi spricht die Partei auch die Menschen der ärmeren Gesellschaftsklassen gerade auf dem Lande an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen Zuläufern gemein sei es, daß sie wegen den schlappen Resultaten der gegenwärtigen Führung des Landes frustriert sind. Die Politiker seien arg durch die vorherrschende Korruption verdorben. Aus Ungarns Haushaltskassen würde jährlich bis zu 30 Prozent auf heimlichen Wegen verschwinden, legt Varkonyi los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 30 Prozent! Die Politiker sowohl der Regierung als auch der Opposition sollte man ins Gefängnis stecken, fordert Varkonyi.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5920346/&quot;&gt;Die Roma bleiben in den Schlagzeilen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jobbik lenkt demonstrativ das Augenmerk auf die von Roma verübten Verbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5435447/&quot;&gt;Dies betreffe eine sehr große Menschengruppe&lt;/a&gt;&lt;b&gt;, so die Begründung Varkonyi, der sich beklagt, wie die Partei in Zusammenhang mit den in Ungarn sich ereigneten unaufgeklärten Morden an Mitgliedern der Roma-Sippe gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhält es sich also demnach so, daß sie nichts mit jenen zu tun hätte, und daß die Partei derartige Gewalttätigkeiten verurteilen wollte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Gegen so was ist ein jeder, formuliert er es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einen zweiten Erfolgsfaktor führt der Mann die EU-Repräsentantin Krisztina Morvai auf. Die bekannte Kämpferin für Recht und Gesetz hat ein Komitee gegründet, um das gewaltbereite Verhalten von Polizisten bei Unruhen zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausverkauf von Grund und Boden als Wahltrumpf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dritter Grund für die hohe Zusprache, die die Partei erfährt, ist der schlechte Allgemeinzustand des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus überall hat sich der Staat zurückgezogen. In kleinen Dörfern gibt es keine Schulen, keine Polizisten und auch keine Post mehr. Eine einheimische Industrie gibt es so gut wie gar nicht, eine Fabrik nach der anderen wird hingegen dichtgemacht. Die Lebensmittelraffinerien sind ans Ausland privatisiert worden und vom Einzelhandel wird 80 Prozent von den Multis kontrolliert. Ungarische Banken werden ans Ausland verkauft, eine nach der anderen, führt Varkonyi mit düsterer Miene auf und sagt, Ungarn sei praktisch auf dem Stande einer Kolonie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wessen Kolonie es sei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Multikonzerne, der internationalen Banken und Vereinigungen, des IMF, der WTO, der Weltbank und der Nato, listet Varkonyi auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein Motto der Jobbik ist der Spruch &apos;Ungarn den Ungarn&apos; herausgebracht worden. Zsolt Varkonyi erklärt, daß das auf das Jahr 2011 gemünzt sei, von welchem ab man Ungarns Grund und Boden an jede x-beliebige Person verkaufen kann.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;309&quot; alt=&quot;Ungarn-scheint-ein-gewisses-Problem-mit-Zigeunern-zu-haben&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Ungarn-scheint-ein-gewisses-Problem-mit-Zigeunern-zu-haben.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-31T02:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6018264/">
    <title>Nichts auf der Welt darf dem Expertenauge entgehen - wo wir doch schon in einer Welt...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6018264/</link>
    <description>&lt;b&gt;Im finnischen Tuorla ist eine zu den porlingsartigen Baumschwammpilzen zählende unbekannte Pilzart entdeckt worden. Forscher hatten nahe der südwestfinnischen Stadt Kaarina auf dem Naturschutzgebiet zu Tuorla eine von der Wissenschaft bislang nicht beschriebene Pilzart gefunden. Der zur Familie der Röhrlinge zu rechnende Baumschwammpilz ist den Forschern allerdings kein völlig Unbekannter. Seit der Zeit, da der vorausgegangene Fund von der Art gemacht wurde, sind jedoch bereits mehr als 70 Jahre verflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilzforscher Matti Laurila aus Turku war in den 1930-er Jahren auf genau die gleiche Pilzart gestoßen. Damals wurde der Fund aber unter &apos;Unbekanntes&apos; abgehakt und die Probe von dem Pilz in den Sammlungen des Botanischen Museums der Universität von Turku weggesteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Dazumal war man nicht in der Lage gewesen, der Art eigene Erkennungsmerkmale zuzuordnen, mit derartiger Präzision, daß man den Pilz als eine eigenständige Art hätte ansprechen können, berichtet der Biologe Panu Kunttu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilz fiel Forschern aufs neue auf, als bei einer im Jahr 2006 vorgenommenen Studie der Pilzbestand des bei Kaarina gelegenen Eichenhains zu Tuorla aufgezeichnet wurde. Derzeit ist sowohl der neue, als auch der alte Fund per Post an die Universität von Göteborg überstellt worden, um dort nun einer Analyse unterzogen zu werden. Laut Kunttu wurden die Proben aus dem simplen Grunde nach Schweden verschickt, da man im skandinavischen Bereich in Göteborg über die einschlägig beste Sachkenntnis verfüge. Die Forscher wünschten sich, daß die unbekannte Art nach Laurila, der sie als erster entdeckt hatte, benannt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilz ist von seiner Art her etwas Kleines, und er schaut eigentlich gar nicht wie ein herkömmlicher Pilz aus, läßt Kunttu wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der wurde am Stamm einer umgefallenen Eiche entdeckt, und das noch zur Unterseite hin, ist also nicht gerade eine Art, die ins Auge sticht. Der Pilz ist hellgetönt, mißt ungefähr einen Zentimeter, und ist papierdünn, fast florartig wie eine Mullbinde, wie der Wissenschaftler ihn beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumschwämme (auf keinen Fall zu verwechseln mit den Schwammerln) stellen eine breitangelegte Pilzgruppe vor, die hauptsächlich aus solchen Pilzen besteht, die Bäume befallen und sie vermorschen lassen. Sie siedeln nur an Edelhölzern. Gemäß Kunttu wurde der unbekannte Schwammpilz beide Male am Stamm einer Eiche entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es könnte durchaus sein, daß er speziell nur an der Eiche auftritt, vermutet der Forscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichermaßen sei es möglich, daß der Pilz einzig in der Umgebung von Turku vorkommt. Es sei jedoch unmöglich, dies mit Sicherheit zu sagen, da man über Baumschwämme recht wenig wisse. Laut Kunttu vertritt die skandinavische Forschungsarbeit die Spitzenklasse auf diesem wissenschaftlichen Zweig weltweit. Es hätte sich lediglich eine Handvoll von Forschern auf diese Pilzarten spezialisiert. Kunttu vermutet aber auch, daß in den Sammlungen der Museen sich gar Dutzende von solchen Arten von Pilzen versteckt halten könnten, die noch nicht identifiziert und benannt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Von den Schwammpilzen gibt es ungefähr 950 Abarten. In Finnland werden jährlich einige neue Arten entdeckt, schätzt er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Tuorla ausgeführte Erfassung der Pilze erwies sich auch in Bezug auf die bereits bekannten Arten als erfolgreich. Auf einem Areal von zehn Hektarn fanden sich mehr als 100 Baumschwammarten. Tief im Gehölz versteckt traten unter anderen der Schlackenschwamm- (Gelatoporia subvermispora) und der Rostschwammpilz (Phellinus ferrugineofucus), beide als bedrohte Art klassifiziert, wie aber auch der Dickhäuterporling (Amylostereum aerolatum), der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.ulb.ac.be/sciences/lubies/forthreats.html&quot;&gt;wegen dem großen Schaden, den er am Holz anrichten kann&lt;/a&gt;&lt;b&gt;, als eine im Auge zu behaltende Art eingestuft wird, ans Tageslicht. Der Schlackenschwammpilz und der Dickhäuterporling wurden vormals im Süden Finnlands nicht öfter als einmal angetroffen.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-30T05:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6014559/">
    <title>Wenn Nachbarn sich durch Angler in der Nähe belästigt fühlen</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6014559/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die ländliche Idylle in der finnischen Gemarkung Karuna nahe dem Städtchen Sauvo im Südwesten des Landes stört aufgrund einer fortgesetzten Anglerei dort ein ausgewachsener Anwohnerstreit auf. Auf dem aus einer Dammaufschüttung bestehenden, bereits seit Jahrzehnten von Dorfbewohnern zum Fischen genutzten Brückensteg neben dem Krämerladen beim Dorf Rantola droht es ganz still zu werden, da Besitzer von drei Immobilien in Nähe des Ufers eine Petition eingereicht haben, um dort ein ausschließliches Fischereiverbot zu erwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Immobilieninhaber begründen ein Fischereiverbot auf der Auslegerbrücke in erster Linie damit, daß sie sich in ihrem häuslichen Frieden belästigt fühlten. Die Bittsteller berichten, daß die Fischer, außer daß sie die Umgebung mit Unrat verschandelten, unter anderem auch Lärm machten und gefährliche Situationen aufkommen ließen, indem sie die Angelleinen durch die Lüfte schnallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ilkka Raita, der als erster die Bitte um ein Fischereiverbot einreichte, kaufte vor ungefähr drei Jahren zusammen mit seiner Frau die in unmittelbarer Nähe zu der Naturpratschenbrücke gelegene Wohnimmobilie. Laut Raita ging es mit den Problemen los, als die Familie beschlossen hatte, sich häuslich einzurichten und selber das in Privatbesitz überstellte Ufer zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Durch die Anglerei auf dem Brückendamm fühlten wir uns zu sehr in unserer Privatsphäre gestört, da diese unseren häuslichen Frieden einer zu argen Belastung aussetzte. Es stellte sich heraus, daß auch andere darunter litten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raita rechnet vor, daß allein dieses Jahr auf dem aufgeschütteten Stegarm an die 1&apos;400 Angler eingetroffen wären, was seiner Darstellung zufolge noch wesentlich weniger sei als in den vorausgegangenen paar Jahren. Schlimmstenfalls seien auf der Böschung an einem Tag gar 50 Angler anzutreffen, mit einem Fuhrpark bestehend aus 15 Autos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Einige von denen verbleiben dort von morgens früh um sechs bis Mitternacht. Ich bin im Besitz von Fotos, mittels denen ich die Zahl derer, die den Ort aufsuchen, nachweisen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raita listet die von den Anglern verursachten Probleme auf. Man könne sich an den eigenen Gestaden nicht normal aufhalten oder schwimmen gehen, und insbesondere an den Wochenenden würde auf der Uferböschung in einem Maße Alkohol getrunken, so daß das Gegröle zwischendurch bis spät in die Nacht hinein nicht abreiße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Besucher ließe auch Abfall in der Landschaft zurück und benutzte auch die Uferimmobilien als öffentliche Toilette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie wollen den Aufruf zum Verschwinden einfach nicht verstehen. Mir ist gar damit gedroht worden, mich im Wasser baden gehen zu lassen und mich zu ertränken. Wir mußten heuer schon fünf-, sechsmal Polizisten vorfahren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raita sagt, er verstehe ja, daß man einen seit langem gewohnheitsmäßig aufgesuchten, guten Platz zum Angeln nicht aufgeben möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jetzt ist das Ufer jedoch in private Nutzung übergegangen, sodaß sich die Leute etwas anderes einfallen lassen sollten, als wie an anderer Leute Ufern angeln zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hobbyfischer Jukka Sireeni und Jari Palokankare kommen einige Male im Jahr zur besagten Stelle. Sie geben zu, daß die Aggressivität des einen Uferanliegers sie bedrücke, und daß sie deshalb lieber zuhause blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Anschauung der beiden Männer stellten die Angler eine friedfertige Clique. Bei zuviel Krawall würden doch die Fische ausbleiben, weshalb man lieber still dasäße. Im Sommer würde man, legt man eine Pause ein, beim Dorfkrämer in der Sommercafeteria vorbeischauen, um einen Imbiß zu sich zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wir werden hier fotografiert, man schreibt sich unsere Autonummern auf und ermittelt anhand derer unsere Personalien. Wir haben nichts Verkehrtes gemacht, sagt Sireeni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstverständlich sollten die Leute unbehindert ihrem Angelhobby nachgehen dürfen, wozu nach dem Gewohnheitsrecht ein jeder berechtigt ist. Falls man dies auf diesem Steg nicht darf, dann darf man es binnen Kürze auch auf einem anderen nicht. Bald würde man dann nirgends mehr ohne eigenem Boot fischen gehen können, sagt Sireeni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erfahrung, die Jari Palokankare einmal machen mußte, würde zuweilen sogar versucht, die Angler als Intriganten hinzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Einmal waren wir mit der Zugleine am Fischen, als der Landbesitzer zum Schwimmen ins Wasser sprang und dabei schrie, warum wir denn jetzt nicht unsere Angelschnuren auswerfen würden, jetzt wo er beim Schwimmen sei. Die Gattin stand mit der Kamera bereit, und luchste darauf, zu fotografieren, was passieren würde. Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem doch schon, daß man dann nicht die Angelschnur auswirft, wenn jemand im Wasser schwimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Dorfkrämer von Karuna Jorma Landén besitzt neben dem Dammsteg einen größeren Anlegesteg für Boote. Er sagt, daß er Leute, die sich dort zum Angeln aufbauen, in Ruhe läßt, und daß er beabsichtigt, dies auch weiterhin so zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es sollten noch mehr von denen hierher kommen, um das Dorf zu beleben. Eine solche Beschwerde, wie die hier nun vorliegende, paßt nicht in mein Bild vom Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der seit zwanzig Jahren in der Gemeinde lebende Jouko Saarela erzählt, daß er hin und wieder mit seinen Enkelkindern zum Angeln auf den Böschungssteg komme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Auch auf uns ist man zugegangen und hat herumgeschrien und gesagt, daß zuvor schon einmal die Polizei herbeigerufen worden wäre. Erkläre das mal kleinen Kindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betreiber des Verbots wollen allerdings in ihrem Kampf nicht nachgeben, denn das Anrecht auf häuslichen Frieden und auf eine Privatsphäre seien ein durch Finnlands Grundgesetz verbrieftes Grundrecht und nach ihrem Dafürhalten von daher auch höher einzuschätzen als das allgemeine Anrecht aufs Fischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wir tragen uns mit der Absicht, dieses bis zum Schluß durchzuziehen. Wir wollen für den Abschnitt des ganzen Dammstegs ein absolutes Fischereiverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Angeln mit Würmern will Ilkka Raita auf dem Steg nicht zulassen, da seiner Erfahrung gemäß ein Großteil der Angler im Kofferraum ihrer Autos Laufangeln und Kunstköder mitführten.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;738&quot; alt=&quot;Darf-auf-dem-Dammsteg-bald-nicht-mehr-gefischt-werden&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Darf-auf-dem-Dammsteg-bald-nicht-mehr-gefischt-werden.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T06:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6009802/">
    <title>Worauf eine Nation stolz sein darf  zwei Brüder aus Naantali retteten auf ihrer...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6009802/</link>
    <description>&lt;b&gt;In der Familie Valo aus dem finnischen Naantali hatte man wohl nicht geglaubt, daß, wenn sie aus ihrer Spanienurlaubsreise wieder heimkehren, zwei Helden von Kindern sich unter ihnen befinden sollten. Ein einwöchiger Urlaubsaufenthalt auf einem unter Touristen beliebten Platz in Sitges machte aus beiden Brüdern, dem 10-jährigen Hannu und dem 12-jährigen Heikki Valo, waschechte Lebensretter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es ist schon recht verwunderlich. Selbst Schulkameraden wollten diese Geschichte nicht richtig glauben, schmunzelt Hannu Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte nahm am Dienstag der letzten Woche ihren Anfang, als die Familie am Meeresstrand einen Urlaubstag verbrachte. Die Eltern räkelten sich in der Sonne und die beiden Brüder plantschten mit ihrer Luftmatratze im Meer herum. Trotzdem der Wind nur mäßig blies, herrschte hoher Wellengang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Stand man nur bis an seine Knie im Wasser, so zogen die Wellen sogar einem Erwachsenen schon den Boden unter den Füßen weg, beschreibt der Vater der Jungens, Timo Valo, die Kraft des Meeres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Wellen wollte das Spielen mit der Luftmatratze direkt in Ufernähe nicht so richtig hinhauen. So erlaubten es denn die Eltern ihren Zöglingen, mit ihren Matratzen vom Ufersaum weg etwas weiter hinauszupaddeln, wo die Wellen das Spiel im Wasser nicht durchkreuzen, indem sie die kleinen Schwimmer auf den Sandboden knallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Plötzlich geriet meine Frau in Sorge, da die Buben so weit draußen waren, vielleicht ungefähr 50 Meter von der Uferlinie entfernt, sagt Timo Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich hörte, wie zwei Männer weiter draußen &quot;help, help&quot; riefen. Daraufhin plantschten wir flugs mit unserer Matratze neben die Männer und ich fragte sie, ob sie Hilfe bräuchten, erklärt Hannu Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Yes, yes, antworteten die Männer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matte kam auch dem zweiten Schwimmer zur Hilfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei kleinen Brüder handelten entschlossen. Sie schnappten sich den älteren der um Hilfe gerufenen Männer auf ihre Luftmatratze, machten kehrt und strampelten in Richtung Ufer los. Gleichzeitig kam ein in der Nähe geschwommener, einheimischer junger Mann zu Hilfe und schleppte den zweiten Hilfsbedürftigen mit sich mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Das waren richtig gewaltige Wellen, sagt Heikki Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unberechenbare Verhalten der Meeresströmungen drohte, das Trio, das mit ihren Oberkörpern auf der Luftmatratze sich über Wasser hielt, immer weiter vom Ufer weg ins Meer hinauszutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fürchterlich, mit ansehen zu müssen, wie auf einmal eine große Welle sie alle ins Wasser schleuderte. Zum Glück ist ihnen die Matte nicht ganz abgehauen, wo die Jungen doch so ziemlich mit ihrer äußersten Kraft am Kämpfen waren und die Wellen langsam den kleinen Kerlen über den Kopf wuchsen, analysiert der Vater die Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ich fühlte mich am Strand recht hilflos, denn meine Schwimmkünste hätten es mit solchen Wellen nicht mehr aufnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Luftmatratze der Jungen rettete wahrscheinlich auch das Leben des zweiten in Not geratenen Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nachdem wir den einen Mann ans Ufer befördert hatten, blieb der am Ufer zurück und rang erleichert um Luft, berichtet Hannu Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ein zu Hilfe gekommener Einheimischer holte dann mit unserer Luftmatratze auch den noch im Wasser verbliebenen Mann an Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern sind aus gutem Grunde stolz auf ihre Söhne. Über eines wundern sie sich allerdings, und zwar, warum an dem Strand keine Schwimmwacht zu sehen war und auch nichts da war, womit man in Not geratene Schwimmer hätte bergen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Eigenartig war auch, daß die geretteten Männer keinerlei Anstalten machten, sich den Jungen gegenüber erkenntlich zu zeigen. Vielleicht befanden sie sich in einem derartigen Schockzustand, sagt Timo Valo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ein paar Tage später trafen die Buben sie freilich noch einmal am Strand, und die Männer sagten auch etwas zu ihnen. Kann natürlich sein, daß deren Fähigkeiten, sich zu artikulieren, gerade dazu ausreichen, um jemanden um Hilfe anzuhalten.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-25T10:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6008256/">
    <title>BBC hielt in Bildern fest, wie in Lappland ein Steinadler sich ein Rentier reißt</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6008256/</link>
    <description>&lt;b&gt;Einem Filmteam der BBC ist es geglückt, aufzuzeichnen, wie sich in Lappland ein Steinadler ein Rentier greift. In einem Video, das im Netz auf den Seiten der BBC eingestellt ist&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/earth/hi/earth_news/newsid_8314000/8314558.stm&quot;&gt;[»]&lt;/a&gt;&lt;b&gt;, fällt ein Adler einem Rentierkalb, das in der Tundra einen Abhang hinabrennt, in den Rumpf. Das Team hat sich in Lappland zur Aufnahme einer Dokumentationsserie mit dem Titel &apos;Life&apos;  aufgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zugriff des Adlers wird jedoch wegen der schlechten Bildqualität im eigentlichen Programm nicht zu sehen sein. Der Ausschnitt wurde aus einer Entfernung von ungefähr 1½ Kilometern mitgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit von der Partie, um das Ereignis zu bezeugen, war auch der finnische Forscher Harri Norberg. Der berichtete dem finnischen Nachrichtenbüro STT, daß die Aufzeichnung im Juli bei Käsivarsi in der Tundra von Ridnicohkka in einer Höhe von eintausend Metern gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wiederholt stürzte der Adler auf eine Rentierherde herab. Zum Schluß gelang es ihm, ein kleineres Kalb zu erlegen, dessen junges Muttertier nicht in der Lage gewesen war, seinen Sprößling in Schutz zu nehmen. Der Beutezug des Adlers dauerte insgesamt zwanzig Minuten an, berichtete er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein ist bekannt, daß Adler reichlich junge Rentiere reißen, doch in Bildern war dies bisher noch nie festgehalten worden. In Finnland werden, um den Adlerbestand zu schützen, Rentierhalter für Rentiere entschädigt, die sich Adler geholt haben.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;280&quot; alt=&quot;Steinadler-machen-auch-Jagd-auf-Rentiere&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Steinadler-machen-auch-Jagd-auf-Rentiere.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-24T03:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6006770/">
    <title>Die Möglichkeiten einer auf komplexe Ursachenforschung abzielenden wissenschaftlichen...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6006770/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die Welt der Wissenschaft, das suggeriert schon ihr Name, weiß sehr viel zu berichten über unsere Welt, in der wir leben, und weiß sie weitgehend auch zu erklären. Höchstkonsequent ist präzise deren erworbenem Sachverstand, deren Umtriebigkeit und deren im Praktischen umgesetzten Wissensinhalten die grenzenlose kulturelle Entwicklung des Menschengeschlechts zu verdanken, die uns über die vor uns hinwegmarschierten Zeitläufte hinaus dahin gebracht hat, wo wir Heutigen mit all unseren das Leben erträglicher machenden Dingen zu stehen gekommen sind. Und doch tappt diese Wissenschaft nach wie vor bei mithin wichtigsten Fragen, also solchen, die alle Menschen von Haus aus bewegen und deren Auflösung uns am brennendsten interessierte  &quot;Stimmt die vorgekaute Evolutionstheorie denn tatsächlich, oder wie sind die geschauten einzelnen Arten des Lebens eigentlich genau in der Natur erstmals ausgeboren worden?&quot; oder &quot;Wie genau funktioniert die kosmische Geist-Zentrale, mittels der die einzelnen Hirne im Menschen ticken und sich untereinander austauschen?&quot;  und in etlichen derer mehr völlig im Dunkeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht allen Geheimnissen der mit pulsierendem Leben erfüllten Welt kann man eben mit auch noch so feinen Spektrometern, mit noch so sensibilisierten Archäologenspaten, mit noch so zellkernscharfen Teilchensichtgeräten oder mathematisch noch so schlau vorausrechnenden Sternguckerröhren beikommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch selbst die letzten großen Rätsel des Seins könnten sehr wohl näher offengelegt werden, könnte sich die hehre Wissenschaft nur zu der Erkenntnis durchringen, daß dank der Einheit des Alls  alles Sein im All geht auf einen Urgrund zurück  auch logisch analoge Schlüsse querfeldein zulässig wären, im Stile von &quot;Da der menschliche Geist im großen wie dessen Ableger im kleinen funktionieren muß - wo hat demnach die SIM-Karte im menschlichen Geist, der ja mit einem Handytelefon, welches er, zwar unbewußt, in seinem Ebenbild hervorgebracht hat, wenn auch übergeordnet, vom Prinzig des Funktionierens her wesensgleich sein muß, wo das Memory-Chip des Phone in den Sphären des Geists seinen Sitz, wenn das Handy-Laufwerk in diesem erstklassigen, zwingenden Vergleich das menschliche Hirn vorstellt?&quot; Und Fragen derer mehr, die auf diese Weise endlich die Möglichkeit einer prinzipiellen Klärung erhielten. Hätte sich diese Erweiterung der Erkenntnisfähigkeit auf dem wissenschaftlichen Sektor durch die Annahme der Lehre von der universellen Analogie aller vergleichbaren Dinge im Kosmos als beweiskraftszulässig allgemein durchgesetzt, könnten selbst die staatlich einkassierten und brotlos gewordenen tibetanischen Mönche sich als allseits geschätzte wissenschaftliche Assistenten zu einem Exportschlager entwickeln, und sich der Welt und auch sich selbst wieder voll nützlich werden. Und durch die hohe Meditationskunst, in der sie geschult und geübt sind, ihrerseits der Wissenschaft Schwung verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich dürfte diese sehr befruchtende methodische Fundamentalausweitung der wissenschaftlichen Erkenntnislehre weiterhin die unter den Theoretikern beobachtete Streitbarkeit, die an und für sich ja als ein Positivum, als eine Komponente, die justament mit dem Moment ihrer Entschiedenheit das Forschertum als solches vorantreibt, zu betrachten sein sollte, weiterhin nicht nur fördern, sondern diese erst immens anwachsen lassen, da rein auf die Analogie im Kosmos abstellende, erlaubte wissenschaftliche Schlußfolgerungen, noch dazu wenn angefeuert durch die Beflügelung durch spiritistisch forschende Methodiker, in vielen Detailfragen endlosen Spekulationen Tür und Tor öffnen dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau hier an dieser Stelle müßte nun eine ebenso neue Erkenntnis in der Welt der Wissenschaft durchschlagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals schlagen die sich bekämpfenden Vertreter formal miteinander im Clinch liegender Theorien ganz umsonst in ihrem Gelehrtenstreit darüber, wer von allen Kandidaten denn zum Schluß rechtbehalten wird, sich gegenseitig die Köpfe ein. Wobei sie genau durch diese vielfach vom Wesentlichen der Forschungsarbeit ablenkende Fixiertheit auf einen egomanischen Dogmatismus sich obendrein noch eher gegenseitig in ihrem weiteren Schaffen behinderlich sind, anstatt daß sie sich gegenseitig darin bestärkten und befruchteten. Aber wie denn auch könnten die Dinge anders liegen, wenn man sich in unversöhnlichem Zwist inmitten miteinander streitender Theorien wähnt, und nicht die höhere, alle Gegensätze überbrückende Verständigungsebene sieht, auf der man zueinander finden könnte? Und nicht nur zueinander finden, sondern wo man sich ergänzen, und, sogar mehr als nur das, dadurch zur Auflösung komplexer Probleme von Weltgewicht beitragen würde, solcher, die sich erst bei ganzheitlicher Betrachtung aufhellen, wenn diese wie ein Puzzle-Spiel angegangen werden, und Vertreter unterschiedlicher Denkschulen erkennen, daß sie sich ganz und gar nicht gegenseitig ausschließen, sondern daß sie alle gleichzeitig bis zu einem gewissen Grade - und darüber hinaus - mit ihrer jeweiligen These bezüglich einer wissenschaftlichen Ursächlichkeitsfrage Recht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft läßt sich nämlich eine geballt auftretende Auswirkung auf Vorgänge der Natur nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen, sondern gerade auf eine ganze Kette von Ursachen, die erst im Verein miteinander in der Multiplikation ihrer einzelnen Glieder zur zu erklärenden Auswirkung geführt haben  und wenn auch einzelne verblendete Wissenschaftler dümmlicherweise auf die anderen mit dem Finger zeigen und nichts von der Komplexität der Dinge verstehen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Windhose, die sich über dem umliegenden Land formiert hat, sich in Ihrer Wohnstraße verfängt und dieselbige hinabfegt, müßen logischerweise etliche meteorologische sowie topologische Faktoren zusammengekommen sein. Wenn aber eine Windhose sich nun genau über Ihrem Kopf verfängt und ein paar Dutzend Schritte weit - physikalisch alles denkbar - Ihr Köpfchen wie mit einem Kränzchen umfangend, mit Ihnen mitwandert, dann muß schon sehr viel zusammengekommen sein. Um ein solches höchst seltenes Ereignis zu erklären, reichte bestimmt nicht mehr eine einzige Erklärung aus. Ganz ähnlich verhält es sich aber auch zum Beispiel, was den Grund - oder besser: die Gründe - des Aussterbens der Dinosaurier betrifft. Nicht ein einzelner Wissenschaftler, der mit einer besonderen oder einer neuen Theorie darüber hervorgetreten ist, hat die Wahrheit für sich alleine gepachtet, sondern alle miteinander, sofern einer eine wirklich sinnmachende und nachzuvollziehende Theorie vertritt, haben sie Recht. Und zwar in dem Sinne, daß eine jede vermeintliche Ursache, für sich alleine genommen, nie dazu ausgereicht hätte, die entsprechende ganzheitliche mächtige Auswirkung auf die Natur, also das Aussterben der Saurier, gezeitigt haben könnte, sondern erst im Verbund der verschiedenen vorgestellten Ursachen miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn ein jegliches Geschehen im Kosmos, gleich wie großartig oder niedlich es ist, stellt ein komplexes Geschehen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Wissenschaft täte sehr gut daran, sich diese Erkenntnis besser zunutze zu machen, wie ich meine.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;311&quot; alt=&quot;Die-Wissenschaft-sollte-noch-viel-komplexer-denken&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Die-Wissenschaft-sollte-noch-viel-komplexer-denken.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-23T04:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6005164/">
    <title>Und der Volksmut will sich nicht abkühlen - das fremde Zünglein in der Sprachen-Glocke...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6005164/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die auferzwungene Bilingualität Finnlands, die im Zuge der kommenden Kostenpflichtigkeit des nationalen Senders Yle sich für jeden Finnen noch viel teurer als bisher (zweisprachige Straßenbeschilderung usw.) ausnehmen wird, wird, wie vor kurzem bereits in meinem Beitrag&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5990311/&quot;&gt;&apos;Junge Basisfinnen fordern das einsprachige Finnland - was sagt Volkes Stimme dazu?&apos;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;herausgestellt, von immer mehr Finnen als ein lästiges Überbleibsel aus der Vergangenheit und als ein Luxus betrachtet, den es in diesen Zeiten wirtschaftlicher Nöte endlich abzustellen gilt. Im Anschluß an die Leserkommentare im ersten Artikel zu diesem so pressanten Thema, das die Gemüter allenthalben in Finnland so arg zu erhitzen scheint, im nachfolgenden nun ein weiterer, noch tieferer Griff in das Füllhorn der aufgebrachten Stimme des Volkes. Ich nehme den Faden der nicht abreißen wollenden, am 12.10. gestarteten Diskussion an derzeit aktueller Stelle auf:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Es lohnt sich jedoch, ein paar Sachen zu berücksichtigen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;TT&quot; geht am 20.10.2009 um 17.45 Uhr auf einen Kommentar von &quot;HinterbänklerWildenterich&quot; vom 19.10. ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[HinterbänklerWildenterichs Kommentar vom 19.10 um 22.35 Uhr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ahtisaari hatte recht gehabt&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ahtisaari ließ im übrigen, was dieses hier angeht, vor kurzem seinen eigenen Standpunkt bezüglich Finnland wissen: &quot;Finnland ist ein einsprachiges Land.&quot; Er fährt fort: &quot;Wenngleich Finnland formal noch immer ein zweisprachiges Land ist, haben wir meiner Meinung nach in der Praxis bereits die Zweisprachigkeit aufgegeben.&quot; Er hat völlig recht, und ich muß mich wundern, warum wir mit aller Gewalt durch eine künstliche Beatmung diese Zweisprachigkeit, wenn sie schon am Dahinsiechen ist, am Leben erhalten wollen. Wir opfern dafür wertvolle und teure Lehrstunden für die Jungen auf, wir geben im Jahr Dutzende, wenn nicht Hunderte von Millionen dafür aus, nur um festzustellen, daß Finnland kein zweisprachiges Land ist.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lohnt sich zunächst einmal, anzumerken, daß der Beschluß in den eigenen Reihen der Jungen Basisfinnen keineswegs ein einstimmiger gewesen ist. Es war auch dort nur gelungen, den Beschluß durchzuboxen, da dessen alternativer, weitaus realistischerer Entwurf auf der Versammlung, auf der die öffentliche Erklärung angenommen wurde, wegpolitisiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis sieht&apos;s doch so aus, daß die Jungen Basisfinnen ihre auch sonst schon verschwindend geringen Chancen, von den hinteren Bänken der Stadt- oder Gemeindeverordneten in den wirklichen Kern der Beschlußfassung vorzustoßen, sich nur erschweren. Der Partei dürfte es wie der früheren SMP ergehen - wiewohl es auf der gegenwärtigen Führungsebene der Partei keinen einzigen Staatsmann im Rang eines Veikko Vennamo gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsache ist, daß in der Geschichte, in der derzeitigen Administration, sowie im Geschäftsleben beiden Sprachen eine besondere Rolle zukommt. Falls jedoch ein Wunder passieren sollte, und das Land zu einem rein finnischsprachigen erklärt wird, bedeutete dies nicht, daß der Bedarf für Schwedischkenntnisse aus dem Land verschwinden würde. Im Gegenteil - solche Leute, die Schwedisch zuhause oder auf irgendeine Weise außerhalb der Schule erlernt haben, würden weiterhin auf dem Arbeitsmarkt und in der Administration ungefähr die gleiche privilegierte Stellung einnehmen wie im 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem, falls die Jungen Basisfinnen ihren Willen durchsetzen könnten, so würde der parlamentarische Verfassungsausschuß die Gesetzesveränderung für grob dem Grundgesetz Finnlands zuwiderlaufend erklären, und obendrein würden die EU-Gerichtshöfe und die Rechtssachverständigen den Beschluß platttreten, als einen, der nicht mit dem Regelwerk der EU und mit dem bald in Kraft tretenden Lissaboner Vertrag in Einklang gebracht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würde Finnland dazu verpflichtet werden, Menschen, die unter den Konsequenzen des Gesetzes geleidet hätten, beträchtliche Schadensersatzleistungen zu zahlen, falls und wenn jemand die Sache an den EU-Gerichtshof herantrüge - wie zum Beispiel jemand, bei dessen Krankenhaustherapie ein Fehler unterlaufen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der politische Preis, der dafür zu bezahlen wäre, fiele seinerseits auch nicht gerade kleiner aus - im Gegenteil. Finnland würde zusammen mit der für ihre fragwürdige Minderheitenpolitik bekannten Slowakei in die Gruppe &quot;unter ferner liefen&quot; der EU-Länder absteigen und zudem würde das Land wahrscheinlich aus jeglicher Kooperation skandinavischer Länder ausgeschlossen werden.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie war das bitte schön?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ein sich Wundernder&quot; antwortete um 19.37 auf den Kommentar von &quot;TT&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Forderung der Gymnasiasten nach einer freien Wahl der zu belegenden Fremdsprache, hatte dieses Ergebnis bei 173-1 nicht etwa ganz danach ausgesehen, als hätte es seinerseits den Beschluß durchgeboxt?!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Machen Sie den Leuten keine Angst, TT&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;HinterbänklerWildenterich&quot; nimmt um 20.57 Uhr Stellung zum Kommentar von &quot;TT&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Also jetzt verstehe ich! TT sehnt sich ins 19. Jahrhundert zurück, wo noch allen Ernstes von einem Groß-Schweden geträumt wurde. Das sind jetzt allerdings nur einige wenigen Aktivisten, die so denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erklären Sie uns nichts zum Grundgesetz, dieses kann leicht, wie sich in letzter Zeit gezeigt hat, nachgebessert werden. Und die Zweisprachigkeit oder das Zwangsschwedische der Schulen ist nirgendwo im Grundgesetz festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angstmacherei scheint den Svekophilen im Blut zu liegen. Wird nicht die Russen-Karte oder die Nazi-Karte gezückt, so dann eine Slowenien-Karte als etwas Neuem :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählen Sie doch mal von dieser Kooperation skandinavischer Länder. Finnland ist von da doch schon wegen der finnischen Sprache ausgeschlossen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Schweden ist Schweden und Finnland ist Finnland&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Streitaxt&quot; befaßt sich um 21.46 Uhr mit einem Kommentar von &quot;Luchs&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Luchs hatte am 18.10 um 00.54 Uhr folgendermaßen den Artikel kommentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;So ist es in Schweden&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In Schweden lebt derzeit eine finnischsprachige Sprachenminderheit von ungefähr 440&apos;000 Personen. Der Anteil der Finnischsprachigen an der Gesamtbevölkerung des Landes ist ziemlich die selbe Größenklasse wie der Anteil der Schwedischsprachigen in Finnland (Einwohnerzahl Schwedens: 9,2 Millionen). Kaum jemand an Schwedens Schulen hat das Erlernen des Finnischen als einem obligatorischen Lehrfach in Aussicht gestellt. Auf der Online-Seite der schwedischen Zeitung SVT war am 17.10.2009 zu lesen (Seite 108): Die Volkspartei (Folkpartiet) wünscht sich eine umfangreiche Erweiterung des Fremdsprachenunterrichts an Schwedens Schulen. Alle Schüler werden von der ersten Klasse ab Englisch lernen. Die chinesiche Sprache würde in den Reigen der als Wahlfach unterrichteten Sprachen hinzugenommen werden. So geht man in Schweden vor. Bei uns zerbrechen sich noch Leute darüber den Kopf, ob das Schwedische Pflichtfach sein sollte.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lieber Luchs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie kann es nur so schwer sein, zu begreifen, daß die in Schweden lebenden Finnischsprachigen Zugewanderte sind, und daß die in Finnland lebenden Finnlandschwedischen zur ursprünglichen Landesbevölkerung dazuzurechnen sind, wenn sie auch eine Minderheit vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schwedische der Finnlandschwedischen ist nicht die Sprache Schwedens, sondern Finnlands zweite offizielle Sprache. Schluß, Punkt, Amen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. . . . .&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von wegen Schluß, Punkt, Amen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;HinterbänklerWildenterich&quot; antwortet um 22.21 auf den Kommentar von &quot;Streitaxt&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Finnen und Finnischsprachige haben seit unerdenklichen Zeiten in Schweden gelebt. Das nördliche Schweden war ursprünglich ganz und gar finnischsprachig. Finnischsprachige lebten auch in den mittleren Landstrichen Schwedens, bis die Schweden sie von dort vertrieben. Per Königserlass war der Finne ein Freiwild, falls er nicht bereit war, seine Nutzungsrechte abzugeben, von denen geglaubt wurde, daß sie automatisch in deren Händen lägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwedischsprachigen haben erst ungefähr 1&apos;000 Jahre lang Finnlands schmalen Meeresuferstreifen besiedelt. Wer von den beiden ist hier nun ein Zugewanderter?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden gibt es laut einer Studie (es werden dort keine Statistiken zu den Sprachen geduldet) 470&apos;000 Menschen, die des Finnischen mächtig sind und die Anzahl wächst um weitere 20&apos;000, wenn man diejenigen dazurechnet, die ein eigenwilliges Finnisch sprechen. Deren eigenwilliges Finnisch gehört zu den Dialekten des Finnischen, und stellt keine eigene Sprache dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Finnland würde es sich bezahlt machen, nach Art und Weise der Schweden eine Hauptsprache festzulegen und den Minderheiten Schutz zu gewähren.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Auch ich muß mich wundern&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ein sich Wundernder&quot; antwortet am 21.10. um 08.40 auf eine Replik auf seinen vorherigen Kommentar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Du dürftest um hundert Jahre der Zeit hinterherhinken. Tatsächlich muß man beim Abi keine schriftliche Prüfung im ZWANGSschwedischen ablegen, doch muß man seine ganze Schulzeit, sogar noch an der Universität, das Fach belegt haben, damit für dieses &quot;bättre folk [bessere Volk]&quot; Dienstpersonal auf die Bahn gebracht wird. Da gibt es ganz klar noch sehr viel zu tun, um diese Methodik, gleich der des ehemaligen Südafrika, wie die Hauptbevölkerung des Landes behandelt wird, abzustellen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Jawohl, Schluß, Punkt!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Marja Leena Lempinen&quot; wischt um 9.12 Uhr dem Kommentar von &quot;Streitaxt&quot; eins aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihnen scheint es sich nicht zu eröffnen, daß diese Ihre &quot;ursprüngliche Bevölkerung&quot; auf 4,8 Prozent zusammengeschrumpft ist. Unter diesen Umständen macht es keinen Sinn, an dieser Sprache als einer zweiten Amtssprache festzuhalten. Man sollte sie schleunigst auf den Platz einer Minderheitensprache verweisen. Denn eine solche ist sie doch, oder könnten Sie etwas anderes behaupten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögen die in Schweden lebenden Finnen Ihrer Meinung nach Zugewanderte oder was immer sonst sein, eines ist sicher. Sie stellen allein schon wegen ihrer Größenordnung eine beachtliche Sprachenminderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinten Sie vielleicht zu sagen, daß die Finnlandschwedischen &quot;bessere Leute&quot; sind als die nach Schweden ausgewanderten Finnen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wären Gedanken eines Landesverräters!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was versteht Ihr Elendigen von Finnland&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Markku Rantala&quot; bezieht sich um 19.30 Uhr auf den allerersten Kommentar des Thread von &quot;Fjalar Finnugor&quot; vom 12.10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nur eine nichtsnutzige Truppe kann die Einsprachigkeit vorschlagen. Wie, bitte schön, gedenkt Ihr denn mit der restlichen Welt auszukommen? Man muß sich ja direkt wieder schämen, ein Finne zu sein, wenn man derartige Geschichten liest. Schämt Euch! Die Keulenhiebe, mit denen Ihr um der Aufmerksamkeit willen um Euch schlägt, tun weh.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Guter Markku Rantala&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Lassi Suomalainen&quot; antwortet um 20.34 auf den Kommentar von &quot;Markku Rantala&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wo Sie sich schon mal schämen, ein Finne zu sein, wandern Sie doch nach Schweden oder nach Rußland aus. Oder sonst wohin. Wir Finnen werden hier bleiben und wir sind stolz darauf, Finne zu sein. Ich bin einer Meinung mit Lempinen: Mittels einer Volksabstimmung könnte die Angelegenheit mit einem Schlag geklärt werden. Es wäre wohl niemand gegen eine Abstimmung.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die restliche Welt setzt sich aus einsprachigen Ländern zusammen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Marja Leena Lempinen&quot; hält nochmals um 20.52 Uhr &quot;Markku Rantala&quot; ihre Meinung entgegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schauen Sie doch, werter Markku Rantala, eine Nasenlänge weiter in die Welt hinaus. Blicken Sie nur mal um sich selbst herum. Fangen Sie mit Schweden an und touren Sie um die Ostsee. Was für Länder bekommen Sie zu sehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sind sie einsprachig, ein jedes einzelne von denen. Schämen Sie sich denn nicht wegen dieser Zweisprachigkeit, zumal die zweite Sprache ein altes, umgangssprachliches Schwedisch ist, das selbst von den Schweden belächelt wird, und das lediglich eine kleine Minderheit von 4,8 Prozent spricht.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T06:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6003248/">
    <title>Die Katzen von der Hohen Insel bekommen ein Mahl mit City-Kanickeln serviert</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6003248/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die Katzentiere des Zoos von Helsinki auf der Hohen Insel erhalten heute erstmals eine Wildkaninchenmahlzeit. Die Kanickel werden in den öffentlichen Grünanlagen von Helsinki mit Fallen eingefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn werden die Citykanickel den asiatischen Löwen, den Schneeleoparden und den Luchsen gereicht, es wird jedoch aus der Hohen Insel [Korkeasaari] bekanntgegeben, daß das Kanickel nahezu allen Raubtieren mundet, angefangen vom Lämmergeier bis zum Vielfraß. Zukünftig werden die Kanickel nebenher mit dem anderen Futter serviert, nicht als gesonderte Mahlzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlegte Kaninchen sollen tiefgekühlt auf Lager gehalten werden. Korkeasaari kommt an die Kaninchen aus der Heimatstadt wesentlich billiger heran, als wie importierte Kanickel dem Zoo zu stehen kämen. Außerdem können die Kanickel den Tieren samt Schopf und Haaren gereicht werden, da das für die Tiere ein gutes Labsal ist. Vormals hat sich der Erhalt von behaarter Beute als schwierig erwiesen, da finnische Schlachthöfe sich mit keinem Fleisch abgeben, an dem Haare dran sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildkaninchenbestand von Helsinki ist in den 2000er Jahren explosionsartig angewachsen und hat sich auch in die Nachbargemeinden ausgebreitet. Die Kaninchen richten in Vorgärten, Parks und Gemüsegärten beträchtlichen Schaden an.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-21T00:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/6001395/">
    <title>Unschuldig im Kittchen Eingesessenen blüht in Finnland von jetzt ab ein bescheideneres...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/6001395/</link>
    <description>&lt;b&gt;Nach gegenwärtiger Praxis erhält man vom Schöffengericht eine höhere Entschädigung als von der Geschäftsstelle des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer in Finnland unschuldig auf der Polizei in die Gefängniszelle gesteckt wurde, dem hatte es sich bisher bezahlt gemacht, den Staat gerichtlich zu belangen, denn die staatliche Geschäftsstelle ist bei der Vergabe von Entschädigungen geiziger als ein Richter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der finnische Staat will die wegen den sogenannten Kittchenwiedergutmachungen geführten Gerichtsprozesse verringern. Ein Volksangehöriger Finnlands, der unschuldig im Bau gebrummt hat, hat bei der bisherigen Lage der Dinge unter Umständen entscheiden müssen, ob er sich mit dem angebotenen Schmerzensgeld zufriedengibt oder ob er gegen den Staat eine Schadensersatzklage erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von jetzt ab wird immer zuerst die Geschäftsstelle des Staates die Höhe der Wiedergutmachung festsetzen. Erst hernach kann derjenige, der seinen guten Ruf eingebüßt hat, eine Entscheidung treffen, ob ihm die Summe genügt oder ab er in der Sache das Schöffengericht anrufen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Erneuerung erhofft man sich, daß diese in beträchtlichem Maße die Arbeit der Gerichtssitze entlasten wird. Die Regierung wird den neuen Gesetzesvorschlag noch während des Herbstes vorgelegt bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig entscheiden die Gerichte Finnlands im Jahr über mehr als einhundert Haftentschädigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ministerium fürs Rechtswesen rechnet man damit, daß mehr Leute denn je ihre Streitlust verlieren, wenn sie ein fertiges Angebot erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist die Beurteilung der derzeitigen Praxis durch Sachverständige eine vernichtende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Das gegenwärtige System ist doof, ereifert sich Amtsvorsteher Pekka Syrjänen auf der Geschäftsstelle des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Bislang hat es in dieser Angelegenheit keine klare Linie gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ansicht sind unnötigerweise ganz einfache Fälle zum Schöffengericht gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Streiten vor Gericht zahlt sich aus. Die im Ministerium fürs Rechtswesen die Gesetzesinitiative vorbereitende Gesetzesverordnungsrätin Kirsi Pulkkinen berichtet, daß die beim Schöffengericht nachgesuchten Entschädigungen im Durchschnitt höher ausfallen als die von der Geschäftsstelle des Staates gewährten. Falls die Änderung wie erwartet vorankommt, wird der Staat bei seinen Wiedergutmachungsausgaben gehörige Sümmchen einsparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In etlichen bekannt gewordenen Fällen sind der Staat und das Opfer zu einer Schlichtungslösung übergegangen, nachdem der Verdächtigte damit drohte, die Sache vor Gericht zu tragen. Zum Beispiel in den Mordfällen von Bodominjärvi und&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5971158/&quot;&gt;von Ulvila&lt;/a&gt; &lt;b&gt;mußte der Staat den Verdächtigten mehr zahlen als die staatliche Geschäftsstelle vorgeschlagen hatte. Syrjänen bestreitet jedoch, daß die bekannten Fälle auf das Zustandekommen der Gesetzesänderung einen Einfluß gehabt hätten.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;297&quot; alt=&quot;Unschuldig-wer-unschuldig-ist&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/Unschuldig-wer-unschuldig-ist.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-20T02:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/5999701/">
    <title>Die Kartonage hat ihren Weg in die Frischwarenverpackungen gefunden</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/5999701/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die Universitätswelt und die industrielle Forstwirtschaft haben miteinander im Verein für Frischwaren eine neuartige Verpackung entworfen. Ein aus Papphüllenmaterial geformtes nahtloses Gußgefäß wird den schlimmsten Feind der Frischwaren außen vor halten können: die Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die derzeitigen, gefalteten Packschachteln sind nicht unbedingt besonders luftdicht. Besonders empfindlich auf Sauerstoff reagieren frisches Fleisch und Fisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stora Enso hält die neuen Kartonverpackungen für einen Schlager in der Verkaufsbranche der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kartonage ist ein umweltfreundliches Produkt, aber umständlich in Form zu bringen, da sie leicht einreißt. Forscher haben jedoch eine Methode entwickelt, wie sich der Pappschachtelrohstoff so formen läßt, daß er das für die Gestaltung einer Gefaßform benötigte Zurechtbiegen aushält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Technischen Universität im finnischen Lappeenranta ist bereits an die sechs Jahre an der Entwicklung der Kartonage gearbeitet worden. Entwickelt wird auch ein variierbares Herstellungsverfahren für Kartonverpackungen, mittels dem ein jeder, der solcher bedarf, im Handumdrehen per Knopfdruck Verpackungen mit eigenem Design erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Wirtschaftsnachrichten Finnlands vom 18.10.2009&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-19T07:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/5993848/">
    <title>&quot;Bald werden die guten Rinder und die Bildhauerfrau kein Zuhause mehr haben&quot;</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/5993848/</link>
    <description>&lt;b&gt;Die finnische Künstlerin Miina Äkkijyrkkä, die für ihre Werke mit Kuhmotiven bekannt wurde, und die Mitte der 1990er Jahre zusammen mit etlichen Stück Rindern einer selten gewordenen einheimisch-karelischen Rasse auf ein Gehöft auf einer der Stadt Helsinki vorgelagerten Insel gezogen war, welches sie allerdings aus nicht klar ersichtlichen Gründen bereits seit längerer Zeit von Amts wegen wieder verlassen soll, wogegen sie sich heftig zur Wehr setzt, wird einer jüngsten Nachricht vom 13.10.2009 zufolge nun zwar nicht gleich auf der Stelle aus dem Gehöft Skata auf der Insel Vuosaari ausziehen müssen. Äkkijyrkkä würde nicht bei Nacht und Nebel aus Skata vertrieben werden, wie es hieß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut dem Anwalt der Stadt, Sami Sarvilinna, wird es keines gerichtlichen Räumungsbefehls bedürfen, falls Äkkijyrkkä in angemessener Zeit sich freiwillig aus dem Hof entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Das bedeutet nun keinesfalls, daß dies heute oder morgen sein muß, sagte Sarvilinna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberste Gericht zu Helsinki bestätigte am Dienstag, den 13.10., den früheren Entscheid des Schöffengerichts, wonach es für die Aufkündigung des Pachtvertrags für Wohnung und Ländereien berechtigte und gesetzmäßige Gründe gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarvilinna zufolge werden die Stadt, die Immobilienbehörde, das Bauamt und der Beauftragte von Äkkijyrkkä nächste Woche über den Zeitplan der Räumung des Gehöfts verhandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äkkijyrkkä&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.ts.fi/online/kotimaa/80866_515h.jpg&quot;&gt;[ »] &lt;/a&gt;&lt;b&gt;sagte dem finnischen Nachrichtenbüro STT, daß ihr der Auszug aus dem Hof nicht leicht falle. Sie hat auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß sie den Kampf auf die eine oder andere Weise fortsetzen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberste Gericht verpflichtete Äkkijyrkkä zur Zahlung von knapp 2&apos;000 Euro insgesamt, die der Stadt Helsinki für die Prozeßkosten sowohl am Schöffen-, als auch am Obersten Gericht entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie vormals von mir berichtet, war der Künstlerin Miina Äkkijyrkkä von der Stadt Helsinki der Pachtvertrag über die Nutzung der Gebäude und der Ländereien des Gehöfts Skata auf der Halbinsel Vuosaari bei Helsinki, auf dem die Künstlerin seit 1995 lebte, aufgekündigt worden. Äkkijyrkkä war wegen der Kündigung vor Gericht gezogen, das Schöffengericht hatte jedoch in seinem Beschluß die Kündigung als begründet und gesetzlich rechtskräftig aufrechterhalten. In der Zeitung Helsingin Sanomat war am 6.11.2008 folgendes zur Begründung der Kündigung des Pachtvertrags zu lesen:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Stadt Helsinki mietete im Jahr 1995 für die Vereinigung zugunsten der Rinder der ostfinnischen Rasse aus dem Nachlass von Helvi Tossavainen Gebäude und Hof-Areal des Gehöfts an, damit dieses für die Haltung von Nutztieren hergerichtet, sowie als Wohnung für die Person dienen würde, die die in den Räumlichkeiten stattfindenden Ereignisse betreuen sollte. Auf dem Gehöft sollten Ausstellungen, Schulungen und andere gemeinnützliche Tätigkeiten abgehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut dem Schöffengericht hätte die Stadt für eine Kündigung keine ausreichende Erklärung vorlegen können, ausgehend davon, daß Äkkijyrkkä den Hof als den Interessen des Pachtvertrags zuwiderlaufend genutzt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dahingegen hätte Äkkijyrkkä in fortgesetzter Weise und trotz Ermahnungen den Statuten zur Haltung von Haustieren und von Rindvieh zuwidergehandelt. Auch in der sachgemäßen Beseitigung von Schlachtüberresten hätte es eine Bemängelung gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut dem Schöffengericht hatte Äkkijyrkkä nicht in der dafür vorgesehenen Zeit eine Ungültigkeitserklärung der Pachtaufkündigung eingefordert. Das Gesetz schreibt vor, daß dies innerhalb eines Monats zu geschehen habe, Äkkijyrkkä hatte ihr Begehren jedoch erst im Juni 2008 vorgelegt. Aber auch wenn das Begehren bereits zur dafür bestimmten Zeit eingereicht worden wäre, hätte das Gericht den Beschluß jedoch gleichfalls nicht abgeändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gericht hatte insgesamt 14 Zeugen angehört. Die Beteiligten hatten beim Obersten Gericht wegen des Beschlusses Beschwerde einlegen können, was denn auch geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Miina Äkkijyrkkä im November 2008 von dem Gerichtsbeschluß erfuhr, war sie gerade in Tampere bei der Empfangnahme eines Diploms der Haustierzüchter-Genossenschaft Faba als einem Dank für ihre bemerkenswerte Arbeit zugunsten urwüchsig einheimischer Tierarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ein surrealistischer Stimmungs-Background&quot;, sagte sie, &quot;bald werden die guten Rinder und die Bildhauerfrau kein Zuhause mehr haben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äkkijyrkkä ließ wissen, daß es auf dem Hof von Skata um die zwanzig Kyyttö-Rinder herum und fünf Pferde hatte. Die Skulpturenkünstlerin bereits damals schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem neuen Hof gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich hatte den ganzen Sommer über allerbeste Bildhauerzeit rein dafür vergeudet, mir Höfe anschauen zu gehen. Im Sommer 2008 habe ich über circa 70 Bauernhöfe abgeklappert. Das Herumfahren kann einen ganz schön schlauchen und war mit einiger Arbeit verbunden, aber etwas passendes ließ sich nicht finden,&quot; wie es Äkkijyrkkä schilderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Künstlerin will eigentlich gar nicht aus Helsinki weggehen. &quot;Ich bin zu einem Stadtbürger von Helsinki geworden, die Jahre haben das Ihre dazu getan. Am allerglücklichsten war ich auf dem Hof von Skata gewesen, direkt oft in Sternstunden schwelgend, auf einem Höhenflug, wo jemandem alles glücklich von der Hand geht. Mein ganzes Bildhauerschaffen ist im Jahre 1999 auf ein neues zum Erblühen gekommen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davor hatte Äkkijyrkkä eine Pause von zehn Jahren eingelegt, während derer sie sich nicht mit Kunst beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Sommer 2009 verbrachte die Künstlerin in ihrem ostfinnischen Heimatdorf u.a. mit einer Ausstellung mit dem Namen &quot;Lappetelä - ein lebhaftes Dorf&quot;, für welche Zeichnungen, Lichtbilder und kleinere Holzschnitzereien der Künstlerin zusammengetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Auf Skata bin ich zu einem derart glücklichen Menschen geworden, so daß ich dort unglaubliche Werke geschaffen habe. Alles Geld, was aus der Bildhauerei geflossen ist, ist in die Felder von Uutela in der näheren Ortsgemarkung des Hofs von Skata und in die Gebäude dort gegangen. Es wird dort zurückbleiben, die Kinder werden nichts zu erben haben,&quot; bedauert sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * * * *&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Es gibt im heutigen Finnland ungefähr 400 Stück Vieh des in Finnland und in Teilen Rußlands und Sibiriens heimischen, auf Finnisch aufgrund der mäandernden Rückenzeichnung des Rinds nach dem Wort kyy für Kreuzotter kyyttö genannten Steppen-Urrinds, das durch Auslese und gezielter Kreuzung aus ursprünglich gehörnten sowie hornlosen Unterarten heute aus zum einen Teil hochgezüchteten Tieren ohne Hörner und von rötlich gescheckter Haut, zum anderen Teil unveredelt gebliebenen, sowohl behornten als auch ungehörnten Tieren etlicher möglicher Lederhautfärbungen besteht. Allen Tieren gemein ist die Rückenzeichnung ähnlich einer Schlangenform, und daß sie von der Milchproduktion her eher unergiebig sind, und daher im Vergleich zu westfinnischen oder eingeführten Rindern nicht so rentabel sind. Die Milch der urstämmigen Kuh ist jedoch fetthaltiger als die anderer Kühe und eignet sich hervorragend zur Käsezubereitung.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * * * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Künstlerin Miina Äkkijyrkkä, Jahrgang 1949, hat im Jahr 2002 den staatlichen Bildhauerpreis Finnlands erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miina Äkkijyrkkä, auch unter dem Künstlernamen Liina Lång bekannt, hat drei Kinder, geboren 1977, 1983 und 1990.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;263&quot; alt=&quot;KampferischeSchirmherrindeskyytto&quot; width=&quot;403&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/libidopter/images/KampferischeSchirmherrindeskyytto.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-15T10:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/5993218/">
    <title>Elitärvermauschelung der Staatspolitik eines ganzen Landes?</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/5993218/</link>
    <description>&lt;b&gt;Eine Reporterin, die mit einem Artikel die Schwedische Volkspartei Finnlands RKP verprellt hat, ist jüngst von den der Presse mitgeteilten Auskünften der Partei ausgeschlossen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die RKP ließ auf ihrem Parteikongress für Fragen der Zukunft, der in Kemiönsaari stattfand, die Berichterstatterin für den Nachrichtendienst der finnlandschwedischen Zeitungen Svensk Presstjänst (SPT) Maria Gestrin-Hagner nicht an der Pressekonferenz der Partei teilnehmen. Der Grund dafür war eine Verstimmung der Partei auf einen letzte Woche erschienenen Artikel der Reporterin hin, in welchem das geheimgehaltene Programm des Kongresses ans Licht der Öffentlichkeit gebracht und bekrittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht des Vorsitzenden der RKP (zugleich Staatsminister Finnlands für Fragen der Gleichberechtigung) Stefan Wallin war der Artikel spöttisch geschrieben und voller Fehler in der Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Dies ist unsere Art, zu zeigen, daß wir es nicht hinnehmen, daß unsere seriöse Arbeit der Lächerlichkeit preisgegeben wird, sagte Wallin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestrin-Hagner hält die Art und Weise für besorgniserregend, wie die Führung der Partei mit Kritik umgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallin versprach indes dem Pressedienst des SPT, zur nächsten Pressekonferenz der Partei ihn einzuladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was von derlei medienpolitischen Vorgängen in einem freien Land zu halten ist, und was für eine Mauschelei auf staatlicher Ebene dadurch im gemeinen Volke mindestens suggeriert wird, kommt in folgenden zwei Kommentaren sehr schön zur Sprache:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gleichberechtigungsminister wälzt Durchsichtigkeit platt&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leserkommentar zur einschlägigen Nachricht mit dem Stichwort &quot;Anfang vom Ende&quot;, am 13.10.2009 um 20.37 Uhr eingestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine geheime Agenda auf einer Konferenz für Fragen der Zukunft und der Ausschluß eines Reporters, der mit kritischer Stimme darüber schreibt, erscheinen direkt, wie aus der Sowjetunion gegriffen. Der RKP scheint auch in diesen Belangen eine Ausnahmestellung zuzukommen, oder ist die Partei bereits derart hoffnungslos in sich verfahren? In Finnland ist die Presse eine freie, und deren Aufgabe ist es, die Wahrheit darzustellen. Man würde nicht glauben wollen, daß sich irgendeine Partei immer noch derart dumm anstellte, wo doch allenthalben nach [noch mehr] Durchsichtigkeit verlangt wird.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Einer, der Werbung macht für die Toleranz, will den Leuten Dinge aufnötigen, und verbietet den Journalismus&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stellungnahme zum letzten Kommentar &quot;Anfang vom Ende&quot;, um 21.18 Uhr mit Stichwort: &quot;die Hände gekreuzt&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;- Anfang vom Ende&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nichts anderes richte ich meine Gebete gen Himmel.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Junge Basisfinnen fordern das einsprachige Finnland - &lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5990311/&quot;&gt;was sagt Volkes Stimme dazu?  »&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>libidopter</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 libidopter</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-15T02:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://libidopter.twoday.net/stories/5991510/">
    <title>Zuviel Teenspirit im Blut der Verteidigung kann dem Berufsethos schaden  und im...</title>
    <link>http://libidopter.twoday.net/stories/5991510/</link>
    <description>&lt;b&gt;Ein Gerichtsgang, zumal der eines afrikanischen Angeklagten aus Ruanda - er hat seit Jahren im finnischen Porvoo gelebt -, der sich für die Teilnahme an den Massenmorden in seinem Heimatland in den 1990ern zu verantworten hat, kann vielleicht zu einer afrikanischen Farce werden, sollte aber deshalb noch lange zu keinem finnischen HerrgottsTheater ausarten&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://libidopter.twoday.net/stories/5987850/&quot;&gt;[»]&lt;/a&gt;&lt;b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprachgebrauch der Verteidigerin in dem finnischen Ruanda-Prozeß wird an den Überwachungsausschuß des Berufssektors gehen, um dort nun auf den Prüfstein gelegt zu werden. Das Kontrollgremium des Dachverbands finnischer Anwälte wird dazu Stellung beziehen, ob das lose Mundwerk von Rechtsanwältin Ingrid Heickell gegen den unter Advokaten und Verteidigern üblichen Sittenkodex verstoßen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heickell hat während eines laufenden afrikanischen Holokaust-Prozesses unter anderem zum Besten gegeben, daß der Wortführer des Gerichts nicht vergessen solle, den Allerwertesten des Zeugen auch noch abzuknutschen. Der Spottkommentar war im letzten Monat im Gerichtssaal in Ruanda auf Englisch zu hören gewesen, als der Wortführer des Gerichts sich bei einem Zeugen bedankte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur betreffenden Zeit befand sich Heickell zusammen mit dem angeklagten Schwarzen aus Ruanda im Gefängnis der finnischen Stadt Vantaa, von wo aus eine Videoverbindung nach Ruanda hergestellt war. Heickell hat wissen lassen, daß aus Versehen das Mikrofon eingeschaltet geblieben wäre, und daß sie nicht beabsichtigt hätte, daß das Gericht ihre Worte zu hören bekäme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut dem Sittenkodex des Anwälteverbands gehört es sich, einem Hohen Gericht Respekt entgegenzubringen. Der Verwaltungsausschuß des Berufsverbands beschloß, die Sache am kommenden Montag dem Überwachungsgremium zu überstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bescheid in der Angelegenheit könne frühestens gegen Ende des Jahres erwartet werden. Derartige Fälle kämen laut finnischem Anwälteverband recht selten vor.&lt;/b&gt;</description>
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    <dc:date>2009-10-14T01:08:00Z</dc:date>
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